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Akne – Behandlung, Ursachen & mehr
Akne betrifft größtenteils junge Menschen in der Pubertät und ist für viele weit mehr als ein Schönheitsfehler. Die gute Nachricht: In den allermeisten Fällen lässt sich Akne gut in den Griff bekommen. Behandlung durch einen Facharzt und die richtigen Medikamente Akne ist die weltweit häufigste Erkrankung der Haut. Meistens sind junge Menschen in der Pubertät betroffen. Die Erkrankung kann zu einer starken psychischen Belastung werden. Mit der Behandlung durch einen Facharzt und den richtigen Medikamenten kann man Akne aber gut in den Griff bekommen. Ursache von Akne: zum Beispiel übermäßige Talkproduktion Grundsätzlich ist Akne eine Erkrankung der Talgdrüsenfollikel in der Haut, die in verschiedenen Formen auftritt. Die gewöhnliche Akne (Acne vulgaris) betrifft beispielsweise hauptsächlich die Hautregionen, in denen sich besonders viele Talgdrüsenfollikel befinden. Der Talg aus diesen Follikeln gelangt normalerweise über feine Kanälchen an die Hautoberfläche. Sind diese Kanäle durch übermäßige Talgproduktion und Verhornungsstörungen der Haut verstopft, entstehen kleine Pfropfen (sogenannte Komedonen). Kommt Luft an einen Pfropf, oxidiert das enthaltene Pigment Melanin. Der Pfropf ist dann als dunkler Mitesser zu erkennen. Entzündungsreaktionen und Bakterienbesiedelung In dem Pfropf befinden sich Fettsäuren, die die Zellen der Haut stark reizen können. Dadurch entstehen die Entzündungsherde, die typisch für schwerere Formen der Akne sind. Oft kommt es zur Eiterbildung, seltener und bei starken Entzündungen zu Zerstörungen von Hautschichten. Die Folge sind dann häufig Vernarbungen der Haut. Bei den Vorgängen an den Follikeln spielt auch das Bakterium Propionibacterium acnes eine Rolle. Diese Erreger befinden sich in den Talgpfropfen und kurbeln die Produktion der Fettsäuren weiter an – der Entzündungsprozess wird verstärkt. Die genauen Ursachen von Akne sind bis heute nicht abschließend geklärt, ihre Entstehung hängt aber von mehreren Faktoren ab. Über den Zusammenhang zwischen der Aufnahme von bestimmten Nahrungsmitteln wie Schokolade oder Chips und der Auslösung von Akne gibt es keine gesicherten Erkenntnisse. Allerdings scheinen Insulin, das insulinähnliche IGF-1 (Insulin-like Growth factor), Milch und hyperglykämische Kost an der Entstehung der Akne beteiligt zu sein. Verschiedene Formen und Ausprägungen von Akne – verschiedene Ursachen Akne tritt meist in der Pubertät auf – doch auch Erwachsene leiden unter der Hauterkrankung. Je nach Ursache und Ausprägung unterscheidet die Medizin verschiedene Formen:
Neurodermitis – Symptome, Behandlung und mehr
Bei Neurodermitis sind typischerweise Ellenbeugen, Kniekehlen, Nacken, Hals und Gesicht von den Ekzemen betroffen – die sogenannten Prädilektionsstellen. Ekzeme sind nicht ansteckende, entzündlich gerötete Hautstellen, die schuppen, aber auch nässen können. Je nach Alter unterscheiden sich die Stellen, an denen die Ekzeme in den meisten Fällen auftreten. Es können aber immer auch andere Körperstellen betroffen sein. Dabei wechseln sich beschwerdefreie Zeiträume mit akuten Krankheitsschüben ab. Unterschiedliche Erscheinungsbilder Es gibt individuell sehr unterschiedliche Erscheinungsbilder der Krankheit. So können die Hautveränderungen auch knötchenförmig oder münzförmig auftreten. Die meisten Patienten leiden unter einer eher leichten Form: Unter Umständen haben sie neben trockener Haut nur kleine Ekzeme wie Einrisse an Hand- und Fußflächen oder offene Stellen an den Mundwinkeln. Es gibt aber auch schwere Verläufe bis hin zum Befall der gesamten Körperoberfläche. Häufig wird eine Neurodermitiserkrankung kompliziert durch Infektionen, die die angegriffene Haut zusätzlich belasten. Infolge der offenen Hautstellen und begünstigt durch das Kratzen können sich Bakterien, Viren und Pilze leicht ansiedeln. Symptome verändern sich je nach Alter Im Säuglingsalter beobachtet man stark juckende Ekzeme mit Bläschen. Wenn sie aufgekratzt werden, kommt es zu nässenden, entzündeten Hautstellen. Dabei sind eher Wangen und der behaarte Kopf, aber auch Unterarme und Unterschenkel häufig betroffen. Wenn die nässenden Stellen trocknen, bildet sich ein weißlich-gelber Schorf. Das Bild erinnert an getrocknete Milch, weshalb man Neurodermitis im Säuglingsalter auch als „Milchschorf“ bezeichnet. Manchmal bleibt die Erkrankung auf das Säuglingsalter beschränkt und tritt danach nie wieder auf. In vielen Fällen stellt es aber die Erstmanifestation von Neurodermitis dar. Zu unterscheiden ist der „Milchschorf“ vom „Kopfgneis“ (seborrhoisches Ekzem). Diese beiden Hauterkrankungen werden oft verwechselt oder nicht richtig voneinander abgegrenzt. Kopfgneis entsteht durch die Überproduktion von Hautfett (Seborrhoe) und tritt bei Babys schon ab der ersten Woche auf. Im Gegensatz zur Neurodermitis wird er niemals chronisch, verursacht kaum Juckreiz und birgt keine Veranlagung zu allergischer Reaktion. Er zeigt sich als talgige, weißlich-gelbe bis bräunliche Schuppenschicht an der Kopfhaut. Im Kleinkindalter bis hin zum Jugendalter findet