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Blasenschwäche – Medikamente (Belastungsinkontinenz)
Bei der Behandlung einer Harninkontinenz (Blasenschwäche) kommen auch Medikamente zum Einsatz: Der Wirkstoff Duloxetin wird vor allem ergänzend zur physikalischen Therapie und zum Beckenbodentraining verordnet. Östrogenpräparate sind wirksam, wenn die Inkontinenz hormonelle Ursache hat – also beispielsweise eine Folge der Wechseljahre ist. Medikament mit Wirkstoff Duloxetin gegen Belastungsinkontinenz Seit einigen Jahren ist Duloxetin für die Behandlung der weiblichen Belastungsinkontinenz zugelassen. Es wird besonders ergänzend zur physikalischen Therapie und zum Beckenbodentraining verschrieben. Denn neuere Studien zeigen, dass besonders mit Beckenbodengymnastik bessere Resultate erzielt werden, wenn gleichzeitig Duloxetin eingenommen wird. Dosis des Medikaments sollte nach und nach gesteigert werden Duloxetin ist ein selektiver Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer. Bei der Einnahme sollte die Dosis nach und nach gesteigert, beim Absetzen langsam reduziert werden. Bei der Einnahme dieses Wirkstoffs können Nebenwirkungen auftreten. Sehr häufig sind beispielsweise Schlafstörungen, Übelkeit, ein trockener Mund, Verstopfung (Obstipation) und Müdigkeit. Östrogene in der Therapie von Inkontinenz Manchmal hat eine Belastungsinkontinenz hormonelle Ursachen. Daher leiden besonders häufig Frauen in oder nach den Wechseljahren unter dieser Form der Inkontinenz. Der Grund: Nach den Wechseljahren wird von den Eierstöcken das Hormon Östrogen nur in sehr geringen Mengen produziert. Genügend Östrogen ist jedoch wichtig, um die Schleimhäute in Harnblase und Harnröhre elastisch und feucht zu halten und gut zu durchbluten. Treten die Beschwerden erstmals in den Wechseljahren auf oder verschlechtern sich in dieser Zeit, kann eine Hormonbehandlung mit Östrogenen helfen. Dabei wird das Hormon lokal beispielsweise in Zäpfchen- oder Cremeform zugeführt. Eine Einnahme von Östrogen in Tablettenform ist nicht anzuraten, da zurzeit kein Beweis für die Wirksamkeit besteht und unter oraler Aufnahme die Nebenwirkungsrate erhöht ist.
Gastritis (Magenschleimhautentzündung) – Krankheiten mit gleichen Symptomen (Differenzialdiagnose)
Gesicherte Diagnose Nur die Gesamtheit aller Beschwerden und Symptome, unter denen ein Patient leidet gibt letztendlich Aufschluss darüber, welche Erkrankung tatsächlich vorliegt. Krankheiten, die bei der Diagnostik aufgrund sehr ähnlicher oder nahezu identischer Symptomkomplexe ebenfalls in Frage kommen, werden als Differenzialdiagnosen bezeichnet. Der Arzt schließt diese mittels der sogenannten Differenzialdiagnostik als Ursache aus, bevor er mit der Therapie beginnt. Die Beschwerden bei Gastritis (Magenschleimhautentzündung) können folgenden Krankheitsbildern ähneln: Funktionelle Dyspepsie (Reizmagen) Beim Reizmagen werden ähnliche subjektive Beschwerden wie bei Gastritis, also Druck- und Völlegefühl in der Magengegend, Übelkeit oder auch Sodbrennen angegeben, es liegen aber im Gegensatz zu Gastritis keine organischen Schäden vor. Die Ursache für solche funktionellen Beschwerden ist noch weitgehend unklar. Als Auslöser dafür kommen vor allem psychische Belastungen in Betracht. Oft werden gleichzeitig Kopfschmerzen und Schlafstörungen angegeben. In letzter Zeit wird auch eine Infektion mit Helicobacter pylori diskutiert. In manchen Fällen kann eine Nahrungsmittelallergie oder -unverträglichkeit Auslöser der Beschwerden sein. Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür (Ulkuskrankheit) Auch die Ulkuskrankheit verursacht Appetitlosigkeit, Völlegefühl und Übelkeit. Im Vergleich zur chronischen Gastritis kommen bei der Ulkuskrankheit aber Schmerzen im Oberbauch hinzu. Diese treten beim Magengeschwür meist nach der Mahlzeit oder nahrungsunabhängig auf, beim Zwölffingerdarmgeschwür eher bei Nüchternheit und verschwinden sofort nach der Nahrungsaufnahme für einige Stunden. Betroffene leiden oft auch nachts unter Schmerzen. Magenkrebs Der Magenkrebs im Anfangsstadium verursacht eher uncharakteristische Beschwerden wie Druck- und Völlegefühl. Auffälliges Merkmal kann eine rasche Gewichtsabnahme sein. Manchmal wird auch ein starker Widerwille gegen Fleisch angegeben. Sind die Symptome nicht eindeutig zuzuordnen, kann eine Spiegelung des Magens und Zwölffingerdarms (Gastro-Duodenoskopie) mit Entnahme einer Gewebeprobe Klarheit bringen.
