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descriptionMehrere Beinen von Joggern, einer davon mit Bandage
Muskeln, Bänder und Sehnen können überdehnen oder sogar reißen. Die Folgen reichen von leichten Schmerzen bis hin zur Bewegungsunfähigkeit.
descriptionFuß wird bandagiert
Verstauchungen und Prellungen sind vor allem eines: schmerzhaft. Salben und Gels aus der Apotheke lindern die Beschwerden und fördern den Heilungsprozess.
descriptionAmerican Football Player mit Armverletzung
Knochenbrüche und Verrenkungen: Es bedarf gewaltiger Kräfte, um sich so eine Verletzung zuzuziehen. Bei Knorpelschäden ist häufig eine OP notwendig.
description
Ob Schnitte oder Blasen: In Ihrer Apotheke bekommen Sie professionelle Hilfe. Bei schweren Verletzungen oder Gehirnerschütterung sollte ein Arzt aufgesucht werden.
descriptionNotfallausrüstung mit Erste Hilfe Kasten, Mullverband und Sportgel
Viele Sportverletzungen sind vermeidbar. Ist es doch passiert, müssen schnell Maßnahmen ergriffen werden: Erste Hilfe und Medikamente aus der Apotheke.
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Verletzungen der Bänder, Muskeln und Sehnen

Sport beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus, Übergewicht und vielen anderen Krankheiten vor, hält den Körper bis ins hohe Alter fit und macht außerdem gute Laune. Allerdings bergen die meisten Sportarten auch ein mehr oder weniger großes Verletzungsrisiko.

Im Überblick



Meist ist nicht die Sportart daran schuld, dass es zu einer Verletzung kommt. Häufig ist die Ursache, dass sich der Sportler überschätzt oder überlastet und die notwendigen Bewegungsabläufe nicht richtig trainiert. Oft ignorieren Sportler auch kleinere Verletzungen oder beginnen viel zu früh wieder mit dem Training und kurieren sie nicht richtig aus. Auf Dauer kann das zu chronischen Schäden und Schmerzen führen. Typische Symptome vieler Sportverletzungen wie Muskel- und Bandverletzungen sind Schmerz, Schwellung, Bluterguss und eine eingeschränkte Funktion. Meist treten sie innerhalb von Minuten auf, es kann aber auch bis zu einigen Stunden dauern. Bei schwereren Verletzungen ist unbedingt ein Arztbesuch nötig. Bei leichten Beschwerden können Sie sich mit Medikamenten und Bandagen aus der Apotheke selbst behandeln – aber auch hier sollten Sie zunächst den Arzt fragen. Denn oft ist das Ausmaß einer Verletzung nicht einfach zu erkennen.
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Verletzungen der Bänder

Bänder (Ligamente) stabilisieren die Gelenke, sie können Bewegungen führen oder einschränken. Sie bestehen aus Bindegewebsfasern, die wellenförmig angeordnet sind, damit sie Kräfte besser puffern und sich auch etwas in die Länge ziehen können.

Bandverletzungen kommen meist im Bereich von Sprunggelenk (Fußball, Tennis, Basketball), Knie, Schulter, Ellenbogen oder Handgelenk vor – auch die Fingergelenke können betroffen sein (Volleyball). Die Bänder im Knie sind vor allem beim Skifahren oder Fußball gefährdet, wenn starke Drehbewegungen ausgeführt werden. Je nach Unfallhergang und Intensität der Krafteinwirkung, kommt es zu einer Dehnung (eine starke Dehnung wird auch Verstauchung genannt) oder einem Riss.
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Bänderdehnung

Werden die Bänder zu stark belastet, kann eine Bänderdehnung die Folge sein. Die typischen Symptome sind Schmerzen, wenn das Band gespannt oder das Gelenk bewegt wird und Einschränkungen der Funktion. Zu einem Bluterguss kommt es bei Dehnungen normalerweise nicht. Auch die Stabilität des Gelenks ist nicht eingeschränkt.

