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Legionellen
Warnungen vor Legionellen, den Keimen aus dem Leitungswasser, häufen sich. Gefährlich sind Legionellen aber meist nur bei geschwächtem
Lungenentzündung – Ursachen/Risikofaktoren
Eine Lungenentzündung (Pneumonie) entsteht, wenn das Lungengewebe durch einen schädigenden Einfluss angegriffen wird. Es gibt ganz unterschiedliche Ursachen. Besonders häufig wird eine Lungenentzündung, die sich der Betroffene in der häuslichen Umgebung zuzieht (ambulant erworben), durch Bakterien und Viren aus der Atemluft verursacht. Sie werden als infektiöse Pneumonien bezeichnet und meistens durch eine Bakterienart, Streptococcus pneumoniae, ausgelöst. Bei kleinen Kindern und im Alter ist auch das Bakterium Haemophilus influenzae ein häufiger Auslöser. In bestimmten Fällen – zum Beispiel bei einer im Krankenhaus erworbenen Lungenentzündung oder bei Heimbewohnern – spielen Problemkeime wie Coli-Bakterien und Erreger, die unempfindlich gegen Antibiotika sind, eine entscheidende Rolle. In die große Gruppe der infektiösen Pneumonien gehören auch spezielle Formen wie die gefürchtete Grippe-Pneumonie, die Tuberkulose oder Pneumonien bei AIDS. In der akuten Phase einer Lungenentzündung können die Krankheitserreger auf Kontaktpersonen übertragen werden. Durch Husten oder Niesen werden die Keime in der Umgebung verteilt. Mitmenschen können sich durch die Tröpfcheninfektion – also durch Einatmen von feinsten Tröpfchen – mit diesen Erregern anstecken. Ob sich eine Pneumonie entwickelt, hängt entscheidend von der Abwehrlage des Einzelnen ab. Nicht nur Viren und Bakterien sind Auslöser einer Lungenentzündung Bei älteren Menschen kommt es häufiger zu einer Sonderform der Lungenentzündung – der Apirationspneumonie. Hier ist Mageninhalt, der beim Erbrechen in die Atemwege gelangt, Auslöser der Pneumonie. Seltener können auch Kreislaufstörungen – etwa bei einem Lungeninfarkt oder bei einer schweren Herzschwäche – sowie Reizgase und Strahlen die Ursache sein. Bei geschwächter Abwehr steigt das Risiko für eine Lungenentzündung Wenn der Körper nicht in der Lage ist, sich ausreichend gegen das Eindringen von Schadstoffen, Krankheitserregern oder anderen Störfaktoren zu wehren, steigt die Gefahr, an einer Lungenentzündung zu erkranken. Besonders gefährdet sind deshalb alle Menschen, die unter einer Abwehrschwäche leiden. Zu einer Abwehrschwäche können führen: Diabetes mellitus Mangelernährung Krebserkrankungen Alkoholmissbrauch AIDS Chronische Lungenerkrankungen (Asthma, COPD) Nieren- und Leberinsuffizienz Herz-Kreislauf-Erkrankungen Behandlung mit Medikamenten, die die Abwehr schwächen, zum Beispiel Kortison Ältere Menschen sind generell anfälliger für Infektionskrankheiten. Eine Lungenentzündung ist im Alter nicht nur etwa fünfmal häufiger als bei jungen Menschen, sondern ihr Krankheitsverlauf ist oft auch wesentlich bedrohlicher. Um einer Lungenentzündung im Alter vorzubeugen, ist es hilfreich, die altersbedingten Risikofaktoren zu kennen. Die besonders hohe Infektionsgefahr im Alter ist bedingt durch: Altersveränderungen des Atemtraktes: Insbesondere bei älteren Menschen, aber auch bei Rauchern, bei Mangelernährung und nach einer Therapie mit Antibiotika nimmt die Keimbesiedelung des Nasen-Rachen-Raums erheblich zu. Sie ist damit wesentlicher Risikofaktor für eine Pneumonie. Außerdem verliert die Selbstreinigung der Atemwege mit dem Alter an Kraft. schlechte Lungenbelüftung bei Bettlägerigkeit Einsatz von Magensonden Häufung von neurologischen Störungen, die die Gefahr einer Aspirationspneumonie durch „verschluckten Magensaft“ (Aspiration) erhöhen – zum Beispiel nach einem Schlaganfall Multimorbidität: Vorliegen mehrerer Grunderkrankungen, die die Abwehr schwächen