Diabetes mellitus – Psyche
Diabetiker haben gegenüber Menschen ohne Diabetes ein etwa doppelt so hohes Risiko an einer Depression zu erkranken. Diabetes mellitus ist damit nicht nur eine Belastung für den Körper, sondern auch für die Psyche. Depression und schlechte Blutzuckereinstellung Bei Diabetikern geht das Auftreten einer Depression häufig mit Problemen in der Diabetestherapie einher. Eine ungünstige Blutzuckereinstellung mit hohen HbA1c-Werten, das Auftreten diabetischer Folgeerkrankungen oder schwere, wiederkehrende Unterzuckerungen sind oft der Grund für steigende Unzufriedenheit mit der Therapie und erheblich verminderte Lebensqualität. Diese Belastung der Psyche begünstigt offenbar das Auftreten einer Depression. Zusätzlich können sich Diabetes und Depression gegenseitig verstärken. Anzeichen einer Depression Jeder Mensch ist manchmal niedergeschlagen oder depressiv verstimmt. Hält dieser Zustand über einen längeren Zeitraum an, könnte eine Depression dahinter stehen. Traurige Stimmung, Interessensverlust, Antriebsverlust, mangelnde Freude an sonst freudigen Ereignissen und gesteigerte Ermüdbarkeit, Verlust des Selbstwertgefühls, unbegründete Selbstvorwürfe, Konzentrations- und Schlafstörungen, Appetitstörungen oder Selbstmordgedanken können auf eine Depression hinweisen. Wenn Sie diese Anzeichen an sich feststellen, sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden: Die Diagnose ist in einem Gespräch im Allgemeinen einfach zu stellen. Gute Therapieerfolge bei der Behandlung von Depressionen Die Einsicht, an einer Depression erkrankt zu sein, ist die Grundvoraussetzung für die Behandlung der Psyche. Die Therapieerfolge sind sehr gut: Die allermeisten Erkrankten werden erfolgreich behandelt. Die wichtigsten Therapiemaßnahmen sind therapeutische Gespräche (Psychotherapie) und Medikamente gegen Depressionen (Antidepressiva). Besonders geeignet für Typ 2-Diabetiker sind die neueren Medikamente vom Typ der Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI), da bei diesen eine Gewichtszunahme weitaus seltener auftritt als bei den älteren Substanzen (trizyklische Antidepressiva). Allerdings kann eine SSRI-Behandlung den Blutzuckerspiegel bei Diabetikern beeinflussen. Die Dosierung von Insulin und/oder oralen Antidiabetika ist gegebenenfalls anzupassen.