Behandlung einer Bänderdehnung

Bei einer Bänderdehnung reicht es meist aus, das Gelenk mit Bandagen und Tape-Verbänden aus der Apotheke zu stabilisieren. Sie können das Gelenk zwar belasten, sollten aber einige Wochen auf Sport verzichten, um keine weiteren Verletzungen zu riskieren.
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Bänderriss

Bei noch größerer Krafteinwirkung auf das Band (Trauma) kommt es zu einem teilweisen oder kompletten Riss des Bandes (Ruptur). Wenn das Band zusätzlich teilweise in der Gelenkkapsel verankert ist, spricht man auch von einer Kapsel-Band-Läsion. Bei einem Bänderriss ist ein plötzlicher starker Schmerz spürbar – das Gelenk wird instabil, es ist (meist) nicht mehr belastbar. Außerdem kommt es zu Blutungen, sodass das Gelenk anschwillt. Auch Wärme und Rötung sind typische Zeichen für eine Entzündung, die die erste Phase der Wundheilung darstellt.

Behandlung eines Bänderrisses

Bei einem Bänderriss kann nach der PECH-Regel (siehe Sofortmaßnahmen) noch eine weitere Erste-Hilfe-Regel angewendet werden:

PECH steht für Pause, Eis, Compression, Hochlagerung. Das heißt, der betroffene Körperteil sollte zunächst ruhiggestellt, mit Eis gekühlt, mit einem Druckverband versorgt und hochgelagert werden. Die eigentliche Behandlung kann dann mit oder ohne Operation erfolgen. Anschließend soll Muskel- und Krafttraining den betroffenen Körperteil wieder stabilisieren. Nach einem größeren Bänderriss kann es bis zu 24 Wochen dauern, bis das Training wieder aufgenommen werden kann.

Ein gerissenes Band im Sprunggelenk kann oft konservativ behandelt werden: Das Gelenk wird mit Bandagen oder Orthesen für etwa acht Wochen stabilisiert. Für Leistungssportler wird manchmal auch empfohlen, die Bänder in einer Operation zu vernähen.
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Kreuzbandriss

Im Inneren des Kniegelenkraumes befinden sich das vordere und das hintere Kreuzband. Sie verbinden den Oberschenkelknochen mit dem Schienbein, verhindern Falschbewegungen des Gelenks und machen die Beugung und Streckung des Knies möglich. Der Riss des vorderen Kreuzbandes (das hintere ist nur selten betroffen) ist eine der schwersten Kniegelenkverletzungen überhaupt. Sie kann durch Drehbewegungen des Knies (zum Beispiel beim Fußball oder Skifahren) verursacht werden, aber auch durch Unfälle oder Bagatellbewegungen wie Stolpern oder Ausrutschen. Ein Kreuzbandriss geht mit Schmerzen und einer Schwellung einher, auch ein Gelenkerguss ist möglich. Die Beweglichkeit des Knies ist eingeschränkt, es kann bei Belastung auch wegknicken.

Behandlung eines Kreuzbandrisses

Heutzutage werden die meisten Kreuzbandrisse operativ behandelt. Erfahrungen zeigen allerdings, dass ältere Patienten, die keinen Sport (mehr) treiben, durchaus auch ohne Operation gut zurechtkommen. Voraussetzung ist, dass das Knie ausreichend stabil und nicht gereizt ist, nicht wegknickt, oder schmerzt. Krankengymnastik und gezieltes Training der Oberschenkelmuskulatur können das Kniegelenk ausreichend stabilisieren. Zur Entlastung werden Gehstützen und Kniegelenksschienen eingesetzt. Vor allem bei jüngeren, sportlich aktiven Menschen, wird der Arzt aber zu einer Operation raten, wenn diese eine größere Sicherheit und ein geringeres Arthroserisiko bieten. In einem arthroskopischen Eingriff (Kniegelenksspiegelung) ersetzt der Arzt die zerrissenen Bandstrukturen mit körpereigenem Material: entweder aus der Kniescheibensehne (Patellarsehne) oder aus dem Muskel an der Oberschenkelrückseite. Meist kommt es nach der Operation kaum zu Schmerzen oder Reizzuständen und die freie Beweglichkeit ist schon bald erreicht. Um das Knie und die Sehne vor zu früher Belastung zu schützen, wird das Gelenk aber sechs bis zwölf Wochen mit einer Kniegelenksschiene entlastet. Zudem müssen konsequent krankengymnastische Übungen durchgeführt werden. Wenn die Behandlung erfolgreich verläuft, sind nach der Heilung wieder alle Sportarten möglich.
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Sehnenverletzungen

