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Hämorrhoiden – Medikamente: Pflanzliche Mittel
Naturheilmittel gegen Hämorrhoiden enthalten häufig Hamamelisextrakte. Die Naturheilmittel wirken desinfizierend, entzündungshemmend und blutstillend. Auch mit Sitzbädern können Beschwerden bei
Hämorrhoiden – Schmerz-, juckreizstillende Mittel
Örtlich betäubende Hämorrhoidensalben enthalten Substanzen wie Benzocain oder Polidocanol. Sie setzen die Schmerzempfindlichkeit herab und lindern den Juckreiz bei Hämorrhoiden.
Schwangerschaftsbeschwerden – Analfissur
Wenn die Verdauung nicht funktioniert und Schwangere unter Verstopfung leiden, kann zu einer Analfissur, einem Einriss der Afterhaut kommen. Ursache sind Hämorrhoiden, die in der Schwangerschaft
Colitis ulcerosa – Fallbeispiel
Hermann W. ist heute 55 Jahre alt. Mit 52 Jahren stellt er erstmals Blutbeimengungen im Stuhl fest. Ein Internist diagnostiziert Hämorrhoiden und verordnet Zäpfchen, die die Schmerzen lindern und die Entzündung bekämpfen sollen. Die Beschwerden lassen auch tatsächlich nach, bis sich ein halbes Jahr später die Ereignisse überschlagen. Donnerstag: Die Blutungen im Analbereich treten erneut auf, dazu hat W. heftige Bauchmerzen und sechs bis sieben Stuhlgänge pro Tag. Freitag: W. bekommt Fieber, hat starke Schmerzen und zahlreiche Durchfälle. Die Einläufe kann er nicht mehr halten. Sonntag: Notaufnahme in einer Uniklinik. Die Laborwerte weisen auf eine starke Entzündung, einen Flüssigkeitsmangel sowie eine Blutarmut hin. Heftige Schmerzen machen eine Darmspiegelung unmöglich, stattdessen ordnet der Arzt eine Computertomographie (CT) an. Das Ergebnis: Der Dickdarm ist über weite Bereiche hochgradig entzündet, der Dünndarm scheint nicht betroffen zu sein. Damit mehren sich die Hinweise auf eine Colitis ulcerosa. W. darf nichts mehr essen und erhält Infusionen, um den Flüssigkeitsmangel auszugleichen. Die Beschwerden bessern sich. Dienstag: W. nimmt erstmals wieder Nahrung zu sich, reagiert jedoch sofort mit starken Durchfällen. Mittwoch: Erneuter Versuch einer Darmspiegelung, bei der wegen der Schmerzen nur der Mastdarm, also der Enddarmabschnitt, untersucht werden kann. Der Befund erhärtet den Verdacht auf eine Colitis ulcerosa. W. erhält Kortison-Präparate und wird über einen Venenkatheter ernährt. Die Durchfälle hören auf, die Körpertemperatur normalisiert sich. Erfolgreiche Therapie mit Immunsuppressiva W. nimmt die Kortison-Präparate in abnehmender Dosierung drei weitere Monate ein. Dann setzt er sie ab und die Darmentzündung flammt erneut auf. W. erhält daraufhin Immunsuppressiva. Sie dämpfen die überschießende Aktivität des Immunsystems und ermöglichen ihm seit zweieinhalb Jahren ein beschwerdefreies Leben.