ADHS – Medikamente
Nur wenn die Symptome der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) sehr ausgeprägt sind und mit Psychoedukation und Psychotherapie nicht ausreichend gelindert werden konnten, sollten Medikamente gegen die Störung eingesetzt werden. Stimulantien sind dann die Mittel der ersten Wahl. Als Mittel der zweiten Wahl gilt Atomoxetin. Weitere Wirkstoffe sollten zur Therapie der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung nur dann verwendet werden, wenn die zuvor genannten nicht ausreichend wirken oder erhebliche Nebenwirkungen verursachen. Mit Stimulantien gegen die ADHS In Studien konnte nachgewiesen werden, dass Stimulantien die Kernsymptome der ADHS effektiv lindern können. Meist werden Medikamente mit dem Wirkstoff Methylphenidat (dazu gehören zum Beispiel Ritalin®, Equasym® und Medikinet®) eingesetzt. Zeigen diese Medikamente keine ausreichende Wirkung, können Amphetamine zur Therapie verwendet werden. Pemolin, ein weiteres Stimulans, birgt ein erhöhtes Risiko für Leberschädigungen und kommt deshalb nur unter besonderen Bedingungen zum Einsatz. Methylphenidat wirkt etwa eine halbe Stunde nach der Einnahme. Die Wirkung hält für ungefähr vier Stunden an. Der Wirkstoff ist auch in Retardform erhältlich. Hier wird er zunächst schnell und dann verzögert freigesetzt. Schon eine Tablette kann so eine Wirkdauer von sechs bis zwölf Stunden haben. Retard-Präparate sind jedoch erheblich teurer. Zudem muss immer individuell bestimmt werden, welche Form der Medikamente für das Kind am besten geeignet ist. Auch die Höhe der optimalen Dosis variiert stark von Betroffenem zu Betroffenem. In der Regel verursachen Medikamente mit Mehtylphenidat kaum Nebenwirkungen, vor allem wenn sie sorgfältig dosiert werden. Denn die unerwünschten Wirkungen sind dosisabhängig. Es kann jedoch – vor allem am Anfang der Medikation – zu Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen oder Blutdrucksteigerungen kommen. In seltenen Fällen wurde auch beobachtet, dass das Wachstum des Kindes unter Methylphenidat beeinträchtigt war. Diese Nebenwirkung des Medikaments ist jedoch vorübergehend. Die Arzneimittel verursachen außerdem keine Abhängigkeit. Auch ein Gewöhnungseffekt, der dazu führen würde, dass die Dosis immer weiter erhöht werden müsste, tritt nicht auf. Mit Nicht-Stimulantien gegen die ADHS Atomoxetin ist ein Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer, der für die Behandlung der ADHS zugelassen ist. Das Medikament hat eine Wirkdauer von 24 Stunden, in denen es die Kernsymptome der ADHS deutlich senken kann. Ähnlich wie bei den Stimulantien treten auch unter diesem Medikament nur wenige Nebenwirkungen auf und wenn, dann meist nur zu Beginn der Therapie. Appetitmangel, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und Müdigkeit können vorkommen. Auch trizyklische Antidepressiva haben sich bei der ADHS als wirksam erwiesen. Sie sollten allerdings nur dann angewandt werden, wenn Stimulantien und Atomoxitin nicht ausreichend wirken.
Wechseljahre – Symptome, Anzeichen und mehr
Die hormonelle Umstellung bringt für Frauen in den Wechseljahren (Klimakterium) viele Veränderungen mit sich. Einige typische Beschwerden lassen sich mit einem aktiven Lebensstil und gesunder Ernährung lindern. Die medikamentöse Behandlung ist umstritten. In der Medizin werden die Wechseljahre auch als Klimakterium bezeichnet. Der Begriff Klimakterium stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet „kritischer Punkt im menschlichen Leben“. Er beschreibt recht gut die Stimmungslage vieler Frauen in den Wechseljahren: Sie bangen um ihre Vitalität, Fröhlichkeit, Gesundheit, Sexualität und gute Figur. In den Wechseljahren verändert sich der weibliche Körper Bedingt durch die hormonelle Umstellung durchläuft der weibliche Körper mit Ende 40, Anfang 50 einschneidende Veränderungen. Die Frau verliert in gewisser Hinsicht tatsächlich ihre Jugendlichkeit. Das heißt jedoch nicht, dass sie durch das Klimakterium ihre Attraktivität verliert oder auf ein erfülltes Liebesleben