Sehnen übertragen die Kräfte von der Muskulatur auf die Knochen. Um eine Sehne herum findet sich oft eine Gleitschicht, die sogenannte Sehnenscheide, in der sich die Sehne reibungsarm bewegen kann. Durch ihren Aufbau aus Kollagenfasern können die Sehnen hohen Zugbelastungen standhalten. Ihre Blutversorgung ist dadurch allerdings eingeschränkt, sodass sie sich langsamer an Belastungen anpassen und schlechter regenerieren können. Etwa ab dem 30. Lebensjahr verlieren die Sehnen zunehmend an Elastizität. Diese durch degenerative Vorgänge geschwächten Sehnen sind anfälliger für Verletzungen.
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Sehnenreizung

Durch Überlastungen und zu geringe Regenerationszeiten kann es zu minimalen Verletzungen der Sehnen kommen. Wenn diese Verletzungen nicht ausheilen, ist die Folge möglicherweise eine Reizung und Entzündung der Sehne (Tendinitis). Auch die Sehnenscheiden können sich entzünden (Tendovaginitis). Die Symptome sind Belastungsschmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit, Schwellung und andere Entzündungszeichen.

Reizungen und Entzündungen im Bereich des Sehnengewebes müssen unbedingt ernst genommen und ausgeheilt werden. Denn durch die eingeschränkte Regenerationsfähigkeit neigen Sehnenreizungen stark dazu, chronisch zu werden.

Behandlung einer Sehnenreizung

Reizungen der Sehne können deren Struktur verändern und Risse wahrscheinlicher machen. Daher sollten sie frühzeitig behandelt werden, indem die Ursache erkannt und beseitigt wird. Auch Krankengymnastik oder entzündungshemmende Medikamente können helfen (siehe „Hilfe aus der Apotheke“).
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Sehnenriss

Bei sehr großen äußeren Krafteinwirkungen auf eine Sehne kann es zu einem Anriss oder Riss (Ruptur) kommen, auch bei einer gesunden Sehne. Allerdings sind Sportler mit Vorschäden besonders gefährdet.

Bei einem Sehnenriss kommt es zu akuten Schmerzen und dem Funktionsverlust des entsprechenden Skelettteils. Anfänglich kann eine Delle sichtbar sein, die nach mehreren Stunden allerdings verschwindet, wenn die Schwellung zunimmt.

Behandlung eines Sehnenrisses

Ist es zu einem Riss gekommen, hängen die Therapiemöglichkeiten von der Lage der Sehnen-Enden ab: Liegen sie nah beieinander, können sie auch von selbst ohne Operation wieder zusammenwachsen. Bei größeren Abständen vernäht der Arzt die Sehnen-Enden – besonders bei Sportlern wird diese Option empfohlen. Sehnengewebe lässt sich – im Gegensatz zu Muskeln – sehr gut nähen. Mit oder ohne Operation muss das betroffene Gelenk aber immer längere Zeit ruhiggestellt werden. Die Heilung der Sehne kann bis zu sechs Wochen dauern. Eine Wiederaufnahme des Sports kann erst nach mehreren Monaten erfolgen.
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Achillessehnenverletzungen