Darmkrebs – Diagnose
Besteht der Verdacht auf Darmkrebs (Kolorektales Karzinom) werden meist Tastuntersuchungen und Stuhlproben durchgeführt. Stuhltests können verstecktes Blut im Stuhl nachweisen und geben so einen Hinweis auf eine mögliche Darmkrebserkrankung. Doch dies ist nur ein Hinweis, denn das Blut kann beispielsweise auch von Hämorrhoiden stammen. Ein positiver Stuhltest bedeutet demnach nicht unbedingt Darmkrebs. Zu einer wirklich sicheren Diagnose führt erst eine Darmspiegelung, die Koloskopie. Dabei wird ein Koloskop mit einer kleinen Videokamera in den Darm eingeführt und der Darm so untersucht. An auffälligen Stellen können bei der Koloskopie Gewebeproben genommen und anschließend histologisch untersucht werden. Mit einer Darmspiegelung können beinahe alle kolorektalen Karzinome erkannt werden. Inzwischen gibt es als Alternativen zur klassischen Darmspiegelung auch die Koloskopie und die Kapsel-Endoskopie. Bei der virtuellen Koloskopie werden Aufnahmen des Bauches mit Hilfe der Computertomografie gemacht. Eine kleine Kamerakapsel wird bei der Kapsel-Endoskopie geschluckt. Diese neuen Verfahren können die Darmspiegelung jedoch nur zum Teil ersetzen. Denn sie bieten nicht die Möglichkeit Gewebeproben zu entnehmen, was jedoch für die Diagnostik von Darmkrebs von großer Bedeutung ist. Weitere Untersuchungen können bei der Diagnosefindung helfen. Dazu gehören der Kolonkontrasteinlauf, mit dem Wandunregelmäßigkeiten im Darm dargestellt werden können, und die Endosonografie. Mit einem Schallkopf, der in den Darm eingeführt wird, kann man hier beurteilen, wie weit das Karzinom in die Wand des Darms eingedrungen ist. Steht die Diagnose Darmkrebs fest, wird mit Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen sowie einer Skelettszintigrafie untersucht, ob sich bereits Metastasen in der Lunge, der Leber oder den Knochen gebildet haben.
Hamamelis
Deutscher Name: Hamamelis Botanischer Name: Hamamelis virginiana Familie: Hamamelisgewächse (Hamamelidaceae)Herkunft: Nordamerika Anwendungsgebiete Im pharmazeutischen Bereich: Durchfall, Hämorrhoiden, Kleine Wunden, Insektenstiche, Krampfadern, Juckreiz, Entzündete Mundschleimhaut Zubereitungen aus der Zaubernuss wirken adstringierend (zusammenziehend), blutstillend, entzündungshemmend und Juckreiz mildernd. Im Bereich Kosmetika: Rasier- und Gesichtswässer, Deos, Hautpflegeprodukte Dosierung und Anwendung Hamamelisrinde:Circa 2g zerkleinerte, getrocknete Hamamelisrinde mit 150ml Wasser kalt ansetzen, zum Sieden erhitzen und 10 bis 15 Minuten kochen, heiß abseihen. Hamamelisblätter: Circa 2g zerkleinerte, getrocknete Hamamelisblätter mit 150ml siedendem Wasser übergiessen und nach 10 Minuten abseihen. Bei Durchfallerkrankungen 2- bis 3-mal täglich eine Tasse Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Bei Zahnfleisch- oder Mundschleimhautentzündungen mehrmals täglich mit dem frisch bereiteten, abgekühlten Tee spülen. Hamameliswasser: Für Umschläge unverdünnt oder mit 1:3 mit Wasser verdünnt mehrmals täglich anwenden. Wirkungen Medizinisch verwendet werden die Rinde und die Blätter. Die Rinde enthält vor allem Gerbstoffe vom Tannin-Typ. Daneben weniger ätherisches Öl und Flavonoide als die Blätter. Diese liefern vorwiegend Gerbstoffe vom Catechin-Typ und bis zu 0,5% ätherisches Öl. Hinweis Empfindliche Personen können bei Einnahme von Hamamelis-Extrakten Magenreizungen bekommen, bei äußerlicher Anwendung allergische Hautreaktionen.Nicht gleichzeitig mit anderen Medikamenten einnehmen! Die Gerbstoffe der Pflanze können die Aufnahme anderer Medikamente im Darm behindern. Deshalb zwischen der Einnahme zwei Stunden Abstand einhalten!Während Schwangerschaft oder Stillzeit nicht ohne Anraten des Arztes innerlich anwenden!Durchfälle im Säuglings- oder Kleinkindalter sollten vom Arzt behandelt werden! Bei Durchfällen, die länger als 3 bis 4 Tage anhalten oder mit starken Beschwerden einhergehen, ist ein Arzt aufzusuchen! Bei der Zaubernuss handelt es sich um einen bis zu 7m hohen Strauch. Er ähnelt dem Haselnussstrauch, ist sommergrün mit wechselständig angeordneten Blättern. Die kleinen gelben Blüten erscheinen kurz vor oder nach dem Blätterabwurf im Herbst. Sie wachsen aus den Blattachseln. Die Früchte bilden sich erst im nächsten Sommer und bilden eiförmige, holzige, Kapseln. Die in Europa zu Zierzwecken angepflanzte "spätblühende Zaubernuss" blüht im frühen Frühjahr, bringt aber keine reifen Früchte hervor. Medizinisch verwendet werden die Blätter und die Rinde.