Therapie & Behandlung von COPD
Im Falle einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) – häufig eine Kombination aus chronisch obstruktiver Bronchitis und Lungenemphysem – gibt es eine Vielzahl von Therapiemöglichkeiten mit und ohne Medikamente. Die Wahl der geeigneten Behandlung hängt vom Grad der Erkrankung ab und ob akute Beschwerden bekämpft oder langfristige Erfolge erzielt werden sollen. Alle COPD-Patienten, die bislang Raucher waren, sollten nach der Diagnose der Erkrankung unbedingt damit aufhören. Diese scheinbar banale Maßnahme stellt einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Verbesserung des Gesundheitszustands dar. Dabei sollte auch Passivrauchen vermieden werden. Da das Rauchen zudem der wichtigste Risikofaktor für die Entstehung einer COPD ist, spielt der Verzicht auf Zigaretten auch zur Vorbeugung eine wichtige Rolle. Medikamente erweitern die Bronchien Medikamente können die Lebensqualität von Betroffenen verbessern. Sie werden meist zur Inhalation verabreicht. Beta-2-Sympathomimetika führen zu einer Verminderung der Atemnot und einer verbesserten Leistungsfähigkeit. Das Medikament bewirkt das Erschlaffen der Bronchialmuskulatur und erweitert die Bronchien. Zudem lindert es die Entzündung. Eine ähnlich entspannende Wirkung auf die Bronchien haben Anticholinergika. Diese Medikamente sind besonders zur schnellen Linderung von akuter Atemnot geeignet. Theophyllin bewirkt ebenfalls über das Erschlaffen der Muskulatur eine Erweiterung der Bronchien und erhöht zudem die Atemkraft des Patienten. Allerdings können bei der Therapie Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Unruhe und Schlaflosigkeit sowie Beschwerden im Magen-Darm-Bereich auftreten. Kortison zur Inhalation ist als Wirkstoff erst in der jüngeren Vergangenheit systematisch untersucht worden und hat sich dabei gerade bei Betroffenen im fortgesetzten Krankheitsstadium als hilfreich erwiesen. Mit dem Einsatz von Kortison soll eine Verschlechterung des Gesundheitszustands verhindert werden. Wegen unerwünschter Wirkungen sollte der Arzt während der Therapie regelmäßig prüfen, ob eine weitere Verabreichung notwendig ist. Therapie der COPD: nichtmedikamentöse Therapien Eine weitere wichtige Maßnahme zur Verbesserung des Gesundheitszustands bei einer COPD stellen unterschiedliche Formen von nichtmedikamentösen Therapien dar. Eine Therapie mit Sauerstoff ist besonders für Patienten mit fortgeschrittener COPD geeignet. Sie lindert nicht nur die Atemnot, sondern verbessert auch die Herz-Lungen-Funktion. Sauerstofftherapien sind sowohl für Verbesserungen in Akutsituationen als auch für Langzeitanwendungen möglich. Bei einer anderen Therapieform, der Atemtherapie, arbeiten COPD-Patienten aktiv an ihrer Atemtechnik und trainieren dabei ihre Atemmuskulatur. Langfristig wird damit das Atmen und Husten erleichtert. Es gibt unterschiedliche Übungen mit und ohne Hilfsmittel, mit denen Sie auch zu Hause üben können. Empfohlene Impfungen bei COPD Die aktuelle Leitlinie empfiehlt die Impfung gegen Grippe und auch die Pneumokokkenimpfung, da sich dadurch die Häufigkeit von tiefen Atemwegsinfektionen positiv beeinflussen lässt.