Die 10 bis 17 Zentimeter lange Achillessehne verbindet Wadenmuskulatur und Fersenbein und ist die kräftigste Sehne des Körpers. Zu Beschwerden kann es durch körpereigene Faktoren wie Fußfehlstellungen, Beinachsenfehler, ein Ungleichgewicht in der Muskulatur und steigendem Alter kommen. Durch die schlechte Durchblutung der Sehne kommt es zu degenerativen Veränderungen, besonders im Alter, was neben externen Faktoren wie eine plötzliche Steigerung des Trainings, reaktive Bewegungsmuster, Umknicken, Fouls oder schlechte Ausrüstung (zum Beispiel falsche Schuhe) zu Verletzungen führt.

Ist das Sehnengewebe gereizt oder entzündet, zeigen sich die Beschwerden (Achillodynie) schleichend und zunächst nur bei Belastung. Nach und nach werden die Schmerzen häufiger und intensiver und bestehen auch in Ruhe. Es kommt zu einem Gefühl der Bewegungseinschränkung und zu Entzündungszeichen wie Schwellung, Rötung und Überwärmung. In diesem Stadium ist die Sehne oft noch unversehrt, es können aber auch schon degenerative Veränderungen möglich sein: die Faserstruktur verändert sich und die Sehne kann sich verdicken, wobei sich im Zentrum der Schwellung abgestorbene Sehnenfasern befinden.

Wenn starke Belastungen, etwa bei Beschleunigung oder Abbremsen, aber auch Bagatellbewegungen wie Fehltritte auf eine derart vorgeschädigte Achillessehne wirken, kann es zum Riss (Achillessehnenruptur) kommen. Dann ist meist ein deutlicher Knall zu hören (sogenannter Peitschenknall) und starke Schmerzen setzen ein. Im Verlauf der Sehne können sich Dellen und Schwellungen bilden.

Behandlung von Achillessehnenverletzungen

Bei einer Reizung der Achillessehne wird der Arzt versuchen, die Ursache ausfindig zu machen, um sie dann zu beseitigen. Zum Beispiel kann bei Fehlstellungen eine Schuheinlage helfen. Die Symptome können durch entzündungshemmende Maßnahmen wie Eisanwendungen oder auch Medikamente gelindert werden (siehe „Hilfe aus der Apotheke“).

Ist die Achillessehne gerissen, kann konservativ oder operativ behandelt werden. Haben die Enden der gerissenen Sehne miteinander Kontakt, wenn der Fuß nach unten abgewinkelt wird, wachsen sie von alleine wieder zusammen. Im Rahmen einer funktionellen Behandlung kann der Fuß schon nach einigen Tagen eingeschränkt bewegt werden. Der Patient bekommt Spezialschuhe mit erhöhter Ferse und unbiegsamer Zunge, mit denen er den Fuß voll belasten kann. Unter Umständen ist auch eine Woche lang ein Gips nötig. Bis zur vollständigen Heilung vergehen etwa sechs bis acht Wochen.

Ist kein Kontakt zwischen den Sehnen-Enden möglich, wird eine Operation nötig: Die Enden werden zusammengenäht. Danach bekommt der Patient einige Tage lang einen Gips, bis die Hautwunde verheilt ist. Bereits nach kurzer Zeit kann der Fuß durch eine funktionelle Behandlung und Spezialschuhe schon wieder voll belastet werden. Nach drei Wochen kann eine krankengymnastische Behandlung begonnen werden. Etwa sechs bis acht Wochen dauert es, bis auf die Schuhe verzichtet werden kann. Danach ist ein gezieltes Training der Wadenmuskulatur nötig, bis das Bein nach frühestens vier Monaten wieder belastbar ist. Fast immer kann dann die körperliche Leistungsfähigkeit wieder erreicht werden.
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Muskelverletzungen

Die Muskeln bestehen aus Muskelfasern, die zu Bündeln zusammengefasst sind. Die einzelnen Muskelzellen sind lang gestreckt und faserartig, sodass sie sich zusammenziehen (kontrahieren) können. Wenn die Dehnbarkeit überschritten wird, kann es zu einer Verletzung kommen.

