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Alkoholsucht – Symptome
Viele Symptome der Alkoholkrankheit (Alkoholsucht, Alkoholabhängigkeit) zeigen sich im Verhalten des Abhängigen. Zum Beispiel kann er unter einem starken Verlangen beziehungsweise Zwang leiden, Alkohol zu konsumieren – dem sogenannten Craving. Viele Betroffene verlieren auch die Kontrolle darüber, wie viel sie trinken. Diese beiden Symptome gelten als „klassische“ Anzeichen der körperlichen Alkoholabhängigkeit, müssen jedoch nicht zwangsläufig auftreten. Symptome der Alkoholsucht: zum Beispiel Entzugserscheinungen Weitere Symptome, die bei Menschen mit Alkoholsucht vorkommen können: Wenn sie ihren Alkoholkonsum stoppen oder reduzieren, treten Entzugserscheinungen auf. Durch eine zunehmende Alkoholtoleranz brauchen manche Abhängigen auch immer mehr Alkohol, um die gewünschte Wirkung hervorzurufen. Oft vernachlässigen sie aufgrund ihrer Alkoholsucht andere Interessen wie Familie, Freunde, Hobbies oder Beruf, da sie mehr Zeit dafür benötigen, Alkohol zu besorgen, zu trinken oder sich von den Folgen zu erholen. Außerdem konsumieren viele Betroffenen weiterhin Alkohol, obwohl sie wissen, dass das Trinken ihnen bereits massiv geschadet hat – zum Beispiel in Form von Leberschäden. Körperliche und psychische Symptome der Alkoholsucht Zudem zeigen sich körperliche Anzeichen, die je nach Schwere der Alkoholsucht variieren können: gerötetes und aufgedunsenes Gesicht, Tränensäcke, belegte Zunge, übermäßiges Schwitzen (feuchte Hände), Gewichtsverlust, Erbrechen und Übelkeit, unsicherer Gang, Zittern, vor allem der Hände (Tremor), Krampfanfälle Außerdem können zum Beispiel folgende psychische Symptome auftreten: Konzentrationsmangel, Vergesslichkeit, innere Unruhe, depressive Verstimmungen, erhöhte Reizbarkeit, Schlafstörungen, Potenzstörungen All diese Symptome zeigen sich häufig erst nach einer längeren Zeit des Alkoholmissbrauchs – nämlich dann, wenn bereits Organe durch den Alkohol angegriffen wurden und sie dann ihre Funktionen nicht mehr richtig ausführen können.
Wechseljahre – Hitzewallungen
Hitzewallungen und Schweißausbrüche treten bei einigen Frauen in den Wechseljahren (Klimakterium) gelegentlich auf, bei anderen fast stündlich. Doch nur wenige Frauen sind während des Klimakteriums völlig frei von vasomotorischen Beschwerden, das heißt von Anpassungsschwierigkeiten der Gefäße auf bestimmte äußere Reize. Woran liegt es? Plötzlicher Östrogenabfall in den Wechseljahren Vermutlich werden durch den abrupten Östrogenabfall in den Wechseljahren die Wärmezentren im Hypothalamus durcheinander gebracht. Der Hypothalamus ist die Hirnregion, in der das follikelstimulierendes Hormon(FSH) produziert wird und die auf starke Schwankungen des Östrogenspiegels sehr sensibel reagiert. Durch den plötzlichen Abfall von Östrogen im Zentralnervensystem kommt es möglicherweise zu Schwankungen bei bestimmten Neurotransmittern (Gehirnbotenstoff) wie dem Noradrenalin. Dies führt zu einem Anstieg der Hauttemperatur und einem subjektiven Hitzegefühl. Progesteronmangel im Klimakterium Eine weitere Ursache für Hitzewallungen und Schweißausbrüche ist anscheinend der Mangel an Progesteron (Gelbkörperhormon) im Klimakterium. Das Abfallen dieses Sexualhormons in den Wechseljahren kann auch zu Schlafstörungen führen. Denn bestimmte Stoffwechselprodukte des Progesterons – die Pregnalonone – wirken sedierend und schlaffördernd. Einige Frauen finden die Hitzewallungen angenehm Frauen empfinden Hitzewallungen als auf- oder absteigende Wärmewellen, die von der Brust, vom Hals oder Kopf ausgehen. Die Flashes (deutsch: Blitze), wie Mediziner die Hitzewallungen auch nennen, kündigen sich oft durch ein Druckgefühl im Kopf und durch Unbehagen an. Nicht alle Frauen betrachten die Flashes in den Wechseljahren allerdings als Plage. So gibt es einige, die ihr Leben lang viel gefroren haben und die Hitzewallungen jetzt als angenehme Wärmequelle begrüßen. Andere Frauen betrachten die Flashes als eine Art Energiespender und haben das Gefühl, mit ihrer Hilfe schneller durch die Wechseljahre zu kommen.