Hib
Das Bakterium Hämophilus influenzae kann bei einem Großteil der Bevölkerung im Nasen-Rachen-Raum nachgewiesen werden. Gefährlich ist vor allem der Bakteriensubtyp b, der über eine schützende Kapsel verfügt und daher vom menschlichen Organismus nur unzureichend bekämpft werden kann. Die Übertragung des Erregers geschieht durch Tröpfcheninfektion – also durch Husten oder Niesen. Häufig bricht die Krankheit bei Infizierten gar nicht aus, sie sind aber sogenannte symptomlose Träger – das heißt, sie können andere Menschen mit Hib-Bakterien anstecken. Ob ein Mensch an Hib erkrankt ist abhängig davon, ob sein Organismus schon durch eine andere Infektion geschwächt ist. Die Inkubationszeit, also der Zeitraum zwischen Infektion und Erkrankung, beträgt bei Hib zwei bis fünf Tage.Trotz des ähnlichen Namens handelt es sich bei Hib nicht um den Erreger der Grippe (Influenza). Diese wird durch Viren hervorgerufen. Symptome und Komplikationen einer Hib-Infektion An Hämophilus-influenzae-Infektionen erkranken vorwiegend Kinder vor dem fünften Lebensjahr. Auch Erwachsene mit herabgesetzter Resistenz – zum Beispiel nach Entfernung der Milz – sind gefährdet. Hib kann lebensgefährliche Entzündungen im Nasen-Rachen-Raum hervorrufen.Eine besonders gefürchtete Komplikation der Hib-Infektion ist die eitrige Hirnhautentzündung (Meningitis). Sie äußert sich beispielsweise durch Erbrechen, hohes Fieber, Krämpfe und Bewusstseinseintrübung. Bleibt sie unbehandelt, führt sie oft zum Tode. Nach einer überstandenen Hirnhautentzündung bleiben häufig dauerhafte Schäden des Nervensystems zurück – zum Beispiel Hörschäden, Sehstörungen oder geistige Störungen. Manche Kinder sind nach einer Hib-Hirnhautentzündung geistig und körperlich schwerstbehindert. Eine weitere schwere Komplikation ist die Kehldeckelentzündung (Epiglottitis), die Erstickungsanfälle verursachen kann. Charakteristische Symptome einer Kehldeckelentzündung sind zum Beispiel Schluckbeschwerden, hohes Fieber und eine ausgeprägte Atemnot. Auch Lungenentzündungen, Entzündungen der Nasennebenhöhlen, der Ohren und der Gelenke sowie Bronchitis können auftreten. Diagnostik von Hib Die Diagnose Hib kann der Arzt zum einen anhand der charakteristischen Krankheitszeichen stellen. Zum anderen lassen sich die Hib-Bakterien beispielsweise in einem Nasen- oder Rachenabstrich sowie in der Gehirnflüssigkeit (Liquor) nachweisen. Therapie einer Hib-Infektion Vor allem wenn sich eine Hirnhautentzündung oder eine Kehldeckelentzündung entwickelt hat, wird der Patient im Krankenhaus umgehend mit Antibiotika behandelt. Jedoch verspricht eine Therapie mit Antibiotika nicht immer Erfolg, denn es gibt Stämme der Haemophilus-influenzae-b-Bakterien, die gegen Antibiotika resistent sind. Je nachdem, in welcher Form die Hib-Infektion auftritt, können auch entsprechende Mittel helfen, die Symptome zu lindern – zum Beispiel fiebersenkende, schleimlösende oder hustenstillende Medikamente. Hib vorbeugen Die einzig wirksame Vorbeugung gegen eine Hib-Infektion ist eine Schutzimpfung. Es ist wichtig, frühzeitig (mit zwei Monaten) mit der Impfung zu beginnen, da Kinder ab sechs Monaten besonders gefährdet sind.