Muskelbeschwerden reichen von Krämpfen über Zerrungen bis hin zu vollständigen Rissen. Die Ursache ist entweder eine Überlastung der ungenügend trainierten Muskulatur (zum Beispiel bei schnellen Antritten oder beim Absprung) oder direkte Verletzungen bei Stößen und Schlägen. Am häufigsten sind Wade und Oberschenkel betroffen.

Gerade bei Sportarten, die schnelle kräftige Bewegungen notwendig machen (Fußball, Handball, Tennis, Squash etc.) liegt der Grund für die Verletzung oft bei den Sportlern: unzureichendes Aufwärmen, schlechter Trainingszustand, Überschätzung des eigenen Leistungsvermögens, mangelnde Vorbereitung des Körpers auf die Belastung. Auch nicht ausgeheilte Verletzungen oder eine ungeeignete Ausrüstung sind Risikofaktoren für Muskelzerrungen und -risse.

Behandlung von Muskelverletzungen

Bei Muskelverletzungen kann eine geeignete Erstversorgung (siehe auch Sofortmaßnahmen) den Verlauf der Therapie positiv beeinflussen. Der betroffene Körperteil sollte sofort ruhiggestellt, mit Eis gekühlt und mit einem Druckverband versorgt werden.
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Muskelkater

Bei einer starken sportlichen Belastung entstehen kleinste Risse in der Muskulatur. Durch die Reparaturprozesse kommt es zu Entzündungsreaktionen und Gewebewasser dringt in den Muskel ein. Ein oder zwei Tage nach der sportlichen Aktivität kommt es dadurch zu schmerzhaften Spannungsgefühlen, Druck-, Bewegungs- und Dehnungsschmerzen sowie Steifigkeit – man hat Muskelkater.

Er tritt vor allem nach Bewegungen auf, die hohe Bremskräfte erfordern: Bergabgehen, übertriebenes Krafttraining oder Sprünge. Beim Krafttraining sollte zwar durchaus ein starker Reiz auf den Muskel ausgeübt werden, damit der Muskel sich verdickt und auf die nächste Belastung besser vorbereitet ist. Ein zu hoher Trainingsreiz führt aber zum Muskelkater.

Behandlung eines Muskelkaters

Ein Muskelkater geht nach einigen Tagen von selbst wieder vorbei. Einen Tag lang sollte der Muskel geschont und auf Sport verzichtet werden. Hilfreich sind durchblutungsfördernde Maßnahmen wie warme Bäder oder Sauna. Massagen sind dagegen nicht sinnvoll.
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Muskelkrampf

Bei einem Muskelkrampf spannt sich der Muskel plötzlich und heftig an. Die schmerzhafte Kontraktion kann durch Dehnübungen wieder gelöst werden. Die Ursache liegt in der gestörten Erregungsübertragung vom Nerv auf den Muskel, die vor allem durch Störungen im Elektrolythaushalt ausgelöst wird. Bei längeren sportlichen Belastungen, etwa bei einem Marathonlauf, verliert der Körper Mineralien in großer Menge über den Schweiß, die Folge ist eine verstärkte Krampfneigung. Elektrolythaltige Getränke vor oder während eines Wettkampfs oder einer starken Belastung können Muskelkrämpfen vorbeugen.

