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Keuchhusten
Keuchhusten (Pertussis) ist eine sehr ansteckende Infektionskrankheit, die durch Bakterien verursacht und durch Tröpfcheninfektion übertragen
Legionellen
Warnungen vor Legionellen, den Keimen aus dem Leitungswasser, häufen sich. Gefährlich sind Legionellen aber meist nur bei geschwächtem
Lungenentzündung – Ursachen/Risikofaktoren
Eine Lungenentzündung (Pneumonie) entsteht, wenn das Lungengewebe durch einen schädigenden Einfluss angegriffen wird. Es gibt ganz unterschiedliche Ursachen. Besonders häufig wird eine Lungenentzündung, die sich der Betroffene in der häuslichen Umgebung zuzieht (ambulant erworben), durch Bakterien und Viren aus der Atemluft verursacht. Sie werden als infektiöse Pneumonien bezeichnet und meistens durch eine Bakterienart, Streptococcus pneumoniae, ausgelöst. Bei kleinen Kindern und im Alter ist auch das Bakterium Haemophilus influenzae ein häufiger Auslöser. In bestimmten Fällen – zum Beispiel bei einer im Krankenhaus erworbenen Lungenentzündung oder bei Heimbewohnern – spielen Problemkeime wie Coli-Bakterien und Erreger, die unempfindlich gegen Antibiotika sind, eine entscheidende Rolle. In die große Gruppe der infektiösen Pneumonien gehören auch spezielle Formen wie die gefürchtete Grippe-Pneumonie, die Tuberkulose oder Pneumonien bei AIDS. In der akuten Phase einer Lungenentzündung können die Krankheitserreger auf Kontaktpersonen übertragen werden. Durch Husten oder Niesen werden die Keime in der Umgebung verteilt. Mitmenschen können sich durch die Tröpfcheninfektion – also durch Einatmen von feinsten Tröpfchen – mit diesen Erregern anstecken. Ob sich eine Pneumonie entwickelt, hängt entscheidend von der Abwehrlage des Einzelnen ab. Nicht nur Viren und Bakterien sind Auslöser einer Lungenentzündung Bei älteren Menschen kommt es häufiger zu einer Sonderform der Lungenentzündung – der Apirationspneumonie. Hier ist Mageninhalt, der beim Erbrechen in die Atemwege gelangt, Auslöser der Pneumonie. Seltener können auch Kreislaufstörungen – etwa bei einem Lungeninfarkt oder bei einer schweren Herzschwäche – sowie Reizgase und Strahlen die Ursache sein. Bei geschwächter Abwehr steigt das Risiko für eine Lungenentzündung Wenn der Körper nicht in der Lage ist, sich ausreichend gegen das Eindringen von Schadstoffen, Krankheitserregern oder anderen Störfaktoren zu wehren, steigt die Gefahr, an einer Lungenentzündung zu erkranken. Besonders gefährdet sind deshalb alle Menschen, die unter einer Abwehrschwäche leiden. Zu einer Abwehrschwäche können führen: Diabetes mellitus Mangelernährung Krebserkrankungen Alkoholmissbrauch AIDS Chronische Lungenerkrankungen (Asthma, COPD) Nieren- und Leberinsuffizienz Herz-Kreislauf-Erkrankungen Behandlung mit Medikamenten, die die Abwehr schwächen, zum Beispiel Kortison Ältere Menschen sind generell anfälliger für Infektionskrankheiten. Eine Lungenentzündung ist im Alter nicht nur etwa fünfmal häufiger als bei jungen Menschen, sondern ihr Krankheitsverlauf ist oft auch wesentlich bedrohlicher. Um einer Lungenentzündung im Alter vorzubeugen, ist es hilfreich, die altersbedingten Risikofaktoren zu kennen. Die besonders hohe Infektionsgefahr im Alter ist bedingt durch: Altersveränderungen des Atemtraktes: Insbesondere bei älteren Menschen, aber auch bei Rauchern, bei Mangelernährung und nach einer Therapie mit Antibiotika nimmt die Keimbesiedelung des Nasen-Rachen-Raums erheblich zu. Sie ist damit wesentlicher Risikofaktor für eine Pneumonie. Außerdem verliert die Selbstreinigung der Atemwege mit dem Alter an Kraft. schlechte Lungenbelüftung bei Bettlägerigkeit Einsatz von Magensonden Häufung von neurologischen Störungen, die die Gefahr einer Aspirationspneumonie durch „verschluckten Magensaft“ (Aspiration) erhöhen – zum Beispiel nach einem Schlaganfall Multimorbidität: Vorliegen mehrerer Grunderkrankungen, die die Abwehr schwächen
