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Pflege bei Depressionen
Antriebslosigkeit, Niedergeschlagenheit, Interessenverlust, Angst – typische Symptome einer Depression. Besonders bei älteren, pflegebedürftigen Menschen ist diese psychische Erkrankung keine Seltenheit. Der Verlust nahestehender Personen, nachlassende soziale Kontakte, Krankheiten und mangelnde Selbstständigkeit belasten die Seele. Die Pflege eines depressiven Menschen bedeutet eine ganz besondere Herausforderung – für die tägliche Betreuung und auch die eigene Psyche. Pflege von depressiven Pflegebedürftigen – Belastung für alle Beteiligten Die Pflege depressiver Menschen ist für die Pflegenden meist sehr belastend, denn die Hoffnungslosigkeit der Betroffenen schlägt auch ihnen häufig aufs Gemüt. Darüber hinaus können auch bei den alltäglichen Aktivitäten Probleme aufgrund der Erkrankung auftreten. Hilfe beim Kommunizieren – verständigen und verstehen Depressive Menschen ziehen sich entweder zurück und sprechen gar nicht mehr oder sie beklagen sich häufig, jammern und weinen. Das macht es den Pflegepersonen schwer, vernünftig mit Betroffenen zu kommunizieren. Pflegende sollten versuchen, dem Pflegebedürftigen durch ihre Körpersprache Geduld und Akzeptanz zu signalisieren und ihn ermutigen, über seine Gefühle zu sprechen. Wenn der Betroffene es zulässt, kann der Pflegende ihm auch das Gefühl von Nähe vermitteln – indem er einfach nur seine Hand hält. Wichtig ist, die Äußerungen des Pflegebedürftigen nicht zu bewerten – zum Beispiel indem man sagt: „So schlimm ist es doch gar nicht!“ Solche Äußerungen vermitteln ihm das Gefühl, nicht verstanden zu werden und allein zu sein. Auch Mitleid ist wenig hilfreich: Denn durch Trost fühlt sich der Betroffene ebenfalls unverstanden. Der Pflegende sollte ihm stattdessen neutral zeigen, dass er seine Gefühle wahrnimmt, indem er sie ausspricht – etwa: „Du siehst heute sehr traurig aus.“ Das kann dem Pflegebedürftigen einen Anstoß geben, darüber zu sprechen. Hilfe beim Bewegen, Kleiden und bei der Körperpflege – Motivation für den Alltag Da Menschen mit Depressionen häufig unter Antriebsstörungen leiden, verkriechen sich viele am liebsten den ganzen Tag im Bett. Pflegende sollten die Betroffenen ermuntern, zu einer angemessenen Uhrzeit aufzustehen und sich nicht wieder ins Bett zu legen – denn das könnte Schlafstörungen zur Folge haben. Leidet der Depressive bereits unter Schlafstörungen, können abends Entspannungsübungen, Abendrituale und schlaffördernde Tees oder pflanzliche Mittel helfen. Liegt der Pflegebedürftige nachts wach, ist es besser, ihn zu beschäftigen, als ihn stundenlang grübeln zu lassen. Auch für die Körperpflege und das Ankleiden fehlt einem depressiven Menschen häufig der Antrieb. Hier ist es wichtig, ihm nicht alles abzunehmen, sondern ihn nach den Grundsätzen der aktivierenden Pflege nur zu unterstützen und so viel wie möglich selbst machen zu lassen. Der Pflegende sollte dem Pflegebedürftigen dabei die Zeit geben, die er benötigt, ihn respektieren und nicht kritisieren. Hilfe beim Essen und Trinken – den Genuss zurückbringen Auch Appetitlosigkeit ist ein Symptom der Depression. Der Pflegende sollte deshalb ein Auge darauf haben, ob der Betroffene ausreichend isst und trinkt. Meist ist es förderlich, ihm seine Lieblingsgerichte anzubieten. Verweigert der Pflegebedürftige jegliche Nahrungsaufnahme, sollte ein Arzt hinzugezogen werden.
