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Geschwächtes Immunsystem – Therapie
Ein schwaches Immunsystem ist keine Krankheit. Wenn Sie sich längere Zeit müde fühlen oder häufig unter starken Erkältungssymptomen leiden, sollten Sie den Arzt aufsuchen. Selbst behandeln
Schwangerschaftsbeschwerden – Niedriger Blutdruck
Ein niedriger Blutdruck (unter 110/60 mmHg) ist normalerweise gut für die Gesundheit. In der Schwangerschaft bedeutet ein zu niedriger Blutdruck allerdings eine Gefahr für das ungeborene Baby.
Insektenstiche – Symptome
Stechmücken und Zecken spritzen ein Drüsensekret in die Haut, das Quaddeln und Rötungen auslöst. Zecken können dabei Krankheiten, wie Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis übertragen.
Malaria
Malaria, im deutschen Sprachgebrauch auch Wechselfieber oder Sumpffieber genannt, wird durch Parasiten (sogenannte Plasmodien) verursacht. Die weibliche Anopheles-Mücke ist der Überträger. Sie sticht hauptsächlich abends in der Dämmerung zu. Die Parasiten infizieren die roten Blutkörperchen. Nach Reifung platzen die Blutkörperchen und setzen Giftstoffe frei, die dann eine Entzündungsreaktion auslösen. Der Erreger der gefährlichsten Form der Malaria, der Malaria tropica, kann zusätzlich auch noch die Blutgefäße schädigen, was zu gefährlichen Durchblutungsstörungen führen kann. Je nach übertragenem Erreger werden hauptsächlich drei Formen von Malaria unterschieden. Sie weisen jeweils eine spezifische Fieberrhythmik auf. Allerdings ist diese Rhythmik kein verlässliches Erkennungszeichen, da sie bei allen Formen auch gelegentlich gänzlich fehlen kann: Die Malaria tertiana, die durch die Erreger Plasmodium vivax oder ovale ausgelöst wird, ist eine milde Form der Krankheit, bei der auch noch nach Jahren Rückfälle auftreten können. Die Malaria quartana wird durch Plasmodium malariae ausgelöst. Sie verläuft im Allgemeinen auch eher mild, kann aber zu Nierenproblemen führen. Auch hier sind Rückfälle nach Jahren keine Seltenheit. Die Malaria tropica wird durch Plasmodium falciparum ausgelöst. Sie ist die gefährlichste Form, die unbehandelt meistens zum Tode führt. Malaria ist mit weltweit 300 bis 500 Millionen Fällen pro Jahr die häufigste Infektionskrankheit der Welt. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben pro Jahr über eine Million Menschen an Malaria. Symptome und Krankheitsverlauf bei Malaria Allen drei Malariaformen gemein ist, dass sie schlagartig mit Kopf- und Rückenschmerzen, Frösteln und Hitzegefühl beginnen. Danach stellt sich häufig die typische Fieberrhythmik ein, die der Malaria auch ihren deutschen Namen „Wechselfieber“ gab. Malaria tertiana: Die Inkubationszeit liegt zwischen acht und zwanzig Tagen. Der Betroffene leidet unter klassischem Wechselfieber mit typischer Drei-Tages-Rhythmik: Tag eins mit Fieber, Tag zwei ohne Fieber und Tag drei wieder mit Fieber. Malaria quartana: Die Inkubationszeit liegt zwischen drei und sieben Wochen. Der Betroffene leidet unter klassischem Wechselfieber mit Vier-Tages-Rhythmik: Fieber an Tag eins, dann zwei Tage fieberfrei und wieder Fieber am vierten Tag. Malaria tropica: Die Inkubationszeit liegt zwischen sieben und 14 Tagen. Typisch ist, dass sie keine so auffällige Fieberrhythmik aufweist wie die anderen Malariaformen. Neben den