man entzündliche Rötungen oder Papeln (kleine Knötchen), aufgekratzte Hautstellen und Verkrustungen am ganzen Körper verteilt. Der juckende Hautausschlag breitet sich jedoch insbesondere an Ellenbeugen, Kniekehlen, Handgelenken, Fuß- und Handrücken oder im Nacken aus. Haut und Haare sind sehr trocken, stellenweise schuppt sich die Haut. Durch das häufige Kratzen verdickt und vergröbert sich die Haut. Experten bezeichnen dieses Phänomen als Lichenifikation. Viele Kinder sind nach der Pubertät wieder beschwerdefrei Unabhängig vom Alter klagen alle Betroffenen über starken Juckreiz. Komplikationen entstehen, wenn die aufgekratzten Stellen von Keimen besiedelt werden und sich entzünden. Bis zum Erwachsenenalter kann sich die Krankheit schubweise verschlimmern, aber auch nachlassen: Rund Dreiviertel der betroffenen Kinder sind nach der Pubertät beschwerdefrei. Im Erwachsenenalter gleichen die Beschwerden denen bei Kindern und Jugendlichen. Zusätzlich sind meist die Ohren, der Hals und das Gesicht – vor allem um die Augen – betroffen. Weitere Symptome sind: Ausfall der seitlichen Augenbrauen, doppelte Unterlidfalte, eingerissene Mundwinkel, trockene Lippen, Schrunden am Ohrläppchenansatz, vertiefte Furchungen der Haut (vor allem an der Hand), verminderte Schweißbildung, Neigung zu Kopfschuppen und Schuppung im Gesicht sowie im Bereich der oberen Körperhälfte, Hornhautverformungen und Linsentrübung. Manche Erwachsene sind vom Kindesalter an betroffen, bei anderen erfolgt die Ersterkrankung erst nach dem 20. Lebensjahr. In beiden Fällen lassen die Symptome häufig mit zunehmendem Alter nach oder sie verschwinden ganz.
Großes Blutbild – alle Werte und Erklärungen
Das große Blutbild besteht aus einem kleinen Blutbild und einem Differentialblutbild. Bei einem Differentialblutbild werden die Leukozyten, also die weißen Blutzellen in Untergruppen und Reifungsstufen unterteilt. Leukozyten sind ein Bestandteil des Immunsystems. Normalwerte eines Differentialblutbilds für Erwachsene Die Leukozyten lassen sich in folgende Untergruppen unterteilen: stabkernige neutrophile Granulozyten, segmentkernige neutrophile Granulozyten, eosinophile Granulozyten, basophile Granulozyten, Monozyten, Lymphozyten Leukozyten-Untergruppe Normalwert stabkernige neutrophile Granulozyten 150-400/µl (3-5 %) segmentkernige neutrophile Granulozyten 3.000-5.800/µl (50-70 %) eosinophile Granulozyten 50-250/µl (1-4 %) basophile Granulozyten 15-50/µl (0-1 %) Monozyten 285-500/µl (3-7 %) Lymphozyten 1.500-3.000/µl (25-45 %) Für Kinder und Säuglinge gelten andere Werte. Neutrophile Granulozyten – zu niedrige oder zu hohe Werte Ergibt das Differentialblutbild zu niedrige Werte der neutrophilen Granulozyten, könnte das für Virusinfekte, Tumoren oder einen Folsäure- oder Vitamin-B12-Mangel sprechen. Eine Erhöhung der neutrophilen Granulozyten, auch als Neutrophilie bezeichnet, kann zum Beispiel auf akute oder chronische Entzündungen, Verbrennungen, Vergiftungen, Autoimmunerkrankungen oder metastasierenden Krebs hindeuten. Eosinophile Granulozyten – zu niedrige oder zu hohe Werte Sind die Werte der eosinophilen Granulozyten zu niedrig, könnte das zum Beispiel für eine Blutvergiftung sprechen. Aber auch bei schwerer körperlicher Anstrengung, Stress oder einer Behandlung mit Kortison können die Werte sinken. Eine Erhöhung der eosinophilen Granulozyten (Eosinophilie) können zum Beispiel Wurmerkrankungen, Allergien, bestimmte Autoimmunerkrankungen, bestimmte Hauterkrankungen, aber auch bestimmte Medikamente verursachen. Basophile Granulozyten – zu niedrige oder zu hohe Werte Bei zu niedrigen Werten der basophilen Granulozyten könnten bestimmte akute Infektionskrankheiten, Allergien oder eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) vorliegen. Erhöhte Werte (Basophilie) können zum Beispiel für eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), eine Erkrankung der blutbildenden Zellen im Knochenmark (Polycythaemia vera) oder eine chronisch myeloische Leukämie sprechen. Zu niedrige oder zu hohe Lymphozyten-Werte Zu niedrige Lymphozyten-Werte könnten zum Beispiel auf eine HIV-Infektion, entzündliche Darmerkrankungen, rheumatische Erkrankungen oder das Cushing-Syndrom hindeuten. Zu viele Lymphozyten (Lymphozytose) können beispielsweise ein Anzeichen für bakterielle Infektionen, Virusinfektionen, akute oder chronische lymphatische Leukämie oder eine Schilddrüsenüberfunktion sein. Zu niedrige oder zu hohe Monozyten-Werte Sind die Monozyten-Werte zu niedrig, kann das auf eine Schädigung des blutbildenden Knochenmarks hindeuten. Erhöhte Monozyten-Werte können zum Beispiel für bakterielle Infekte wie Syphilis oder Tuberkulose, virale Infekte wie Windpocken, Masern oder Mumps oder parasitäre Infekte wie Malaria oder Leishmaniose sprechen. Wird das Differentialblutbild manuell erstellt (auch Blutausstrich genannt), also durch einen ausgebildeten Fachmann ausgezählt, lässt sich zusätzlich die Morphologie, also das Aussehen der Blutzellen beurteilen. Das lässt weitere Rückschlüsse zu: Beispielsweise fallen auf diese Weise Sézary-Zellen auf, die bei einer Form des T-Zelllymphoms auftreten.