Hib
Das Bakterium Hämophilus influenzae kann bei einem Großteil der Bevölkerung im Nasen-Rachen-Raum nachgewiesen werden. Gefährlich ist vor allem der Bakteriensubtyp b, der über eine schützende Kapsel verfügt und daher vom menschlichen Organismus nur unzureichend bekämpft werden kann. Die Übertragung des Erregers geschieht durch Tröpfcheninfektion – also durch Husten oder Niesen. Häufig bricht die Krankheit bei Infizierten gar nicht aus, sie sind aber sogenannte symptomlose Träger – das heißt, sie können andere Menschen mit Hib-Bakterien anstecken. Ob ein Mensch an Hib erkrankt ist abhängig davon, ob sein Organismus schon durch eine andere Infektion geschwächt ist. Die Inkubationszeit, also der Zeitraum zwischen Infektion und Erkrankung, beträgt bei Hib zwei bis fünf Tage.Trotz des ähnlichen Namens handelt es sich bei Hib nicht um den Erreger der Grippe (Influenza). Diese wird durch Viren hervorgerufen. Symptome und Komplikationen einer Hib-Infektion An Hämophilus-influenzae-Infektionen erkranken vorwiegend Kinder vor dem fünften Lebensjahr. Auch Erwachsene mit herabgesetzter Resistenz – zum Beispiel nach Entfernung der Milz – sind gefährdet. Hib kann lebensgefährliche Entzündungen im Nasen-Rachen-Raum hervorrufen.Eine besonders gefürchtete Komplikation der Hib-Infektion ist die eitrige Hirnhautentzündung (Meningitis). Sie äußert sich beispielsweise durch Erbrechen, hohes Fieber, Krämpfe und Bewusstseinseintrübung. Bleibt sie unbehandelt, führt sie oft zum Tode. Nach einer überstandenen Hirnhautentzündung bleiben häufig dauerhafte Schäden des Nervensystems zurück – zum Beispiel Hörschäden, Sehstörungen oder geistige Störungen. Manche Kinder sind nach einer Hib-Hirnhautentzündung geistig und körperlich schwerstbehindert. Eine weitere schwere Komplikation ist die Kehldeckelentzündung (Epiglottitis), die Erstickungsanfälle verursachen kann. Charakteristische Symptome einer Kehldeckelentzündung sind zum Beispiel Schluckbeschwerden, hohes Fieber und eine ausgeprägte Atemnot. Auch Lungenentzündungen, Entzündungen der Nasennebenhöhlen, der Ohren und der Gelenke sowie Bronchitis können auftreten. Diagnostik von Hib Die Diagnose Hib kann der Arzt zum einen anhand der charakteristischen Krankheitszeichen stellen. Zum anderen lassen sich die Hib-Bakterien beispielsweise in einem Nasen- oder Rachenabstrich sowie in der Gehirnflüssigkeit (Liquor) nachweisen. Therapie einer Hib-Infektion Vor allem wenn sich eine Hirnhautentzündung oder eine Kehldeckelentzündung entwickelt hat, wird der Patient im Krankenhaus umgehend mit Antibiotika behandelt. Jedoch verspricht eine Therapie mit Antibiotika nicht immer Erfolg, denn es gibt Stämme der Haemophilus-influenzae-b-Bakterien, die gegen Antibiotika resistent sind. Je nachdem, in welcher Form die Hib-Infektion auftritt, können auch entsprechende Mittel helfen, die Symptome zu lindern – zum Beispiel fiebersenkende, schleimlösende oder hustenstillende Medikamente. Hib vorbeugen Die einzig wirksame Vorbeugung gegen eine Hib-Infektion ist eine Schutzimpfung. Es ist wichtig, frühzeitig (mit zwei Monaten) mit der Impfung zu beginnen, da Kinder ab sechs Monaten besonders gefährdet sind.