Medikamentensucht
Medikamente sind dazu da, Krankheiten zu heilen oder Symptome von Erkrankungen zu lindern. Werden sie jedoch falsch angewandt, können sie selbst eine Krankheit verursachen: die Medikamentensucht. Dies geschieht meist dann, wenn die Arzneimittel überdosiert, oder zu lange eingenommen werden. Was als Missbrauch beginnt, kann leicht zu einer Abhängigkeit werden. Körperliche Abhängigkeit macht sich dadurch bemerkbar, dass Symptome wie Unruhe oder Zittern auftreten, wenn der entsprechende Wirkstoff dem Organismus nicht in regelmäßigen Abständen nachgeliefert wird. Bei abruptem Absetzen kann sich eine Entzugssymptomatik einstellen.1 Die psychische Abhängigkeit kommt dadurch zustande, dass mit Hilfe des Medikaments versucht wird, das eigene Wohlbefinden zu steigern und reale Probleme zu umgehen. Bei den Betroffenen entsteht ein Gefühl der Notwendigkeit, diesen Zustand kontinuierlich aufrecht zu erhalten, da sie glauben, sonst ihr Leben und ihren Alltag nicht mehr bewältigen zu können. Häufigstes Suchtmittel: Schlaftabletten Die meisten Menschen mit einer Arzneimittelsucht sind von Schlaf- und Beruhigungsmitteln abhängig. Aber auch Neuroleptika und Antidepressiva weisen ein hohes Suchtpotential auf. Häufig sind ältere Menschen betroffen. Auch Schmerzmittel sind eine Medikamentengruppe mit einem hohen Sucht- und Missbrauchspotential. Vielen ist dies allerdings gar nicht bewusst, da der Gebrauch von Schmerzmitteln sehr verbreitet ist. Aber auch hier gilt: Die Dosis macht das Gift! Die Vorstellung, das Suchtmittel nicht zur Verfügung zu haben, löst bei den Betroffenen meist Angst aus. Daher ist ein „Aufhören“ ohne professionelle Hilfe in vielen Fällen nicht möglich. Wer sich aber dazu durchgerungen hat, benötigt oft auch noch aus anderen Gründen ärztlichen Beistand: Bei ausgeprägter Medikamentensucht kann es zu gravierenden Entzugserscheinungen wie Angstattacken, Schlafstörungen, Kreislaufzusammenbrüchen und Psychosen kommen. 1Praxisleitfaden Suchtmedizin des Suchtausschusses der Landesärztekammer Thüringen
Schilddrüsenunterfunktion – Symptome
Ein Mangel an Schilddrüsenhormonen führt dazu, dass die Stoffwechselprozesse im Körper langsamer ablaufen. Die stimulierende Wirkung der Schilddrüsenhormone bleibt aus, der Grundumsatz des Körpers, also die im Ruhezustand verbrauchte Energiemenge, ist verringert. Typische Symptome der Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyresoe, Hypo = zu niedrig, thyreo = Schilddrüse) sind unter anderem Müdigkeit, verlangsamte Reflexe, ständiges Frieren und ein allgemeiner Leistungs- und Konzentrationsabfall. Bei länger andauerndem Hormonmangel können Verstopfung und Gewichtszunahme, blasse und trockene Haut, brüchige Nägel, struppige Haare oder Haarausfall auftreten. In manchen Fällen führt eine Unterfunktion auch zu Schlafstörungen oder depressiven Verstimmungen, seltener zu Blutarmut oder sogar zu Unfruchtbarkeit. Unterfunktion bei der Mutter nach der Geburt oft schwer erkennbar Bei rund zehn Prozent der Mütter wird nach der Geburt die Autoimmunkrankheit Hashimoto-Thyreoiditis ausgelöst. Diese „Post-Partum-Threoiditis“ äußert sich entweder gleich als Unterfunktion oder es tritt zunächst kurzzeitig eine Überfunktion auf, woraus sich aber später eine Unterfunktion entwickeln kann. Symptome wie Haarausfall, Gewichtsabnahme und Schlaflosigkeit werden oft den normalen Umständen nach einer Geburt und bei der Betreuung des Neugeborenen zugeschrieben, sollten aber hellhörig machen, damit die beschriebene Autoimmunkrankheit nicht übersehen wird. Im Zweifelsfall sollte die Betroffene einen Arzt aufsuchen.