Eiche
Deutscher Name: Eiche Botanischer Name: Quercus robor Familie: Buchengewächse (Fagaceae)Blütezeit: April bis MaiHerkunft: Europa, Kaukasus und Kleinasien Anwendungsgebiete Verwendet wird die getrocknete junge Rinde der Eiche, die reich an Gerbstoffen ist. Zubereitungen aus der Eichenrinde werden äußerlich verwendet bei: entzündlichen Erkrankungen der Haut, Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, Juckreiz im Genital- oder Analbereich (zum Beispiel Hämorrhoiden), übermäßigem Fußschweiß. Innerlich genommen werden sie eingesetzt bei: akuten, unspezifischen Durchfallerkrankungen (zum Beispiel Reisedurchfall) Dosierung und Anwendung Tee:1g fein zerkleinerte, getrocknete Eichenrinde (1 Teelöffel entspricht etwa 3g) wird mit 150ml kaltem Wasser angesetzt, kurz aufgekocht und nach einigen Minuten abgeseiht. Bei Durchfallerkrankungen dreimal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Anwendungsdauer: 3 bis 4 TageSpül- und Gurgellösung, Umschläge: Zwei knappe Esslöffel zerkleinerte, getrocknete Eichenrinde (etwa 10g) werden mit 500ml kaltem Wasser angesetzt, 15 bis 20 Minuten gekocht und abgeseiht. Die abgekühlte, unverdünnte Abkochung mehrmals täglich als Mundspül- oder Gurgellösung oder für Umschläge verwenden. Die Abkochung muss täglich frisch bereitet werden! Anwendungsdauer: Nicht länger als 2 bis 3 Wochen anwenden. Sitz-, Teil- oder Vollbäder: 500g getrocknete Eichenrinde mit 4 bis 5l kaltem Wasser ansetzen, 15 bis 20 Minuten sieden lassen und durchseihen. Die abgekühlte Brühe einem Vollbad zugeben. Bei Teil- oder Sitzbädern wird entsprechend weniger verwendet (ca. 5g Eichenrinde auf einen Liter Wasser). Die Bäder können anfangs täglich, später zwei- bis dreimal wöchentlich angewendet werden. Badezeit: 15 bis 20 Minuten, Badetemperatur: 32 bis 37°C (körperwarm). Nach dem Bad keine Seife verwenden! Anwendungsdauer: Nicht länger als 2 bis 3 Wochen anwenden Wirkungen Die Eichenrinde ist sehr gerbstoffreich. Sie enthält zwischen 8 und 20% Gerbstoffe vom Catechin-Typ, zum Beispiel Catechin und Epicatechin. Daneben gibt es Ellagitannine und komplexe Tannine. Die Eichenrindengerbstoffe (Tannine) wirken zusammenziehend (adstringierend), austrocknend und im Laborversuch auch hemmend auf das Wachstum von Viren. Die Gerbstoffe verändern die Struktur von Eiweißen in der Haut. Dadurch verfestigen sich die oberen Gewebsschichten. Als Folge werden kleine Blutgefäße abgedichtet, Bakterien können schlechter eindringen und Nervenreize in der Haut werden abgeschwächt. Es ergibt sich ein entzündungshemmender, blutstillender, Juckreiz mindernder und antibakterieller Effekt. Hinweis Eichenrinden-Vollbäder sind prinzipiell nicht anzuwenden bei nässenden, großflächigen Hautverletzungen, Ekzemen oder anderen großflächigen Hautschäden. Abzuraten sind die Bäder auch bei fieberhaften Erkrankungen, Herzschwäche und Bluthochdruck.Aufgrund des hohen Gerbstoffgehalts können empfindliche Menschen bei der Einnahme der Auszüge mit Magenbeschwerden wie Übelkeit reagieren.Eichenrinden-Extrakte sollten nicht zusammen mit anderen Medikamenten eingenommen werden, da deren Aufnahme im Darm beeinträchtigt werden kann.Während Schwangerschaft oder Stillzeit nicht ohne Anraten des Arztes innerlich anwenden! Durchfälle im Säuglings- oder Kleinkindalter sollten prinzipiell vom Arzt behandelt werden! Bei Durchfällen, die länger als 3 bis 4 Tage anhalten oder mit starken Beschwerden einhergehen, ist ein Arzt aufzusuchen!Die Anwendungsdauer ist bei innerlicher Einnahme auf 3 bis 4 Tage, bei äußerlicher Anwendung auf 2 bis 3 Wochen zu beschränken! Die Stieleiche ist ein bis zu 50m hoher Baum mit mächtiger Krone und knorrigen Ästen. Der Stamm kann bis über 1,5m dick werden. Die anfänglich glatte Rinde wird graubraun und besitzt eine rissige Borke. Charakteristisch sind auch die buchtig gelappten Blätter und die länglich-eiförmig zugespitzten Früchte mit den Fruchtkappen (Eicheln). Medizinisch verwendet wird die Rinde von im Frühjahr gesammelten jungen Zweigen und Stockausschlägen.