Hepatitis B
Hepatitis B ist eine Virusinfektion. Sie wird über Haut-, Schleimhautverletzungen & Körperflüssigkeiten übertragen. Alles über Symptome, Impfungen &
Gürtelrose – Ursachen/Risikofaktoren
Gürtelrose (Herpes zoster) wird vom Varizella-Zoster-Virus ausgelöst. Es ist sehr ansteckend. Beim Kontakt mit einem Windpocken-Erkrankten infizieren sich über 95 Prozent der Personen, die das Virus noch nicht in sich tragen. Es wird über virushaltige Tröpfchen übertragen, die Infizierte beim Atmen oder Husten ausscheiden. Außerhalb des Körpers kann das Virus noch einige Stunden bis Tage überleben – so ist es auch über Gegenstände oder Körperoberflächen übertragbar. Nach der Windpockenerkrankung besteht lebenslange Immunität, aber man kann noch Jahrzehnte später an Gürtelrose erkranken.Bei Gürtelrose-Patienten ist nur der Bläscheninhalt virushaltig. Ansteckungsgefahr besteht also nur dann, wenn man mit offenen Bläschen in Berührung kommt. Ein Kontakt kann bei Menschen, die nicht gegen das Varizella-Zoster-Virus immun sind, zu Windpocken führen – nicht jedoch zur Gürtelrose, da diese nur durch spätere Reaktivierung des Virus entstehen kann. Sobald die Bläschen verkrustet sind, besteht keine Ansteckungsgefahr mehr. Risikogruppen: Ältere Menschen und Immunsupprimierte Wegen der hohen Ansteckungsgefahr sind in Deutschland über 95 Prozent der Erwachsenen mit dem Varizella-Zoster-Virus infiziert, weil sie in der Kindheit die Windpocken hatten. Sie sind alle potenzielle Gürtelrose-Patienten. Typischerweise erkranken aber vor allem ältere Menschen, da die Immunität gegen das Virus, die durch die überstandene Krankheit vorhanden ist, mit dem Alter abnimmt. In Deutschland erkranken pro Jahr etwa 350.000 bis 400.000 Menschen an der Gürtelrose. Dabei sind durchschnittlich nur zwei bis drei von 1.000 Menschen unter 50 Jahren betroffen, ab 50 Jahren sind es schon fünf und zwischen 60 und 70 Jahren schon sechs bis sieben. Rechnet man diese Zahlen über das gesamte Leben hoch, ergibt sich ein erhebliches Krankheitsrisiko: Wer 85 Jahre alt wird, hat eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit, einmal im Leben an der Gürtelrose zu erkranken. Neben Älteren haben auch Menschen mit geschwächtem Immunsystem ein vielfach erhöhtes Erkrankungsrisiko. Dazu gehören HIV-Infizierte, Krebspatienten oder Menschen, die wegen einer Transplantation immunsuppressive Medikamente erhalten. Daher gilt die Gürtelrose auch als Anzeichen für ein schwaches Immunsystem und möglicherweise eine zugrundeliegende andere Krankheit. Menschen, die mit HIV infiziert sind oder einen bösartigen Tumor haben, leiden überdurchschnittlich häufig an einer Gürtelrose. Sie wird aber auch durch andere Krankheiten wie Grippe, durch Stress oder starke Sonneneinstrahlung begünstigt.