Hepatitis B
Hepatitis B ist eine Virusinfektion. Sie wird über Haut-, Schleimhautverletzungen & Körperflüssigkeiten übertragen. Alles über Symptome, Impfungen &
Gürtelrose – Ursachen/Risikofaktoren
Gürtelrose (Herpes zoster) wird vom Varizella-Zoster-Virus ausgelöst. Es ist sehr ansteckend. Beim Kontakt mit einem Windpocken-Erkrankten infizieren sich über 95 Prozent der Personen, die das Virus noch nicht in sich tragen. Es wird über virushaltige Tröpfchen übertragen, die Infizierte beim Atmen oder Husten ausscheiden. Außerhalb des Körpers kann das Virus noch einige Stunden bis Tage überleben – so ist es auch über Gegenstände oder Körperoberflächen übertragbar. Nach der Windpockenerkrankung besteht lebenslange Immunität, aber man kann noch Jahrzehnte später an Gürtelrose erkranken.Bei Gürtelrose-Patienten ist nur der Bläscheninhalt virushaltig. Ansteckungsgefahr besteht also nur dann, wenn man mit offenen Bläschen in Berührung kommt. Ein Kontakt kann bei Menschen, die nicht gegen das Varizella-Zoster-Virus immun sind, zu Windpocken führen – nicht jedoch zur Gürtelrose, da diese nur durch spätere Reaktivierung des Virus entstehen kann. Sobald die Bläschen verkrustet sind, besteht keine Ansteckungsgefahr mehr. Risikogruppen: Ältere Menschen und Immunsupprimierte Wegen der hohen Ansteckungsgefahr sind in Deutschland über 95 Prozent der Erwachsenen mit dem Varizella-Zoster-Virus infiziert, weil sie in der Kindheit die Windpocken hatten. Sie sind alle potenzielle Gürtelrose-Patienten. Typischerweise erkranken aber vor allem ältere Menschen, da die Immunität gegen das Virus, die durch die überstandene Krankheit vorhanden ist, mit dem Alter abnimmt. In Deutschland erkranken pro Jahr etwa 350.000 bis 400.000 Menschen an der Gürtelrose. Dabei sind durchschnittlich nur zwei bis drei von 1.000 Menschen unter 50 Jahren betroffen, ab 50 Jahren sind es schon fünf und zwischen 60 und 70 Jahren schon sechs bis sieben. Rechnet man diese Zahlen über das gesamte Leben hoch, ergibt sich ein erhebliches Krankheitsrisiko: Wer 85 Jahre alt wird, hat eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit, einmal im Leben an der Gürtelrose zu erkranken. Neben Älteren haben auch Menschen mit geschwächtem Immunsystem ein vielfach erhöhtes Erkrankungsrisiko. Dazu gehören HIV-Infizierte, Krebspatienten oder Menschen, die wegen einer Transplantation immunsuppressive Medikamente erhalten. Daher gilt die Gürtelrose auch als Anzeichen für ein schwaches Immunsystem und möglicherweise eine zugrundeliegende andere Krankheit. Menschen, die mit HIV infiziert sind oder einen bösartigen Tumor haben, leiden überdurchschnittlich häufig an einer Gürtelrose. Sie wird aber auch durch andere Krankheiten wie Grippe, durch Stress oder starke Sonneneinstrahlung begünstigt.
Antibiotika – Anwendung
Antibiotika sollten nur bei bakteriellen Infektionen zum Einsatz kommen. Viele Infektionen der oberen Atemwege werden jedoch von Viren ausgelöst. Gegen Viren haben Antibiotika keinerlei Wirkung, hier kann der unnötige Einsatz sogar Nachteile mit sich bringen – zum Beispiel allergische Reaktionen und Resistenzentwicklung. Antibiotika sind allerdings auch dann angebracht, wenn sich auf eine durch Viren vorgeschädigte Schleimhaut der Atemwege zusätzlich Bakterien festsetzen. Bei Verdacht auf eine bakterielle Infektion sollte Sie ein Arzt behandeln: Er wird entscheiden, ob der Einsatz von Antibiotika nötig ist. Bei Virus-Infektionen können Sie die Symptome häufig selbst mit Hausmitteln, Schleimlösern, Schmerzmitteln, Fiebersenkern und Nasenspray behandeln. Bei folgenden Erkrankungen können Antibiotika notwendig werden: Husten (Bronchitis) Die akute Bronchitis, eine Entzündung der Bronchien mit Husten als Symptom, wird fast immer von Viren ausgelöst. Auf der