Behandlung eines Muskelkrampfes

Die schmerzhafte Kontraktion bei einem Muskelkrampf kann durch Dehnübungen wieder gelöst werden. Da Krämpfe durch einen Mangel an Mineralien ausgelöst werden, helfen entsprechend angereicherte Getränke. Zur Vorbeugung können Sportler vor und während eines Wettkampfs oder einer intensiven Belastung elektrolythaltige Flüssigkeit trinken. Magnesium darf dagegen nicht kurz vor einer Belastung oder währenddessen in größeren Mengen zugeführt werden, da es in höheren Dosen abführend wirkt. Vielmehr sollten Sportler auf eine magnesiumreiche Ernährung achten (Vollkornprodukte, Haferflocken, Weizenkeime, Brokkoli). Wer zusätzlich Magnesium zuführen will, kann das über einen längeren Zeitraum vor einem Wettkampf mit Magnesium-Tabletten aus der Apotheke machen.
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Muskelzerrung

Bei einer Zerrung wird die äußere Muskelstruktur nicht geschädigt, nur die Funktion des Muskels ist gestört. Im mikroskopischen Bereich kann man allerdings kleine Muskelfaserrisse beobachten. Vielmehr handelt es sich um eine Reaktion auf eine unnatürliche, übermäßige Dehnung. Der Muskel schmerzt und kann auch durch Schütteln und Lockerungsmaßnahmen nicht entspannt werden.

Oft entsteht eine Zerrung zu Beginn des Trainings oder Wettkampfs, wenn zum Beispiel die Belastung schnell wechselt (Antritt, Sprint), ohne dass vorher ein Aufwärmen stattgefunden hat. Nach einer Zerrung sollte die sportliche Aktivität beendet werden, um keine weiteren schwereren Verletzungen wie einen Muskelriss zu riskieren.

Behandlung einer Muskelzerrung

Eine Muskelzerrung erfordert keine besondere Behandlung. Als Erstmaßnahme kommt die PECH-Regel zum Einsatz. Durch physiotherapeutische Maßnahmen und Salbenverbände (siehe dazu: „Hilfe aus der Apotheke“) kann die Heilung beschleunigt werden. Je nachdem wie schwer die Zerrung ist, müssen einige Tage bis Wochen Trainingspause eingelegt werden.
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Muskelriss

Durch übermäßige Belastung können einzelne Muskelfasern oder der ganze Muskel reißen. Muskelrisse treten vor allem bei Sportarten auf, bei denen die Oberschenkelmuskulatur plötzlich angespannt und extrem belastet wird – zum Beispiel bei Sprints, aber auch bei Ballsportarten wie Squash, wo sich Beschleunigen und Abbremsen immer wieder abwechseln. Oft kommt es zu solchen Verletzungen, wenn der Sportler ermüdet ist oder seine Koordination schlechter geworden ist.

Die Symptome setzen plötzlich ein. Der Muskel ist in seiner Bewegung eingeschränkt, außerdem ist ein Spannungsgefühl spürbar. Die Schmerzen sind stechend und treten bei Druck auf den Muskel sowie bei Kontraktion und Dehnung auf. Es kommt zu Einblutungen in den verletzten Muskel, die man manchmal auch als Bluterguss sehen kann. Bei einem Muskelriss kann an der verletzten Stelle eine Delle tastbar sein.

Behandlung eines Muskelrisses

Bei einer konservativen Therapie wird der betroffene Körperteil hochgelagert und gekühlt. Entzündungshemmende Medikamente lindern die Schmerzen. Bei größeren Rissen werden die Muskeln mit einem Verband ruhiggestellt, sodass sich die Muskelfasern annähern und wieder zusammenwachsen können. Anschließend kann eine Physiotherapie folgen und nach etwa drei Wochen ist es möglich, wieder mit dem Sport zu beginnen.

Wenn ein großer Teil des Muskelquerschnitts gerissen ist (oder auch wenn ein sehr großer Bluterguss entstanden ist), wird der Arzt eine Operation in Erwägung ziehen. Dann entfernt er den Bluterguss und näht die gerissenen Muskelfasern wieder zusammen. Anschließend muss der Körperteil ruhiggestellt werden.