Antibiotika – Anwendung
Antibiotika sollten nur bei bakteriellen Infektionen zum Einsatz kommen. Viele Infektionen der oberen Atemwege werden jedoch von Viren ausgelöst. Gegen Viren haben Antibiotika keinerlei Wirkung, hier kann der unnötige Einsatz sogar Nachteile mit sich bringen – zum Beispiel allergische Reaktionen und Resistenzentwicklung. Antibiotika sind allerdings auch dann angebracht, wenn sich auf eine durch Viren vorgeschädigte Schleimhaut der Atemwege zusätzlich Bakterien festsetzen. Bei Verdacht auf eine bakterielle Infektion sollte Sie ein Arzt behandeln: Er wird entscheiden, ob der Einsatz von Antibiotika nötig ist. Bei Virus-Infektionen können Sie die Symptome häufig selbst mit Hausmitteln, Schleimlösern, Schmerzmitteln, Fiebersenkern und Nasenspray behandeln. Bei folgenden Erkrankungen können Antibiotika notwendig werden: Husten (Bronchitis) Die akute Bronchitis, eine Entzündung der Bronchien mit Husten als Symptom, wird fast immer von Viren ausgelöst. Auf der entzündeten Schleimhaut der Bronchien können sich Bakterien jedoch leichter ausbreiten und eine zweite, bakterielle Infektion verursachen. Eine bakterielle Bronchitis dauert in der Regel länger als sieben Tage und wird von gelbgrünem Auswurf begleitet. Mandelentzündung (Angina, Tonsillitis) 90 Prozent aller Rachenentzündungen werden von Viren ausgelöst. Anzeichen für eine bakterielle Mandelentzündung sind hohes Fieber (über 39 Grad Celsius) über mehrere Tage, Halsschmerzen, die sich nicht bessern, geschwollene Lymphknoten und eitrige Stippen oder ein schmieriger gelblicher Belag auf den Mandeln. Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) und Schnupfen Schnupfen und Nebenhöhlenentzündungen werden fast immer durch Viren ausgelöst. Bakterien nisten sich meist erst auf der bereits durch Viren oder Allergien vorgeschädigten Schleimhaut ein. Eine bakterielle Sinusitis hält normalerweise länger als eine Woche an und es besteht ein Druckschmerz, der sich beim Bücken verstärkt. Mittelohrentzündung (Otitis media) Die Mittelohrentzündung ist eine der häufigsten Infektionen bei Kindern, Erwachsene hingegen erkranken selten. Bei einer Mittelohrentzündung ist die Ohrtrompete (Eustach-Röhre) verengt oder blockiert. Dadurch wird das Mittelohr nicht mehr ausreichend belüftet und der Druckausgleich behindert, sodass das Schleimhautsekret nicht mehr abfließen kann: Bakterielle Infektionen werden begünstigt. Gegen die häufigsten Erreger der bakteriellen Mittelohrentzündung, Pneumokokken und Haemophilus Influenza, helfen Impfungen. Häufig sind Viren die Auslöser für eine Mittelohrenentzündung: Dann helfen Antibiotika nur, wenn eine zweite, bakterielle Infektion des Mittelohrs hinzukommt. Lebensmittelvergiftung und Darminfekte (Enteritis, Kolitis) Gelangen Viren oder Bakterien mit der Nahrung in den Magen-Darm-Trakt, können sie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und krampfartige Bauchschmerzen auslösen. Während die von Viren verursachte „Magen-Darm-Grippe“ nur wenige Tage dauert, können Bakterien schwere und lang anhaltende Durchfälle auslösen. Wenn Durchfall nach drei Tagen nicht deutlich besser oder abgeklungen ist, sollte der Arzt an einer Stuhlprobe den Erreger nachweisen – schwere bakterielle Infektionen, zum Beispiel mit Salmonellen, Shigellen oder Staphylokokken, müssen mit Antibiotika behandelt werden. Harnwegsinfekte und Blasenentzündung Bei einer Blasenentzündung sind meist Bakterien – zum Beispiel aus dem Darm – durch die Harnröhre in die Blase gelangt. Häufiges und schmerzhaftes Wasserlassen ist die Folge. Wenn die Beschwerden länger als zwei Tage anhalten, Fieber oder starke Schmerzen auftreten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Schwangere und Kinder mit Blasenentzündung sollten grundsätzlich zum Arzt gehen. Bakterielle Infektionen von Haut und Wunden Bakterielle Infektionen der Haut – der Barriere zwischen Mensch und Umwelt – sind häufig. Je nach Schweregrad kann eine örtliche Therapie mit Umschlägen und Salben ausreichen oder eine Therapie mit Tabletten oder Infusionen nötig sein. Bei der Wundrose (Erysipel) zum Beispiel, bei der Bakterien über kleine Hautverletzungen in den Körper eindringen und eine Entzündung der Haut und der Lymphgefäße verursachen, sind Arztbesuch und Antibiotika unumgänglich, denn unbehandelt kann die Erkrankung tödlich sein.