verzichten muss. Auch die Zeit für persönliche oder berufliche Veränderungen ist mit den Wechseljahren noch nicht vorbei. Allerdings muss sich eine Frau im Klimakterium um diese Annehmlichkeiten oftmals intensiver bemühen als eine 25-jährige. Symptome und Anzeichen der Wechseljahre Als Symptome zeigen sich bei Frauen in den Wechseljahren zum Beispiel Unregelmäßigkeiten in der Menstruation, Hitzewallungen und Schweißausbrüche, Scheidentrockenheit, Gewichtszunahme, Herzrasen, Schwindel, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen. Zudem besteht nach den Wechseljahren durch den Östrogenmangel das Risiko für ernsthafte Erkrankungen wie Osteoporose und Arteriosklerose. Alltag in den Wechseljahren bewusst gestalten Frauen, die relativ problemlos durch die Wechseljahre kommen, gestalten ihren Alltag meistens bewusst – angefangen damit, dass sie sich viel bewegen, gesund essen und nicht rauchen. Denn oft helfen schon Änderungen des Lebensstils, Wechseljahresbeschwerden zu lindern. Auf ihre Partnerschaft halten diese Frauen ebenfalls ein waches Auge und sind bereit, Initiative zu ergreifen.Zeigt eine Umstellung des Lebensstils keine ausreichende Wirkung, können auch pflanzliche Mittel wie Traubensilberkerze, Soja, Rotklee und Johanneskraut oder Hormonsalben (gegen Scheidentrockenheit) helfen. Die vor einiger Zeit weitverbreitete Hormonersatztherapie (HET) wird Frauen heute nur noch bei extremen Wechseljahresbeschwerden verschrieben. Auch der Einsatz sogenannter Anti-Aging-Hormone wird Frauen aufgrund der ungeklärten Studienlage eher nicht empfohlen.
Rauchentwöhnung – Therapie
Viele Menschen versuchen vergeblich, ihre Nikotinsucht zu besiegen. Eine Rauchentwöhnung ist nicht leicht. Zunächst müssen Einsichten erreicht und Verhalten umgestellt werden. Zehn Schritte zum Rauchstopp können dabei helfen. Auch nikotinhaltige Medikamente können einen Ausstieg aus der Sucht erleichtern. Ob Kaugummis, Pflaster, Tabletten oder Inhaler: Menschen mit Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes mellitus, Magen- oder Darmgeschwüren, Leber- oder Nierenerkrankungen, Schilddrüsenüberfunktion oder Durchblutungsstörungen sollten vor der Anwendung nikotinhaltiger Medikamente Rücksprache mit dem Arzt halten. Wenden Sie sich außerdem an einen Arzt, wenn Ihr Gesundheitszustand sich während der Entwöhnung verschlechtert. Bei starken Rauchern kann der Körper während der Entgiftung mit Herz-Kreislaufproblemen reagieren., Ihre bisherigen Entwöhnungsversuche scheiterten, Sie stark an Gewicht zunehmen, Sie ein sehr starker Raucher sind. Hier sollte das Entzugsprogramm mit dem Arzt besprochen werden. Während der Entwöhnung wirken manche Medikamente stärker Wenn Sie während einer medikamentösen Therapie das Rauchen aufgeben, kann sich die Wirkung der Medikamente verändern. Die Dosierung war bislang auf die Stoffwechselfunktionen eines Rauchers abgestimmt. Als Nichtraucher arbeitet Ihr Körper jedoch anders. In vielen Fällen reichen dann geringere Mengen eines Arzneimittelwirkstoffs aus, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Dies trifft auch zu, wenn Sie Ihrem Körper während der Entzugsphase noch Nikotin durch Pflaster oder Kaugummi zuführen. Der Arzt entscheidet, ob bei folgenden Wirkstoffen eine geringere Dosis nötig wird: Koffein, das in manchen Schmerzmitteln enthalten ist Paracetamol und Pentazocin (Schmerzmittel) Theophyllin (bei COPD, Asthma) Furosemid (zur Entwässerung, Bluthochdruck) Phenylbutazon (bei Rheuma) Benzodiazepine (Beruhigung, Schlafstörungen) bestimmte Antidepressiva Warfarin (Mittel zur Blutverdünnung) Insulin Alpha-Blocker wie Prazosin (Bluthochdruck) Beta-Blocker wie Propranolol (Bluthochdruck, Herz-Rhythmus-Störungen) Östrogen (Pille, Hormonpräparate in den Wechseljahren) Vitamin B12 Es gibt auch Wirkstoffe, die bei werdenden Nichtrauchern unter Umständen eine Dosissteigerung erforderlich machen: bestimmte Sympathomimetika wie Salbutamol (bei COPD, Asthma) Vorsicht: Bitte verändern Sie ihre Medikation nicht selbst, sondern fragen Sie Ihren Arzt.
