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Fibromyalgiesyndrom – Symptome
Die Schmerzen beim Fibromyalgiesyndrom beschränken sich zunächst meist auf einen Körperbereich, später breiten sich die Symptome aus. Zu den Schmerzen kommen oft weitere begleitende Symptome wie
Melatonin
Die Ausschüttung von Melatonin wird über Lichtreize gesteuert, die über das Auge an das Sehzentrum weitergeleitet werden. Bei Dunkelheit wird vermehrt Melatonin ausgeschüttet und so der Schlaf eingeleitet. Aus diesem Grund findet Melatonin vor allem bei Schlafstörungen oder Flugreisenden mit Jet-Lag Einsatz. Weiterhin soll es das Immunsystem stärken, die Stressbewältigung erhöhen und antioxidativ wirken.Wegen fehlender Langzeituntersuchungen sind mögliche Nebenwirkungen noch nicht abschließend beurteilbar. In den USA, wo es seit 8 Jahren freiverkäuflich erhältlich ist, wurden scheinbar keine ernsthaften Nebenwirkungen gemeldet.So können Sie den körpereigenen Melatonin-Spiegel beeinflussen: Sorgen Sie für ausreichend Schlaf in einem möglichst dunklen Zimmer, denn Licht bremst augenblicklich die Produktion des Schlafhormons. Auch regelmäßige Entspannungsübungen wirken sich positiv auf den Melatoninspiegel aus. Hormon, das von der Zirbeldrüse, einer kleinen Drüse im Gehirn, produziert wird. Wahscheinlich beeinflusst es den Schlaf-Wach-Rhythmus.
Pflege bei Depressionen
Antriebslosigkeit, Niedergeschlagenheit, Interessenverlust, Angst – typische Symptome einer Depression. Besonders bei älteren, pflegebedürftigen Menschen ist diese psychische Erkrankung keine Seltenheit. Der Verlust nahestehender Personen, nachlassende soziale Kontakte, Krankheiten und mangelnde Selbstständigkeit belasten die Seele. Die Pflege eines depressiven Menschen bedeutet eine ganz besondere Herausforderung – für die tägliche Betreuung und auch die eigene Psyche. Pflege von depressiven Pflegebedürftigen – Belastung für alle Beteiligten Die Pflege depressiver Menschen ist für die Pflegenden meist sehr belastend, denn die Hoffnungslosigkeit der Betroffenen schlägt auch ihnen häufig aufs Gemüt. Darüber hinaus können auch bei den alltäglichen Aktivitäten Probleme aufgrund der Erkrankung auftreten. Hilfe beim Kommunizieren – verständigen und verstehen Depressive Menschen ziehen sich entweder zurück und sprechen gar nicht mehr oder sie beklagen sich häufig, jammern und weinen. Das macht es den Pflegepersonen schwer, vernünftig mit Betroffenen zu kommunizieren. Pflegende sollten versuchen, dem Pflegebedürftigen durch ihre Körpersprache Geduld und Akzeptanz zu signalisieren und ihn ermutigen, über seine Gefühle zu sprechen. Wenn der Betroffene es zulässt, kann der Pflegende ihm auch das Gefühl von Nähe vermitteln – indem er einfach nur seine Hand hält. Wichtig ist, die Äußerungen des Pflegebedürftigen nicht zu bewerten – zum Beispiel indem man sagt: „So schlimm ist es doch gar nicht!“ Solche Äußerungen vermitteln ihm das Gefühl, nicht verstanden zu werden und allein zu sein. Auch Mitleid ist wenig hilfreich: Denn durch Trost fühlt sich der Betroffene ebenfalls unverstanden. Der Pflegende sollte ihm stattdessen neutral zeigen, dass er seine Gefühle wahrnimmt, indem er sie ausspricht – etwa: „Du siehst heute sehr traurig aus.“ Das kann dem Pflegebedürftigen einen Anstoß geben, darüber zu sprechen. Hilfe beim Bewegen, Kleiden und bei der Körperpflege – Motivation für den Alltag Da Menschen mit Depressionen häufig unter Antriebsstörungen leiden, verkriechen sich viele am liebsten den ganzen Tag im Bett. Pflegende sollten die Betroffenen ermuntern, zu einer angemessenen Uhrzeit aufzustehen und sich nicht wieder ins Bett zu legen – denn das könnte Schlafstörungen zur Folge haben. Leidet der Depressive bereits unter Schlafstörungen, können abends Entspannungsübungen, Abendrituale und schlaffördernde Tees oder pflanzliche Mittel helfen. Liegt der Pflegebedürftige nachts wach, ist es besser, ihn zu beschäftigen, als ihn stundenlang grübeln zu lassen. Auch für die Körperpflege und das Ankleiden fehlt einem depressiven Menschen häufig der Antrieb. Hier ist es wichtig, ihm nicht alles abzunehmen, sondern ihn nach den Grundsätzen der aktivierenden Pflege nur zu unterstützen und so viel wie möglich selbst machen zu lassen. Der Pflegende sollte dem Pflegebedürftigen dabei die Zeit geben, die er benötigt, ihn respektieren und nicht kritisieren. Hilfe beim Essen und Trinken – den Genuss zurückbringen Auch Appetitlosigkeit ist ein Symptom der Depression. Der Pflegende sollte deshalb ein Auge darauf haben, ob der Betroffene ausreichend isst und trinkt. Meist ist es förderlich, ihm seine Lieblingsgerichte anzubieten. Verweigert der Pflegebedürftige jegliche Nahrungsaufnahme, sollte ein Arzt hinzugezogen werden.
