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Anatomie des Rückens – Halswirbelsäule
Wir müssen den Kopf innerhalb kürzester Zeit nach rechts und links drehen, vor- und zurückneigen. Um diese Beweglichkeit der Haslwirbelsäule zu gewährleisten, unterscheiden sich die beiden obersten Wirbelkörper, der Atlas und der Axis, deutlich von den tiefer gelegenen Wirbeln. Der zweite Halswirbelkörper (Axis) ist zum Kopf hin zapfenförmig ausgebildet. Er ersetzt den Körper des ersten Wirbels. Dieser sogenannte Atlas ist ein ringförmiger Knochen, der sich um den Zapfen des Axis dreht. Damit sich der an der vorderen Seite des Wirbelkörpers liegende Zapfen nicht in Richtung des Rückenmarks verschieben kann, wird er durch starke Bänder in seiner Position gehalten. Kopfbewegung Atlas und Schädel werden durch das obere Kopfgelenk verbunden. An den seitlichen Gelenkflächen des ersten Wirbelkörpers befinden sich eiförmige Gelenkflächen, auf denen der Schädel mit seinem exakt passenden Gelenkknorpel ruht. Die Bewegung des Kopfes setzt sich aus einem äußerst komplizierten Zusammenspiel mehrerer Gelenke und Wirbelkörper zusammen. Blutgefäße Durch die Querfortsätze der Halswirbelsäule schlängeln sich rechts und links Blutgefäße, die das Gehirn mit Sauerstoff versorgen. In jeder Etage ist rechts und links eine kreisrunde Öffnung für die Arterie ausgespart. Stärkere Bandscheibenschäden und Knochenveränderungen als Folge der altersbedingten Abnutzung (Arthrose) können den Durchmesser der Gefäße einengen und dadurch die Blutversorgung der Hirnbasis und des Innenohres drosseln. Daneben können auch Extrembewegungen des Kopfes oder eine chronisch erhöhte Muskelspannung das gleiche Ergebnis hervorrufen.
Schmerz – Häufige Schmerzen
Schmerz kann als Symptom vieler verschiedener Erkrankungen auftreten. So geht ein Bandscheibenvorfall beispielsweise meist mit starken Rückenschmerzen einher, eine Nahrungsmittelunverträglichkeit wie Zöliakie kann Bauchschmerzen auslösen. Häufige Schmerzen sind: Muskel- und Gelenkschmerzen Halsschmerzen Kopfschmerzen Ohrenschmerzen Regelschmerzen Rückenschmerzen Schulter-Arm-Schmerzen Tumorschmerzen Zahnschmerzen Häufige Auslöser für Schmerzen im Alter Es wird davon ausgegangen, dass wenigstens 25 Prozent der älteren Menschen unter stets vorhandenen oder immer wiederkehrenden Schmerzen leiden. Wissenschaftliche Ergebnisse über die Häufigkeit des Auftretens von Schmerzen bei älteren Menschen und vor allem genaue Aussagen über die Verteilung der Ursachen dieser Beschwerden sind derzeit noch spärlich. Im Alter wird Schmerz häufig für ein unabwendbares Schicksal gehalten und daher zu wenig darüber gesprochen. In nahezu allen bisherigen Erhebungen zeigt sich, dass folgende Schmerzursachen im Alter besonders häufig sind: Arthrose (besonders in Rücken, Hüfte oder Bein) Tumorerkrankungen Osteoporose Gürtelrose (Herpes zoster) Muskelrheuma (Polymyalgia rheumatica) Schaufensterkrankheit (Arterielle Verschlusskrankheit) Neuropathien (zum Beispiel bei Diabetes mellitus) Knochenbrüche Depressionen
Bänderriss
