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Diabetische Retinopathie – Therapie
Ohne Behandlung kann die häufigste Augenkrankheit bei Diabetes, die diabetische Retinopathie (diabetische Netzhauterkrankung), zu einer Netzhautablösung und schließlich zur Erblindung führen. Eine Erblindung kann man vermeiden, wenn Veränderungen der Netzhaut rechtzeitig erkannt werden. So gehören regelmäßige Termine beim Augenarzt zum Pflichtprogramm für Diabetiker. Die beste Versicherung für Ihre Augen ist außerdem eine konsequent gute Einstellung Ihres Blutzuckers und Ihres Blutdrucks auf normale Werte und die Vermeidung weiterer Risikofaktoren (Rauchen, Übergewicht). Retinopathie-Therapie meist mit dem Laser Eine diabetische Retinopathie wird vor allem mit dem Laser behandelt. Diese Therapie soll verhindern, dass sich neue Gefäße bilden und es zu Glaskörpereinblutungen kommt. Mit der Laserbehandlung soll der gesamte Sauerstoffbedarf der Netzhaut verringert und somit weitere Gefäßwucherungen verhindert werden. Zudem verschließt man durch die Laserbehandlung die leckenden Blutgefäße. Außerdem sollen die vernarbenden Reaktionen nach der Laserung die Netzhaut wieder am Untergrund befestigen. Langsam und schrittweise werden die betroffenen Stellen behandelt. Wo gelasert wird, wird durch eine Spiegelung des Augenhintergrunds oder eine Fluoreszens-Angiografie ermittelt. Ist die diabetische Retinopathie fortgeschritten, kann eine Operation helfen Wird diese Therapie konsequent durchgeführt, so kann die diabetische Retinopathie oftmals in einem guten Stadium stabilisiert werden. Im Spätstadium der Erkrankung kann eine Operation nötig werden: Dabei wird der Glaskörper in Teilen und damit Blut und Flüssigkeit entfernt. Diese OP wird Vitrektomie genannt. Anschließend wird der Glaskörper entweder mit verschiedenen Gasgemischen oder Silikonöl wieder aufgefüllt. Diabetiker mit bereits vorhandenen Augenerkrankungen sollten unverzüglich mit dem Rauchen aufhören. Deutschlandweit werden hierfür professionelle Raucherentwöhnungsprogramme angeboten.
Diabetes mellitus: Richtig den Blutzucker messen
Wenn Sie unter Diabetes mellitus leiden und selbst Ihren Blutzucker messen, sollten Sie einige Dinge beachten. Bitte berücksichtigen Sie außerdem die Gebrauchsanleitung Ihres Blutzuckermessgeräts. So gehen Sie beim Blutzuckermessen am besten vor: Legen Sie alle Utensilien, die Sie zum Messen Ihres Blutzuckers benötigen, bereit: Blutzuckermessgerät, Teststreifen, Stechhilfe mit Lanzette, Tagebuch und Kugelschreiber., Waschen Sie sich vor dem Blutzuckermessen die Hände mit warmem Wasser und Seife, trocknen Sie danach die Hände gut ab. Desinfektionsspray oder Alkohol sind nicht notwendig., Entnehmen Sie den Teststreifen immer nur mit trockenen Fingern und verschließen Sie das Röhrchen gleich wieder. Verwenden Sie keine Teststreifen mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum., Die meisten benutzen zum Blutzuckermessen die vordere Fingerkuppe, dabei ist das Stechen an der seitlichen Fingerkuppe am wenigsten schmerzhaft., Benutzen Sie zum Messen Ihres Blutzuckers am besten den dritten bis fünften Finger und schonen Sie Daumen und Zeigefinger, die Sie im Alltag häufig benötigen., Lassen Sie vor dem Stechen Blut in den Finger fließen – zum Beispiel durch „Ausschütteln“ der Hand nach unten oder leichtes Massieren. Dadurch müssen Sie nicht so tief stechen., Sogenannte Stechhilfen können die Blutentnahme erleichtern, weil das Stechen automatisch ausgelöst wird., Verwenden Sie Lanzetten nur einmal. Eine benutzte Lanzette ist nicht mehr steril und birgt die Gefahr einer Infektion, wenn Sie sie noch einmal benutzen. Außerdem verbiegt sich die Lanzette beim Einstechen und wird stumpf, wodurch zusätzlich die Haut verletzt werden kann., Um den Blutstropfen zu gewinnen, drücken Sie bitte nur leicht. Durch zu festes Drücken können die Blutwerte verfälscht werden., Wie Sie das Blut auf den Teststreifen aufbringen, hängt vom jeweiligen Messsystem ab. Hier sollten Sie genau die Anleitung beachten. Blutzuckermessgeräte Mittlerweile ist eine Vielzahl von Blutzuckermessgeräten auf dem Markt. Dabei liegt die Messgenauigkeit guter Blutzuckermessgeräte bei zehn bis 15 Prozent Abweichung zum Laborblutzucker. Überprüfen Sie regelmäßig die Genauigkeit Ihres Messgeräts durch eine Parallelmessung mit einem Laborgerät. Außerdem muss die Codierung von Teststreifen und Messgerät übereinstimmen. Bei falscher Handhabung oder unter extremen Bedingungen – sehr niedrigen oder hohen Temperaturen, hoher Luftfeuchtigkeit oder Messung in großen Höhen – kann es zu Fehlmessungen kommen. Viele Blutzuckermessgeräte haben heute Speichermöglichkeiten für die gemessenen Werte, Datum, Uhrzeit und eventuell die BE-Menge, Insulindosierung sowie besondere „Events“ (Vorkommnisse).