Je nach Schweregrad der Verletzung kann es einige Zeit dauern, bis der Muskel wieder sportlich belastet werden darf. Sind nur einzelne Muskelfasern betroffen, sind nach wenigen Wochen schon wieder Dehnübungen erlaubt. Bei einem schweren Muskelriss darf der Körperteil bis zu zwölf Wochen nicht belastet werden, Sport ist dementsprechend noch später möglich. Im Einzelfall muss immer der Arzt entscheiden, wann und in welchem Ausmaß der Muskel wieder belastet werden darf.
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Tennisarm und Golferellenbogen

Die Begriffe Tennisarm und Golferellenbogen bezeichnen Schmerzsyndrome im Bereich des Ellenbogens. Die Ursache beider Beschwerdebilder ist eine Reizung und Entzündung der Sehnenansätze (Epicondylitis). Beim Tennisarm ist der Ansatz der Hand- und Fingerstreckmuskulatur betroffen, beim Golferellenbogen die Beugemuskulatur von Hand und Fingern.

Das wichtigste Symptom sind die Schmerzen im Bereich des Ellenbogens, die Richtung Hand ausstrahlen können. Außerdem kann es zu Bewegungseinschränkungen, Kraftverlust und Entzündungssymptomen (Rötung, Schwellung, Überwärmung) kommen.

Die Ursachen von Tennisarm und Golferellenbogen sind Überlastungen der Muskulatur – oft durch einseitige, sich wiederholende Bewegungen. Tennis- und Golfspieler sind häufig betroffen, aber die meisten Betroffenen betreiben keine der beiden Sportarten. Vielmehr ist oft die Arbeit der Auslöser: zum Beispiel monotone handwerkliche Tätigkeiten oder übermäßige Computertastatur- und Mausbenutzung.

Behandlung von Tennisarm und Golferellenbogen

Zunächst werden die Schmerzen durch Kälte- und Wärmebehandlung, Massagen oder Ultraschall- und Mikrowellenbehandlung gelindert. Auch entzündungshemmende und schmerzstillende Medikamente kommen zum Einsatz (siehe „Hilfe aus der Apotheke“). Wenn sich dadurch die Symptome nicht bessern, legt der Arzt für zwei Wochen einen Gips an.

Nur wenn die konservative Behandlung mindestens ein halbes Jahr lang erfolglos angewandt wurde, wird eine Operation in Erwägung gezogen, die die Muskulatur entlastet. Hierbei kommen unterschiedliche Operationsverfahren zur Anwendung.

Auch nach abgeschlossener Therapie hilft eine sogenannte Epicondylitisspange, die den Muskelansatz am Ellenbogen entlastet.
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Läuferknie

Zum sogenannten Läuferknie kommt es durch falsche und übermäßige Belastung des Kniegelenks. Die Sehnenplatte, die an der Außenseite des Oberschenkels verläuft, reibt an den Knochen des Gelenks. Die Folgen sind Entzündungen und stechende Schmerzen an der Außenseite des Gelenks und unterhalb der Kniescheibe bis hin zu entzündlichen Veränderungen mit Verkürzung der Sehnenplatte. Während der Schmerz anfangs nur beim Bergablaufen besteht, kann er später auch beim normalen Laufen und sogar beim Sitzen auftreten. Wenn es zu einem Gelenkerguss kommt, schwillt das Knie an und überwärmt. Bei Bewegung kann ein Knirschen zu hören sein.

Besonders häufig sind Marathonläufer und Radfahrer betroffen, aber auch bei Handball- und Basketballspielern kann es zum Läuferknie kommen. Die Ursachen für die entzündliche Reaktion der Sehnenplatte sind Fehler des Läufers (ungenügendes Aufwärmen und Dehnen, falsche Schuhe, zu harter Untergrund) aber auch angeborene Fehlstellungen wie beispielsweise O-Beine oder Sportarten, die eine O-Beinstellung fördern – beispielsweise Radfahren.

Behandlung des Läuferknies

Um akute Schmerzen zu lindern, werden Kühlung sowie Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente eingesetzt (siehe „Hilfe aus der Apotheke“). In schweren Fällen helfen Injektionen mit Betäubungsmitteln. Eine Bandage stabilisiert das Knie. Normalerweise bessern sich die Beschwerden nach ein bis zwei Wochen konsequenter Schonung des Beins. Ohne diese Belastungspause droht allerdings ein chronischer Knieschaden. Zwei bis drei Monate sollte außerdem eine Laufpause eingelegt werden.