unregelmäßigen Fieberschüben treten auch Organveränderungen, Blutarmut und Nervenbeschwerden wie beispielsweise Krampfanfälle auf. Diagnose und Behandlung bei Malaria Malaria lässt sich im Anfangsstadium kaum von einer Grippe unterscheiden. Um die Symptome richtig zuordnen zu können, sollte der behandelnde Arzt sofort über einen Aufenthalt in einem malariagefährdeten Gebiet informiert werden. Anhand einer Blutanalyse kann er dann die Malaria-Erreger identifizieren. Die Behandlung wird mit verschiedenen Medikamenten gegen die Erreger durchgeführt. Abhängig ist die Therapie auch von der Resistenzlage im Risikogebiet, diese wird laufend überprüft. Wo kommt Malaria vor? Malaria kommt hauptsächlich in subtropischen und tropischen Gebieten vor – häufig da, wo es zu Überflutungen und Wasseransammlungen kommt, in denen sich die Anopheles-Mücken gut vermehren können. Mögliche Impfungen gegen Malaria Eine Impfung gibt es noch nicht. Reisende in Malaria-Gebiete sollten sich bei ihrem Arzt oder in einem Tropeninstitut über die für sie geeigneten medikamentösen Möglichkeiten informieren: Für eine eher kurze Urlaubsreise kommt eine sogenannte Chemoprophylaxe infrage, mit einem Medikament, das während der Reise und für einige Zeit vor- und nachher eingenommen wird. Alternativ dazu gibt es auch die Möglichkeit, ein Medikament für eine „Stand-by-Therapie“ auf die Reise mitzunehmen, das bei den ersten Anzeichen einer Malariaerkrankung eingenommen wird. Vorsorge Um nicht infiziert zu werden, sollte man neben der Chemoprophylaxe für geeigneten Mückenschutz sorgen. Dazu zählt passende Kleidung, beispielsweise lange Hosen und Hemden, sowie Anti-Mückenmittel (Repellentien). Ein Moskitonetz über dem Bett sollte ebenfalls dazugehören.
Pfeiffersches Drüsenfieber
Das Pfeiffersche Drüsenfieber, auch Kusskrankheit genannt, wird durch das Epstein-Barr-Virus (EBV) ausgelöst, das zur Gruppe der Herpesviren
Legionellen
Warnungen vor Legionellen, den Keimen aus dem Leitungswasser, häufen sich. Gefährlich sind sie jedoch meistens nur für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem. Sie bekommen eine
Lungenentzündung – Ursachen/Risikofaktoren
Eine Lungenentzündung (Pneumonie) entsteht, wenn das Lungengewebe durch einen schädigenden Einfluss angegriffen wird. Es gibt ganz unterschiedliche Ursachen. Besonders häufig wird eine Lungenentzündung durch Bakterien und Viren aus der Atemluft verursacht. Sie werden als infektiöse Pneumonien bezeichnet und meistens durch eine Bakterienart, die Pneumokokken, ausgelöst. Bei kleinen Kindern und im Alter ist auch das Bakterium Haemophilus influenzae ein häufiger Auslöser. In bestimmten Fällen, zum Beispiel bei einer im Krankenhaus erworbenen Lungenentzündung oder bei Heimbewohnern, spielen Problemkeime wie Coli-Bakterien und Antibiotika-unempfindliche Erreger eine entscheidende Rolle. In die große Gruppe der infektiösen Pneumonien gehören auch spezielle Formen wie die gefürchtete Grippe-Pneumonie, die Tuberkulose oder Pneumonien bei AIDS. In der akuten Phase einer Lungenentzündung können die Krankheitserreger auf Kontaktpersonen übertragen werden. Durch Husten oder Niesen werden die Keime in der Umgebung verteilt. Mitmenschen können sich durch die Tröpfcheninfektion, also durch Einatmen von feinsten Tröpfchen, mit diesen Erregern