Betreuung in Tagespflege und Nachtpflege
Ein Tag in der Tagespflege beginnt für gewöhnlich gegen 8 Uhr und endet meist um 16 Uhr. Einige wenige Einrichtungen öffnen auch am Wochenende. Die konzeptionelle Ausrichtung der Tagespflege variiert je nach Träger. Oft gehört zum Tagesablauf das gemeinsame Frühstück, Mittagessen und der Nachmittagskaffee. Dazwischen werden vielfältige pflegerische, therapeutische und soziale Betreuungsleistungen angeboten, wie Hilfe beim Essen, beim Spritzen, beim Wechseln von Verbänden oder bei Einreibungen. Angebote für Körper und Geist Außerdem fördert die Tagespflege den Erhalt und die Verbesserung der geistigen und körperlichen Fähigkeiten ihrer Besucher. Unter den Angeboten finden sich beispielsweise Gedächtnistraining, Mobilitätstraining (Beweglichkeitsübungen) und Anziehtraining. Darüber hinaus gehören verschiedene Aktivitäten wie gemeinsames Singen, Pflanzenpflege, Lesen, Malen, Spaziergänge, Musik hören oder gemeinsames Kochen zum Leistungsangebot einer Tagespflege. Alle Angebote sollten freiwillig sein und auch den nicht unter Druck setzen, der sich lieber mit einer Zeitung zurückziehen möchte. Nachtpflege Neben der Tagespflege ist auch die Nachtpflege möglich. Bei dieser Versorgungsform erstreckt sich die Betreuung vom späten Nachmittag bis zum nächsten Morgen. Die Nachtpflege ist vor allem für sehr ängstliche oder verwirrte Menschen geeignet. Auch für ältere Menschen mit ausgeprägten Schlafstörungen ist die Nachtpflege hilfreich und ihre Angehörigen fühlen sich erholter ohne die nächtlichen Störungen. Über eine Nachtpflege in der Umgebung kann die Krankenkasse Auskunft geben.
Pflegende Angehörige – Gesund bleiben
Die Pflege eines Angehörigen bereitet Freude. Ein dankbares Lächeln, das Gefühl, gebraucht zu werden und gemeinsame Momente – all das ist unbezahlbar. Doch: Pflege bedeutet auch Belastung. Auf der einen Seite ist es körperlich anstrengend, einen Menschen zu pflegen. Das Heben schwerer Lasten schadet dem Rücken. Häufig leiden pflegende Angehörige unter Schlafmangel, weil sie auch nachts für den Pflegebedürftigen da sind. Das führt oft zu Erschöpfung, Müdigkeit und kann das Immunsystem negativ beeinflussen. Hinzu kommen in der Regel psychische Belastungen. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle: Es bleibt kaum noch Zeit für etwas anderes als die Pflege, immer hat man das Gefühl, nicht allen gerecht zu werden, die Beziehung zum Pflegebedürftigen ändert sich, die Verantwortung, die auf den Schultern lastet, ist riesig. Häufige Folgen: Schlafstörungen, Nervosität, Gereiztheit, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Kopfschmerzen, depressive Verstimmungen und andere Symptome. Auch für sich selbst sorgen – Körper und Seele entlasten Diese möglichen Auswirkungen der Pflege auf den pflegenden Angehörigen zeigen: Bei der Pflege sollte nicht nur die Gesundheit des Pflegebedürftigen im Mittelpunkt stehen. Auch die der Pflegeperson kann beeinträchtigt werden. Ein häufiges Problem dabei: Viele pflegende Angehörige reagieren zu spät. Erst wenn sie eindeutige, nicht mehr ignorierbare Symptome zeigen, suchen sie sich Hilfe. Dabei sollten pflegende Angehörige von Beginn an etwas für ihre eigene Gesundheit tun. Helfen können verschiedene Tipps, wie etwa an Pflegekursen teilzunehmen und Kontakte zu anderen pflegenden Angehörigen zu knüpfen. Außerdem ist es für pflegende Angehörige wichtig, regelmäßig für Entspannung zu sorgen und sich gut beraten zu lassen – auch psychologisch. All das entlastet Körper und Seele und fördert auf diese Weise die Gesundheit.