Östrogene
Neuere Studien aus den USA haben allerdings die Risiken dieser Therapie verdeutlicht: bei den behandelnden Frauen zeigten sich teilweise deutlich häufiger Brustkrebs, Thrombosen und auch die Zahl der Herzinfarkte und Schlaganfälle hatte zugenommen. Gerade in den letzten beiden Punkten hatte man sich jedoch eine Risikosenkung erhofft. Die Wirkung der Östrogene auf das Herz-Kreislaufsystem lässt sich momentan also noch nicht abschließend beurteilen. Als positive Wirkungen ließen sich dagegen weniger Darmkrebserkrankungen und Knochenbrüche feststellen. Ob eine Hormontherapie mit Östrogenen (evtl. in Kombination mit Gestagenen) gerechtfertigt ist und die Frau tatsächlich von einer solchen Behandlung profitiert, muss im Einzelfall je nach Beschwerden und Gesundheitsstatus geklärt werden.Als Alternative bietet sich eine Behandlung mit Phytoöstrogenen an, z.B. mit Extrakten der Traubensilberkerze (Cimifuga racemosa) oder Isoflavonen aus der Sojabohne. Östrogene (und Gestagene) werden schon seit Jahrzehnten als Hormonersatztherapie während und nach den Wechseljahren der Frau eingesetzt. Dadurch werden typische Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Depressionen vermindert und die altersbedingte Hautalterung wird gebremst. Zudem wird das Risiko für Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall und vermutlich auch das Risiko eine Alzheimer-Demenz zu entwickeln gesenkt.
Phytoöstrogene
Die bekanntesten Phytoöstrogene sind Isoflavone, Lignane und Coumestane. Isoflavone kommen hauptsächlich in Hülsenfrüchten wie Sojabohnen und in Rotklee vor. Die wichtigsten Vertreter der Isoflavone sind Genistein und Daidzin. Lignane finden sich vor allem in Leinsamen, Vollkorn, Beeren und Flachssamen. Auch wenn gesicherte Beweise noch fehlen, so vermögen Isoflavone jedoch wahrscheinlich das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie insbesondere das Brustkrebsrisiko zu senken. Auch positive Effekte bei leichten Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und depressive Verstimmungen werden vermutet. Diese Vermutungen stützen sich vor allem auch auf Beobachtungen japanischer Frauen mit hohem Konsum von Sojaprodukten, bei denen die genannten Erkrankungen beziehungsweise Beschwerden deutlich seltener auftreten als in Europa. Relativ gut gesichert ist der schützende Effekt der Isoflavone vor der Entwicklung einer Osteoporose. Bestimmte pflanzliche Inhaltsstoffe besitzen östrogenähnliche Wirkung, weshalb man diese als Phytoöstrogene (oder auch Phytoserms) bezeichnet. Ihre Östrogenwirkung ist allerdings wesentlich schwächer als die künstlich zugeführter Östrogene (0,1% der Östradiolwirkung). Sie haben an den Östrogenrezeptoren des Körpers sowohl aktivierende als auch hemmende Effekte. Des weiteren wirken sie antioxidativ.