anstecken. Ob sich eine Pneumonie entwickelt, hängt entscheidend von der Abwehrlage des Einzelnen ab. Nicht nur Viren und Bakterien sind Auslöser einer Lungenentzündung Bei älteren Menschen kommt es häufiger zu einer Sonderform der Lungenentzündung, der Apirationspneumonie. Hier ist Mageninhalt, der beim Erbrechen in die Atemwege gelangt, Auslöser der Pneumonie. Seltener können auch Kreislaufstörungen – etwa bei einem Lungeninfarkt oder bei einer schweren Herzschwäche – sowie Reizgase und Strahlen die Ursache sein. Bei geschwächter Abwehr steigt das Risiko für eine Lungenentzündung Wenn der Körper nicht in der Lage ist, sich ausreichend gegen das Eindringen von Schadstoffen, Krankheitserregern oder anderen Störfaktoren zu wehren, steigt die Gefahr an einer Lungenentzündung zu erkranken. Besonders gefährdet sind deshalb alle Menschen, die unter einer Abwehrschwäche leiden. Zu einer Abwehrschwäche können führen: Diabetes mellitus Mangelernährung Krebserkrankungen Alkoholmissbrauch AIDS Chronische Lungenerkrankungen (Asthma, COPD) Nieren- und Leberinsuffizienz Herz-Kreislauf-Erkrankungen Behandlung mit Medikamenten, die die Abwehr schwächen, zum Beispiel Kortison Ältere Menschen sind generell anfälliger für Infektionskrankheiten. Eine Lungenentzündung ist im Alter nicht nur zirka fünfmal häufiger als bei jungen Leuten, sondern ihr Krankheitsverlauf ist oft auch wesentlich bedrohlicher. Um einer Lungenentzündung im Alter vorzubeugen, ist es hilfreich, die altersbedingten Risikofaktoren zu kennen. Die besonders hohe Infektionsgefahr im Alter ist bedingt durch: Altersveränderungen des Atemtraktes: Insbesondere bei älteren Menschen, aber auch bei Rauchern, bei Mangelernährung und nach einer Therapie mit Antibiotika nimmt die Keimbesiedelung des Nasen-Rachen-Raums erheblich zu. Sie ist damit wesentlicher Risikofaktor für eine Pneumonie. Außerdem verliert die Selbstreinigung der Atemwege mit dem Alter an Kraft. schlechte Lungenbelüftung bei Bettlägerigkeit Einsatz von Magensonden Häufung von neurologischen Störungen, die die Gefahr einer Aspirationspneumonie durch "verschlucktem Magensaft" (Aspiration) erhöhen (zum Beispiel nach einem Schlaganfall) Multimorbidität: Vorliegen mehrerer Grunderkrankungen, die die Abwehr schwächen
Antibiotika – Anwendung
Antibiotika sollten nur bei bakteriellen Infektionen zum Einsatz kommen. Viele Infektionen der oberen Atemwege werden jedoch von Viren ausgelöst. Gegen Viren haben Antibiotika keinerlei Wirkung, hier kann der unnötige Einsatz sogar Nachteile mit sich bringen: zum Beispiel allergische Reaktionen und Resistenzentwicklung. Antibiotika sind allerdings auch dann angebracht, wenn sich auf eine durch Viren vorgeschädigte Schleimhaut der Atemwege zusätzlich Bakterien festsetzen. Bei Verdacht auf eine bakterielle Infektion sollte Sie ein Arzt behandeln: Er wird entscheiden, ob der Einsatz von Antibiotika nötig ist. Bei Virus-Infektionen können Sie die Symptome häufig selbst mit Hausmitteln, Schleimlösern, Schmerzmitteln, Fiebersenkern und Nasenspray behandeln. Bei folgenden Erkrankungen können Antibiotika notwendig werden: Husten (Bronchitis) Die akute Bronchitis, eine Entzündung der Bronchien mit Husten als Symptom, wird fast immer von Viren ausgelöst. Auf der entzündeten Schleimhaut der Bronchien können