Depression – Antidepressiva
Eine medikamentöse Therapie mit sogenannten Antidepressiva ist vor allem bei mittelschweren und schweren Depressionen dringend notwendig. Viele befürchten, dass die Medikamente abhängig machen oder ihre Persönlichkeit verändern. Im Gegensatz zu anderen Psychopharmaka wie beispielsweise einigen Schlafmitteln, besteht bei einer Therapie mit Antidepressiva jedoch keine Sucht- oder Abhängigkeitsgefahr. Es handelt sich bei diesen Wirkstoffen auch nicht um Medikamente, die nur „dämpfend" wirken, sondern Antidepressiva wirken ganz gezielt gegen die Symptome der Depression. Die richtige Therapie gibt dem Betroffenen die Chance, zu seinem alten Leben zurückzukehren. Welches Medikament bei der Therapie zum Einsatz kommt, hängt von der Art und Schwere der Depression, den gesundheitlichen Voraussetzungen und der Erfahrung des behandelnden Arztes ab. Wirkungsweise der Antidepressiva Antidepressiva beeinflussen den Stoffwechsel im Hirn. Bei Depressionen sind der Stoffwechsel bestimmter Botenstoffe (Neurotransmitter) und die Weiterleitung von Informationen von einer Nervenzelle zur nächsten wahrscheinlich gestört. Antidepressiva sorgen – so die Ansicht der meisten Wissenschaftler – dafür, dass die chemische Übertragung im synaptischen Spalt durch die Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin besser funktioniert. Man unterscheidet verschiedene Gruppen von Antidepressiva: Tri- und nichttrizyklischen Antidepressiva, selektive Serotonin-Rückaufnahmehemmer (SSRI), MAO-Hemmer, selektive Serotonin-Noradrenalin Rückaufnahmehemmer (SSNRI), selektive Noradrenalin-Rückaufnahmehemmer (SNRI), Alpha2-Rezeptor-Antagonisten, selektive Noradrenalin- und Dopamin-Rückaufnahmehemmer, Melatonin-Rezeptor-Agonisten, Serotonin-5-HT2C Rezeptor-Antagonisten, weitere Antidepressiva, die sich keiner der anderen Gruppen zuordnen lassen Die verschiedenen Medikamententypen setzen zwar an unterschiedlichen Punkten an, aber sie bewirken letztendlich alle etwas ähnliches: Sie erhöhen die Konzentration der Nervenbotenstoffe Serotonin und Noradrenalin im zentralen Nervensystem und beeinflussen so die Weiterleitung von Impulsen zwischen den Nervenzellen günstig. Bei schweren Depressionen werden in der Regel zu Anfang der Therapie trizyklische Antidepressiva eingesetzt. Unter ihnen kann man antriebssteigernde und dämpfende Wirkstoffe unterscheiden. Die selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer und die neueren MAO-Hemmer sind oft besser verträglich als die älteren Wirkstoffe. Die genauen Wirkmechanismen der Antidepressiva sind bis heute allerdings nicht eindeutig geklärt. Nebenwirkung von Antidepressiva Wie bei allen Medikamenten können auch bei der Therapie mit Antidepressiva Nebenwirkungen auftreten. Für die meisten Fälle kann man jedoch sagen, dass die erwünschten, positiven Wirkungen überwiegen. Wichtig ist es, die medikamentöse Therapie und mögliche Nebenwirkungen mit dem behandelnden Arzt in Ruhe zu besprechen. Nachfolgend sind mögliche Nebenwirkungen aufgelistet, sie hängen von der Gruppe der Antidepressiva ab. Trizyklische und nichtrizyklische Antidepressiva Verlangsamung oder Beschleunigung des Herzschlags, Müdigkeit, Schlafstörungen, Blutdrucksenkung oder -steigerung, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Sehstörungen, Mundtrockenheit oder vermehrter Speichelfluss, Verstopfung oder Durchfall, Erektionsstörungen, Nachlassen des sexuellen