Baldrian - Heilpflanze (Valeriana officinalis)
Deutscher Name: Baldrian Botanischer Name: Valeriana officinalis Familie: Baldriangewächse (Valerianaceae)Blütezeit: Mai bis SeptemberHerkunft: Europa und Asien Anwendungsgebiete Der echte Baldrian wurde über die Jahrhunderte bei ganz unterschiedlichen Leiden angewendet. Bei Griechen und Römern galt er als Allheilmittel. Man setzte ihn ein bei Verdauungsstörungen, gut 500 Jahre später bei allen Arten von Augenkrankheiten. Seit Ende des 18. Jahrhunderts nutzten Mediziner Baldrian als Heilpflanze bei Unruhe und Schlafstörungen. Heute gilt der echte Baldrian als mildes beruhigendes und schlafförderndes Mittel, das bei folgenden Indikationen eingesetzt wird: Schlafstörungen, nervös bedingte Unruhezustände, Angst- und Spannungszustände, nervös bedingte Magenbeschwerden. Innerliche Anwendung:Bei nervös bedingten Unruhezuständen wird Baldrianwurzel über den Tag verteilt genommen, bei Schlafstörungen eine halbe bis zwei Stunden abends vor dem Schlafengehen. Eine Beeinträchtigung der Reaktionsfähigkeit ist innerhalb der ersten Stunden nach der Einnahme möglich. Baldrianwurzel kann auch mit anderen beruhigend wirkenden Heilpflanzen, wie Hopfen, Melisse und / oder Passionsblume kombiniert werden. Äußerliche Anwendung:Bäder mit Baldrianwurzel oder Baldrianöl werden zur unterstützenden Behandlung nervöser Unruhezustände und Schlafstörungen verwendet. Eine Wirksamkeit ist wissenschaftlich allerdings nicht belegt. Dosierung und Anwendung Tee:1 Teelöffel (2-3g) Baldrianwurzel mit 150ml siedendem Wasser übergießen und nach 10 bis 15 Minuten abseihen. 1- bis 3-mal täglich und vor dem Schlafengehen eine Tasse trinken.Tinktur:1- bis 3-mal täglich anwendenExtrakte: Bei Einschlafstörungen 400 bis 900mg Extrakt eine halbe bis 2 Stunden vor dem Schlafengehen einnehmen. Bei Unruhezuständen 300 bis 450mg über den Tag verteilt einnehmen. Äußere Anwendung: Aufguss von 100g in 2l heißem Wasser für ein Vollbad. Badetemperatur: 34 bis 37°C, Badedauer: 10 bis 20 Minuten. Wirkungen Baldrian-Wurzeln bestehen zu 0,3 bis 0,8% aus ätherischem Öl. Es setzt sich zusammen aus: Monoterpenen (Borneol und Campher), Sesquiterpenen und Beta-Bisabolen. Zu 0,5 bis 2% sind Valepotriate (Valtrat und dessen Abbauprodukt Baldrinal) enthalten. Daneben in geringen Mengen Lignane. Für den charakteristischen Geruch ist ebenfalls ein Abbauprodukt der Valepotriate - die Isovaleriansäure - verantwortlich. Die Zusammensetzung variiert je nach Art, Alter, Herkunft und Wachstumsbedingungen der Pflanze.Die einschlaffördernden Wirkungen sind wahrscheinlich das Ergebnis des Zusammenspiels der einzelnen Inhaltsstoffe und deren Abbauprodukte. Die Inhaltsstoffe des Extrakts greifen hemmend auf Botenstoffe im Zentralnervensystem ein und wirken dadurch beruhigend sowie einschlaf- und durchschlaffördernd. Die Wirkung bei nervösen Magenbeschwerden ist nicht belegt. Baldrian wird auch bei Angstzuständen wie Prüfungsangst und bei innerer Unruhe sowie Anspannung eingesetzt. Hinweis Während Schwangerschaft, Stillzeit oder bei Kindern unter 12 Jahren nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt anwenden, da bisher noch keine Erfahrungen zur Unbedenklichkeit vorliegen. Bei akuten Beschwerden, die trotz Behandlung länger als eine Woche dauern oder periodisch wiederkehren, ist eine Rücksprache mit dem Arzt empfehlenswert. Zubereitungen aus der Baldrianwurzel werden bei bestimmungsgemäßen Gebrauch in der Regel gut vertragen. Selten sind Magen-Darm-Störungen möglich.Einfluss auf Reaktionsfähigkeit: Nach einer abendlichen Einnahme von Baldrianpräparaten ist am darauffolgenden Tag nicht mit einer Beeinträchtigung der Reaktionsfähigkeit und der Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder der Bedienung von Maschinen zu rechnen. Eine Herabsetzung der Reaktionsfähigkeit ist in den ersten Stunden nach der Einnahme möglich.Anwendungsdauer: Die Effekte von Baldrian treten erst allmählich nach zwei bis vier Wochen ein. Die Unbedenklichkeit einer Langzeitanwendung (über 4 Wochen) ist nicht bekannt. Nach hochdosierter Langzeiteinnahme sollten Baldrianpräparate langsam abgesetzt werden, indem allmählich die Dosis verringert wird. Wechselwirkungen:Baldrian sollte nicht zusammen mit anderen Beruhigungs- oder Schlafmitteln und auch nicht mit Alkohol eingenommen werden. Auch vor geplanten Operationen sollten Baldrianpräparate abgesetzt werden, da sie möglicherweise mit den Narkosemitteln interagieren.Vollbad: Allgemein sollten keine Vollbäder durchgeführt werden bei: größeren Hautverletzungen, unklaren akuten Hauterkrankungen, schweren fieberhaften und infektiösen Erkrankungen, Herzinsuffizienz oder Hypertonie. Die Staude erreicht eine Höhe von 50 bis 180cm. Der runde, hohle Stängel ist meist nur in der oberen Hälfte verzweigt. Die Staude trägt hellrosa bis weiße, in rispigen Trugdolden angeordneten Blüten. Die Blätter sind fiederschnittig oder gefiedert und gegenständig angeordnet. Die frischen Blüten besitzen einen angenehmen Duft. Erst durch das Trocknen entsteht der charakteristische Baldriangeruch. Katzen und Ratten mögen den Geruch, die Menschen eher nicht. Medizinisch verwendet werden die unterirdischen Pflanzenteile.
Mate
Deutscher Name: Mate Botanischer Name: Ilex paraguariensis Familie: Stechpalmengewächse (Aquifoliaceae)Herkunft: Die Pflanze wächst in Süd-Brasilien, Argentinien und Paraguay. Anwendungsgebiete Mate ist ein in Südamerika weit verbreitetes Aufgussgetränk mit einem rauchig-herben Geschmack. Therapeutische Eigenschaften: Anregend für Nerven, Muskeln und Stoffwechsel, Harntreibend, Speichel- und Magensaftbildend, Schweißtreibend, Keislaufstärkend, Äußerlich anwendbar bei Ekzemen, Hungerstillend Dosierung und Anwendung Tee:1 Teelöffel (2g) zerkleinerte Mateblätter mit 150 ml siedendem Wasser übergiessen und nach 5 bis 10 Min. abseihen. Mittlere Tagesdosis: 3gBei kürzerem "Ziehen lassen" wird die anregende Wirkung des Tees verstärkt und der Geschmack angenehmer. Wirkungen Die Blätter des Matebaums enthalten bis zu 1,7% Coffein und bis zu 0,5% Theobromin, das auch in der Kakaobohne vorkommt. Des weiteren finden sich Chlorogensäure, Flavonoide, Saponine, Vitamine und ätherisches Öl.Aufgrund des Coffein- und Theobromingehaltes wirken Zubereitungen mit Mateblättern stimulierend, leistungssteigernd und wassertreibend. Matetee soll auch unterstützend bei Diäten zum Abnehmen wirken und wird in der Reklame als "Schlankmacher" propagiert. Die Gewichtsabnahme erreicht man jedoch eher durch die Diät. Mate wirkt aber dämpfend auf den Appetit und bewirkt durch eine gesteigerte Diurese (Harnausscheidung durch die Nieren) einen Wasserverlust. Hinweis Während Schwangerschaft und Stillzeit nur mit Vorsicht anwenden! Das Coffein geht in die Muttermilch über und kann Schlafstörungen beim Neugeborenen verursachen.Nicht bei Kindern unter 14 Jahren anwenden! Kinder reagieren empfindlicher als Erwachsene auf Coffein.Nicht in höheren Dosen oder über längere Zeiträume anwenden! Der Matebaum ist ein bis zu 14m hoher, immergrüner Strauch oder Baum mit hellgrauem Stamm und elliptischen, ledrigen Blättern, die an den Rändern gekerbt sind. Die Blätter werden bis zu 20cm lang und 8cm breit. Die kleinen weißen Blüten sitzen büschelweise in den Blattachseln. Die kugeligen, rotvioletten Steinfrüchte erreichen eine Größe von 6 bis 8mm. Man verwendet vom Matebaum/-strauch die Blätter. In gerösteter oder ungerösteter Form kommt Mate in den Handel.