Unsere Bänder (Ligamente) sorgen für die Stabilisierung unserer Gelenke, führen Bewegungen oder schränken sie ein. Wenn es zu einer sehr großen Krafteinwirkung auf ein Band (Trauma) kommt, wird ein teilweiser oder kompletter Riss des Bandes (Ruptur) verursacht. Ist das Band außerdem teilweise in der Gelenkkapsel verankert, sprechen Fachleute von einer Kapsel-Band-Läsion. Bei einem Bänderriss spüren Betroffene plötzlich einen starken Schmerz. Nach dem Riss ist das Gelenk instabil und in den meisten Fällen nicht mehr belastbar. Zudem entstehen Blutungen, die das Gelenk anschwellen lassen. Weitere Symptome eines Bänderrisses: Wärme und Rötung – typische Anzeichen für eine Entzündung, die zur Wundheilung beiträgt. Behandlung eines Bänderrisses Bei einem Bänderriss können Sie als Erste Hilfe-Regel die PECH-Regel (steht für Pause, Eis, Compression, Hochlagerung) anwenden. Dabei wird das betroffene Körperteil erst ruhiggestellt, anschließend mit Eis gekühlt, mit einem Druckverband versehen und hochgelagert. Die tatsächliche Behandlung des Bänderrisses erfolgt dann durch einen Arzt entweder mit oder ohne Operation. Durch Muskel- und Krafttraining sollte anschließend wieder eine Stabilisierung des betroffenen Körperteils erreicht werden. Jedoch können bei einem größeren Bänderriss bis zu sechs Monate vergehen, bis der Verletzte wieder trainieren kann. Bei einem gerissenen Band im Sprunggelenk reicht häufig eine konservative Behandlung. Dabei wird das Sprunggelenk für ungefähr acht Wochen mit Bandagen oder Orthesen stabilisiert. Leistungssportlern wird manchmal eine Operation empfohlen, in der der Arzt die Bänder vernäht. Kreuzbandriss: eine häufige Sportverletzung Eine häufige Sportverletzung ist der Kreuzbandriss. Das vordere und das hintere Kreuzband befinden sich im Inneren des Kniegelenkraums. Unsere Kreuzbänder verbinden den Oberschenkelknochen mit dem Schienbein, verhindern falsche Bewegungen des Gelenks und ermöglichen, dass das Knie sich strecken und beugen lässt. Beim Riss des vorderen Kreuzbands (das hintere Kreuzband reißt nur selten) handelt es sich um eine der schwersten Kniegelenksverletzungen überhaupt. Die Ursache sind meist Drehbewegungen des Knies – zum Beispiel beim Fußballspielen oder Skifahren. Aber auch durch Unfälle oder Bagatellbewegungen wie Stolpern oder Ausrutschen kann man sich einen Kreuzbandriss zuziehen. Typische Symptome eines Kreuzbandrisses sind Schmerzen, Schwellung und manchmal auch ein Gelenkerguss. Außerdem ist die Beweglichkeit des Knies eingeschränkt. Es kann wegknicken, wenn es belastet wird. Therapie eines Kreuzbandrisses Die meisten Kreuzbandrisse werden heutzutage operiert. Wie Erfahrungen zeigen, kommen ältere Patienten, die keinen Sport mehr treiben, jedoch auch ohne operativen Eingriff gut zurecht. Für eine Behandlung ohne Operation müssen aber bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden: Das Knie muss ausreichend stabil sein, darf nicht gereizt sein, nicht wegknicken und keine Schmerzen verursachen. Dann können Krankengymnastik und ein gezieltes Training der Oberschenkelmuskulatur für ausreichend Stabilität des Kniegelenks sorgen. Jedoch raten Ärzte besonders bei jüngeren, sportlich aktiven Menschen meist zu einer Operation, wenn diese eine größere Sicherheit und ein geringeres Risiko für Arthrose verspricht. Dabei ersetzt der Arzt in einem arthroskopischen Eingriff (Kniegelenksspiegelung) die zerrissenen Bandstrukturen durch körpereigenes Material. Dieses entnimmt er entweder aus dem Muskel an der Oberschenkelrückseite oder aus der Sehne der Kniescheibe (Partellarsehne). Schmerzen oder Reizzustände nach der Operation sind eher selten und auch die freie Beweglichkeit ist bald wieder erreicht. Damit Knie und Sehne nicht zu früh belastet werden, muss das Gelenk jedoch sechs bis zwölf Wochen mithilfe einer Kniegelenksschiene entlastet werden. Wichtig ist außerdem, dass der Betroffene die krankengymnastischen Übungen konsequent durchführt. Ist die Behandlung erfolgreich, können nach der Heilung wieder alle Sportarten betrieben werden.