Verlangens, Hitzewallungen, Frieren, Gewichtszunahme In seltenen Fällen können Blutdruckstörungen, Störungen beim Wasserlassen, bei der Darmentleerung oder Sehstörungen gefährliche Ausmaße annehmen. Über diese Möglichkeit sollte mit dem behandelnden Arzt gesprochen werden. Serotonin-Wiederaufnahmehemmer Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Blähungen, Mundtrockenheit, Schlafstörungen, Schwitzen, Sexuelle Störungen Auch bei einer Therapie mit dieser Wirkstoffgruppe können in seltenen Fällen gefährliche Nebenwirkungen auftreten, zum Beispiel allergische Reaktionen, Krampfanfälle oder Atemnot. Schwere Nierenfunktionsstörungen oder die Behandlung mit MAO-Hemmern stellen Gegenanzeigen dar. Des Weiteren können Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auftreten. In der Schwangerschaft und Stillzeit sollten diese Medikamente gegen Depressionen nicht eingenommen werden. MAO-Hemmer Diese Arzneimittel zur Therapie von Depressionen hemmen das Enzym Monoaminooxidase, das für den Abbau von Nervenbotenstoffen im Gehirn verantwortlich ist. Die Nebenwirkungen dieser Medikamente sind recht gering: Mundtrockenheit, Schlafstörungen, Schwindel, Gelegentlich Verdauungsstörungen, Übelkeit, Angstzustände Unter der Therapie kann es in seltenen Fällen zu Verwirrtheitszuständen, akuten Blutdrucksteigerungen oder allergischen Reaktionen kommen. Bei Einnahme von MAO-Hemmern der ersten Generation muss allerdings eine Diät eingehalten werden, bei der man auf alle Nahrungsmittel, welche den Eiweißbaustein Tyramin enthalten, verzichten muss, da es sonst zu bedrohlichen Blutdrucksteigerungen und Kreislaufkomplikationen kommen kann. Auch sollten MAO-Hemmer nicht gemeinsam mit einiges anderen Antidepressiva wie beispielsweise SSRI gegeben werden.Tyraminhaltige NahrungsmittelAuf diese Nahrungsmittel müssen Sie bei Einnahme von MAO-Hemmern der ersten Generation verzichten: Rotwein (vor allem Chianti), Sherry, Portwein, gereifte Fleischprodukte wie Salami, getrocknetes Fleisch, gereifte Fischprodukte wie Matjes, Sardellen, alle reifen Käsesorten, Hefeextrakte, die in vielen Fertiggerichten enthalten sind. Vorsicht geboten: Das Serotonin-Syndrom und das Serotonin-Absetzsyndrom Bei der Kombination von SSRI, SNRI, 5-HT/5HT1-Rezeptor-Agonisten mit MAO-Hemmern, Triptanen und einigen anderen Medikamenten kann das Serotonin-Syndrom eintreten. Durch eine Überschüttung des Körpers mit Serotonin kann es zu Ruhelosigkeit, unwillkürlichen Muskelkontraktionen, Zittern, bis hin zu Krämpfen und einer Veränderung der Psyche kommen.Auch können SSRI die Funktion der Blutplättchen beeinflussen, was manchmal an spontanen „blauen Flecken“ (Hämatomen) und Nasenbluten erkennbar ist. Damit gefährliche Blutungen verhindert werden können, sollten Patienten die Einnahme von nichtsteroidalen Entzündungshemmern wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Indomethacin, Phenylbutazon und Naproxen mit ihrem Arzt besprechen. Bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit SSRI sind bestimmte Vorsichtsmaßnahmen zu beachten, fragen Sie dazu Ihren behandelnden Arzt. Ein abruptes Absetzen der SSRI und auch der SNRI ist zu vermeiden. Obwohl beide Wirkstoffe kein Abhängigkeitspotential besitzen, sollten sie nur langsam abgesetzt werden (ausschleichen), da andernfalls Kreislaufbeschwerden, Schwindel, Empfindungsstörungen, motorische Störungen, Schlaf- und Verdauungsstörungen sowie Stimmungsschwankungen auftreten können (SSRI-Absetzsyndrom).