Ginseng
Medizinisch werden die getrockneten Wurzeln der 4 bis 7 Jahre alten Pflanzen verwendet. Je nach Bearbeitung unterscheidet man zwei Sorten: weiße Ginseng (geschält, gebleicht, getrocknet), rote Ginseng (frisch geerntete Wurzel mit Wasserdampf behandelt, getrocknet) Nach Herkunftsland werden die Sorten eingeteilt in Chinesischer (aus Wildvorkommen oder Kulturanbau), Koreanischer oder Japanischer Ginseng, wobei dem koreanischen die größte Bedeutung zukommt.Deutscher Name: Ginseng Botanischer Name: Panax ginseng Familie: Efeugewächse (Aaliaceae)Herkunft: Korea, China, Japan Anwendungsgebiete Steigerung des Reaktions- und Leistungsvermögens, Stress, Erschöpfungssyndrom, Stärkt das Immunsystem Der Ginseng wird schon seit Jahrtausenden in der chinesischen Medizin verwendet. Mit seiner Hilfe sollen die Abwehrkräfte des Organismus, die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit gesteigert werden. Durch Ginseng kann allerdings nicht die sportliche Leistungsfähigkeit Gesunder verbessert werden! Weiterhin werden blutzuckersenkende und blutgerinnungshemmende Wirkungen beschrieben. Als Prophylaktikum sollte Ginseng über längere Zeit (bis 3 Monate) eingenommen werden. Die Wirkung macht sich nur allmählich bemerkbar. Dosierung und Anwendung Tagesdosis: 1-2g Ginseng Empfehlenswert ist die Verwendung standardisierter Fertigpräparate mit einer Tagesdosis von 15mg Ginsenosiden. Wirkungen Ginseng enthält Triterpensaponine (Ginsenoside) und wenig ätherisches Öl. Die Zusammensetzung und Gehalt variieren mit Anbaugebiet, Alter der Pflanze und Art der Behandlung, so dass sich Präparate ohne genaue Angabe der verwendeten Qualität sich praktisch nicht vergleichen lassen. Hinweis Nicht anwenden: während Schwangerschaft oder Stillzeit, bei Kindern oder Jugendlichen Nicht länger als 3 Monate anwenden! Personen mit chronischen Grunderkrankungen, wie Diabetes oder Bluthockdruck sollten Ginsengpräparate nicht ohne ärztlichen Rat einnehmen. Ginseng sollte mindestens eine Woche vor Operationen abgesetzt.Die Einnahme von Ginseng kann zu Schlafstörungen, Magen-Darm-Beschwerden, vaginalen Blutungen oder Bluthochdruck führen. Diese Beschwerden sind selten und treten meist nach hoher Dosierung oder einer langen Behandlungsdauer auf. Da nicht auszuschließen ist, dass Ginseng mit anderen Medikamenten Wechselwirkungen verursacht, sollte vor der Einnahme ein Arzt zu Rate gezogen werden. Der Ginseng ist eine bis zu 80cm hoch wachsende Pflanze mit kahlem Stängel. Daran wachsen langstielige, fünfzählig gefingerte Blätter, die quirlig angeordnet sind. Die kleinen, weißlich-grünlichen Blüten stehen in Dolden und bilden scharlachrote, glänzende Steinfrüchte.