sich Bakterien leichter ausbreiten und eine zweite, bakterielle Infektion verursachen. Eine bakterielle Bronchitis dauert in der Regel länger als sieben Tage und wird von gelbgrünem Auswurf begleitet. Mandelentzündung (Angina, Tonsillitis) 90 Prozent aller Rachenentzündungen werden von Viren ausgelöst. Anzeichen für eine bakterielle Mandelentzündung sind hohes Fieber (über 39 Grad Celsius) über mehrere Tage, Halsschmerzen, die sich nicht bessern, geschwollene Lymphknoten und eitrige Stippen oder ein schmieriger gelblicher Belag auf den Mandeln. Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) und Schnupfen Schnupfen und Nebenhöhlenentzündungen werden fast immer durch Viren ausgelöst. Bakterien nisten sich meist erst auf der bereits durch Viren oder Allergien vorgeschädigten Schleimhaut ein. Eine bakterielle Sinusitis hält normalerweise länger als eine Woche an und es besteht ein Druckschmerz, der sich beim Bücken verstärkt. Mittelohrentzündung (Otitis media) Die Mittelohrentzündung ist eine der häufigsten Infektionen bei Kindern, Erwachsene hingegen erkranken selten. Bei einer Mittelohrentzündung ist die Ohrtrompete (Eustach-Röhre) verengt oder blockiert. Dadurch wird das Mittelohr nicht mehr ausreichend belüftet und der Druckausgleich behindert, sodass das Schleimhautsekret nicht mehr abfließen kann: Bakterielle Infektionen werden begünstigt. Gegen die häufigsten Erreger der bakteriellen Mittelohrentzündung, Pneumokokken und Haemophilus Influenza, helfen Impfungen. Häufig sind Viren die Auslöser für eine Mittelohrenentzündung: Dann helfen Antibiotika nur, wenn eine zweite, bakterielle Infektion des Mittelohrs hinzukommt. Lebensmittelvergiftung und Darminfekte (Enteritis, Kolitis) Gelangen Viren oder Bakterien mit der Nahrung in den Magen-Darm-Trakt, können sie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und krampfartige Bauchschmerzen auslösen. Während die von Viren verursachte „Magen-Darm-Grippe“ nur wenige Tage dauert, können Bakterien schwere und lang anhaltende Durchfälle auslösen. Wenn Durchfall nach drei Tagen nicht deutlich besser oder abgeklungen ist, sollte der Arzt an einer Stuhlprobe den Erreger nachweisen – schwere bakterielle Infektionen, zum Beispiel mit Salmonellen, Shigellen oder Staphylokokken, müssen mit Antibiotika behandelt werden. Harnwegsinfekte und Blasenentzündung Bei einer Blasenentzündung sind meist Bakterien, zum Beispiel aus dem Darm, durch die Harnröhre in die Blase gelangt. Häufiges und schmerzhaftes Wasserlassen ist die Folge. Wenn die Beschwerden länger als zwei Tage anhalten, Fieber oder starke Schmerzen auftreten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Schwangere und Kinder mit Blasenentzündung sollten grundsätzlich zum Arzt gehen. Bakterielle Infektionen von Haut und Wunden Bakterielle Infektionen der Haut – der Barriere zwischen Mensch und Umwelt – sind häufig. Je nach Schweregrad kann eine örtliche Therapie mit Umschlägen und Salben ausreichen oder eine Therapie mit Tabletten oder Infusionen nötig sein. Bei der Wundrose (Erysipel) zum Beispiel, bei der Bakterien über kleine Hautverletzungen in den Körper eindringen und eine Entzündung der Haut und der Lymphgefäße verursachen, sind Arztbesuch und Antibiotika unumgänglich, denn unbehandelt kann die Erkrankung tödlich sein.