Faulbaum
Deutscher Name: Faulbaum Botanischer Name: Rhamnus frangula (Giftpflanze!) Familie: Kreuzdorngewächse (Rhamnaceae)Blütezeit: zwischen Mai und JuniHerkunft: Europa, Nordamerika, Klein- und Westasien Anwendungsgebiete Verstopfung, bei Problemen mit Hämorrhoiden und Analfissuren, um einen weichen Stuhl zu bekommen. Medizinisch verwendet wird die vor der Blüte gesammelte und getrocknete Rinde. Damit es nicht zu Übelkeit, Erbrechen, Koliken und blutigen Durchfällen kommen kann, muss die Rinde mindestens ein Jahr gelagert werden. Durch die Trocknung und Lagerung gehen bestimmte Stoffe der Pflanze in Antrachinon- und Dianthronderivate über. Diese Verbindungen wirken abführend, indem sie die Magen-Darm-Passage beschleunigen und eine Zunahme des Wassergehalts des Stuhls (stuhlerweichend) bewirken. Dosierung und Anwendung Tee:2g fein zerkleinerte, getrocknete Faulbaumrinde (etwa ein halber Teelöffel) mit 150ml siedendem Wasser übergießen und nach 10 bis 15 Minuten abseihen. Morgens und/oder abends eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Da auch eine geringere Dosierung ausreichend wirksam sein kann, ist die Dosis zu nehmen, bei der ein weichgeformter Stuhl erhalten wird!Anwendungsdauer: Nicht länger als eine Woche anwenden, da es sonst zu Darmträgheit kommen kann. Trinken Sie ausreichend, wenn Sie Faulbaum-Extrakte einnehmen. Wirkungen Die Rinde enthält bis zu 7% Anthranoide, besonders Glucofrangulin A und B, Frangulin A und B, sowie Frangulaemodin. Diese sind an Zuckermoleküle gebunden. Die Anthranoide gelangen, gebunden an die Zuckermoleküle, in den Dickdarm und werden erst dort von bakteriellen Enzymen in ihre aktiven Formen umgewandelt. Diese greifen an Ionenkanälen in der Darmschleimhaut an und hemmen so die Aufnahme von Wasser und Salzen. Dadurch kommt es zu einer verstärkten Darmfüllung, einem Dehnungsreiz auf die Darmwand und einer schnelleren Beförderung des Darminhaltes. Hinweis Pflanzenextrakte aus Faulbaumrinde nicht anwenden bei: Darmverschluss, entzündlichen Erkrankungen des Darms, Bauchschmerzen unbekannter Ursache, Schwangerschaft, Stillzeit sowie bei Kindern unter 12 Jahren.Nicht ohne ärztlichen Rat anwenden bei Einnahme anderer Arzneimittel, die zu Kaliumverlusten führen können, wie z.B. Diuretika, Cortisonpräparate, süßholzwurzelhaltigen Arznei- oder Lebensmittel (Lakritze) oder von Arzneimitteln, bei denen ein Kaliumverlust schwere gesundheitliche Folgen haben kann, wie z.B. die Einnahme von herzwirksamen Glykosiden zur Behandlung einer Herzinsuffizienz oder von Medikamenten zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen.Nach der Einnahme kann es zu krampfartigen Magen-Darm-Beschwerden und gelblich oder rotbraun verfärbtem Urin kommen.Abführmittel sollten nicht länger als eine Woche verwendet werden. Bei längerfristigem Gebrauch kann es durch die Wasser- und Salzverluste, insbesondere Kalium, wieder zu Verstopfung, Nierenschädigung, Muskelschwäche und Störungen der Herzfunktion kommen.Trinken Sie ausreichend, wenn Sie Faulbaum-Extrakte einnehmen.Vergiftung: Eine Vergiftung ist gekennzeichnet durch Übelkeit, Erbrechen, kolikartigen Bauchschmerzen und blutige Durchfälle. Wenden Sie sich an den:Giftnotruf, pdf Der Faulbaum ist ein dornenloser Strauch, der 1 bis 3m hoch wird und eine graubraune Rinde besitzt. Die unscheinbaren, in Trugdolden stehenden Blüten bringen kugelige Früchte hervor, die sich bis zur Reife schwarzviolett färben. Die frische Rinde, die Früchte sowie die Blätter sind giftig! Medizinisch verwendet wird die Rinde.