Symptome und Anzeichen bei Borreliose
Die Lyme-Borreliose ist eine Krankheit, die sich an unterschiedlichen Organen bemerkbar machen kann – insbesondere an der Haut, den Gelenken, am Nervensystem und Herzen. Die frühe Borreliose-Phase ist gekennzeichnet durch eine Rötung, die sich ringförmig um die Bissstelle ausbreitet und scharf umgrenzt ist – die sogenannte Wanderröte (Erythema chronicum migrans). Das Erythema migrans tritt einige Tage bis Wochen nach dem Zeckenbiss auf und kann begleitet sein von unspezifischen Beschwerden wie Fieber, Bindehautentzündung (Konjunktivitis), Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen und Lymphknotenschwellungen. Wichtig! Die Erscheinung der Wanderröte muss nicht unbedingt in der Nähe des Zeckenstichs auftreten sondern kann auch an einer anderen Stelle des Körpers auftauchen. Wer diese typische Hautveränderung nach einem Zeckenstich feststellt, sollte einen Arzt aufsuchen. Später kommen starke Schmerzen hinzu Das Erythema migrans ist ein Frühsymptom einer Borreliose und sollte deshalb sofort mit einem Antibiotikum behandelt werden. Hinzu kommt, dass die Borreliose-Therapie in der Frühphase am erfolgreichsten ist. Wird die Borreliose im Frühstadium nicht behandelt, kann es Monate nach der Infektion zu einer schmerzhaften Entzündung der peripheren Nerven, der Nervenwurzeln und Gehirnnerven, insbesondere der Gesichtsnerven kommen. Diese Symptome werden als Bannwarth-Syndrom oder Neuroborreliose bezeichnet. Gesichtslähmungen sind charakteristisch Typisch sind brennende Schmerzen vor allem in der Gegend des Erythema migrans und oft auch Lähmungen, besonders Gesichtslähmungen (Fazialisparese). Bei 60 Prozent der Betroffenen leidet auch der Tastsinn. Bleibt die Erkrankung unbehandelt, können sich in einer späten Borreliose-Phase starke Gelenkbeschwerden (Lyme-Arthritis) anschließen. Allerdings kann die charakteristische Phaseneinteilung völlig fehlen. Es ist möglich, dass sich die Borreliose mit einer Gelenkentzündung, typischerweise am Kniegelenk, erstmals bemerkbar macht und das Erythema migrans oder die Neuroborreliose ausbleiben. In sehr seltenen Fällen ist im Frühstadium das Herz betroffen. Ein gutartiger Hauttumor, das Borrelien-Lymphozytom, kommt nur in Ausnahmefällen vor. In der Spätphase sind Gelenke und Haut betroffen In der späten Phase spielt sich die Borreliose hauptsächlich an den Gelenken ab. Es kommt zur Lyme-Arthritis, einer Gelenkentzündung. Am häufigsten ist das Kniegelenk betroffen, aber auch Sprunggelenk und Ellenbogengelenk können sich entzünden. Etwas seltener tritt die Arthritis an Finger-, Zehen-, Handwurzel- und Kiefergelenk auf.Oft wird die Haut dünn wie ZigarettenpapierTypisch für das Spätstadium ist außerdem eine besondere Hautentzündung, die sich Acrodermatitis chronica atrophicans Herxheimer nennt: Bei dieser Hauterkrankung bildet sich die Haut zurück, sie wird so dünn wie Zigarettenpapier und färbt sich violett. Die Hautveränderungen treten vor allem an den Fingern, Händen, Füßen, Zehen, der Nase und am Kinn auf sowie an Ellenbogen und Knie, wo sie oft mit starken Schmerzen einhergehen. In sehr seltenen Fällen ist in der Spätphase eine Entzündung des Gehirns und des Rückenmarks (Enzephalomyelitis) möglich, die zu bleibenden Schäden wie Lähmungen führen kann.