Hopfen
Junge Sprossspitzen und Blätter oder die im Frühjahr geernteten Nebensprosse (Hopfenspargel) können als Gemüse verwendet werden.Neben der Verwendung als Bierzutat wurde im frühen Mittelalter auch die Heilwirkung von Hopfen entdeckt, vor allem bei Leber- und Gallebeschwerden. Erst im 18. Jahrhundert setzten Heilkundige ihn als Schlaf- und Nervenmittel ein.Deutscher Name: Hopfen Botanischer Name: Humulus lupulus Familie: Hanfgewächse (Cannabaceae)Blütezeit: Juli bis AugustHerkunft: Gemäßigte Gebiete Europas und Asiens Anwendungsgebiete Unruhe-, Angstzustände, Schlafstörungen, Magenbeschwerden, Appetitlosigkeit, äußerlich bei Wunden, Geschwüren, als Gewürz Weit verbreitet ist die Verwendung des Hopfens in der Bierbrauerei seit Anfang des 14. Jahrhunderts. Hopfenextrakte finden aber auch in der Kosmetikindustrie Verwendung, zum Beispiel als Zusatz zu Haarshampoos oder Cremes.Hopfen wird meist in Kombination mit Baldrian bei Einschlaf- und Durchschlafstörungen angewendet. Die beiden Pflanzenextrakte ergänzen sich in ihren Effekten, indem sie auf unterschiedlichen Wegen den Schlaf fördern. Zusammen wirken sie auch beruhigend und helfen so bei Unruhe und Nervosität.In Laborexperimenten fanden Forscher heraus, dass einzelne Substanzen aus Hopfen eventuell vor Krebs schützen und östrogenartige Effekte zeigen. Dies muss jedoch genauer untersucht werden. Dosierung und Anwendung Tee:1 bis 2 Teelöffel Hopfenzapfen werden mit 150ml heißem Wasser übergossen, zugedeckt und nach 10 bis 15 Minuten abgeseiht. Man trinkt 2 bis 3 Tassen täglich und 1 Tasse vor dem Schlafengehen. Den Tee immer frisch zubereitet trinken.Die Zubereitungen unterscheiden sich in der Zusammensetzung je nach Art der Extraktherstellung und Kombination in ihren Dosierungsempfehlungen. Wirkungen Die Hopfenzapfen der weiblichen Blüten enthalten im Hopfenharz Bitterstoffe. Dazu gehören Acylphloroglucide wie Humulon und Lupulon sowie Bittersäuren. Außerdem beinhalten die Zapfen ätherisches Öl mit Stoffen wie Humulen oder Caryophyllen, Gerbstoffe vom Proanthocyanidin-Typ und Flavonoide.Je nach Sorte enthält Hopfen einen unterschiedlichen Gehalt an Hopfenbitterstoffen und ätherischen Ölen. Die harzige Masse wird unterteilt in "Weichharz", das die Hopfenbitterstoffe (Humulone und Lupulone) enthält sowie das in Petrolether unlösliche "Hartharz", das überwiegend die Oxidationsprodukte des Weichharzes darstellt. Weiterhin sind Phenolcarbonsäuren, Flavanone, Chalkone (Xanthohumol) und stickstoffhaltige Verbindungen enthalten. Im Laborversuch erwies sich Xanthohumol als krebshemmend und so gibt es Bestrebungen, den Gehalt in Bieren zu erhöhen. Hinweis Nicht anwenden während der Schwangerschaft und Stillzeit oder bei Kindern unter 12 Jahren! Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegenüber Hopfen! Die Frischpflanze kann Allergien auslösen! Hopfen sollte nicht zusammen mit anderen Beruhigungs- oder Schlafmitteln und nicht mit Alkohol eingenommen werden. Es dauert einige Tage, bis sich die Effekte bemerkbar machen. Hopfen wirkt also nicht sofort. Bei Beschwerden, die länger als zwei Wochen anhalten oder immer wieder kehren wird empfohlen, den Arzt aufzusuchen. Der Hopfen ist eine 3 bis 6m hohe, rechtswindende Kletterpflanze. Geerntet werden die weiblichen Blütenstände (Hopfenzapfen), deren Blüten, Deck- und Vorblätter Drüsenhaare tragen, aus denen das Hopfenmehl (Hopfendrüsen) gewonnen wird. Die männlichen und weiblichen Blüten befinden sich auf verschiedenen Pflanzen. Männliche Pflanzen werden aus den Kulturen entfernt, da die Hopfenzapfen nach einer Bestäubung nicht mehr verwendet werden können.
