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Heuschnupfen – Therapie
Wenn eine allergische Reaktion wie Heuschnupfen (allergischer Schnupfen) erstmalig auftritt, sollte für die Therapie ein Arzt hinzugezogen werden. Denn unbehandelt kann sich aus Heuschnupfen Asthma bronchiale entwickeln. Ist die Diagnose sicher und das Allergen bekannt, ist die beste Therapie, die allergieauslösende Substanz zu meiden. Doch nicht immer ist eine sogenannte Allergenkarenz möglich. Dann können verschiedene Medikamente gegen Heuschnupfen die Beschwerden lindern. Medikamente gegen Heuschnupfen: verschiedene Wirkweisen Abschwellende Nasentropfen oder -sprays helfen kurzfristig, das Laufen der Nase zu stoppen und die Atmung zu erleichtern. Sie eignen sich allerdings nur zum kurzfristigen Gebrauch und sollten bei der Therapie von Heuschnupfen nicht länger als sieben Tage angewandt werden. Antihistaminika wirken der allergischen Reaktion entgegen. Als Nasenspray helfen sie innerhalb kurzer Zeit, bei starken Beschwerden helfen Antihistaminika auch als Medikamente zum Einnehmen. In Kombination mit Antihistaminika können auch Leukotrienrezeptorantagonisten eingesetzt werden. Nasensprays mit Cromoglicinsäure verhindern, dass Histamin und andere entzündungsfördernde Überträgerstoffe aus den Mastzellen freigesetzt werden. Dadurch bleiben die typischen Beschwerden bei allergischem Schnupfen wie Juckreiz oder Fließschnupfen aus. Cromoglicinsäure kann jedoch nur gegen den Heuschnupfen wirken, wenn sie frühzeitig und regelmäßig angewandt wird. Sie ist keine Akutmedikation.   Ebenfalls als Nasenspray eingesetzt werden Glukokortikoide – also Kortison. Kortisonpräparate bremsen die Entzündung und die überschießende Reaktion des Immunsystems. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten Grundsätzlich kann es bei der gleichzeitigen Einnahme von mehreren Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen. Bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen dürfen manche Medikamente überhaupt nicht eingenommen werden (Gegenanzeigen). Allgemeine Hinweise dazu finden Sie im Beipackzettel. Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn die Beschwerden stärker sind als gewohnt,, zum Heuschnupfen neue Beschwerden hinzukommen, beispielsweise Atemnot oder Kreislaufbeschwerden,, Sie auf weitere Stoffe reagieren, die Sie vorher vertragen haben,, die bisherige Behandlung nicht anschlägt oder, Fieber, Kopfschmerzen (insbesondere beim Bücken: Verdacht auf eine Nasennebenhöhlenentzündung) oder Hörstörungen (Verdacht auf einen Paukenerguss) auftreten. Heilung durch Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) Zur langfristigen Besserung oder sogar Heilung der Allergie empfiehlt sich als Therapie die sogenannte Hyposensibilisierung, auch spezifische Immuntherapie genannt. Bei dieser Form der Therapie wird das Allergen über einen bestimmten Zeitraum hinweg regelmäßig unter die Haut gespritzt (SCIT) oder es wird unter die Zunge gelegt (SLIT), um das Immunsystem daran zu gewöhnen.