Asthma – Bronchodilatatoren
Beta-2-Sympathomimetika Diese Gruppe der Asthma-Medikamente wirkt auf einen bestimmten Bereich des autonomen Nervensystems, den Sympathikus. Die sogenannten Beta-2-Rezeptoren in den Bronchien reagieren auf diese Arzneimittel, indem sie so auf die kleinen Bronchialmuskeln wirken, dass sich die Bronchien weiten. Die Wirkung dieser Stoffe tritt sehr schnell ein. Sie eignen sich daher auch als Notfallmedikamente, um einen akuten Asthma-Anfall zu behandeln. Beta-2-Symphathomimetika erleichtern auch das Abhusten des Schleims und verringern entzündliche Reaktionen. Diese Wirkungen sind aber nicht so stark ausgeprägt. Langwirkende Beta-2-Sympathomimetika, LABA Diese speziellen Beta-2-Sympathomimetika zeichnen sich durch eine besonders lange Wirkdauer aus. Deshalb werden sie nicht dazu genutzt, einen akuten Asthma-Anfall zu unterbrechen, sondern sie dienen beispielsweise der Vorbeugung von nächtlichen Attacken, wenn die Kortisonpräparate nicht ausreichen. Langwirkende Beta-2-Sympathomimetika kann man inhalieren oder als Tablette einnehmen. Diese Medikamente nimmt man sinnvollerweise abends ein. Die Nebenwirkungen sind unterschiedlich. Sie können sich unter Umständen anfangs etwas unruhig fühlen und zittern, diese Symptome verschwinden aber normalerweise nach einigen Tagen. Sie sollten nicht als alleiniges Mittel in der Langzeittherapie gegeben werden, da die Gefahr, einen lebensbedrohlichen Asthmaanfall bei alleiniger LABA-Gabe zu bekommen, erhöht ist. Anticholinergika Arzneimittel aus dieser Gruppe erweitern ebenfalls die Bronchien. Sie wirken aber nicht so schnell wie Beta-2-Sympathomimetika und können daher nicht benutzt werden, um einen Asthma-Anfall zu behandeln. Anticholinergika werden eingesetzt, um bei Asthma-Patienten die Verkrampfung der Bronchien bei mehr oder weniger vorhersehbaren Ereignissen zu verhindern. Theophyllin (Methylxanthine) Methylxanthine sind pflanzliche Stoffe wie das Koffein aus der Kaffeepflanze oder das Theobromin, das im Kakao vorkommt. Gegen Asthma wird ein dritter Stoff dieser Gruppe, das Theophyllin, genutzt, das in ganz geringen Mengen in schwarzem Tee vorkommt. Diese Substanzen wirken entspannend auf die Bronchialmuskulatur und erweitern die Bronchien. Gegen Asthma sollte man sie dauerhaft einnehmen. Es ist wichtig, dass die Konzentration dieses Medikaments im Blut ungefähr gleich bleibend ist. Um dies zu erreichen werden normalerweise Retardtabletten verordnet. Diese Tablettenart gibt nicht den ganzen Wirkstoff auf einmal ab, sondern langsam nacheinander. Es gelangt über eine lange Zeit hinweg immer eine bestimmte Menge Theophyllin ins Blut und schützt die Bronchien vor einer Verkrampfung. Theophyllin hat relativ viele unerwünschte Nebenwirkungen wie Sodbrennen, Schlafstörungen, Unruhegefühl und Herzrasen. Seine gute Wirksamkeit – besonders zur Vorbeugung von nächtlichen Anfällen – rechtfertigt den Einsatz aber immer wieder. Theophyllin kann auch als Saft oder Trinkampullen eingenommen werden. In dieser Form wirkt es sehr schnell und kann bei einem Asthma-Anfall helfen.