Erste Anzeichen von Parkinson
Die Parkinson-Krankheit (Schüttellähmung) beginnt nicht immer mit ganz typischen Symptomen, sondern oftmals zunächst schleichend mit nicht charakteristischen Beschwerden. Betroffene klagen häufig über schmerzhafte Muskelverspannungen, die meistens einseitig auftreten und oft als rheumatische Beschwerden fehlinterpretiert werden. Häufig treten die Beschwerden in der Schulter-Arm- beziehungsweise in der Becken-Oberschenkel-Region auf. Bei anderen Parkinson-Patienten zeigt sich zunächst eine abnorme Ermüdbarkeit, einhergehend mit verminderter psychischer und physischer Belastbarkeit. Erste Anzeichen: feinmotorische Störungen der Hände Erste Anzeichen können zudem feinmotorische Störungen der Hände sein. Diese Störungen zeigen sich zum Beispiel beim Zähneputzen, beim Zuknöpfen von Bekleidung oder auch beim Schreiben. Häufig fällt ein verändertes Schriftbild auf. Die Betroffenen haben zunehmend Schwierigkeiten, zwei Bewegungen gleichzeitig oder direkt nacheinander auszuführen. Schon im Anfangsstadium der Krankheit können Parkinson-Patienten an Verstopfung leiden. Auch sind psychische Auffälligkeiten relativ häufig. Hierzu gehörten eine Antriebsminderung sowie depressive Verstimmungen oder auch Schlafstörungen.
Angst, Panik, Phobie – Symptome
Angst, Panik und Phobie können sich auf sehr unterschiedliche Art und Weise äußern. Zusätzlich hängt es davon ab, unter welcher Form der Angststörung der Patient leidet. In den meisten Fällen betreffen die Symptome sowohl das seelische als auch das körperliche Empfinden. Neben dem Angstgefühl an sich sind körperliche Symptome wie Herzrasen, Druckgefühl in der Brust, Schwindel, Schweißausbruch, Zittern, Beklemmungen oder Atemnot typisch. Magen-Darm-Beschwerden können Angststörungen ebenfalls begleiten. Vielfach kommen chronische Schmerzen und Schlafstörungen hinzu.Manche Betroffene haben in Situationen mit ausgeprägten Symptomen das Gefühl, die Kontrolle über ihre Gedanken zu verlieren und Angst, verrückt zu werden. Diese Empfindung ist vor allem bei Panikattacken typisch. Eine Panikattacke tritt plötzlich auf und die Symptome können sich innerhalb weniger Minuten ins Unerträgliche steigern. Oft kommt es bei den Betroffenen zu Todesängsten. Panikattacken dauern zwischen zehn und 30 Minuten an.Im Gegensatz dazu, leiden Personen mit einer generalisierten Angststörung über Monate und Jahre hinweg unter einer andauernden Furcht und Sorge um alltägliche Dinge gemeinsam mit dauernder Anspannung, Unruhe und Erschöpfung. Typisches Vermeidungsverhalten Ein Merkmal jeder Phobie, aber auch der meisten anderen Angststörungen ist, dass der Betroffene die Angst auslösende Situation zu vermeiden sucht. Ein Mensch, der unter Flugangst leidet, tritt womöglich keine Flugreise mehr an. Betroffene, die Tunnel und Aufzüge fürchten, neigen unter Umständen dazu, keine Fahrten im öffentlichen Nahverkehr mehr zu unternehmen. Das Vermeidungsverhalten kann Menschen mit Angststörungen stark in Alltag und Berufsleben einschränken.
Alzheimer/Demenz – Vergesslich: Wann zum Arzt?