Vitalstoffe für Haut, Haare & Nägel
Zu einer schönen Haut, kräftigem Haar und festen Nägeln können Sie selbst viel beitragen: Ausreichender Lichtschutz, regelmäßige Hautpflege und der Verzicht auf Nikotin helfen der Haut, länger schön zu bleiben. Doch auch die richtige Ernährung und eine ausreichende Versorgung mit Vitalstoffen ist wichtig. Beispielsweise haben australische, griechische und schwedische Forscher herausgefunden, dass Menschen, die häufig Fisch, Gemüse, Hülsenfrüchte und fettarme Milchprodukte essen, weniger Falten haben. Besonders wirksam gegen Falten scheinen demnach die Nahrungsinhaltsstoffe Kalzium, Zink, Vitamin C, Magnesium, Phosphor und Eisen zu sein. Grundsätzlich sollten Sie aber alle Vitalstoffe in ausreichender Menge zu sich nehmen, die Haut, Haare und Nägel für ihren Stoffwechsel brauchen: Vitamin A: Vitamin A (Retinol) ist für die normale Entwicklung von Gewebe und insbesondere für die Zellerneuerung der Haut wichtig. Es glättet die Haut und beugt Austrocknung und Abschuppung vor. Außerdem sorgt es für kräftige Haare und Fingernägel. Vitamin A gehört zur Gruppe der sogenannten Antioxidantien, da es schädigende freie Radikale im Körper neutralisieren kann. Vitamin A ist häufig in Hautcremes enthalten. Auch Betacarotin kann eingesetzt werden. Es ist eine Vitaminvorstufe und wird im Darm zu Vitamin A umgewandelt. Es unterstützt beispielsweise den hauteigenen Sonnenschutz. Vitamin E: Vitamin E schützt unseren Körper – ebenso wie Vitamin A – vor dem Angriff der sogenannten freien Radikale, die durch Rauchen, Alkohol und UV-Strahlen entstehen. Diese aggressiven Substanzen sind mitverantwortlich dafür, dass Zellen altern und sich Falten bilden. Vitamin E spendet der Haut Feuchtigkeit, macht sie glatt und geschmeidig und sorgt für eine ausreichende Durchblutung. Daneben hat es eine beruhigende und entzündungshemmende Wirkung. Vitamin E ist deshalb in vielen Kosmetika enthalten. Vitamin B-Komplex:B-Vitamine sind wasserlöslich. Da der Körper sie nicht speichern kann, müssen sie täglich neu aufgenommen werden. Vor allem Panthenol und Biotin sind für Haare und Haut wichtig. Das Provitamin B5 (Panthenol) bindet Feuchtigkeit, glättet und beruhigt die Haut, wirkt entzündungshemmend und fördert die Regeneration. Außerdem unterstützt es das Haarwachstum. Biotin (Vitamin H) gilt als das Schönheitsvitamin schlechthin für Haare, Haut und Fingernägel. Es wird daher auch häufig zur Behandlung von Haarausfall, brüchigen Fingernägeln oder schuppenden Hauterkrankungen eingesetzt. Vitamin C: Vitamin C hält das Bindegewebe elastisch und straff, regt das Haarwachstum an und reguliert die Pigmentbildung. Weil es am Aufbau der kollagenen Fasern beteiligt ist, hilft es dem Bindegewebe, Feuchtigkeit zu speichern. Daneben stärkt es das Immunsystem. Zink: Zink ist wichtig für die reguläre Schichtung der Haut, für die Wundheilung und den Aufbau des Haarkeratins. Zinkmangel führt daher zu schuppenden, entzündlichen Hautveränderungen und Haarausfall. Auch leichte Akneformen sprechen gut auf die Behandlung mit Zink an. Äußerlich wird Zink vor allem in der Wundversorgung eingesetzt. Eisen: Eisenmangel verursacht häufig Haarausfall. Außerdem erscheint die Haut fahl und blass, die Nägel werden brüchig. Phytoöstrogene: Pflanzliche Östrogene wie die Isoflavone aus Soja und Rotklee haben schwache östrogenartige Wirkung und können die Hautalterung positiv beeinflussen. Kieselerde: Die in Kieselerde enthaltene Kieselsäure unterstützt das Feuchtigkeitsbindungsvermögen der Haut. Sie gilt als wichtige Gerüstsubstanz für Haut, Nägel, Zähne, Knochen und Bindegewebe.
Anwendung der Heilpflanze Baldrian
Die Heilpflanze Baldrian ist bekannt für ihre beruhigende Wirkung. Das ätherische Öl der Baldrianwurzel wird daher gegen Schlafstörungen, nervös bedingte Unruhezustände sowie Angst- und Spannungszustände eingesetzt. Auch bei nervös bedingten Magenschmerzen kommt Baldrian zum Einsatz. Angewendet wird er als Tee, Tinktur Extrakt oder Aufguss bei einem Bad. Die Staude erreicht eine Höhe von 50 bis 180 Zenitmeter. Der runde, hohle Stängel ist meist nur in der oberen Hälfte verzweigt. Die Staude trägt hellrosa bis weiße, in rispigen Trugdolden angeordneten Blüten. Die Blätter sind fiederschnittig oder gefiedert und gegenständig angeordnet.Die frischen Blüten besitzen einen angenehmen Duft. Erst durch das Trocknen entsteht der charakteristische Baldriangeruch. Katzen und Ratten mögen den Geruch, die Menschen eher nicht. Medizinisch verwendet werden die unterirdischen Pflanzenteile.Deutscher Name: Baldrian Botanisch: Valeriana officinalis Familie: Baldriangewächse (Valerianaceae)Blütezeit: Mai bis SeptemberHerkunft: Europa und Asien Anwendungsgebiete von Baldrian Der echte Baldrian wurde über die Jahrhunderte bei ganz unterschiedlichen Leiden angewendet. Bei Griechen und Römern galt er als Allheilmittel. Man setzte ihn bei Verdauungsstörungen ein, gut 500 Jahre später bei allen Arten von Augenkrankheiten. Seit Ende des 18. Jahrhunderts nutzten Mediziner Baldrian als Heilpflanze bei Unruhe und Schlafstörungen. Heute gilt der echte Baldrian als mildes beruhigendes und schlafförderndes Mittel, das bei folgenden Indikationen eingesetzt wird: Schlafstörungen, nervös bedingte Unruhezustände, Angst- und Spannungszustände, nervös bedingte Magenbeschwerden Innerliche Anwendung:Bei nervös bedingten Unruhezuständen wird Baldrianwurzel über den Tag verteilt genommen, bei Schlafstörungen eine halbe bis zwei Stunden vor dem Schlafengehen. Eine Beeinträchtigung der Reaktionsfähigkeit ist innerhalb der ersten Stunden nach der Einnahme möglich. Baldrianwurzel kann auch mit anderen beruhigend wirkenden Heilpflanzen, wie Hopfen, Melisse und / oder Passionsblume kombiniert werden. Äußerliche Anwendung:Bäder mit Baldrianwurzel oder Baldrianöl werden zur unterstützenden Behandlung nervöser Unruhezustände und Schlafstörungen verwendet. Eine Wirksamkeit ist wissenschaftlich allerdings nicht belegt. Dosierung und Anwendung von Baldrian Tee:1 Teelöffel (2-3 Gramm) Baldrianwurzel mit 150 Milliliter siedendem Wasser übergießen und nach 10 bis 15 Minuten abseihen. 1- bis 3-mal täglich und vor dem Schlafengehen eine Tasse trinken.Tinktur:1- bis 3-mal täglich anwendenExtrakte: Bei Einschlafstörungen 400 bis 900 Milligramm Extrakt eine halbe bis 2 Stunden vor dem Schlafengehen einnehmen. Bei Unruhezuständen 300 bis 450 Milligramm über den Tag verteilt einnehmen. Äußere Anwendung: Aufguss von 100 Gramm in 2 Liter heißem Wasser für ein Vollbad. Badetemperatur: 34 bis 37°C, Badedauer: 10 bis 20 Minuten. Wirkungen von Baldrian Baldrian-Wurzeln bestehen zu 0,3 bis 0,8% aus ätherischem Öl. Es setzt sich zusammen aus: Monoterpenen (Borneol und Campher), Sesquiterpenen und Beta-Bisabolen. Zu 0,5 bis 2% sind Valepotriate (Valtrat und dessen Abbauprodukt Baldrinal) enthalten. Daneben in geringen Mengen Lignane. Für den charakteristischen Geruch ist ebenfalls ein Abbauprodukt der Valepotriate - die Isovaleriansäure - verantwortlich. Die Zusammensetzung variiert je nach Art, Alter, Herkunft und Wachstumsbedingungen der Pflanze.Die einschlaffördernden Wirkungen sind wahrscheinlich das Ergebnis des Zusammenspiels der einzelnen Inhaltsstoffe und deren Abbauprodukte. Die Inhaltsstoffe des Extrakts greifen hemmend auf Botenstoffe im Zentralnervensystem ein und wirken dadurch beruhigend sowie einschlaf- und durchschlaffördernd. Die Wirkung bei nervösen Magenbeschwerden ist nicht belegt. Baldrian wird auch bei Angstzuständen wie Prüfungsangst und bei innerer Unruhe sowie Anspannung eingesetzt. Anwendungshinweise Während der Schwangerschaft, Stillzeit oder bei Kindern unter 12 Jahren nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt anwenden, da bisher noch keine Erfahrungen zur Unbedenklichkeit vorliegen. Bei akuten Beschwerden, die trotz Behandlung länger als eine Woche dauern oder periodisch wiederkehren, ist eine Rücksprache mit dem Arzt empfehlenswert. Zubereitungen aus der Baldrianwurzel werden bei bestimmungsgemäßen Gebrauch in der Regel gut vertragen. Selten sind Magen-Darm-Störungen möglich.Einfluss auf Reaktionsfähigkeit: Nach einer abendlichen Einnahme von Baldrianpräparaten ist am darauffolgenden Tag nicht mit einer Beeinträchtigung der Reaktionsfähigkeit und der Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder der Bedienung von Maschinen zu rechnen. Eine Herabsetzung der Reaktionsfähigkeit ist in den ersten Stunden nach der Einnahme möglich.Anwendungsdauer: Die Effekte von Baldrian treten erst allmählich nach zwei bis vier Wochen ein. Die Unbedenklichkeit einer Langzeitanwendung (über 4 Wochen) ist nicht bekannt. Nach hochdosierter Langzeiteinnahme sollten Baldrianpräparate langsam abgesetzt werden, indem allmählich die Dosis verringert wird. Wechselwirkungen:Baldrian sollte nicht zusammen mit anderen Beruhigungs- oder Schlafmitteln und auch nicht mit Alkohol eingenommen werden. Auch vor geplanten Operationen sollten Baldrianpräparate abgesetzt werden, da sie möglicherweise mit den Narkosemitteln interagieren.Vollbad: Allgemein sollten keine Vollbäder durchgeführt werden bei: größeren Hautverletzungen, unklaren akuten Hauterkrankungen, schweren fieberhaften und infektiösen Erkrankungen, Herzinsuffizienz oder Hypertonie.