Burnout
Der Begriff Burnout kam Mitte der 1970er Jahre in den USA auf und bedeutet zu Deutsch „Ausbrennen“. Er bezeichnet einen Zustand starker emotionaler Erschöpfung. Seit seiner Einführung hat der Begriff eine steile Karriere hingelegt und ist inzwischen in aller Munde. Doch tritt das Burnout-Syndrom infolge veränderter Arbeitsbedingungen in unserer modernen Arbeitswelt wirklich häufiger auf? Oder ist es nur durch die häufige Thematisierung in den Medien heute präsenter in den Köpfen von Patienten, Ärzten und Psychologen? Wahrscheinlich ist eine Mischung aus beidem. Einige Experten vertreten auch die Ansicht, dass Burnout deshalb inzwischen so häufig thematisiert wird, weil es weniger stigmatisiert ist als die Depression, von der Burnout ihrer Meinung nach kaum abgegrenzt werden kann. Definitionsversuche Stellt sich also die Frage: Was ist Burnout eigentlich genau? Eine einheitliche Definition gibt es bisher nicht. Gleich ist bei vielen Definitionsversuchen, dass Burnout als Reaktion auf Stress bezeichnet wird. Es ist nicht als Krankheit anerkannt, aber man gesteht dem Burnout-Syndrom Krankheitswert zu. Eine Schweizer Expertengruppe, das „Swiss Expert Network on Burnout“, bezeichnet Burnout beispielsweise als „eine arbeitsassoziierte Stressreaktion, die zu einem anhaltenden negativem Gefühlszustand bei normalen Individuen führt.“ Klar scheint also, dass Stress und das Burnout-Syndrom eng miteinander verbunden sind. Stress ist jedoch sehr subjektiv. Während eine moderate Stressreaktion gut für die Gesundheit und den Umgang mit Stressoren sein kann, ist eine zu starke Reaktion gesundheitsschädigend. Wie der einzelne Mensch in einer potentiell stressigen Situation reagiert, hängt jedoch von ihm selbst und seiner Bewertung der Situation ab. Vielfältige Ursachen Die Ursachen für Burnout sind daher sehr vielfältig. Sicher spielen die Bedingungen der Arbeitswelt eine Rolle dabei, dass immer mehr Menschen wegen Burnout behandelt werden. Starker Zeitdruck, hohe Arbeitsbelastung oder die Fülle an Informationen, die jeder täglich verarbeiten muss, erhöhen den empfundenen Stress – und damit die Gefahr für Burnout. Jedoch kommen zu den beruflichen meist auch individuelle Ursachen hinzu. Mangelnde Stressbewältigungsmechanismen oder unrealistische Erwartungen an den Beruf sind hier Beispiele. Das Burnout-Syndrom ist ein schleichender Prozess. Symptome wie die Unfähigkeit zu regenerieren, emotionale Erschöpfung, der Rückzug aus dem Sozialleben und die Einschränkung der Leistungsfähigkeit treten meist nach und nach auf. Häufig kommen auch körperliche Symptome wie Kopfschmerzen oder Schlafstörungen hinzu. Da Betroffene oft nur wegen dieser körperlichen Beschwerden einen Arzt aufsuchen, ist die Diagnostik des Burnout-Syndroms nicht leicht. Therapie an die Symptome angepasst Die Therapie des Burnout-Syndroms wird an die auftretenden Symptome angepasst. Während es zu Anfang oft noch ausreicht, die Maßnahmen der Burnout-Prävention umzusetzen, stehen im fortgeschrittenen Stadium Maßnahmen zur Therapie der Burnout Folgen wie eine Psychotherapie und die Gabe von Medikamenten meist im Vordergrund. Wichtig bei der Burnout-Therapie ist vor allem die Eigeninitiative. Betroffene, die aktiv mitarbeiten, haben gute Chancen, das Burnout-Syndrom zu überwinden.