Welche Impfungen machen Sinn?
Von Masern über Hepatitis bis hin zu Kinderlähmung – hier lesen Sie, gegen welche Krankheiten geimpft werden kann und wann welche Impfung sinnvoll
Schmerzmittel bei Zahnschmerzen
Kurzfristig, bis zum nächsten Zahnarztbesuch, helfen Schmerzmittel. Die Wirkstoffe Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Naproxen oder Paracetamol lindern die Beschwerden. Acetylsalicylsäure (ASS) und Naproxen werden bei leichten bis mittelschweren Schmerzen empfohlen. Bei Zahnschmerzen sollten sie nur eingesetzt werden, wenn kein chirurgischer Eingriff bevorsteht. Es kann sonst zu einer länger anhaltenden Blutung kommen. Wenden Sie ASS und Naproxen nicht an bei erhöhter Blutungsneigung, bestehenden Magen-Darm-Geschwüren, Niereninsuffizienz oder bei allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen oder Asthma. Acetylsalicylsäure kann bei Kindern und Jugendlichen zu Komplikationen führen, wenn ein Virusinfekt oder eine fiebrige Erkrankung vorliegt. Ibuprofen wird bei leichten bis mäßig starken entzündlichen Schmerzen eingesetzt. Der Wirkstoff eignet sich gut zur Behandlung von Zahnschmerzen. Er zeigt keine blutverdünnenden Eigenschaften. Bei Magen-Darm-Erkrankungen, bei Nieren- oder Leberfunktionsstörungen oder bei allergischen Erkrankungen (Heuschnupfen, Asthma) sollte Ibuprofen nicht eingenommen werden. Das Wirkspektrum vom Paracetamol reicht von leichten bis starken Schmerzen. Paracetamol nimmt keinen Einfluss auf die Blutgerinnungszeit. Für Menschen mit empfindlichem Magen und für ältere Menschen bietet der Arzneistoff eine gute Alternative zu anderen Schmerzmitteln. Wenden Sie Paracetamol nicht in Kombination mit Alkohol an. Das belastet die Leber. Bei Leberfunktionsstörungen ist generell von der Einnahme abzuraten. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Gegenanzeige Grundsätzlich kann es bei der gleichzeitigen Anwendung von mehreren Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen. Bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen dürfen manche Medikamente überhaupt nicht eingenommen werden. In jedem Beipackzettel finden Sie dies unter dem Begriff Gegenanzeigen. Wenden Sie sich bei konkreten Fragen und individuellen Problemen an Ihre Apotheke. Beachten Sie die Dosierungsanleitung der einzelnen Medikamente. Die Mittel können nur wirken, wenn Sie regelmäßig und ausreichend hoch dosiert eingenommen werden. Vorsicht mit Acetylsalicylsäure bei Kindern Das Reye-Syndrom ist die Bezeichnung für eine sehr seltene, aber gefährliche Erkrankung. Dabei werden Hirn und Leber massiv geschädigt. Am häufigsten sind Kinder zwischen vier und neun Jahren betroffen. Als Ursache vermutet man einen Zusammenhang zwischen Virusinfektionen und der Einnahme von Acetylsalicylsäure. Möglicherweise spielen auch erbliche Faktoren eine Rolle. Kinder, die an Windpocken, Grippe oder Atemwegsinfekten erkrankt sind, sollten deshalb besser mit Paracetamol oder Ibuprofen behandelt werden. Schmerzmittel bei älteren Menschen vorsichtig dosieren Bei älteren Menschen werden Arzneistoffe langsamer abgebaut. Der Stoffwechsel arbeitet nicht mehr so schnell. So kann es vorkommen, dass bestimmte Arzneistoffe länger oder stärker wirken. Menschen über 60 Jahre erzielen bei den Wirkstoffen Ibuprofen, Naproxen oder Acetylsalicylsäure bereits mit einer geringeren Dosis die erwünschte Wirkung. Vorsicht mit Schmerzmitteln bei empfindlichem Magen Einige Wirkstoffe wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Naproxen können die