Wenn Sie aufgrund von Gedächtnisproblemen eine anhaltende Überforderung verspüren, Ihren Alltag (oder auch Beruf) nicht mehr wie gewohnt bewältigen können oder sich Ihre Persönlichkeit dauerhaft verändert, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Dies muss nicht zwangsläufig auf einen Hirnabbauprozess hindeuten: Starke berufliche Belastung oder einschneidende Lebensereignisse können ebenfalls zu derartigen Störungen führen. Und auch Schlafstörungen beeinträchtigen die Leistungsfähigkeit des Gehirns, da das Gehirn die nächtliche Ruhe zur Regeneration und Erholung benötigt. Bei dauerhaften Veränderungen zum Arzt gehen Vereinfacht lässt sich sagen: Wenn Sie bei sich dauerhafte Veränderungen bemerken, die Sie beunruhigen, ist in jedem Fall ein Gespräch mit dem Hausarzt sinnvoll. Sofern Sie regelmäßig bei Ihrem Hausarzt in Behandlung sind, wird er einschätzen können, ob eine weitergehende Untersuchung bei einem Facharzt erforderlich ist. Sollten sich plötzlich starke Veränderungen in Ihrer Denkleistung oder Konzentrationsfähigkeit bemerkbar machen und diese vielleicht auch von Störungen der Beweglichkeit, der Sprache oder des Sehens begleitet werden, sollten Sie unbedingt umgehend einen Arzt aufsuchen. In diesen Fällen könnte auch ein Schlaganfall für die Beschwerden verantwortlich sein.
Depression – Diagnose
Da die Symptome der Depression in unterschiedlicher Zusammensetzung, Dauer, Intensität und Häufigkeit auftreten, ist es für den Arzt nicht immer leicht, eine Depression als behandlungsbedürftige Krankheit zu diagnostizieren. Die Patienten klagen meist nicht über depressive Verstimmung, sondern über körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Schlafstörungen. Das erschwert die Diagnose zusätzlich. Nach einer Studie der Universität Mainz befürchten außerdem 80 Prozent depressiv erkrankter Menschen durch das Bekanntwerden einer psychischen Krankheit nachteilige Folgen für ihr Berufs- und Privatleben. Über die Hälfte aller Depressionen bleiben daher trotz Arztbesuch unerkannt. Diagnose: Ausführliche Anamnese und körperliche Untersuchung Zur Diagnose einer Depression gehören neben einem ausführlichen Arzt-Patienten-Gespräch (Anamnese) auch eine Untersuchung des Nervensystems und der inneren Organe. Der Arzt sollte außerdem darüber in Kenntnis gesetzt werden, welche Medikamente der Patient bereits einnimmt.Für die anschließende Wahl der geeigneten Behandlung ist eine Diagnose des Schweregrads der Depression – also Anzahl und Ausprägung der Symptome – von wesentlicher Bedeutung. Für die genaue Einschätzung und Beurteilung einer Depression gibt es eine Reihe anerkannter psychologischer Testverfahren wie die Hamilton-Depressionsskala oder die Depressions-Selbstbeurteilungsskala nach v. Zerssen. Dabei handelt es sich um Fragenkataloge, die wichtige Symptome erfassen und die Antworten mit Punkten bewerten. Anhand der Punktsummen lässt sich das Ausmaß einer Depression ermitteln.
Major Depression – eine Form von Depression
Hinter dem Begriff Major Depression versteckt sich die typische, klassische Form der Depression mit einem schweren Verlauf. Früher wurde diese Form als „endogene Depression“ bezeichnet. Eine „Major Depression“ liegt vor, wenn zu den bekannten drei Hauptsymptomen Interessenlosigkeit, Antriebsmangel und Niedergeschlagenheit mindestens noch zwei weitere Nebensymptome hinzukommen. Nebensymptome sind beispielsweise verminderte Aufmerksamkeit, vermindertes Selbstwertgefühl, Schuldgefühle oder Schlafstörungen. Die Betroffenen sind dadurch in ihren Alltagsaktivitäten stark beeinträchtigt und können diese nicht mehr ausführen. Major Depression verläuft oft phasenhaft Dem Beginn der Erkrankung können belastende Situationen wie Erkrankungen, Verluste oder Alkoholmissbrauch vorausgehen. Oft verläuft die Major Depression phasenhaft, das heißt, zwischen den depressiven Episoden liegen längere beschwerdefreie Zeiträume. Das Suizidrisiko beträgt ohne Therapie etwa 15 Prozent. Manchmal entwickelt sich daraus auch eine bipolare Störung, das heißt, Phasen mit gedrückter und gehobener Stimmungslage wechseln sich ab. Die Ursachen dafür sind bisher nicht bekannt.