Rheumatoide Arthritis – Operationen
Operationen können bei rheumatoider Arthritis (chronische Polyarthritis, Rheuma) sinnvoll sein. Die Gelenkinnenhaut oder Teile des Gelenks können entfernt werden. Es kann aber auch ein Gelenkersatz
Knorpelschaden
Bei einem Gelenkknorpel handelt es sich um eine spezielle Form des Bindegewebes. Der Knorpel überzieht die gegenüberliegenden Gelenkfläche (Kopf und Pfanne) und hat die Aufgabe, Stöße und Druckbelastungen abzufedern. Die Knorpelzellen verfügen nur über eine eingeschränkte Fähigkeit, sich selbst zu vermehren. Zudem hat das Knorpelgewebe keine eigene Blutversorgung, seine Versorgung erfolgt über die Gelenkflüssigkeit. Deshalb ist der Knorpel nur eingeschränkt regenerationsfähig. Wirkt immer wieder starker Druck auf das Gelenk und entstehen ständig kleinste Verletzungen, besteht die Gefahr von dauerhaften Knorpelschäden (Knorpelläsionen). Symptome eines Knorpelschadens Bei einem Knorpelschaden zeigen sich Symptome wie Gelenkschmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit, Gelenkergüsse und Entzündungszeichen wie Schwellung und Überwärmung. Es kann jedoch auch Zeiten geben, in denen der Betroffene beschwerdefrei ist. Abhängig vom Schweregrad des Schadens kommt es langfristig zu einer Abnutzung des nicht mehr ausreichend geschützten Gelenks – seine Funktion wird eingeschränkt (Arthrose). Behandlung von Knorpelschäden Ein Knorpelschaden kann sowohl konservativ als auch operativ behandelt werden. Für eine Stabilisierung des Gelenks sollen Krankengymnastik und physikalische Anwendungen wie Elektrotherapie sorgen. Außerdem sollen auf diese Weise Schmerzen und Entzündungen gelindert werden. Hierfür werden auch entzündungshemmende Medikamente eingesetzt. Mithilfe einer Operation kann der Knorpel zur Gewebeneubildung angeregt werden. Ist der Knorpel nach einigen Monaten wieder belastbar, kann der Betroffene wieder Sport treiben. Wenn die Schädigung des Gelenks so groß ist, dass nicht mehr genügend Knorpelschicht vorhanden ist, besteht die Möglichkeit einer Gelenkversteifung oder eines künstlichen Gelenkersatzes.
Fibromyalgiesyndrom – Diagnose
Häufig sind Menschen mit dem Fibromyalgiesyndrom über Jahre hinweg von Arzt zu Arzt gelaufen, bevor die richtige Diagnose gestellt wurde. Denn die Diagnosestellung beim FMS ist nicht leicht. Das liegt zum einen daran, dass die Erkrankung viele verschiedene Symptome auslösen kann, die auch bei anderen Krankheiten auftreten können. Zum anderen gibt es keine Laboruntersuchungen oder bildgebenden Verfahren, mithilfe derer das Fibromyalgiesyndrom nachgewiesen werden könnte. Andere Erkrankungen ausschließen Dennoch sind Laboruntersuchungen und bildgebende Verfahren wichtig, um die Diagnose Fibromyalgiesyndrom stellen zu können. Denn auf diese Weise kann der Arzt andere Krankheiten, die ähnliche oder gleiche Symptome verursachen, ausschließen. Weichen bei einer Blutuntersuchung beispielsweise bestimmte Werte von den Normwerten ab, kann das ein Hinweis auf entzündliche Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis sein. Auch Stoffwechselerkrankungen wie eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse können so festgestellt oder ausgeschlossen werden. Mithilfe von bildgebenden Verfahren – etwa einer Röntgenuntersuchung – lassen sich Veränderungen an Knochen und Gelenken, zum Beispiel eine Arthrose (Gelenkverschleiß) als Ursache für die Schmerzen ausschließen. Anamnese wichtig für die Diagnose Auch eine genaue Anamnese, das heißt Erhebung der Krankengeschichte, ist bei der Diagnostik des Fibromyalgiesyndroms sehr wichtig. Dabei wird der Arzt nach einer Medikamenteneinnahme fragen. Denn viele Arzneimittel können als Nebenwirkungen Muskel- und Gelenkschmerzen auslösen. Ein Beispiel sind Statine, die bei Fettstoffwechselstörungen eingesetzt werden. Sie verursachen in bis zu 15 Prozent der Fälle Schmerzen im Bewegungsapparat. Neben der Medikamenteneinnahme wird der Arzt auch nach den Symptomen und den damit verbundenen Einschränkungen fragen. Häufig bittet er den Betroffenen auch, eine Schmerzskizze anzufertigen, in die er seine Schmerzpunkte einzeichnet. Auch persönliche Fragen zum Alltag des Patienten, seelischen Beschwerden oder Stress können dem Mediziner wichtige Hinweise geben. Druckpunkte führen zur Diagnose Ergeben die Untersuchungen keinen Hinweis auf eine andere Erkrankung, bedeutet das noch nicht, dass tatsächlich das Fibromyalgiesyndrom hinter den Schmerzen steckt. Laut American College of Rheumatology müssen noch drei weitere Kriterien zutreffen, um die Diagnose FMS stellen zu können: Die Schmerzen müssen über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten auftreten. Beide Körperhälften müssen betroffen sein und mindestens 11 von 18 Druckpunkten müssen auf Druck schmerzhaft reagieren. Letzteres ist eines der wichtigsten Diagnosekriterien beim Fibromyalgiesyndrom. Denn Druckpunkte (Tender Points) an den Übergängen von Muskeln zu Sehnen sind typisch für das FMS.