Allergien/Unverträglichkeiten – Themen, Tipps, Krankheiten
Immer mehr Menschen leiden an Allergien, zum Beispiel gegen Pollen oder Hausstaub. Unbehandelt können Allergien zu Krankheiten wie Asthma führen. Auch Unverträglichkeiten von Nahrungsmitteln wie
COPD – spezielle Untersuchungen (Blutgasanalyse und mehr)
Dieser Test ist vor allem dazu geeignet, die COPD (die Kombination aus einer chronischen Bronchitis und einem Lungenemphysem) von einem Asthma bronchiale abzugrenzen. Es wird die Reaktion der verengten Atemwege auf bestimmte Medikamente (Bronchodilatatoren) wie kurzwirksame Beta-2-Sympathomimetika und Anticholinergika getestet. Bronchodilatationstest Diese Medikamente erweitern rasch die Atemwege. Alternativ kann für einen solchen Test Kortison gegeben werden, ebenfalls um zu testen, ob dieses zu einer Verbesserung der Atemwerte führt. Dabei muss der Untersuchte das Kortison allerdings entweder vier Wochen vorab täglich inhalieren oder über ein bis zwei Wochen Kortison-Tabletten nehmen. In beiden Fällen testet man nach Einnahme der Medikamente das forcierte Einsekundenvolumen FEV1. Sowohl durch Bronchodilatatoren als auch nach Kortison bessert sich der Ausgangswert bei Patienten mit COPD um weniger als 15 Prozent. Als Vorbereitung für den Test ist es wichtig, dass der Untersuchte von der Symptomatik her stabil ist und keinen Infekt hat. Auch muss er bestimmte Medikamente, die er sonst wegen seiner Krankheit regelmäßig einnimmt, vor dem Test absetzen. Blutgasanalyse Als weitere Untersuchung, die ergänzend bei einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) eingesetzt wird, werden die Blutgase bestimmt, die so genannte Blutgasanalyse. Insbesondere in einem fortgeschrittenen COPD-Stadium ist die Messung des Sauerstoff- und Kohlenstoffdioxiddrucks sowie der Säure-Basen-Werte wichtig, da zu diesem Zeitpunkt die Veränderungen in der Lunge bereits zu einem Sauerstoffmangel geführt haben können. Für diese Untersuchung wird dem Betroffenen aus dem Ohrläppchen Blut abgenommen. Röntgen Wird bei jemandem zum ersten Mal der Verdacht auf eine COPD gestellt, so ist es sinnvoll, die Brustorgane zu röntgen, damit andere Erkrankungen wie zum Beispiel das Bronchialkarzinom oder eine Lungenstauung ausgeschlossen werden können.
COPD – Medikamente: Kortison
Anders als beim Asthma ist Kortison zum Einatmen zur Therapie bei COPD (Kombination aus einer chronischen Bronchitis und einem Lungenemphysem) erst in den letzten Jahren systematisch untersucht worden. Dabei hat sich gezeigt, dass schwer Betroffene von inhalativen Kortikosteroiden eher zu profitieren scheinen als weniger stark Betroffene. Als Wirkstoffe stehen Beclometason, Budesonid, Fluticason und Triamcinolon zur Verfügung. Als Substanzen ausdrücklich für die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) zugelassen sind Beclometason, Budesonid und Fluticason. Unerwünschte Wirkungen können Heiserkeit und ein Pilzbefall mit Candida der Mund- und Rachenschleinhaut sein. Kortison hilfreich für Patienten mit schwerer COPD Patienten mit einer schweren COPD, die mehr als zwei plötzliche Verschlechterungen (akute Exazerbationen) im Jahr haben, bekommen Kortison zum Einatmen. Dadurch soll erreicht werden, dass es seltener zu Verschlechterungen kommt und der Gesundheitszustand sich stabilisiert. Wegen möglicher Nebenwirkungen wird vom Arzt regelmäßig geprüft, ob eine weitere Gabe unbedingt notwendig ist. Eine Dauerbehandlung mit oralen Kortisonpräparaten wird nicht empfohlen. Ist eine orale, also systemische Kortisongabe, beispielsweise im Stadium der Exazerbation kurzzeitig nötig, dann werden hauptsächlich Prednison und Prednisolon eingesetzt. Als unerwünschte Wirkungen können zum Beispiel Akne, "Schwangerschaftsstreifen", eine verzögerte Wundheilung, psychische Störungen, Magenbeschwerden und Bluthochdruck auftreten. Wird Kortison über lange Zeit gegeben, besteht die Gefahr, dass eine Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) entsteht und/oder sich die Knochendichte vermindert (Osteoporose).
Neurodermitis – Vitalstoffe
Neurodermitis – auch atopisches Ekzem genannt – gehört zu den Erkrankungen des atopischen Formenkreises, zu denen auch das allergische Asthma und der Heuschnupfen gehören. Bei der Ernährung spielen vor allem Nahrungsmittelallergien als auslösende Faktoren eine zentrale Rolle. Allerdings findet sich nur bei einer Minderheit der Patienten eine Nahrungsmittelallergie. Nach Austestung sollten dann die entsprechenden Lebensmittel gemieden werden. Häufig werden auch bestimmte Fettsäuren und Mineralstoffe als positiv für Neurodermitiker beschrieben: Gamma-Linolensäure soll bei Neurodermitis zum Beispiel antientzündlich wirken. Eingesetzt wird diese Fettsäure in Form von Nachtkerzen- oder Borretschöl. Auch Zink soll die entzündlichen Veränderungen an der Haut verringern. Probiotische Bakterien fördern eine ausgeglichene Darmflora, die für ein intaktes Immunsystem wichtig ist. Dadurch sollen sie auch allergische Erkrankungen wie Neurodermitis positiv beeinflussen. In den Leitlinien wird der Einsatz von Gamma-Linolensäure, Zink und probiotischen Bakterien jedoch nicht empfohlen.Bitte beachten Sie: Die Behandlung von Neurodermitis sollte grundsätzlich durch einen Arzt erfolgen.