Heilpflanze Johanniskraut – Wirkung & Anwendung
Das Öl der Heilpflanze Johanniskraut wird zur Behandlung von Wunden, Verbrennungen und Verletzungen eingesetzt. Außerdem hilft sie bei Hexenschuss, Gicht und Rheuma. Johanniskrauttee wird bei Angstzuständen, Depressionen und Stimmungsschwankungen verwendet und wirkt beruhigend. Johanniskraut ist eine ausdauernde, aufrechte, im oberen Teil ästig verzweigte Pflanze. Sie kann bis etwa einen Meter hoch werden. Im Unterschied zu anderen Hypericum-Arten besitzen die Stängel des Johanniskraut zwei Längskanten und im durchscheinenden Licht vielfach perforiert erscheinende Blätter. Die goldgelben Blüten besitzen auffallend lange Staubblätter und sind ebenfalls mit hellen oder dunklen Drüsen durchsetzt. Sie bilden traubig zusammengesetzte Trugdolden.Beim Zerreiben der frischen Blüten tritt ein dunkelroter Farbstoff aus. Das aus den frischen Blüten gewonnene Johannisöl und die kurz vor der Blüte geernteten und getrockneten Zweigspitzen (Kraut) werden medizinisch verwendet.Deutscher Name: Johanniskraut Botanischer Name: Hypericum perforatum Familie: Johanniskrautgewächse (Hypericaceae)Blütezeit: Juni bis SeptemberHerkunft: Europa und das westliche Asien Anwendungsgebiete von Johanniskraut Wunden, Verbrennungen, Verletzungen, Hexenschuss, Gicht, Rheuma, Angstzustände, Depressionen, Stimmungsschwankungen Ölige Zubereitungen aus Johanniskraut (Rotöl) werden äußerlich zur Behandlung von leichten Verbrennungen und kleineren Verletzungen eingesetzt. Ebenso wurde das Öl bei Neurodermitis, einer entzündlichen Hauterkrankung, in ersten Untersuchungen positiv getestet. Daher gibt es Cremes und Lotionen zur unterstützenden Neurodermitis-Behandlung. Anwendungsdauer:Johanniskraut beeinflusst vor allem die Begleitsymptome einer Depression wie Schlafstörungen, Nervosität und so weiter positiv und wirkt stimmungsaufhellend. Die Wirkung tritt aber erst allmählich ein. Bemerkt man nach einer Anwendung von zwei bis vier Wochen keine Besserung, sollte unbedingt ein Arzt zur weiteren Abklärung der Beschwerden aufgesucht werden. Dosierung und Anwendung von Johanniskraut Tee:2 Teelöffel Johanniskraut mit 150 Milliliter kochendem Wasser übergießen und nach zehn Minuten abseihen. Regelmäßig morgens und abends 1-2 Tassen frisch zubereiteten Tee trinken. Anmerkung: die Teezubereitung enthält die Wirkstoffe vermutlich nicht in ausreichender Menge. Deshalb wären Fertigpräparaten mit standardisierten Extrakten vorzuziehen. Fertigarzneimittel:Die Schwellendosis für eine antidepressive Wirkung wird auf 300 Milligramm Extrakt täglich geschätzt, empfohlen werden 500 bis 1000 Milligramm Extrakt täglich. Äußerlich: Salben ein- bis zweimal täglich auftragen. Wirkungen Genutzt wird die ganze Pflanze außer der Wurzel. Sie enthält zu 0,1 bis 0,3 Prozent rote Farbstoffe (Naphthodianthrone) wie Hypericin und Pseudohypericin und zu 0,2 bis 4 Prozent Phloroglucinderivate, besonders Hyperforin. Daneben Flavonoide und Procyanidine.Johanniskraut-Extrakte greifen in die Regulierung von Botenstoffen im Zentralnervensystem ein und unterstützen deren Aufgaben. Dadurch wirken die Auszüge beruhigend, stimmungsaufhellend und vermindern Angstzustände. Neben Hyperforin tragen wohl auch Hypericin, Flavonoide und Biflavone zu diesen Effekten bei. Der Gehalt an einzelnen Inhaltsstoffen ist stark abhängig vom Entwicklungsstand der Pflanze und der Lichtexposition. So ist zum Beispiel der Gehalt an Hypericin in Blüten und Knospen am höchsten, der Gehalt an Hyperforin dagegen in den reifen Früchten. Hinweis Johanniskraut kann die Wirkung von anderen Arzneistoffen abschwächen. Dies gilt zum Beispiel für Mittel nach Organtransplantationen oder gegen HIV, für Blutgerinnungshemmer und die Antibabypille.Kinder, Schwangere und Stillende sollten auf die Einnahme verzichten.Johanniskraut kann die Haut lichtempfindlicher machen, deshalb nicht anwenden bei bekannter Lichtüberempfindlichkeit, bei heller Haut und bei Sonnenbädern einschließlich Besuche in Solarien!Nicht anwenden bei Verdacht auf schwere Depression, da Johanniskraut hier nicht wirksam ist!Anwendungsdauer: Wie bei anderen Antidepressiva tritt die stimmungsaufhellende Wirkung erst allmählich ein. Es ist eine Behandlung über einen längeren Zeitraum erforderlich. Bemerkt man nach zwei bis vier Wochen keine Verbesserung der Beschwerden, so ist ein Arzt zu Rate zu ziehen.Selten können Magen-Darmbeschwerden, allergische Hautreaktionen, Müdigkeit oder Unruhe auftreten.
Anwendung der Heilpflanze Lein