Magenschleimhäute reizen. Wenn Sie einen empfindlichen Magen haben, sollten Sie "magenneutrale" Wirkstoffe wählen, beispielsweise Paracetamol. Außerdem gilt: Trinken Sie zur Einnahme von Tabletten, Kapseln oder Dragees mindestens ein Glas Wasser (0,2 Liter). Viele Schmerzmittel werden dadurch besser magenverträglich und der Wirkstoff kann sich gut aus der Arzneiform lösen. Wichtig: Arzneistoffe, die die Magenschleimhäute schädigen, können dies teilweise auch, wenn sie als Zäpfchen angewandt werden. Die Nebenwirkung entsteht nicht nur durch das Auflösen im Magen, sondern auch durch den Wirkstoff an sich. Dabei ist es ohne Bedeutung, auf welchem Weg die Aufnahme in die Blutbahn erfolgt. Schmerzmittel nur kurzfristig einnehmen Wenden Sie Schmerzmittel nur kurzfristig und bei Bedarf an, nicht prophylaktisch. Wenn Schmerzmittel oft eingenommen werden, können sie Kopfschmerzen auslösen. Ein Teufelskreis entsteht. Die Betroffenen greifen immer häufiger zur Tablette. Nehmen Sie Schmerzmittel nicht länger als drei Tage hintereinander ein. Weiterhin gilt die Empfehlung: nicht öfter als zehn Tage im Monat. Präparate mit nur einem Wirkstoff sollen ein niedrigeres Abhängigkeitsrisiko als kombinierte Präparate erzeugen.
Kopfschmerzen – Hausmittel und mehr
Wenn Sie häufig Kopfschmerzen (Cephalgien) haben und Schmerzmittel zur Therapie anwenden, sollten Sie einen Arzt um Rat fragen. Vermeintlich banale Kopfschmerzen können auch andere Ursachen haben. Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn Sie starke Kopfschmerzen haben, ohne die Ursache zu kennen, die Kopfschmerzen trotz Schmerzmedikamenten nicht besser werden, Sie Ihre Medikamente länger als drei Tage hintereinander einsetzen, Sie an mehr als zehn Tagen im Monat Schmerzmittel einnehmen, zusätzliche Beschwerden wie zum Beispiel Sehstörungen oder Schwindel auftreten, die Kopfschmerzen erstmals nach Einnahme eines Arzneimittels auftreten, nach dem 40. Lebensjahr erstmals Kopfschmerzen auftreten, die Sie bisher so nicht kannten Ist die Diagnose sicher und die Ursache der Kopfschmerzen bekannt, kann man nach Rücksprache mit dem Arzt auch selbst eine Therapie beginnen. Als Hilfe bei Kopfschmerzen eignen sich beispielsweise frei in der Apotheke erhältliche Schmerzmittel, Hausmittel oder andere pflanzliche Mittel. Doch auch dann gibt es einiges zu beachten. Informationen zum Medikament finden Sie im Beipackzettel eines jeden Produktes. Vorsicht bei der Therapie mit mehreren Medikamenten Grundsätzlich kann es bei der gleichzeitigen Anwendung von mehreren Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen. Bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen dürfen manche Medikamente überhaupt nicht eingenommen werden. In jedem Beipackzettel finden Sie dies unter dem Begriff „Gegenanzeigen“. Manche Mittel eignen sich nur für die kurzzeitige Therapie. Vorsicht mit Acetylsalicylsäure bei Kindern Acetylsalicylsäure (ASS) ist bekannt dafür, schnell Hilfe bei Kopfschmerzen zu bringen. Allerdings sollte das Medikament bei Kindern und Jugendlichen mit fieberhaften Erkrankungen (zum Beispiel Grippe, Windpocken) nur auf ärztliche Anweisung zur Therapie verwendet werden und nur dann, wenn andere Maßnahmen nicht wirken.Denn ASS kann im Zusammenhang mit viralen Erkrankungen das sogenannte Reye-Syndrom auslösen. Diese Erkrankung ist sehr selten, aber auch sehr gefährlich und bedarf einer sofortigen ärztlichen Behandlung. Hirn und Leber können dabei massiv geschädigt werden, in der Hälfte der Fälle ist das