Kopfschmerzen – Hausmittel und mehr
Wenn Sie häufig Kopfschmerzen (Cephalgien) haben und Schmerzmittel zur Therapie anwenden, sollten Sie einen Arzt um Rat fragen. Vermeintlich banale Kopfschmerzen können auch andere Ursachen haben. Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn Sie starke Kopfschmerzen haben, ohne die Ursache zu kennen, die Kopfschmerzen trotz Schmerzmedikamenten nicht besser werden, Sie Ihre Medikamente länger als drei Tage hintereinander einsetzen, Sie an mehr als zehn Tagen im Monat Schmerzmittel einnehmen, zusätzliche Beschwerden wie zum Beispiel Sehstörungen oder Schwindel auftreten, die Kopfschmerzen erstmals nach Einnahme eines Arzneimittels auftreten, nach dem 40. Lebensjahr erstmals Kopfschmerzen auftreten, die Sie bisher so nicht kannten Ist die Diagnose sicher und die Ursache der Kopfschmerzen bekannt, kann man nach Rücksprache mit dem Arzt auch selbst eine Therapie beginnen. Als Hilfe bei Kopfschmerzen eignen sich beispielsweise frei in der Apotheke erhältliche Schmerzmittel, Hausmittel oder andere pflanzliche Mittel. Doch auch dann gibt es einiges zu beachten. Informationen zum Medikament finden Sie im Beipackzettel eines jeden Produktes. Vorsicht bei der Therapie mit mehreren Medikamenten Grundsätzlich kann es bei der gleichzeitigen Anwendung von mehreren Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen. Bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen dürfen manche Medikamente überhaupt nicht eingenommen werden. In jedem Beipackzettel finden Sie dies unter dem Begriff „Gegenanzeigen“. Manche Mittel eignen sich nur für die kurzzeitige Therapie. Vorsicht mit Acetylsalicylsäure bei Kindern Acetylsalicylsäure (ASS) ist bekannt dafür, schnell Hilfe bei Kopfschmerzen zu bringen. Allerdings sollte das Medikament bei Kindern und Jugendlichen mit fieberhaften Erkrankungen (zum Beispiel Grippe, Windpocken) nur auf ärztliche Anweisung zur Therapie verwendet werden und nur dann, wenn andere Maßnahmen nicht wirken. Denn ASS kann im Zusammenhang mit viralen Erkrankungen das sogenannte Reye-Syndrom auslösen. Diese Erkrankung ist sehr selten, aber auch sehr gefährlich und bedarf sofortiger ärztlicher Behandlung. Hirn und Leber können dabei massiv geschädigt werden, in der Hälfte der Fälle ist das Reye-Syndrom tödlich. Erste Anzeichen sind lang anhaltendes Erbrechen einige Tage nach einer fieberhaften Erkrankung. Schmerzmittel-Anwendung bei älteren Menschen und bei Nierenerkrankungen Bei älteren Menschen werden bestimmte Medikamente langsamer abgebaut. Der Stoffwechsel arbeitet nicht mehr so schnell und auch die Nierenfunktion ist häufig eingeschränkt. Somit bleiben bestimmte Medikamente länger im Körper und wirken stärker. Daher erzielen Menschen über 60 Jahre bei einer Therapie mit Wirkstoffen wie Ibuprofen, Naproxen oder Acetylsalicylsäure bereits mit einer geringeren Dosis die erwünschte Wirkung. Dies gilt auch für jüngere Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Niereninsuffizienz). Darüber hinaus sind ältere Menschen gefährdeter für Blutungen aus dem Magen-Darm-Trakt, die durch eine Therapie mit Schmerzmitteln begünstigt werden können. Auch hier ist bei der Einnahme von schmerzlindernden Medikamenten besondere Vorsicht geboten. Therapie mit Schmerzmitteln während der Schwangerschaft In der Schwangerschaft sollte kein