Mobilität/Alter – An- und Auskleiden
Morgens und abends die Kleidung wechseln – für gesunde Menschen eine Selbstverständlichkeit. Pflegebedürftigen Personen fällt dieser alltägliche Vorgang jedoch oft schwer. Denn auch wenn es einfach erscheint: An- und Ausziehen sind komplexe Tätigkeiten, die gleichzeitig motorische, sensorische und kognitive Fähigkeiten erfordern.  Um selbstständig die Kleidung wechseln zu können, muss der Pflegebedürftige also noch in gewissem Maße beweglich sein. Häufig benötigen Pflegebedürftige die Unterstützung einer Pflegeperson, da ihnen beispielsweise aufgrund von Erkrankungen wie Morbus Parkinson oder Arthrose das feinmotorische Geschick, die Beweglichkeit oder die Kraft fehlt. Training für die Feinmotorik, Struktur für den Tag Auch wenn es vielleicht etwas länger dauert: Der Pflegebedürftige sollte so viel wie möglich selbst machen. Das tägliche An- und Auskleiden trainiert nicht nur die Feinmotorik und Bewegung – es bringt auch Struktur in den Tag. Von Gummizug bis Klettverschluss: Kleine Tricks mit großem Effekt Um das Wechseln der Kleidung möglichst einfach zu gestalten, sind zum Beispiel Hosen und Röcke mit Gummizug vorteilhaft. Auch Kleidung, die sich mit Klettverschlüssen statt Haken oder Reißverschlüssen öffnen und schließen lässt, erleichtert das An- und Ausziehen. Mittlerweile gibt es auch spezielle Kleidung für Rollstuhlfahrer, Menschen mit Inkontinenz oder einer Halbseitenlähmung. Selbst die Anziehsachen auszuwählen, die er tragen möchte und in der er sich wohlfühlt – das erfüllt das Bedürfnis des Pflegebedürftigen nach Selbstbestimmtheit. Bei Menschen mit Demenz ist es allerdings sinnvoll, im Kleiderschrank immer nur die Kleidung aufzubewahren, die zur aktuellen Jahreszeit passt. So besteht nicht die Gefahr, dass für das Wetter völlig unpassende Kleidung ausgewählt wird – und es erspart Diskussionen. Hilfsmittel – Knöpf- und Greifhilfe für mehr Selbstständigkeit Es gibt einige Hilfsmittel, die das An- und Auskleiden erleichtern. Dazu gehört zum Beispiel die Knöpfhilfe, die es auch Menschen mit eingeschränkter Hand- oder Fingerbeweglichkeit möglich macht, ihre Kleidung selbst zuzuknöpfen. Die Greifhilfe dient dazu, beispielsweise auf dem Boden liegende Kleidungsstücke aufzuheben, ohne sich bücken zu müssen. Kleidung im Bett wechseln – wenn die kleinen Dinge zählen Einem bettlägerigen Menschen ist es kaum möglich, seine Kleidung selbstständig zu wechseln. Dann wird das An- und Auskleiden größtenteils von einer Pflegeperson übernommen. Doch auch wenn der Pflegebedürftige Hilfe bekommt, sollte er beim Wechseln der Kleidung einige Handgriffe selbst übernehmen. So kann er möglicherweise selbst seinen Schlafanzug oder sein Nachthemd auf- beziehungsweise zuknöpfen. Um Druckstellen zu vermeiden, sollte die frisch angezogene Nachtwäsche zum Schluss sorgfältig glattgezogen werden.