Johanniskraut
Deutscher Name: Johanniskraut Botanischer Name: Hypericum perforatum Familie: Johanniskrautgewächse (Hypericaceae)Blütezeit: Juni bis SeptemberHerkunft: Europa und das westliche Asien Anwendungsgebiete Wunden, Verbrennungen, Verletzungen, Hexenschuss, Gicht, Rheuma, Angstzustände, Depressionen, Stimmungsschwankungen Ölige Zubereitungen aus Johanniskraut (Rotöl) werden äußerlich zur Behandlung von leichten Verbrennungen und kleineren Verletzungen eingesetzt. Ebenso wurde das Öl bei Neurodermitis, einer entzündlichen Hauterkrankung, in ersten Untersuchungen positiv getestet. Daher gibt es Cremes und Lotionen zur unterstützenden Neurodermitis-Behandlung. Anwendungsdauer:Johanniskraut beeinflusst vor allem die Begleitsymptome einer Depression wie Schlafstörungen, Nervosität und so weiter positiv und wirkt stimmungsaufhellend. Die Wirkung tritt aber erst allmählich ein. Bemerkt man nach einer Anwendung von zwei bis vier Wochen keine Besserung, sollte unbedingt ein Arzt zur weiteren Abklärung der Beschwerden aufgesucht werden. Dosierung und Anwendung Tee:2 Teelöffel Johanniskraut mit 150ml kochendem Wasser übergießen und nach 10 Min. abseihen. Regelmäßig 1 bis 2 Tassen morgens und abends frisch zubereiteten Tee trinken. Anmerkung: die Teezubereitung enthält vermutlich die Wirkstoffe nicht in ausreichender Menge. Deshalb wären Fertigpräparaten mit standardisierten Extrakten vorzuziehen. Fertigarzneimittel:Die Schwellendosis für eine antidepressive Wirkung wird auf 300mg Extrakt täglich geschätzt, empfohlen werden 500 bis 1000mg Extrakt täglich. Äußerlich: Salben 1- bis 2-mal täglich auftragen. Wirkungen Genutzt wird die ganze Pflanze außer der Wurzel. Es enthält zu 0,1 bis 0,3% rote Farbstoffe (Naphthodianthrone) wie Hypericin und Pseudohypericin und zu 0,2 bis 4% Phloroglucinderivate, besonders Hyperforin. Daneben Flavonoide und Procyanidine.Johanniskraut-Extrakte greifen in die Regulierung von Botenstoffen im Zentralnervensystem ein und unterstützen deren Aufgaben. Dadurch wirken die Auszüge beruhigend, stimmungsaufhellend und vermindern Angstzustände. Neben Hyperforin tragen wohl auch Hypericin, Flavonoide und Biflavone zu diesen Effekten bei. Der Gehalt an einzelnen Inhaltsstoffen ist stark abhängig vom Entwicklungsstand der Pflanze und der Lichtexposition. So ist zum Beispiel der Gehalt an Hypericin in Blüten und Knospen am höchsten, der Gehalt an Hyperforin dagegen in den reifen Früchten. Hinweis Johanniskraut kann die Wirkung von anderen Arzneistoffen abschwächen. Dies gilt zum Beispiel für Mittel nach Organtransplantationen oder gegen HIV, für Blutgerinnungshemmer und die Antibabypille.Kinder, Schwangere und Stillende sollten auf die Einnahme verzichten.Johanniskraut kann die Haut lichtempfindlicher machen, deshalb nicht anwenden bei bekannter Lichtüberempfindlichkeit, bei heller Haut und bei Sonnenbädern einschließlich Besuche in Solarien!Nicht anwenden bei Verdacht auf schwere Depression, da Johanniskraut hier nicht wirksam ist!Anwendungsdauer: Wie bei anderen Antidepressiva tritt die stimmungsaufhellende Wirkung erst allmählich ein. Es ist eine Behandlung über einen längeren Zeitraum erforderlich. Bemerkt man nach zwei bis vier Wochen keine Verbesserung der Beschwerden, so ist ein Arzt zu Rate zu ziehen.Selten können Magen-Darmbeschwerden, allergische Hautreaktionen, Müdigkeit oder Unruhe auftreten. Johanniskraut ist eine ausdauernde, aufrechte, im oberen Teil ästig verzweigte Pflanze. Sie kann bis etwa 1m hoch werden. Im Unterschied zu anderen Hypericum-Arten besitzen die Stängel des Johanniskraut zwei Längskanten und im durchscheinenden Licht vielfach perforiert erscheinende Blätter. Die goldgelben Blüten besitzen auffallend lange Staubblätter und sind ebenfalls mit hellen oder dunklen Drüsen durchsetzt. Sie bilden traubig zusammengesetzte Trugdolden. Beim Zerreiben der frischen Blüten tritt ein dunkelroter Farbstoff aus. Das aus den frischen Blüten gewonnene Johannisöl und die kurz vor der Blüte geernteten und getrockneten Zweigspitzen (Kraut) werden medizinisch verwendet.