Risikofaktoren für Diabetes bei Kindern und Jugendlichen
Bei Kindern und Jugendlichen wird kein Screening für Diabetes mellitus durchgeführt. Die Risikofaktoren für Diabetes sind familiäre Vorbelastung kombiniert mit der Ernährung im Säuglingsalter
Diabetes mellitus: Welche Rolle spielt Amylin?
Das Hormon Amylin wird normalerweise genau wie Insulin und Glucagon in der Bauchspeicheldrüse gebildet. Von dort wird es mahlzeitenabhängig gemeinsam mit Insulin ins Blut abgegeben. Bei Menschen mit Diabetes mellitus ist die Ausschüttung von Amylin verringert.  Wenn die Betazellen der Bauchspeicheldrüse komplett zerstört sind, wie es bei Typ-1-Diabetikern der Fall ist, herrscht ein absoluter Mangel an Amylin – wie auch an Insulin. Erstes Amylin-Analogon: Pramlintide Pramlintide wirkt genauso wie Amylin. Es wird zusätzlich zu Insulin gespritzt, wenn sich durch die intensivierte Insulintherapie allein keine gute Blutzuckereinstellung erreichen lässt. Durch Pramlintide wird der Blutzuckeranstieg nach dem Essen vermindert und der Blutzuckerspiegel ausgeglichener. Pramlintide hemmt auch die Freisetzung des Insulin-Gegenspielers Glucagon. Außerdem verlangsamt es die Entleerung des Magens und wirkt sich günstig auf das Körpergewicht aus. Durch Pramlintide kann der Blutzuckerspiegel von Diabetikern noch stärker an den von Gesunden angenähert werden. Derzeit ist Pramlintide jedoch nicht in Europa zugelassen.
Diabetes mellitus: Was ist Insulin und wie wirkt es?
Die Insulintherapie bei der Behandlung von Diabetes mellitus erfolgt in Deutschland grundsätzlich mit Humaninsulin. Das ist Insulin, das dem vom menschlichen Körper produzierten Insulin entspricht.
Diabetes Typ 2: Therapie mit Biguaniden (Metformin)
Biguanide finden in der Therapie des Diabetes mellitus in Form von Metformin Verwendung. Metformin verbessert den Kohlenhydratumsatz und senkt dadurch den Blutzucker. Außerdem beeinflusst es die
Diabetes Typ 2: Therapie mit Inkretin-Mimetika
Die Insulinsekretion der Bauchspeicheldrüse wird durch Dünndarmhormone, sogenannte Inkretine, angeregt. Menschen mit Diabetes bilden weniger Inkretine als Gesunde. Inkretin-Mimetika ahmen die
Therapie bei Diabetes: Metabolische Chirurgie
Ist eine Person an Typ-2-Diabetes erkrankt und ihr Body-Mass-Index (BMI) größer als 40, wird eine sofortige Operation empfohlen. Der Grund: Magenoperationen bewirken eine schnelle Verbesserung der Folgeschäden von Diabetes. Der Hintergrund dieser Empfehlung ist: Konservative Therapien führen bei Typ-2-Diabetikern mit einem BMI über 40 nicht zu einer Reduzierung des Risikos von Schlaganfällen und Herzinfarkten. Außerdem wird eine nachhaltige Gewichtsreduktion meist nicht erreicht. Verbesserte Blutzuckerwerte durch Magenbypass Studien zeigen: Die Wirksamkeit der metabolischen Chirurgie zeigt sich anhand von Magenbypassoperationen – einem typischen Verfahren der Adipositaschirurgie. Durch eine Operation, wird der Magen durch einen Teil des Dünndarms überbrückt – das Magenvolumen wird verkleinert – es entsteht ein sogenannter Schlauchmagen. Bereits kurz nach der Operation verbessern sich die Blutzuckerwerte – noch bevor die Patienten Gewicht verlieren. Adipositaschirurgie verhindert Diabetes-Folgeschäden besser als medikamentöse Therapie Das Risiko an Gefäßschäden wie Nephropathie, Neuropathie und Retinopathie zu erkranken, ist, im Vergleich zu auf herkömmliche Weise behandelten Patienten, um das Vierfache verringert. In Bezug auf die Entstehung von Nierenschäden (Nephropathie) – sie führen häufig zu Dialysepflicht – zeigte sich, dass die Chirurgie fünfzehnmal effektiver ist als die bisher übliche konservative internistische Therapie. Eine gewichtsreduzierende Operation kann bei Typ-2-Diabetikern sogar dazu führen, dass sich die Nieren wieder komplett erholen. Risikobewertung der Metabolischen Chirurgie Ohne Risiko ist eine Operation nicht – auch wenn Mediziner mit Methoden der minimal invasiven Chirurgie arbeiten. Außerdem wird das zukünftige Leben der Betroffenen weiter von der Erkrankung geprägt sein, denn er muss auf eine besondere Ernährung achten, um Mangelerscheinungen zu vermeiden.
Blutzucker und Harnzucker bei Diabetes mellitus
Bei Patienten mit Diabetes mellitus ist die Regulation des Blutzuckerspiegels gestört. Normalerweise gewährleistet das von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttete Insulin, dass der Blutzucker-Wert
Diabetes: Insulin und Glukagon regulieren den Blutzucker
Insulin und Glukagon sind Hormone, die in der Bauchspeicheldrüse gebildet werden und eine wichtige Rolle im Stoffwechsel der Kohlenhydrate und somit bei Diabetes mellitus spielen. Insulin senkt den