Die Samen der Heilpflanze Lein helfen bei Verstopfung, örtlich begrenzten Entzündungen und bei Magenschleimhautentzündungen (Gastritis). Außerdem dient das aus den Samen gewonnene Leinöl als Nahrungsergänzungsmittel. Leinsamen können zudem zur Vorbeugung von Magen-Darmerkrankungen verwendet werden. Lein ist ein einjähriges, 1,5 Meter hohes, kahles Kraut. Die Stängel sind dicht mit schmalen, spitzen Blättern besetzt. Die Blüten sind lang gestielt und stehen in lockeren Rispen. Ihre Farbe reicht von hellblau, weiß, hellrosa bis lila. Die Frucht ist eine kugelige Kapsel, die bis zu 10 Samen enthält. Die in zwei Unterarten und vielen Varietäten vorkommende Leinpflanze wird weltweit kultiviert. Medizinisch verwendet werden die Samen und das aus den Samen gewonnene Leinöl.Deutscher Name: Lein, Flachs Botanischer Name: Linum usitatissimum Familie: Leingewächse (Linaceae)Blütezeit: Juni bis AugustHerkunft: Als Kulturpflanze weltweit angebaut. Anwendungsgebiete von Lein chronischen Obstipation (Verstopfung), Gastritis, Enteritis, Nahrungsergänzungsmittel, Äußerlich bei örtlich begrenzten Entzündungen Dosierung und Anwendung von Lein 2- bis 3-mal täglich 1 Esslöffel (zirka 10 Gramm) unzerkleinerten oder aufgeschlossenen (zerkleinerten) Leinsamen mit 150 Milliliter Flüssigkeit (zum Beispiel in Suppe) einnehmen. Die abführende Wirkung tritt nach 12-24 Stunden ein. Auch die Anwendung der im Kaltauszug (30 Minuten) gewonnenen Wirkstoffe (Dosierung 5-10 Gramm auf 1 Tasse Wasser) ist möglich.Kinder zwischen 6 und 12 Jahren sollten die Hälfte, Kinder unter 6 Jahren sollten Leinsamen bei Verstopfung nur nach Anweisung des Arztes erhalten.Hinweis: Leinsamen kann in kleinen Mengen der täglichen Nahrung beigemengt werden, um Magen- und Darmerkrankungen vorzubeugen. Dabei immer reichlich trinken, um keine Verstopfung zu bewirken. Zerstoßener Leinsamen muss innerhalb einer Woche aufgebraucht werden, da sonst das Leinöl ranzig wird.Äußerliche Anwendungen:Äußerlich als Breiumschlag bei Furunkeln, Abszessen und Hautentzündungen: 30-50 Gramm Leinsamenmehl mit heißem Wasser zu einem Brei verrühren. Diesen Brei in Mullsäckchen geben und feuchtheiße Umschläge machen. Wirkungen Die heilkräftigen Pflanzenteile sind die Leinsamen (Lini semen). Sie besitzen gesundheitsfördernde Schleimstoffe, fettes Öl (Triglyzeride), Proteine und Blausäureglykoside, sowie Ballaststoffe und Vitamine (B1, B2, B6. E. Nicotin-, Fol- und Panthotensäure).Leinsamen sind vor allem durch Anregung der Dickdarmtätigkeit als gut wirkendes, nicht reizendes Abführmittel (Gleit- und Füllmittel) bei akuter und chronischer Verstopfung geeignet. Die Schleimstoffe an der Oberfläche der Samen quellen bei der Einnahme mit ausreichend Wasser auf, vergrößern das Volumen und fördern somit die Darmtätigkeit. Bei zuvor zerkleinerten Leinsamen tragen die freigesetzten Fette als Gleitmittel bei. Bei leichten Entzündungen im Magen-Darm-Trakt wirken die Schleimstoffe reizlindernd und heilend. Die Schleimhaut wird geschützt. Wer zu Gastritis neigt, sollte vorbeugend Leinsamen der täglichen Nahrung beifügen.Als Nahrungsergänzung werden durch die Leinsamen dem Körper Ballaststoffe zugeführt. Ihnen wird auch eine Schutzwirkung gegen Dickdarmkrebs zugeschrieben. Zur äußerlichen Anwendung wird Lein bei Hautentzündungen und Geschwüren verwendet. Leinöl wird zu Salben verarbeitet oder die zerstoßenen Leinsamen werden mit Wasser zu Brei vermischt und als warme Umschläge auf entzündete Wunden gelegt. Hinweis Leinsamen sollten nicht angewendet werden bei: Darmverschluss (Ileus), Verengung der Speiseröhre, Verengung des Magen-Darm-Kanals, Schluckbeschwerden, Akute Entzündungen der Speiseröhre, des Magen und Darms Bei der Einnahme von Leinsamen ist auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr in Form von Wasser oder Kräutertees (mind. 2 Liter täglich) zu achten, da es sonst zu einem Darmverschluss kommen kann!Bei anhaltender Verstopfung, Stuhlunregelmäßigkeit oder unklaren Beschwerden im Magen-Darm-Bereich ist eine Abklärung der Ursachen durch einen Arzt unbedingt erforderlich!Bei der äußerlichen Anwendung sollte man Lein nicht bei Hauterkrankungen, die infektiös entstanden sind, verwenden. Solche Wunden sollten vom Arzt behandelt werden.Wechselwirkungen: Wie alle schleimstoff- oder quellstoffhaltigen Arznei- oder Nahrungsmittel kann die Aufnahme anderer Arzneistoffe vermindert werden. Es sollte daher ein Abstand von mindestens einer Stunde zwischen der Einnahme von Leinsamen und der anderen Arzneimittel eingehalten werden. Leinsamen sollten nicht eingenommen werden bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die die Darmtätigkeit hemmen (z.B. Mittel gegen Durchfall, wie zum Beispiel Imodium oder zentralwirksame Analgetika (Opioide) im Rahmen einer Schmerztherapie).Schwermetalle: In Leinsamen kann sich das giftige Schwermetall Cadium anreichern. Sie sollten daher darauf achten, Leinsamen mit nach Arzneibuch geprüfter Qualität zu kaufen. Diese wurden auf Schwermetalle geprüft und enthalten Mengen, die bei normaler Dosierung unbedenklich sind.