entzündeten Schleimhaut der Bronchien können sich Bakterien jedoch leichter ausbreiten und eine zweite, bakterielle Infektion verursachen. Eine bakterielle Bronchitis dauert in der Regel länger als sieben Tage und wird von gelbgrünem Auswurf begleitet. Mandelentzündung (Angina, Tonsillitis) 90 Prozent aller Rachenentzündungen werden von Viren ausgelöst. Anzeichen für eine bakterielle Mandelentzündung sind hohes Fieber (über 39 Grad Celsius) über mehrere Tage, Halsschmerzen, die sich nicht bessern, geschwollene Lymphknoten und eitrige Stippen oder ein schmieriger gelblicher Belag auf den Mandeln. Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) und Schnupfen Schnupfen und Nebenhöhlenentzündungen werden fast immer durch Viren ausgelöst. Bakterien nisten sich meist erst auf der bereits durch Viren oder Allergien vorgeschädigten Schleimhaut ein. Eine bakterielle Sinusitis hält normalerweise länger als eine Woche an und es besteht ein Druckschmerz, der sich beim Bücken verstärkt. Mittelohrentzündung (Otitis media) Die Mittelohrentzündung ist eine der häufigsten Infektionen bei Kindern, Erwachsene hingegen erkranken selten. Bei einer Mittelohrentzündung ist die Ohrtrompete (Eustach-Röhre) verengt oder blockiert. Dadurch wird das Mittelohr nicht mehr ausreichend belüftet und der Druckausgleich behindert, sodass das Schleimhautsekret nicht mehr abfließen kann: Bakterielle Infektionen werden begünstigt. Gegen die häufigsten Erreger der bakteriellen Mittelohrentzündung, Pneumokokken und Haemophilus Influenza, helfen Impfungen. Häufig sind Viren die Auslöser für eine Mittelohrenentzündung: Dann helfen Antibiotika nur, wenn eine zweite, bakterielle Infektion des Mittelohrs hinzukommt. Lebensmittelvergiftung und Darminfekte (Enteritis, Kolitis) Gelangen Viren oder Bakterien mit der Nahrung in den Magen-Darm-Trakt, können sie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und krampfartige Bauchschmerzen auslösen. Während die von Viren verursachte „Magen-Darm-Grippe“ nur wenige Tage dauert, können Bakterien schwere und lang anhaltende Durchfälle auslösen. Wenn Durchfall nach drei Tagen nicht deutlich besser oder abgeklungen ist, sollte der Arzt an einer Stuhlprobe den Erreger nachweisen – schwere bakterielle Infektionen, zum Beispiel mit Salmonellen, Shigellen oder Staphylokokken, müssen mit Antibiotika behandelt werden. Harnwegsinfekte und Blasenentzündung Bei einer Blasenentzündung sind meist Bakterien – zum Beispiel aus dem Darm – durch die Harnröhre in die Blase gelangt. Häufiges und schmerzhaftes Wasserlassen ist die Folge. Wenn die Beschwerden länger als zwei Tage anhalten, Fieber oder starke Schmerzen auftreten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Schwangere und Kinder mit Blasenentzündung sollten grundsätzlich zum Arzt gehen. Bakterielle Infektionen von Haut und Wunden Bakterielle Infektionen der Haut – der Barriere zwischen Mensch und Umwelt – sind häufig. Je nach Schweregrad kann eine örtliche Therapie mit Umschlägen und Salben ausreichen oder eine Therapie mit Tabletten oder Infusionen nötig sein. Bei der Wundrose (Erysipel) zum Beispiel, bei der Bakterien über kleine Hautverletzungen in den Körper eindringen und eine Entzündung der Haut und der Lymphgefäße verursachen, sind Arztbesuch und Antibiotika unumgänglich, denn unbehandelt kann die Erkrankung tödlich sein.
Vorbeugung/Sportverletzungen – Gesund Sport treiben