Regelschmerzen – Medikamente/Schmerzmittel
Das Schmerzmittel Ibuprofen eignet sich sehr gut zur Behandlung von Regelschmerzen (Dysmenorrhö), weil es die Produktion der Prostaglandine hemmt. Genau diese Stoffe verursachen die Regelbeschwerden. Außerdem wird die Weiterleitung der Schmerzsignale zum Gehirn unterbrochen. Bei Magendarm-Erkrankungen, bei Nieren- oder Leberfunktionsstörungen oder bei allergischen Erkrankungen (Heuschnupfen, Asthma) sollte Ibuprofen nicht eingenommen werden. Acetylsalicylsäure (ASS) und Naproxen: Wie Ibuprofen stoppen diese Wirkstoffe die Herstellung der Schmerz auslösenden Prostaglandine. Man nennt solche Arzneistoffe auch Prostaglandin-Synthese-Hemmer. Acetylsalicylsäure und Naproxen wirken jedoch auch blutverdünnend. Die Monatsblutung kann länger anhalten. Wenden Sie ASS und Naproxen nicht an bei erhöhter Blutungsneigung, bestehenden Magen-Darm-Geschwüren, Niereninsuffizienz oder bei allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen oder Asthma. Paracetamol nimmt keinen Einfluss auf die Herstellung der Prostaglandine. Es blockiert das Schmerzempfinden direkt im Gehirn. Für Menschen mit empfindlichem Magen stellt dieser Wirkstoff eine gute Alternative dar. Wenden Sie Paracetamol nicht in Kombination mit Alkohol an. Das belastet die Leber. Bei Leberfunktionsstörungen ist generell von der Einnahme abzuraten. Vorsicht mit Schmerzmitteln bei empfindlichem Magen Einige Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Naproxen können die Magenschleimhäute reizen. Wenn Sie einen empfindlichen Magen haben, sollten Sie "Magen neutrale" Wirkstoffe wählen, beispielsweise Paracetamol. Außerdem gilt: Wer bei der Tabletteneinnahme ausreichend Wasser trinkt, beugt Magenproblemen vor. Brausetabletten sind deshalb im Allgemeinen besser verträglich. Wichtig: Medikamente, die die Magenschleimhäute schädigen, können dies teilweise auch, wenn sie als Zäpfchen angewandt werden. Die Nebenwirkung entsteht nicht nur durch das Auflösen im Magen, sondern auch durch den Wirkstoff an sich. Dabei ist es ohne Bedeutung, auf welchem Weg die Aufnahme in die Blutbahn erfolgt. Schmerzmittel nur kurzfristig einnehmen Wenden Sie Schmerzmittel nur bei Bedarf, nicht prophylaktisch, und nur kurzfristig an. Wenn Schmerzmittel oft eingenommen werden, können sie Kopfschmerzen auslösen. Ein Teufelskreis entsteht. Die Betroffenen greifen immer häufiger zur Tablette. Nehmen Sie Schmerzmittel nicht länger als drei Tage hintereinander ein. Weiterhin gilt die Empfehlung: nicht öfter als zehn Tage im Monat. Wirkstoffe Acetylsalicylsäure Ibuprofen Naproxen Paracetamol Acetylsalicylsäure und Paracetamol Acetylsalicylsäure und Vitamin C Acetylsalicylsäure, Chinin und Lithiumcitrat Acetylsalicylsäure, Coffein und Paracetamol Coffein und Paracetamol
Hyperreagibilität
Überempfindlichkeit; bei Asthma der Zustand der Bronchien, der zu den Krankheitssymptomen führt
Husten – Ursachen/Risikofaktoren
Meist sind Husten- oder Erkältungsviren die Ursache für Husten (Tussis). Sie können sich bei Kindern und immungeschwächten Personen gut einnisten. Ursache für chronischen Husten können Asthma
Atemwege – alle Themen, Tipps und Krankheiten
Viele Erkrankungen der Atemwege, wie Grippe oder Erkältung, sind in der Regel harmlos. Lesen Sie, wie Sie die lästigen Infekte in den Griff bekommen und am besten vorbeugen. Andere Krankheiten, wie
Beta-2-Sympathomimetikum (Pl.: Beta-2-Sympathomimetika)
Medikamente, die bestimmte Bereiche des menschlichen Nervensystems stimulieren. Sie werden vor allem zur Behandlung des allergischen Asthmas eingesetzt