Schuppenflechte – Medikamente/Tabletten
Reicht bei Patienten mit Schuppenflechte (Psoriasis) die äußerliche Therapie mit Salben, Cremes, Bestrahlung und Bädern nicht mehr aus oder kommen Gelenkbeschwerden (Psoriasis-Arthritis) hinzu, kann eine innerliche, medikamentöse Behandlung nötig werden. Für die systemische Therapie der Schuppenflechte eignen sich je nach Schweregrad und Rückfallhäufigkeit unterschiedliche Medikamente. Dabei hat das Verständnis der Erkrankungsentstehung in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte gebracht: Sogenannte Biologika oder Biologics setzen direkt bei der Ursache der Hauterkrankung an, indem sie übereifrige Zellen des Immunsystems hemmen. Wirkstoffe zur medikamentösen Therapie Es gibt verschiedene Wirkstoffe gegen Schuppenflechte zur innerlichen Anwendung: Retinoide (Acitretin) Systemische Retinoide (Vitamin-A-Säure-Abkömmlinge) kommen seit den 1970er Jahren in der Psoriasis-Therapie zum Einsatz. Den Wirkstoff Acitretin gibt es als Kapsel zum Einnehmen. Im Vergleich zu anderen systemisch wirksamen Medikamenten haben Retinoide deutliche Schwächen: Nur wenige Patienten werden allein dadurch annähernd beschwerdefrei. Meist wird das Mittel daher in Verbindung mit einer Lichttherapie verordnet. Trockene Haut, rissige Lippen, Nasenbluten und Haarausfall sind häufige Nebenwirkungen von Acitretin. Außerdem kann der Wirkstoff Leber und Nieren stark belasten. Frauen, die schwanger werden möchten, dürfen Retinoide nicht einnehmen, da sonst Schäden für das Kind drohen. Besonders gut wirken Retinoide bei der seltenen Psoriasis pustulosa. Fumarsäureester Fumarsäureester ähneln einem Stoffwechselprodukt des Körpers, der Fumarsäure. Sie wirken antientzündlich, wobei der genaue Wirkmechanismus noch nicht völlig geklärt ist. Vermutlich wirken sie antiproliferativ – das heißt wachstumshemmend – auf Lymphozyten.   Anders als bei Kortisonpräparaten kommt es beim Absetzen des Medikaments nicht zum Rebound (Rückfall) oder vermehrter Neigung zu Infektionen. Für die Behandlung mit Tabletten gibt es ein festes Schema, bei dem die Dosis langsam gesteigert wird. In der Regel dauert die Therapie zunächst drei bis vier Monate. Die Kombination mit Wirkstoffen zur äußerlichen Anwendung ist sinnvoll – zum Beispiel mit Vitamin-D3-Analoga. Typische Nebenwirkungen der Fumarsäureester sind eine Rötung des Gesichts mit Hitzegefühl (Flush), Magen-Darm-Beschwerden, Blutbildveränderungen und vorübergehende Leber- und Nierenfunktionsstörungen. Daher muss der Arzt während der Behandlung regelmäßig das Blutbild sowie die Nieren- und Leberwerte kontrollieren. Absolute Gegenanzeigen für das Medikament sind Schwangerschaft und Stillzeit, schwere Leber- und Nierenschäden sowie schwere chronische Darmerkrankungen. Methotrexat (MTX) Niedrig dosiert wirkt Methotrexat (MTX) entzündungshemmend und greift in den Zellstoffwechsel ein, indem es die Verwertung des Zellbausteins Folsäure (Folatantagonist) und damit die Zellteilung hemmt. In hohen Dosen wird der Wirkstoff auch als Zytostatikum in der Krebstherapie eingesetzt. In Deutschland ist das Medikament seit 1991 zugelassen, um schwere Formen der Schuppenflechte und die Psoriasis-Arthrose zu behandeln. MTX ist vor allem zur Langzeitbehandlung geeignet – die Wirkung setzt ein bis zwei Monate nach Therapiebeginn ein. Dabei können schwere Nebenwirkungen auftreten, die Schäden an Nieren, Leber, Lunge und Knochenmark sowie Magen-Darm-Geschwüre verursachen können. Um solche Nebenwirkungen rechtzeitig zu erkennen, muss der Arzt regelmäßig das Blutbild sowie die Leber- und Nierenwerte kontrollieren. Oftmals ist es auch nötig, zusätzlich Folsäure zu geben. Absolute Gegenanzeigen für MTX sind Funktionsstörungen der Leber, Alkoholkonsum, Kinderwunsch (auch bei Männern) und eine Schwangerschaft. Vorsicht geboten ist auch bei Impfungen mit Lebendviren während der Therapie. Ciclosporin A Seit 1993 ist in Deutschland ein Calcineurin-Inhibitor – der Wirkstoff Ciclosporin – verfügbar, um Schuppenflechte zu behandeln. Das Medikament steht als Kapsel oder Trinklösung zur Verfügung und muss täglich eingenommen werden. Die Wirkung ist meist nach einem Monat spürbar. Das Medikament unterdrückt das Immunsystem und wird auch verwendet, um nach einer Organtransplantation die Abstoßung zu verhindern.   Unter der Behandlung mit Ciclosporin kann es zu Störungen der Nieren- und Leberfunktion kommen. Möglich sind auch ein Blutdruckanstieg und Magen-Darm-Beschwerden. Vorsicht geboten ist hinsichtlich der Wechselwirkungen mit anderen Therapieoptionen: Zahlreiche Medikamente vertragen sich nicht mit einer Ciclosporin-Einnahme. Patienten, die lange Zeit mit UV-Licht behandelt wurden, sollten wegen des Hautkrebsrisikos auf Ciclosporin verzichten. Leflunomid Speziell für die Psoriasis-Arthritis ist seit 2004 der Wirkstoff Leflunomid zugelassen. Er wird als Basistherapeutikum bei Patienten eingesetzt, bei denen die Gelenkbeschwerden (Psoriasis arthropatica) im Vordergrund stehen. Denn hier ist er wirksamer als gegen die Symptome der Haut. Leflunomid blockiert die Vermehrung von aktivierten Lymphozyten.   In der Regel bessern sich die Beschwerden zwei bis drei Wochen nach Beginn der Therapie. Mögliche Nebenwirkungen von Leflunomid sind Leberschädigungen, Blutarmut oder ein Mangel an Leukozyten (weißen Blutkörperchen), leichte allergische Reaktionen, Magen-Darm-Beschwerden, Haarausfall und Kopfschmerzen. Außerdem kann Leflunomid Fehlbildungen beim ungeborenen Kind hervorrufen. Deshalb müssen Frauen während und bis zu zwei Jahre nach der Therapie verhüten – Männer während und bis zu drei Monate nach der Therapie. Auf keinen Fall sollten andere leberschädigende Substanzen wie MTX zusammen mit Leflunomid eingenommen werden – und auf Alkohol sollte gänzlich verzichtet werden.