Osteoporose – Symptome
Die Osteoporose macht lange Zeit keine Beschwerden! Deshalb ist es wichtig, dass Menschen, die Risikofaktoren für Osteoporose aufweisen, auf frühe Symptome achten. Erste Warnzeichen können dumpfe Rückenschmerzen sein. Das liegt daran, dass der Verlust der Knochendichte an den Wirbelkörpern besonders ausgeprägt ist. Diese unspezifischen Symptome werden häufig verkannt. Manchmal wird die Osteoporose erst erkannt, wenn ein Knochenbruch, der starke Schmerzen verursachen kann, aufgetreten ist. Bei folgenden Symptomen sollte abgeklärt werden, ob eine Osteoporose zugrunde liegt: bei akuten und chronischen Rückenschmerzen und Nackenverspannungen, bei Bewegungseinschränkungen, wenn ein Knochenbruch bei einer ganz normalen Alltagsbelastung aufgetreten ist. Fortgeschrittenes Stadium Bei fortgeschrittener Osteoporose sind die Symptome deutlich erkennbar. Typisch sind Brüche von Wirbelkörpern im Lendenbereich. Diese können bereits durch leichte Stöße verursacht werden. Oftmals geschieht das sogar ohne erkennbare Ursachen. Die ersten Brüche bleiben nicht selten unbemerkt. Das ist problematisch: Denn die Brüche erhöhen das Risiko für Folgebrüche um das Vier- bis Fünffache. In der Folge sinkt die Wirbelsäule immer weiter zusammen. Betroffene können im Verlauf der Krankheit um bis zu 20 Zentimeter kleiner werden. Die Deformation der Wirbelsäule kann so weit fortschreiten, dass sich die gesamte Körperhaltung ändert – früher hat man das „Witwenbuckel“ genannt. Und durch die Deformation treten typische Hautfalten am Rücken auf, das Erscheinungsbild wird als „Tannenbaumphänomen“ bezeichnet.Das verkrümmte Rückgrat drückt Herz und Lunge nach unten. Es entsteht ein symptomatischer Kugelbauch. Patienten leiden dadurch häufig an Kurzatmigkeit und Lungenentzündung. Osteoporose: Eingeschränkte Lebensqualität Bei der Osteoporose ist neben den Lendenwirbeln hauptsächlich der Oberschenkelhals betroffen. Besonders in fortgeschrittenem Alter ist das gefährlich: Ein Drittel der betroffenen Menschen sterben im ersten Jahr nach der Verletzung. Die Hälfte der Patienten bleibt dauerhaft pflegebedürftig.Neben den Lendenwirbeln und dem Oberschenkelhals sind auch die Unter- und Oberarme sowie die Knöchel an Füßen und Händen betroffen. Die chronischen Schmerzen und die Kurzatmigkeit führen zu Schlafstörungen. Hinzu kommt die eingeschränkte Beweglichkeit. Die gesamte Lebensqualität ist mitunter sehr stark beeinträchtigt. Die Folgen sind Isolation, Angst, Unselbstständigkeit und nicht selten Depressionen.