Depression – Lichttherapie/Schlafentzug
Vor allem bei sogenannten saisonalen Depressionen (SAD, Winterdepressionen) wird die Lichttherapie alleine oder in Kombination mit anderen Therapien erfolgreich eingesetzt: Dabei kommt eine Lichtquelle mit einer Lichtintensität von mindestens 2.500 Lux, besser 10.000 Lux zum Einsatz. Die Lichttherapie sollte täglich bis zu einer Woche am besten vormittags für 30 bis 40 Minuten durchgeführt werden. Der Patient muss immer wieder in die Lichtquelle sehen, damit über die Netzhaut und den Sehnerv die Ausschüttung von Serotonin gefördert wird.Nebenwirkungen der LichttherapieGelegentlich treten Augenreizungen und vermehrter Tränenfluss auf, auch über Kopfschmerzen wurde berichtet. Selten kommt es bei der Lichttherapie zu Gereiztheit oder Überaktivität. Schlafentzug Die meisten aller Menschen mit Depressionen (90 Prozent) leiden unter Schlafstörungen. Vor allem in der zweiten Hälfte der Nacht und in den frühen Morgenstunden werden im Schlaf vermehrt Überträgerstoffe ausgeschüttet, die das Gleichgewicht der Botenstoffe im Hirnstoffwechsel durcheinander bringen und dadurch zu Depressionen führen. Deswegen verordnen Ärzte in manchen Fällen den Schlafentzug als Therapie an, der ein- bis zweimal pro Woche durchgeführt werden kann. Der Patient bleibt beim Schlafentzug eine ganze oder halbe Nacht und den darauffolgenden Tag lang wach. Danach klingt die Depression meist ab. Der Effekt hält allerdings nur kurz – für einige Tage – an. Daher handelt es sich beim Schlafentzug nur um ein zusätzliches Verfahren, das in Kombination mit Pharmako- und Psychotherapie zum Einsatz kommt.
Herzinfarkt – „Eva-Infarkt“
Lediglich jede dritte Frau klagt bei einem Herzinfarkt über die klassischen Symptome. Daher sollten Frauen mit Herzinfarkt-Risiko genau untersucht werden, wenn die folgenden Symptome oder Vorzeichen auftreten: Vorzeichen: Viele Frauen spüren in den Tagen vor dem Infarkt ein außergewöhnliches Unwohlsein, dazu sind sie müde und haben gleichzeitig ungewohnte Schlafstörungen. Liegen Risikofaktoren für eine Herzerkrankung – wie hoher Blutdruck oder ein erhöhter Cholesterinspiegel – vor, sollte zur Abklärung ein Arzt aufgesucht werden. Symptome: Der Herzinfarkt selbst, bei Frauen auch „Eva-Infarkt“ genannt, äußert sich vielfach nur schwach. Er macht sich bei Frauen zu 22 Prozent nur durch Übelkeit bemerkbar. Auch Schwächegefühl und Erbrechen können auf den weiblichen Infarkt hindeuten, besonders wenn noch außergewöhnliche Nacken-, Gesichts- und Rückenschmerzen hinzukommen. Weil der „Eva-Infarkt“ oft so untypisch abläuft, wird er häufig nicht richtig diagnostiziert und behandelt. Das ist ein Grund dafür, warum mehr als die Hälfte der Frauen an einem Herzinfarkt stirbt, während Männer bessere Überlebenschancen haben. Weil der Infarkt in der Öffentlichkeit lange als „typisch männliche Erkrankung“ galt, konsultieren Männer zudem bei auftretenden Symptomen früher einen Arzt und verhindern so das Schlimmste.