Verstauchung
Wenn man sich eine Verstauchung zuzieht, wird kurzzeitig der normale Bewegungsspielraum des Gelenks überschritten. Dabei trennen sich die Flächen des Gelenks voneinander und kehren dann wieder in ihre Ausgangsposition zurück. Die umgebenden Muskeln und Bänder sowie die Gelenkkapsel werden auf diese Weise extrem überdehnt. Kommt es zu einer schweren Verstauchung, können sie sogar reißen. Symptome einer Verstauchung Eine Verstauchung äußert sich durch Symptome wie Schmerzen, Schwellung und Bluterguss. Eine Belastung des Gelenks ist zwar noch möglich, die Beweglichkeit ist jedoch stark eingeschränkt. Besonders oft kommt es zu einer Verstauchung des Sprunggelenks (zum Beispiel durch Umknicken). Gefährdet sind aber auch das Kniegelenk (zum Beispiel beim Fußball) sowie die Daumen- und Fingergelenke (zum Beispiel beim Volleyball und Skifahren). Behandlung von Verstauchungen Sind keine Knochen verletzt, ist bei einer Verstauchung keine Operation notwendig. Nachdem es zur Verletzung gekommen ist, muss das Gelenk zunächst gekühlt werden. Anschließend sollte der Patient das betroffene Gelenk ein bis zwei Wochen lang mithilfe eines Verbands stabilisieren, schonen und nach Möglichkeit hochlagern. Um die Heilung zu beschleunigen, können Betroffene auch zu kühlenden und abschwellenden Salben greifen. Eine längere Ruhigstellung – etwa vier bis sechs Wochen – ist notwendig, wenn Bänder an- oder durchgerissen oder Kapseln verletzt sind. Spezielle Schienen sorgen für eine Stabilisierung des Sprunggelenks. Besonders bei einem jungen und aktiven Leistungssportler wird der Arzt jedoch eine Operation gegen die Instabilität in Erwägung ziehen. Das Gelenk kann nach Ende der Therapie allmählich wieder belastet werden – vorerst nur gering, dann nach und nach steigend. Das Ziel ist, die Muskulatur wieder so weit aufzubauen, dass sie in der Lage ist, das Gelenk stabil zu halten. Wer nach einer Verstauchung wieder mit dem Sport beginnen möchte, sollte in den ersten vier bis sechs Monaten einen Gelenkschutz wie zum Beispiel einen Tape-Verband tragen. Häufige akute Sportverletzungen: die Sprunggelenksverstauchung Eine der häufigsten akuten Sportverletzungen ist die Sprunggelenksverstauchung. Sie kann passieren, wenn der Fuß nach außen umknickt. Denn dadurch kommt es zu einer Überdehnung der Bänder im Sprunggelenk oder im schlimmsten Fall sogar zu einem Riss. Eine besonders hohe Gefahr besteht bei Mannschaftssportarten wie Volleyball und Basketball. Denn in diesen Sportarten ist das Gelenk einer ständigen Sprungbelastung ausgesetzt. Außerdem springt der Spieler oft in der Nähe von Gegnern und Mitspielern, wobei es schnell passieren kann, dass er auf dem Fuß eines anderen Spielers landet und dabei umknickt. Weitere Ursachen für eine Sprunggelenksverstauchung können zum Beispiel ein Zweikampf beim Fußball oder das Laufen auf unebenem Untergrund sein. Sie sollten eine solche Sportverletzung nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn es kann zu Langzeitfolgen wie einer Instabilität des Gelenks und Gelenkverschleiß (Arthrose) kommen.