Reizdarm – Symptome, Behandlung und mehr
Reizdarm – oder genauer das Reizdarmsyndrom (RDS, Irritable Bowel Syndrome) – ist die häufigste funktionelle Magen-Darm-Erkrankung. Funktionell bedeutet, dass keine organischen Erkrankungen vorliegen. Fast jeder siebte Deutsche ist vom RDS betroffen. Experten schätzen, dass die Dunkelziffer viel höher liegt. Betroffen sind von dieser Magen-Darm-Erkrankung vor allem Erwachsene jungen und mittleren Alters, wobei Frauen ungefähr doppelt so oft erkranken wie Männer. RDS-Patienten leiden oft jahrelang unter erheblichen Beschwerden wie Durchfall, Verstopfung oder Blähungen. RDS ist keine organische Erkrankung Das Krankheitsbild ist schon seit über 100 Jahren bekannt. Doch bis heute ist nicht sicher, wie das Reizdarmsyndrom entsteht. Es wird vermutet, dass Reizdarm-Patienten eine veränderte Wahrnehmung im Bereich des Darms haben, ausgelöst durch psychische Belastung wie Angst oder Stress. Schon normale Verdauungsabläufe können schmerzhaft wahrgenommen werden. Vermutlich ist der Botenstoff Serotonin dafür verantwortlich. Sicher ist, dass das Reizdarmsyndrom keine "organische" Erkrankung ist, also das die Ursachen der Schmerzen nicht im Darm selbst liegt. Es handelt sich beim RDS um eine rein "funktionelle" Erkrankung, das heißt, die Funktion des Darmes ist gestört. Reizdarmsyndrom: mehr als eine bloße Befindlichkeitsstörung Bei den meisten Betroffenen beeinflusst das Reizdarmsyndrom die Lebensqualität erheblich und langanhaltend. Dadurch unterscheidet sich das Reizdarmsyndrom auch von einer bloßen, den Darm betreffenden Befindlichkeitsstörung, die sich durch leichte, nur gelegentlich auftretende Beschwerden auszeichnet. Symptome und Behandlung des Reizdarms Symptome des Reizdarmsyndroms sind zum Beispiel Schmerzen im Bauchbereich, Verstopfung oder Durchfall (auch im Wechsel) sowie langandauernde Magen-Darm-Beschwerden und Blähungen. Je nach Vorkommen der Beschwerden können drei Reizdarmsubgruppen unterschieden werden, die jeweils etwa ein Drittel der Fälle ausmachen: Diarrhö-dominant (überwiegend Durchfall), Obstipations-dominant (überwiegend Verstopfung) und gemischt beziehungsweise alternierend (Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung). Auch Sodbrennen, Rückenschmerzen und Schlafstörungen können unter anderem Symptome des Reizdarmsyndroms sein. Zur Behandlung eines Reizdarms eignen sowohl verschiedene chemische Medikamente, als auch pflanzlichen Mittel.
Schmerz – Symptome
Schmerzen entstehen nicht nur durch die akute Reizung von Schmerzrezeptoren. Auch Verletzungen und Entzündungen von Nervenbahnen oder Nervengifte verursachen Schmerzen. Daher werden zwei Arten von Schmerzen unterschieden: der nozizeptive und der neurogene oder neuropathische Schmerz. Beide unterscheiden sich in ihrer Symptomatik. Der nozizeptive Schmerz an oberflächlichen Strukturen wie Haut, Muskeln und Knochen äußert sich oft als ziehender, scharfer, gut lokalisierbarer Schmerz. Allerdings können nozizeptive Schmerzen der inneren Organe auch dumpf drückend und schwer einzuordnen sein. Charakteristische Merkmale von Schmerzen, die durch Nervenschädigungen entstehen, sind: brennender Dauerschmerz, einschießender stechender Schmerz, elektrisierender Schmerz, Kribbeln und Pelzigkeit, Überempfindlichkeit auf einen schmerzhaften Reiz und Empfindlichkeit auf einen normalerweise nicht schmerzhaften Reiz. Unterschiedliche Wahrnehmung Die Schmerzwahrnehmung und das Schmerzerleben, die sogenannte individuelle Schmerztoleranz, sind sehr unterschiedlich. Ob Schmerzen und vor allem wie Schmerzen empfunden werden, ist von vielen Dingen abhängig, wie zum Beispiel: Begleitumstände Persönlichkeit kultureller Hintergrund „innere“ Einstellung körperliche Gesamtverfassung In unserer westlichen Welt gilt Schmerz grundsätzlich als fremd und störend. Die Menschen haben verlernt, Schmerzen als Teil des natürlichen Lebens zu erkennen. Zusätzlich beeinflusst die Erwartungshaltung des Betroffenen das Schmerzerleben und den Umgang mit Schmerzen erheblich. Viele ältere Menschen „gewöhnen sich“ an ein Maß an Schmerzen, da sie diese als gegebenen Teil des Alterns einschätzen. Ein weiterer, zentraler Punkt sind Begleiterkrankungen und andere schwächende Faktoren. Sie müssen unbedingt berücksichtigt werden, soll die Schmerztherapie erfolgreich sein. Dies trifft in besonderem Maß auf ältere, multimorbide Schmerzpatienten zu. Auch trägt die persönliche Lebenssituation zum Schmerzerleben bei. In manchen Situationen ist man „verletzlicher“. Da sich vor allem aus chronischen Schmerzen erhebliche Veränderungen der Lebensqualität (Depression, Schlafstörungen, Gehbehinderungen) ergeben können, entstehen durch sie häufig Ängste. Mitgefühl, Verständnis und praktische Hilfe durch die soziale Umgebung (Familie, Freunde, Kollegen) können für Betroffene positiv und schmerzlindernd sein.