Burnout – Privatleben
Das Burnout-Syndrom hängt primär mit dem Beruf zusammen. Doch gibt es durchaus auch individuelle, private Ursachen, die zum Ausbrennen führen. Um Burnout vorzubeugen oder gegen ein beginnendes Burnout-Syndrom anzugehen, ist es deshalb wichtig, auch einige Präventionsmaßnahmen im privaten Umfeld zu treffen: Pflegen Sie intensive Kontakte zu Familie und Freunden: Burnout-gefährdete Menschen engagieren sich oft übermäßig in ihrem Beruf und vernachlässigen deshalb zwischenmenschliche Beziehungen. Sie drohen zu vereinsamen. Doch gerade soziale Kontakte schützen vor dem Ausbrennen, denn sie geben den nötigen Ausgleich. Pflegen Sie Hobbys: Auch Hobbys werden oft zugunsten des Berufs aufgegeben. Doch auch Sie ermöglichen einen Ausgleich und helfen dabei, gesund zu bleiben. Viele, die auf ein Burnout zusteuern, müssen ihre Hobbys erst wiederentdecken, weil sie schon vor langer Zeit vernachlässigt wurden. Erlernen Sie Entspannungstechniken: Menschen mit Burnout können nicht mehr regenerieren. Deshalb ist es sehr wichtig, sich regelmäßig zu entspannen – wenn auch nur kurz. Gut geeignet sind Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Denn sie sind einfach zu erlernen und können auch in einer Pause durchgeführt werden. Aber auch Yoga und andere Entspannungsmethoden können helfen. Planen Sie Ruhetage ein: Viele Burnout-gefährdete Menschen nehmen sich am Wochenende Arbeit mit nach Hause oder verbringen ihre freien Tage mit Hausarbeit oder stressigen Freizeitaktivitäten. Doch es ist wichtig, auch einmal zur Ruhe zu kommen. Planen Sie deshalb fixe Ruhetage oder zumindest Ruhezeiten in ihre Woche ein – am besten in einem festen Rhythmus. Sorgen Sie für guten Schlaf: Burnout-Betroffene leiden oft unter Schlafstörungen. Häufig können einige einfache Tipps und Tricks der sogenannten Schlafhygiene schon helfen, zu einem besseren Schlaf zu finden. Mehr dazu finden Sie hier. Lernen Sie, auf Ihren Körper zu hören: Meistens geht das Burnout-Syndrom mit körperlichen Symptomen, wie beispielsweise Kopfschmerzen oder Rückenschmerzen, einher. Achten Sie darauf, wann die Symptome verstärkt auftreten und überlegen Sie, was sie in diesen Situationen ändern könnten. Treiben Sie Sport: Bewegung ist wichtig für den Körper und bietet einen guten Ausgleich. Doch achten Sie auf das richtige Maß und die richtige Sportart. Burnout-gefährdete neigen dazu, zu übertreiben. Sie können beispielsweise nicht mehr entspannen, wenn sie nicht mindestens zwei Stunden gelaufen sind. Das ist nicht sinnvoll. Auch stressreiche Sportarten sind nicht zu empfehlen. Meiden Sie Genussgifte: Der Missbrauch von Genussgiften wie Alkohol, Nikotin oder Koffein tritt bei Burnout häufig auf. Deshalb gilt: Alkohol und Koffein in Maßen, Nikotin meiden. Ernähren Sie sich gesund: Mit einer gesunden, ausgewogenen Ernährung fühlen Sie sich besser und sind schwungvoller. Das hilft, Burnout vorzubeugen.
Alzheimer/Demenz – Gedächtnissprechstunde
Beginnende Demenz von normaler Altersvergesslichkeit zu unterscheiden ist oft schwierig. Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto eher kann mit der Behandlung begonnen werden. Sogenannte Gedächtnissprechstunden helfen bei der Diagnose. Bei Gedächtnissprechstunden handelt es sich um spezielle Beratungseinrichtungen für ältere Menschen, die an Gedächtnis-, Konzentrations- oder Denkstörungen leiden. Diese Einrichtungen werden mitunter auch als „Memory-Kliniken“ bezeichnet. Das Team der Gedächtnissprechstunden, das aus Ärzten und Psychologen besteht, ist auf die Frühdiagnose von Gedächtnisstörungen spezialisiert. Sie können meist die Ursachen für die Leistungsschwäche des Gehirns feststellen. Denn nicht immer verbirgt sich hinter Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit eine Demenzerkrankung: Zu Einbußen der Gedächtnisleistung kann es auch durch starke berufliche Belastung oder einschneidende Lebensereignisse kommen. Auch Schlafstörungen sind eine mögliche Ursache. Es ist deshalb in jedem Fall ratsam, der Störung auf den Grund zu gehen. Meist sind Gedächtnissprechstunden beziehungsweise Memory-Kliniken in geriatrischen oder gerontopsychiatrischen Kliniken angesiedelt. Diese Einrichtungen haben meist viel Erfahrung mit Krankheiten des Alters, zu denen auch die Demenz zählt.Mithilfe einer detaillierten Befragung, medizinischer Untersuchungen und spezieller psychologischer Testverfahren können demenzielle Abbauprozesse schon sehr früh erkannt werden, sodass eine geeignete Behandlung zu einem günstigen Zeitpunkt eingeleitet werden kann. Sollte eine Erkrankung festgestellt werden, ist es auch oft hilfreich für Betroffene und Angehörige, sich von einem hinzugezogenen Experten zu Pflege und Pflegeversicherung beraten zu lassen. So können sich alle Beteiligten frühzeitig auf eine eventuell auftretende Pflegesituation vorbereiten. Für die Gedächtnissprechstunde ist eine Überweisung vom Arzt notwendig. Die Untersuchung dauert durchschnittlich zwei Stunden. Bei einem zweiten Termin bespricht der Arzt oder Psychologe die Ergebnisse der Untersuchung mit dem Patienten und seinen Angehörigen. Der Hausarzt erhält einen zusammenfassenden Bericht.