Flohkraut / Strauch-Wegerich
Deutscher Name: Flohkraut / Strauch-Wegerich Botanischer Name: Plantago afra Familie: Wegerichgewächse (Plantaginaceae)Blütezeit: Mai bis SeptemberHerkunft: Mittelmeerraum und Westasien Anwendungsgebiete habituelle Obstipation (Verstopfung ohne krankhafte Voraussetzungen), Erkrankungen, bei denen ein weicher Stuhl erwünscht ist, wie zum Beispiel Hämorrhoiden, Analfissuren oder nach Operationen, unterstützend bei Durchfällen, Reizdarm, entzündliche Darmerkrankungen Im Gegensatz zum Indischen Flohsamen (Plantago ovata) enthält der Flohsamen keine Stärke. Plantago ovata und Plantago afra enthalten im Gegensatz zu Plantago indica das Iridoidglykosid Aucubin, dem eine leberschützende Wirkung nachgesagt wird.Die Gabe von Flohsamen bewirkt neben einer schwachen Cholesterin senkenden Wirkung auch eine langsamere Aufnahme von Zucker, was für Diabetiker von Bedeutung sein kann. Zerkleinerter Flohsamen sollte höchstens 24 Stunden aufbewahrt werden, da die im Flohsamen enthaltenen Fette leicht ranzig werden. Ferner muss der Samen vor Feuchtigkeit geschützt aufbewahrt werden. Dosierung und Anwendung Bei Verstopfung: 5 bis 10g Flohsamen (bei Indischen Flohsamen bzw. -schalen entsprechend weniger) in etwa 100ml Wasser vorquellen. Dann nimmt man die Menge unter Nachtrinken von mindestens 1 Glas Wasser (200ml) bis zu dreimal täglich ein.Bei anderen Indikationen: Fertigarzneimittel entsprechend der Dosierungsanleitung. Wirkungen Flohsamen enthalten reichlich Schleimstoffe, die bei Anwesenheit von Wasser stark quellen und eine unverdauliche, gelartige Masse bilden. Durch die Volumenzunahme wird die Darmtätigkeit angeregt und der Darminhalt geschmeidig gemacht. 12 bis 24 Stunden nach Einnahme tritt die Wirkung ein. Der maximale Effekt wird erst nach einer Einnahme von 2 bis 3 Tagen erreicht. Hinweis Nicht anwenden bei Darmverschluss (Ileus), Verengungen der Speiseröhre oder des Magen-Darm-Kanals, bei Schluckbeschwerden und bei akuten Entzündungen der Speiseröhre, des Magens und Darms! Nicht im Liegen oder abends vor dem Schlafengehen einnehmen! Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr in Form von Wasser oder Kräutertees (min. 2l täglich) ist zu achten! Bei ungenügender Flüssigkeitszufuhr kann es sonst zum Darmverschluss kommen. Aus diesem Grund sollte auch gleich nach der Einnahme ein weiteres Glas Wasser getrunken werden.Treten nach der Einnahme Brustschmerzen, Erbrechen oder Beschwerden beim Schlucken oder Atmen auf, so ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen!Zu Beginn der Behandlung können Völlegefühl und Blähungen auftreten, die in der Regel vorübergehend sind. Bei anhaltender Verstopfung, Stuhlunregelmäßigkeiten oder unklaren Beschwerden im Magen-Darm-Bereich ist eine Abklärung der Ursachen durch einen Arzt erforderlich!Diabetiker dürfen Flohsamen nur unter engmaschiger Kontrolle des Blutzuckerspiegels einnehmen, da sich durch die verzögerte Aufnahme von Kohlenhydraten ein veränderter Insulinbedarf ergeben kann.Wechselwirkungen:Wie alle schleimstoff- oder quellstoffhaltigen Arznei- oder Nahrungsmittel kann die Aufnahme anderer Arzneistoffe, Vitamine oder Mineralstoffe vermindert werden. Arzneimittel sollten mindestens eine Stunde vor der Einnahme von Flohsamen eingenommen werden. Eine Abschwächung der Wirkung von Schilddrüsenhormonen kann auch bei zeitlich versetzter Einnahme nicht ausgeschlossen werden.Flohsamen sollten nicht