Wenn Sie gesund Sport treiben wollen – und das ist wichtig, um Sportverletzungen zu vermeiden – sollten Sie einige Regeln beachten. Sportanfänger: Langsam und unter Anleitung Wenn Sie Sportanfänger sind, sollten Sie es besser langsam angehen lassen. Beginnen Sie mit drei bis vier Sporteinheiten (dazu zählt auch schnelles Spazierengehen) je 30 bis 40 Minuten pro Woche, das reicht völlig aus. Wenn Sie sich dazu bereit fühlen, steigern Sie einfach schrittweise erst die Trainingsdauer, dann Häufigkeit und Intensität der Sporteinheiten. Wenn Sie eine neue Sportart ausprobieren wollen, sollten Sie sich am besten von einem qualifizierten Trainer anleiten lassen. Denn wer den richtigen Bewegungsablauf beherrscht, kann schnelle Trainingserfolge erzielen – und Verletzungen vorbeugen. Gesundheitscheck beim Arzt Wenn Sie längere Zeit keinen Sport getrieben haben, älter als 35 Jahre sind oder an einer Vorerkrankung leiden, ist es ratsam, vor dem ersten Training zum Arzt zu gehen. Auch bei Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Übergewicht oder Rauchen empfiehlt sich ein Arztbesuch. Der Arzt wird dann einen Rundum-Check durchführen und Sie auf Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und des Bewegungsapparats untersuchen. Mithilfe der Testergebnisse kann er Ihnen geeignete Sportarten empfehlen und Ihnen sagen, worauf Sie beim Training achten sollten. Überlastung vermeiden Es ist gut, wenn Sie Ihren Körper fordern, jedoch sollten Sie das nur in gesundem Maße tun. Überlasten Sie sich nicht und passen Sie das Training Ihrem persönlichen Leistungsvermögen an. So reduzieren Sie das Risiko für Verletzungen. Wählen Sie beispielsweise beim Laufen ein Tempo, bei dem es Ihnen noch problemlos möglich ist, sich zu unterhalten. Besser ist es, wenn Sie lang und locker statt kurz und heftig trainieren. Sie trainieren richtig, wenn Sie sich nach dem Sport angenehm erschöpft, jedoch nicht völlig geschwächt fühlen.Falls Sie sich nicht sicher sind, wie intensiv Ihr Training sein soll, lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten. Er kann Ihnen zum Beispiel sagen, wie hoch Ihr richtiger Trainingspuls liegt. Folgende Faustregeln können Ihnen einen Richtwert für den Maximalpuls liefern: Bei Männern beträgt die maximale Pulsfrequenz 220 minus Lebensalter. Der Puls von Frauen sollte nicht über 226 minus Lebensalter steigen. Für die genaue Bestimmung – beispielsweise bei Leistungssportlern – sind Belastungstests notwendig. Der richtige Trainingspuls wird je nach gewünschter Trainingsform errechnet. Je nachdem, ob Sie ein intensives oder eher ein weniger anstrengendes Ausdauertraining wünschen. Ausreichende Erholungspause Gönnen Sie Ihrem Körper nach sportlicher Belastung eine ausreichende Erholungspause. Denn nur so werden die positiven Auswirkungen des Trainings sichtbar: Während der Ruhephasen passt sich der Körper an die Belastung an, baut Muskeln auf und hat einen höheren Energieverbrauch. Gerade für Sportanfänger ist es daher ratsam, nicht jeden Tag Sport zu treiben. Zwischen den einzelnen Trainingseinheiten braucht der Körper ausreichend sportfreie Ruhetage, um sich regenerieren zu können. Für Untrainierte gilt: Bei Ausdauersport liegt die Mindestpause bei 36 bis 48 Stunden, bei Krafttraining bei 48 bis 72 Stunden. Damit unterschiedliche Muskeln belastet und gestärkt werden, können Sie auch zwischen verschiedenen Sportarten wechseln. Spielen Sie zum Beispiel an einem Tag Volleyball, gehen Sie an einem anderen Tag Joggen oder machen Sie Kraftsport. Kein Sport bei Krankheit Wenn Sie an einer Erkältung, einer Grippe oder einer anderen akuten Erkrankung leiden, sollten Sie auf Sport verzichten. Da eine Krankheit ohnehin schon eine Belastung für den Körper darstellt, kann ein anstrengendes Training Schädigungen des Herzens zur Folge haben. Auch Verletzungen von Gelenken oder Muskeln benötigen genug Zeit zum Ausheilen. Lassen Sie sich am besten von Ihrem Arzt beraten, wann Sie wieder anfangen können zu trainieren. Im Allgemeinen sollten Sie Schmerzen nie auf die leichte Schulter nehmen, denn sie stellen immer ein Warnsignal des Körpers dar.
Welche Impfungen machen Sinn?