Coxarthrose – Anatomie/Funktion des Hüftgelenks
Das Hüftgelenk ist das größte und am stärksten belastete Gelenk des menschlichen Körpers. Bei einem Körpergewicht von etwa 70 Kilogramm kommt es beim Gehen in den Belastungszonen der Hüfte zu Druckbelastungen von mehr als dem Doppelten des Körpergewichts. Diese Belastung wird von einem gesunden Hüftgelenk bei den meisten Menschen während des gesamten Lebens ausgehalten. Anatomie des Hüftgelenks Beim Hüftgelenk handelt es sich um ein sogenanntes Kugelgelenk. Dabei steht der Oberschenkelknochen mit seinem Kopf (Hüftkopf), der am Ende des Oberschenkelhalses sitzt, in der Hüftpfanne, die vom Becken gebildet wird. Um im Gelenk eine Bewegung zu erreichen, kann man beide Gelenkpartner, auch Hebel genannt, bewegen. Am deutlichsten zu spüren ist in der Regel die Bewegung vom längeren Hebel, in diesem Fall das Bein. Der zweite Gelenkpartner, das Becken, kann die Bewegung im Hüftgelenk auch ausführen. Es handelt sich hier um eine kleinere, weniger deutlich wahrnehmbare Bewegung. Will man den größtmöglichen Bewegungsausschlag für eine Bewegungsrichtung erreichen, müssen sich beide Gelenkpartner, das heißt das Bein und das Becken, bewegen. Das Hüftgelenk lässt Bewegungen in sechs Bewegungsrichtungen zu: das Beugen und Strecken, das An- und Abspreizen, sowie das Innen- beziehungsweise Außendrehen des Beines. Meist werden diese Bewegungen kombiniert, wie zum Beispiel beim Aufstehen von einem Stuhl.Für jede der genannten Bewegungsrichtungen gibt es eine entsprechende und zusätzliche Bewegung des Beckens um den Oberschenkelknochen.Im normalen Bewegungsverhalten geschieht jede Bewegung im Hüftgelenk sowohl vom Oberschenkel als auch vom Becken aus. Es ist jedoch die Bewegung des Beines, die am deutlichsten wahrzunehmen und sichtbar ist. Die gelenkbildenden Anteile des Knochens sind beim Gesunden mit einer glatten Knorpelschicht unterschiedlicher Dicke je nach Belastungszone überzogen. Das Hüftgelenk selbst wird von einer Gelenkkapsel umgeben. Zwischen den Knorpelschichten von Hüftkopf und Hüftpfanne findet sich der Gelenkspalt, welcher mit der „Gelenkschmiere“ (Synovia) gleitfähig gehalten wird. Diese ölige Substanz wird von der inneren Schicht der Gelenkkapsel ständig neu gebildet. Knorpel und Gelenkschmiere schützen den Knochen vor Abrieb und dienen als Stoßdämpfer. Die Gelenkkapsel selbst ist mit kräftigen Bandstrukturen verstärkt. Das Hüftgelenk wird in seiner normalen Position durch diese Bänder, durch die Gelenkkapsel sowie durch die umgebende Muskulatur in korrekter Stellung gehalten.Die Hüftgelenkspfanne umschließt den Hüftkopf nicht vollständig. Auf diese Weise entsteht ein recht großer Bewegungsspielraum in diesem Kugelgelenk. Es leuchtet ein, dass das Gelenk dadurch in einzelnen Bezirken (beispielsweise beim Stehen oder Gehen) stets unterschiedlich stark belastet wird. Hierbei sind insbesondere verschiedene Areale der starren, nicht beweglichen Hüftpfanne betroffen. Dieser Umstand ist allerdings von der Natur durch unterschiedliche Knorpeldicken im Hüftgelenk weitgehend ausgeglichen. Kommt es zu einer vermehrten Abnutzung im Bereich des Hüftgelenks (zum Beispiel bei einer Arthrose), wird sich diese zunächst an den eben beschriebenen hauptbelasteten Stellen abspielen.Dem Hüftgelenk unmittelbar benachbart sind die großen Nerven- und Gefäßstämme, die das Bein versorgen.Um eine Bewegung aktiv ausführen zu können, braucht man die Muskulatur. Diese muss zum einen die nötige Kraft besitzen, die geplante Bewegung ausführen zu können. Zum anderen soll die Muskulatur der Gegenrichtung in der Lage sein, langsam in der Spannung nachzulassen, damit die gewünschte Bewegungsrichtung überhaupt ausgeführt werden kann. Für die geplante Bewegung in einer Richtung ist es zusätzlich notwendig, dass gerade so viel Spannung der Muskulatur erbracht wird, wie eben benötigt – diese Feinabstimmung nennt man Koordination. Um also im Hüftgelenk eine für den Alltag verwendbare Funktion zu erreichen, benötigt man sowohl intakte Gelenkstrukturen, als auch eine funktionierende Muskulatur, die gleichermaßen kräftig wie koordinationsfähig sein muss. Dies soll bezogen auf zwei ausgewählte Tätigkeiten im Alltag, nämlich dem Gehen und dem Sitzen, näher erläutert werden.
Coxarthrose – Diagnose
Bei Hüftgelenksarthrose ist eine frühzeitige Diagnose wichtig, um sie gut behandeln zu können. Bewegungsschmerz und später Ruheschmerz sind erste Symptome. Eine Röntgenuntersuchung kann zur