Depression – Symptome
Die Symptome einer Depression können sehr verschieden sein, wodurch die Gefahr einer Fehldiagnose durch den Therapeuten groß ist: Die Symptome der Depression betreffen nämlich nicht immer nur das Gefühlsleben, sondern können sich auf ganz unterschiedliche Art und Weise äußern. Neben andauernder gedrückter Stimmung, Ängsten, Sorgen oder Verzweiflung können körperliche Leiden wie Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Haarausfall oder schwere Atmung die ersten Anzeichen sein. Neben diesen Schwierigkeiten, eine Depression zu erkennen, werden viele Depressionen nicht erfasst, weil die Betroffenen sich schämen, mit ihren Symptomen zum Arzt zu gehen. Seelische Symptome der Depression NiedergeschlagenheitDie Stimmung ist bei einer Depression herabgesetzt, schwermütig, alles scheint trostlos und ohne Sinn zu sein. Es dominieren Gefühle der Hoffnungslosigkeit, Hilflosigkeit und inneren Leere. AngstEin weiteres Symptom der Depression ist die Angst. Depressive Menschen leiden häufig unter Angstzuständen bis hin zu Panikattacken. Häufig bestehen Trennungs- und Verlustängste, Angst zu versagen, Angst vor der Zukunft oder Angst vor sozialen Kontakten. Aufgaben, die früher mühelos bewältigt wurden, scheinen die Betroffenen nun nicht mehr gewachsen zu sein. Eine Angst vor Verarmung kann sich beispielsweise bis zu einem Verarmungswahn steigern. AntriebslosigkeitMenschen mit einer Depression sind kraftlos, ergreifen nicht mehr die Initiative, sie sind rasch erschöpft, manchmal apathisch, Antrieb und Schwung fehlen. Jede Bewegung scheint zu viel zu sein. Selbst alltägliche Verrichtungen erfordern größte Anstrengung. Typisch ist das sogenannte "Morgentief". Mangelnde Lebensfreude und InteresselosigkeitDas Interesse für Dinge und Tätigkeiten, die früher eine Bedeutung hatten, geht verloren. Die Betroffenen vermeiden soziale Kontakte, stellen Hobbys ein, können ihre Arbeit nicht mehr bewältigen und ziehen sich ins Bett zurück. Oft kommt es zu einer völligen Gleichgültigkeit. Depressive Menschen klagen oft über eine "Leere im Kopf". Ein wichtiger Hinweis auf eine Depression ist die Aussage: "Ich habe an nichts mehr Freude". Als weiteres Symptom ist die Mimik und Gestik bei vielen Patienten wie erstarrt, die Stimme leise und monoton. Gefühl der Inneren LeereAlle Empfindungen scheinen abgestorben zu sein, die Betroffenen fühlen sich leer, ausgebrannt, wie versteinert. Viele sind unfähig, zu trauern oder zu weinen. Depressive Menschen klagen oft über ein "Gefühl der Gefühllosigkeit" und die Unfähigkeit überhaupt noch Gefühle empfinden zu können ("Ich bin wie versteinert"). Antriebssteigerung und innere UnruheDepressionen können sich auch durch Symptome wie Unruhe, Nervosität, "unter Strom stehen" und Rastlosigkeit (Fachausdruck: Agitiertheit, agitierte Depression) äußern. Einige Patienten laufen unruhig, verzweifelt und wie getrieben hin und her. PessimismusProbleme werden überbewertet, es werden nur noch die negativen Seiten gesehen. Die Depressiven sind oft ratlos, verzagt, pessimistisch. Mangelndes Selbstwertgefühl und SelbstvertrauenBetoffene entwickeln