Medikament als „sicher“ angesehen werden, daher ist die Anwendung auf Situationen zu beschränken, in denen es wirklich nicht anders geht. Da der Einfluss einer Prostaglandinsynthese-Hemmung, die bei der Therapie mit einigen schmerzstillenden Arzneimitteln auftritt, innerhalb der Schwangerschaft ungeklärt ist, sollten Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen und ähnliche im ersten und zweiten Trimenon (Schwangerschaftsdrittel) nach Möglichkeit nicht für die Therapie von Kopfschmerzen verwendet werden. Eine Einnahme im letzten Schwangerschaftsdrittel sollte unbedingt unterbleiben. Etliche Schmerzmittel sind für diesen Zeitraum kontraindiziert, das heißt, sie haben dafür keine Zulassung. Paracetamol dagegen kann unter strenger Risiko- und Nutzenabwägung während der gesamten Schwangerschaft zur Therapie eingesetzt werden. Allerdings ist ungeklärt, ob dadurch das spätere Allergierisiko des Kindes erhöht wird. Vorsicht mit Schmerzmedikamenten bei empfindlichem Magen Einige Schmerzmittel-Wirkstoffe können die Magenschleimhäute reizen (zum Beispiel Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Naproxen). Wenn Sie einen empfindlichen Magen haben, sollten Sie "magenneutrale" Wirkstoffe für die Therapie von Kopfschmerzen wählen, beispielsweise Paracetamol. Außerdem gilt: Wer bei der Tabletteneinnahme ausreichend Wasser trinkt, beugt Magenproblemen vor. Brausetabletten sind deshalb im Allgemeinen besser verträglich. Wichtig: Arzneistoffe, die die Magenschleimhäute schädigen, können dies teilweise auch, wenn sie als Zäpfchen angewandt werden. Die Nebenwirkung entsteht nicht nur durch das Auflösen im Magen, sondern auch durch den Wirkstoff an sich, unabhängig davon, auf welchem Weg die Aufnahme in die Blutbahn erfolgt. Schmerzmittel nur kurzfristig einnehmen Wenn Kopfschmerzmittel oft eingenommen werden, können sie ihrerseits Kopfschmerzen auslösen. Ein Teufelskreis entsteht. Die Betroffenen greifen immer häufiger zur Tablette. Nehmen Sie Schmerzmittel nicht länger als drei Tage hintereinander ein. Weiterhin gilt die Empfehlung: nicht öfter als zehn Tage im Monat.
Zahnschmerzen – Medikamente: Schmerzmittel
Kurzfristig, bis zum nächsten Zahnarztbesuch, helfen Schmerzmittel. Die Wirkstoffe Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Naproxen oder Paracetamol lindern die Beschwerden. Acetylsalicylsäure (ASS) und Naproxen werden bei leichten bis mittelschweren Schmerzen empfohlen. Bei Zahnschmerzen sollten sie nur eingesetzt werden, wenn kein chirurgischer Eingriff bevorsteht. Es kann sonst zu einer länger anhaltenden Blutung kommen. Wenden Sie ASS und Naproxen nicht an bei erhöhter Blutungsneigung, bestehenden Magen-Darm-Geschwüren, Niereninsuffizienz oder bei allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen oder Asthma. Acetylsalicylsäure kann bei Kindern und Jugendlichen zu Komplikationen führen, wenn ein Virusinfekt oder eine fiebrige Erkrankung vorliegt. Ibuprofen wird bei leichten bis mäßig starken entzündlichen Schmerzen eingesetzt. Der Wirkstoff eignet sich gut zur Behandlung von Zahnschmerzen. Er zeigt keine blutverdünnenden Eigenschaften. Bei Magen-Darm-Erkrankungen, bei Nieren- oder Leberfunktionsstörungen oder bei allergischen Erkrankungen (Heuschnupfen, Asthma) sollte Ibuprofen nicht eingenommen werden. Das Wirkspektrum vom Paracetamol reicht von leichten bis starken Schmerzen. Paracetamol nimmt keinen Einfluss auf die Blutgerinnungszeit. Für Menschen mit empfindlichem Magen und für ältere Menschen bietet der Arzneistoff eine gute Alternative zu anderen Schmerzmitteln. Wenden Sie Paracetamol nicht in Kombination mit Alkohol an. Das belastet die Leber. Bei Leberfunktionsstörungen ist generell von der Einnahme abzuraten. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Gegenanzeige Grundsätzlich kann es bei der gleichzeitigen Anwendung von mehreren Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen. Bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen dürfen manche Medikamente überhaupt nicht eingenommen werden. In jedem Beipackzettel finden Sie dies unter dem Begriff Gegenanzeigen. Wenden Sie sich bei konkreten Fragen und individuellen Problemen an Ihre Apotheke. Beachten Sie die Dosierungsanleitung der einzelnen Medikamente. Die Mittel können nur wirken, wenn Sie regelmäßig und ausreichend hoch dosiert eingenommen werden. Vorsicht mit Acetylsalicylsäure bei Kindern Das Reye-Syndrom ist die Bezeichnung für eine sehr seltene, aber gefährliche Erkrankung. Dabei werden Hirn und Leber massiv geschädigt. Am häufigsten sind Kinder zwischen vier und neun Jahren betroffen. Als Ursache vermutet man einen Zusammenhang zwischen Virusinfektionen und der Einnahme von Acetylsalicylsäure. Möglicherweise spielen auch erbliche Faktoren eine Rolle. Kinder, die an Windpocken, Grippe oder Atemwegsinfekten erkrankt sind, sollten deshalb besser mit Paracetamol oder Ibuprofen behandelt werden. Schmerzmittel bei älteren Menschen vorsichtig dosieren Bei älteren Menschen werden Arzneistoffe langsamer abgebaut. Der Stoffwechsel arbeitet nicht mehr so schnell. So kann es vorkommen, dass bestimmte Arzneistoffe länger oder stärker wirken. Menschen über 60 Jahre erzielen bei den Wirkstoffen Ibuprofen, Naproxen oder Acetylsalicylsäure bereits mit einer geringeren Dosis die erwünschte Wirkung. Vorsicht mit Schmerzmitteln bei empfindlichem Magen Einige Wirkstoffe wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Naproxen können die Magenschleimhäute reizen. Wenn Sie einen empfindlichen Magen haben, sollten Sie "magenneutrale" Wirkstoffe wählen, beispielsweise Paracetamol. Außerdem gilt: Trinken Sie zur Einnahme von Tabletten, Kapseln oder Dragees mindestens ein Glas Wasser (0,2 Liter). Viele Schmerzmittel werden dadurch besser magenverträglich und der Wirkstoff kann sich gut aus der Arzneiform lösen. Wichtig: Arzneistoffe, die die Magenschleimhäute schädigen, können dies teilweise auch, wenn sie als Zäpfchen angewandt werden. Die Nebenwirkung entsteht nicht nur durch das Auflösen im Magen, sondern auch durch den Wirkstoff an sich. Dabei ist es ohne Bedeutung, auf welchem Weg die Aufnahme in die Blutbahn erfolgt. Schmerzmittel nur kurzfristig einnehmen Wenden Sie Schmerzmittel nur kurzfristig und bei Bedarf an, nicht prophylaktisch. Wenn Schmerzmittel oft eingenommen werden, können sie Kopfschmerzen auslösen. Ein Teufelskreis entsteht. Die Betroffenen greifen immer häufiger zur Tablette. Nehmen Sie Schmerzmittel nicht länger als drei Tage hintereinander ein. Weiterhin gilt die Empfehlung: nicht öfter als zehn Tage im Monat. Präparate mit nur einem Wirkstoff sollen ein niedrigeres Abhängigkeitsrisiko als kombinierte Präparate erzeugen.