Reye-Syndrom tödlich. Erste Anzeichen sind lang anhaltendes Erbrechen einige Tage nach einer fieberhaften Erkrankung. Schmerzmittel-Anwendung bei älteren Menschen und bei Nierenerkrankungen Bei älteren Menschen werden bestimmte Medikamente langsamer abgebaut. Der Stoffwechsel arbeitet nicht mehr so schnell und auch die Nierenfunktion ist häufig eingeschränkt. Somit bleiben bestimmte Medikamente länger im Körper und wirken stärker. Daher erzielen Menschen über 60 Jahre bei einer Therapie mit Wirkstoffen wie Ibuprofen, Naproxen oder Acetylsalicylsäure bereits mit einer geringeren Dosis die erwünschte Wirkung. Dies gilt auch für jüngere Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Niereninsuffizienz). Darüber hinaus sind ältere Menschen gefährdeter für Blutungen aus dem Magen-Darm-Trakt, die durch eine Therapie mit Schmerzmitteln begünstigt werden können. Auch hier ist bei der Einnahme von schmerzlindernden Medikamenten besondere Vorsicht geboten. Therapie mit Schmerzmitteln während der Schwangerschaft In der Schwangerschaft sollte kein Medikament als „sicher“ angesehen werden, daher ist die Anwendung auf Situationen zu beschränken, in denen es wirklich nicht anders geht. Etliche Schmerzmittel sind für diesen Zeitraum kontraindiziert, das heißt, sie haben dafür keine Zulassung. Paracetamol dagegen kann unter strenger Risiko- und Nutzenabwägung während der gesamten Schwangerschaft zur Therapie eingesetzt werden. Für die Annahme, Paracetamol sei für die Entwicklung von Hodenhochstand, Asthma bronchiale oder ADHS mitverantwortlich, gibt es zurzeit keinerlei abgesicherte Beweise.Ibuprofen – ein NSAR, also ein nichtsteroidales Schmerzmittel – kann bis zur 28. Schwangerschaftswoche ebenfalls nach strenger Indikationsstellung eingenommen werden. Danach kann die Einnahme zu einer Arterienverengung im Herzen des Fötus und zu Nierenschäden führen.Acetylsalicylsäure sollte in der gesamten Schwangerschaft nicht zur Schmerzlinderung eingesetzt werden. Vorsicht mit Schmerzmedikamenten bei empfindlichem Magen Einige Schmerzmittel-Wirkstoffe können die Magenschleimhäute reizen (zum Beispiel Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Naproxen). Wenn Sie einen empfindlichen Magen haben, sollten Sie "magenneutrale" Wirkstoffe für die Therapie von Kopfschmerzen wählen – beispielsweise Paracetamol. Außerdem gilt: Wer bei der Tabletteneinnahme ausreichend Wasser trinkt, beugt Magenproblemen vor. Brausetabletten sind deshalb im Allgemeinen besser verträglich. Wichtig: Arzneistoffe, die die Magenschleimhäute schädigen, können dies teilweise auch, wenn sie als Zäpfchen angewandt werden. Die Nebenwirkung entsteht nicht nur durch das Auflösen im Magen, sondern auch durch den Wirkstoff an sich – unabhängig davon, auf welchem Weg die Aufnahme in die Blutbahn erfolgt. Schmerzmittel nur kurzfristig einnehmen. Wenn Kopfschmerzmittel oft eingenommen werden, können sie ihrerseits Kopfschmerzen auslösen. Ein Teufelskreis entsteht. Die Betroffenen greifen immer häufiger zur Tablette. Nehmen Sie Schmerzmittel nicht länger als drei Tage hintereinander ein. Weiterhin gilt die Empfehlung: nicht öfter als zehn Tage im Monat. Schmerzmittel nur kurzfristig einnehmen Wenn Kopfschmerzmittel oft eingenommen werden, können sie ihrerseits Kopfschmerzen auslösen. Ein Teufelskreis entsteht. Die Betroffenen greifen immer häufiger zur Tablette. Nehmen Sie Schmerzmittel nicht länger als drei Tage hintereinander ein. Weiterhin gilt die Empfehlung: nicht öfter als zehn Tage im Monat.