als Symptom der Depression in vielen Fällen eine pessimistische Einstellung gegenüber sich selbst, den eigenen Fähigkeiten, dem eigenen Aussehen oder der Zukunft. Für depressive Menschen scheint nicht nur die Umwelt grau in grau, auch das Selbstbewusstsein und die realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten geht verloren. Die Betroffenen leiden unter Minderwertigkeitsgefühlen und einer allgemeinen Unsicherheit, oft verbunden mit starker Grübelneigung. Beeinträchtigtes ZeitgefühlEin weiteres Symptom ist oft ein gestörtes Zeiterleben, die Zeit scheint nicht zu vergehen, es fehlt das innere Bild für Zeitabläufe. Körperliche Symptome der Depression Depressionen können vielfältige körperliche (somatische) Begleiterscheinungen zeigen. Nicht selten konzentrieren sich die Betroffenen sehr stark auf diese körperlichen Beschwerden und vermuten hinter den Symptomen eine organische Erkrankung. SchlafstörungenDie häufigsten und oft ersten Symptome einer Depression sind meist Schlafstörungen. Typisch sind Ein- und Durchschlafstörungen, ein insgesamt unruhiger Schlaf und frühes Erwachen mit einer bleiernen Müdigkeit am Tag. KopfschmerzenGelegentlich klagen depressive Menschen über Kopfschmerzen beziehungsweise einen Kopfdruck, der sich wie "ein stählernes Band um den Kopf legt". Die dumpfen drückenden Schmerzen ähneln den Symptomen des Spannungskopfschmerzes. AppetitlosigkeitDepressive Menschen haben häufig keinen Appetit. Durch die eingeschränkte Nahrungszufuhr ist ein Gewichtsverlust von zehn und mehr Kilogramm innerhalb kürzester Zeit keine Seltenheit, die Betroffenen sehen dadurch oft krank aus. Sowohl der Arzt als auch der Patient konzentrieren sich dann häufig auf die Suche nach der körperlichen Ursache der Appetitlosigkeit. "Ich bekomme keinen Bissen mehr herunter," ist eine geläufige Aussage der Patienten. HeißhungerSehr viel seltener als Appetitlosigkeit kann auch starker Heißhunger ein Symptom einer Depression sein. Magen- und DarmstörungenViele Depressive klagen über Magen-Darmbeschwerden: Übelkeit, Aufstoßen, Schmerzen in der Magengrube, Druck- und Völlegefühl werden beschrieben. Außerdem können sowohl Verstopfung als auch Durchfall zu den Symptomen einer Depression gehören. Alle Magen-Darmstörungen können sowohl durch die Erkrankung als auch durch Medikamente gegen die Depression (Antidepressiva) hervorgerufen werden. Beschwerden von Herz, Kreislauf und LungeKreislaufstörungen, Schwindel, Stechen oder Druckgefühl in der Herzgegend, Engegefühl in der Brust, Atemnot sind Symptome, über die gelegentlich im Zusammenhang mit einer Depression geklagt wird. SexualitätBei fast allen Betroffenen führt die Erkrankung zu einem nachlassenden Interesse an der Sexualität (Libido). Viele Depressive klagen auch über Erektionsstörungen, Trockenheit der Schleimhäute oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Sonstige BeschwerdenTrockene Schleimhäute, starkes oder vermindertes Schwitzen, Kloßgefühl im Hals, Verspannungen, Rücken- und Muskelschmerzen, Störungen der Tränensekretion ("tränenlose Trauer") können ebenfalls zu den Symptomen einer Depression gehören.