Von Masern über Hepatitis bis hin zu Kinderlähmung – hier lesen Sie, gegen welche Krankheiten geimpft werden kann und wann welche Impfung sinnvoll
Schmerzmittel bei Zahnschmerzen
Kurzfristig, bis zum nächsten Zahnarztbesuch, helfen Schmerzmittel gegen die Symptome. Die Wirkstoffe Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Naproxen oder Paracetamol lindern die Beschwerden. Acetylsalicylsäure (ASS) und Naproxen werden bei leichten bis mittelschweren Schmerzen empfohlen. Bei Zahnschmerzen sollten sie nur eingesetzt werden, wenn kein chirurgischer Eingriff bevorsteht. Es kann sonst zu einer länger anhaltenden Blutung kommen. Wenden Sie ASS und Naproxen nicht an bei erhöhter Blutungsneigung, bestehenden Magen-Darm-Geschwüren, Niereninsuffizienz oder bei allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen oder Asthma. Acetylsalicylsäure kann bei Kindern und Jugendlichen zu Komplikationen führen, wenn ein Virusinfekt oder eine fiebrige Erkrankung vorliegt.Ibuprofen wird bei leichten bis mäßig starken entzündlichen Schmerzen eingesetzt. Der Wirkstoff eignet sich gut zur Behandlung von Zahnschmerzen. Er zeigt keine blutverdünnenden Eigenschaften. Bei Magen-Darm-Erkrankungen, bei Nieren- oder Leberfunktionsstörungen oder bei allergischen Erkrankungen (Heuschnupfen, Asthma) sollte Ibuprofen nicht eingenommen werden.Das Wirkspektrum vom Paracetamol reicht von leichten bis starken Schmerzen. Paracetamol nimmt keinen Einfluss auf die Blutgerinnungszeit. Für Menschen mit empfindlichem Magen und für ältere Menschen bietet der Arzneistoff eine gute Alternative zu anderen Schmerzmitteln. Wenden Sie Paracetamol nicht in Kombination mit Alkohol an. Das belastet die Leber. Bei Leberfunktionsstörungen ist generell von der Einnahme abzuraten. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Gegenanzeigen Grundsätzlich kann es bei der gleichzeitigen Anwendung von mehreren Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen. Bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen dürfen Sie manche Medikamente überhaupt nicht einnehmen. In jedem Beipackzettel finden Sie dies unter dem Begriff Gegenanzeigen. Wenden Sie sich bei konkreten Fragen und individuellen Problemen an Ihre Apotheke. Beachten Sie die Dosierungsanleitung der einzelnen Medikamente. Die Mittel können nur wirken, wenn sie regelmäßig und ausreichend hoch dosiert eingenommen werden. Vorsicht mit Acetylsalicylsäure bei Kindern Das Reye-Syndrom ist die Bezeichnung für eine sehr seltene, aber gefährliche Erkrankung. Dabei werden Hirn und Leber massiv geschädigt. Am häufigsten sind Kinder zwischen vier und neun Jahren betroffen. Als Ursache vermutet man einen Zusammenhang zwischen Virusinfektionen und der Einnahme von Acetylsalicylsäure. Möglicherweise spielen auch erbliche Faktoren eine Rolle. Kinder, die an Windpocken, Grippe oder Atemwegsinfekten erkrankt sind, sollten deshalb besser mit Paracetamol oder Ibuprofen behandelt werden. Schmerzmittel bei älteren Menschen: vorsichtig dosieren Bei älteren Menschen werden Arzneistoffe langsamer abgebaut. Der Stoffwechsel arbeitet nicht mehr so schnell. So kann es vorkommen, dass bestimmte Arzneistoffe länger oder stärker wirken. Menschen über 60 Jahre erzielen bei den Wirkstoffen Ibuprofen, Naproxen oder Acetylsalicylsäure bereits mit einer geringeren Dosis die erwünschte Wirkung. Vorsicht bei empfindlichem Magen Einige Wirkstoffe wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Naproxen können die Magenschleimhäute reizen. Wenn Sie einen empfindlichen Magen haben, sollten Sie „magenneutrale“ Wirkstoffe wählen, beispielsweise Paracetamol. Außerdem gilt: Trinken Sie zur Einnahme von Tabletten, Kapseln oder Dragees mindestens ein Glas Wasser (0,2 Liter). Viele Schmerzmittel werden dadurch besser magenverträglich und der Wirkstoff kann sich gut aus der Arzneiform lösen. Wichtig: Arzneistoffe, die die Magenschleimhäute schädigen, können dies teilweise auch, wenn sie als Zäpfchen angewandt werden. Die Nebenwirkung entsteht nicht nur durch das Auflösen im Magen, sondern auch durch den Wirkstoff an sich. Dabei ist es ohne Bedeutung, auf welchem Weg die Aufnahme in die Blutbahn erfolgt. Schmerzmittel nur kurzfristig einnehmen Wenden Sie Schmerzmittel nur kurzfristig und bei Bedarf an, nicht prophylaktisch. Wenn Schmerzmittel oft eingenommen werden, können sie Kopfschmerzen auslösen. Ein Teufelskreis entsteht. Die Betroffenen greifen immer häufiger zur Tablette. Nehmen Sie Schmerzmittel nicht länger als drei Tage hintereinander ein. Empfehlung: nicht öfter als zehn Tage im Monat. Präparate mit nur einem Wirkstoff sollen ein niedrigeres Abhängigkeitsrisiko als kombinierte Präparate erzeugen.