Glutensensitivität
Manche Menschen stellen immer wieder fest, dass sie getreidehaltige Lebensmittel – zumindest in größeren Mengen – nicht vertragen: beispielsweise Brot, Kuchen, Pizza, Nudeln, Müsli und viele Fertiggerichte. Die Symptome können mild bis sehr ausgeprägt sein: Bauchschmerzen, Übelkeit, Völlegefühl nach dem Essen, Blähungen, aber auch allgemeine Schwäche, Müdigkeit, Kreislaufstörungen, Schwindel, Konzentrations- und Schlafstörungen treten mitunter auf. Bei Laboruntersuchungen kann sich ein Vitaminmangel zeigen, auch eine Blutarmut (Anämie) und unspezifische Darmentzündungen können vorhanden sein. Meist wird über einen längeren Zeitraum nach der Ursache für all diese Beschwerden gesucht. Gelegentlich fällt der Verdacht dann auf eine Weizenallergie oder Zöliakie und eine entsprechende Diagnostik wird eingeleitet. Für den Nachweis einer Zöliakie müssen im Blut spezielle Antikörper vorhanden sein. Bestätigt wird die Diagnose aber erst durch eine Probeentnahme (Biopsie) aus der Dünndarmschleimhaut. Manchmal ist bei den Untersuchungen nichts Genaues zu finden Wenn aber die Darmschleimhaut nicht die typischen Veränderungen zeigt und auch im Blut keine spezifischen Antikörper zu finden sind, wird es schwierig. Oftmals wird dann von den behandelnden Ärzten von einem Reizdarm gesprochen oder eine psychosomatische Ursache vermutet. Denn lange Zeit wurde das Vorkommen einer sogenannten Glutensensitivität (Unverträglichkeit von glutenhaltigen Nahrungsmitteln, die nicht den Kriterien einer Zöliakie genügt) infrage gestellt. Mittlerweile wurde dazu umfangreich geforscht, unter anderem an der Universität Mainz und der Charité in Berlin. Es gibt allerdings noch keinen Labor-Nachweis für die Erkrankung. Eiweißstoffe unter Verdacht Als Auslöser für die Glutensensitivität stehen bestimmte Eiweißstoffe im Verdacht, die durch Züchtung und genetische Veränderungen in den Getreidepflanzen stark angereichert wurden. Eigentlich sollen diese Eiweißstoffe Schädlinge abwehren und die Widerstandskraft erhöhen. Das nützt der Pflanze, aber anscheinend nicht den Menschen. Alle Mutmaßungen über die Ursachen der Glutensensitivität konnten bisher jedoch nicht abschließend belegt werden. Deshalb ist es nicht auszuschließen, dass es sich bei der Erkrankung um einen sogenannten Noceboeffekt handelt. Analog zum Placeboeffekt, bei dem wirkstofffreie Medikamente oder eigentlich wirkungslose Maßnahmen einen positiven Effekt haben, haben sie beim Noceboeffekt negative Auswirkungen. Mit dem Arzt sprechen Menschen, die den Verdacht haben, dass sie Getreideprodukte nicht vertragen, sollten ihren Arzt konsultieren und mit ihm über mögliche Ursachen für ihre Beschwerden sprechen. Es ist nicht ratsam, einfach auf Gluten zu verzichten und auf glutenfreie Produkte zurückzugreifen. Denn viele glutenfreie Backwaren enthalten viel Lupinen-Mehl, das wiederum Allergien auslösen kann.