eingenommen werden, wenn andere Arzneimittel verabreicht werden, die die Darmtätigkeit hemmen (z.B. Mittel gegen Durchfall oder zentralwirksame Analgetika (Opioide) im Rahmen einer Schmerztherapie). Fragen Sie Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke!Flohsamen enthalten schwarze Pigmente, die möglicherweise bei längerer Anwendungsdauer in den Nieren abgelagert werden können. Daher sollten Flohsamen entweder unzerkleinert oder als Heißwasserextrakt gegeben werden. Flohkraut ist ein niedriges Kraut mit schmalen, länglichen Blättern, die aufrecht wachsen. Es ist eine einjährige Pflanze, in deren oberen Blattachseln die Blütenzweige stehen und als Blütenstand eine Ähre bilden. Die 2 bis 3mm langen, dunkelbraunen Samen befinden sich in einer zweikammerigen Fruchtkapsel. Medizinisch verwendet werden die Samen vom Flohkraut oder vom Sandwegerich (P. indica syn P. arenaria). In Fertigpräparaten werden überwiegend Indische Flohsamenschalen, die vom Blonden Psyllium (P. ovata) stammen, verwendet.
Schwangerschaftsbeschwerden – Verstopfung
Hormonell bedingt oder durch ballaststoffarme Ernährung kann es in der Schwangerschaft zu Verstopfung kommen, die allerdings durch Ernährungsumstellung, Bewegung oder in Absprache mit dem Gynäkologen mit milden Abführmitteln behandelt werden können. Schwangere neigen zu Stuhlverstopfung, weil mehrere entsprechende Faktoren zusammentreffen können: Die Hormone, die die Schwangerschaft unterstützen, entspannen die Darmmuskulatur, sodass der Stuhl länger im Darm verbleibt und ihm in dieser Zeit mehr Wasser entzogen wird. Der Stuhl wird fest und die Darmentleerung erschwert. Das wiederum kann Hämorrhoiden begünstigen. Präparate mit Eisen gegen Anämie fördern die Verstopfung Eine ballaststoffarme Ernährung kann ebenfalls zu Verstopfung führen. Symptome einer Verstopfung Wenn es vorkommt, dass Sie einen Tag lang keinen Stuhlgang haben, obwohl Sie es anders gewohnt sind, kann das für Sie zwar unangenehm sein – eine echte Verstopfung ist es aber noch nicht. Diese macht sich typischerweise so bemerkbar: Sie haben zwei oder drei Tage lang keinen Stuhlgang (Achtung: Wenn es auch nach drei Tagen nicht zur Darmentleerung kommt, sollten Sie unverzüglich zum Arzt gehen.) Sie haben ein Völlegefühl, fühlen sich unwohl und schlapp. Ihr Stuhl ist hart. Die Stuhlentleerung ist schmerzhaft. Es kann zu leichten Blutungen kommen, weil sich Hämorrhoiden gebildet haben. Gegenmaßnahmen bei Verstopfung während der Schwangerschaft Wenn es darum geht, Beschwerden zu lindern und ausnahmsweise die Darmentleerung sanft zu beschleunigen, gibt es auch für Schwangere geeignete, milde Abführmittel, wie etwa Lactulose, die aber erst nach Absprache mit dem Gynäkologen eingenommen werden sollten. Wohltuend kann auch ein Mikroklist aus der Apotheke sein – das ist ein kleiner Einlauf, der schon nach Minuten eine Entleerung herbeiführt. Ein richtiger Einlauf, auch als „hoher Einlauf“ bezeichnet, kommt für Schwangere nicht in Frage. Gegenmaßnahmen bei Verstopfung in der Schwangerschaft Verstopfungen sind nicht nur sehr unangenehm, sie begünstigen auch Hämorrhoiden und Analfissuren. Sie können vorbeugen, indem Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen (zwei bis drei Liter Wasser oder Tee am Tag) Obst und Gemüse essen (die Ballaststoffe füllen den Darm und trainieren ihn) sich regelmäßig bewegen (30 Minuten Spazierengehen am Tag regt die Verdauungstätigkeit an)