Sind die Schmerzen verschwunden, kann ein leichtes Training mit krankengymnastischen Übungen, die die Muskulatur langsam wieder aufbauen, begonnen werden. Alle Übungen sollten unter fachlicher Anleitung durchgeführt werden, um falsche Belastungen zu vermeiden. Auch spezielle Massagen, die die Muskulatur lockern, sind hilfreich – ebenso wie lokale Wärmeanwendungen.
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Schultereckgelenkssprengung

Bei einer Schultereckgelenkssprengung werden Gelenkkapsel und die Bänder des Schultereckgelenks (die Schlüsselbein und Schulterblatt verbinden) gezerrt, angerissen oder komplett durchgerissen. Sie wird fast immer durch einen Sturz auf die Schulter ausgelöst – etwa beim Radfahren, Reiten oder beim Skifahren.

Die Symptome sind Schmerzen, die sich bei Bewegung verstärken. Daher halten die Verletzten ihren Arm meist in einer Schonhaltung abgewinkelt vor dem Körper und stützen ihn mit dem gesunden Arm ab.

Behandlung einer Schultereckgelenkssprengung

Als Sofortmaßnahme sollte der Arm vor dem Bauch stabilisiert werden, etwa mit einer Schlinge aus einem Dreieckstuch. Ebenso wie die Kühlung mit einem Eisbeutel lindert die Schmerzen. Je nach Schweregrad kann der Arzt konservativ oder mit Operation behandeln. Ziel der Therapie ist es, die verletzten Bandstrukturen wiederherzustellen.

Bei einer Dehnung reicht es aus, das Gelenk mit einem speziellen Verband (Gilchrist-Verband) einige Tage ruhigzustellen, bis der Schmerz nachlässt. Anschließend folgt eine krankengymnastische Behandlung und nach einigen Wochen kann auch wieder Sport getrieben werden.

Sind die Bänder zerrissen, wird in Abhängigkeit von Befund und dem Einzelfall meist eine Operation durchgeführt. Die Bänder werden genäht und Platten, Schrauben oder Drähte eingesetzt, die das Gelenk zusätzlich sechs Wochen lang stützen sollen. Währenddessen wird das Gelenk im Gilchrist-Verband ruhiggestellt. Nach der Entfernung der stabilisierenden Strukturen folgt Krankengymnastik. Sport ist etwa zwölf Wochen nach der Verletzung wieder möglich. In den meisten Fällen verläuft die operative Behandlung erfolgreich. Allerdings bestehen Restrisiken wie unschöne Narben oder Verschiebungen, sodass immer abgewogen werden sollte, ob eine Operation nötig ist.
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Graphik: Rückenmuskulatur
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Werden Muskeln und Bänder beim Sport überlastet, können sie überdehnen oder sogar reißen.
Verletzter Fußballspieler krümmt sich auf Rasen
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Typische Fußballverletzung: Ein Kreuzbandriss entsteht durch eine starke Drehbewegungen des Knies. Meistens ist eine Operation unumgänglich. Manchmal reichen Krankengymnastik und gezieltes Training aus, um das Gelenk wieder ausreichend zu stabilisieren.
Knie mit Schiene
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Bewegliche Stabilität: Eine Kniegelenksschiene wird beispielsweise nach Kreuzbandrissen eingesetzt. Sie entlastet das verletzte Gelenk, macht aber eine Belastung des Beins schon früh wieder möglich.
Tennisarm
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Der sogenannte Tennisarm ist eine Reizung und Entzündung der Sehnenansätze im Ellenbogen. Er kommt zwar gehäuft bei Tennisspielern vor, kann aber durch jede einseitige, oft wiederholte Bewegung verursacht werden.