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Essstörungen – Binge Eating
Binge Eating Disorder (BED) ist eine durch Essattacken gekennzeichnete Essstörung. Betroffene nehmen während einer Essattacke heimlich und unkontrolliert große Mengen an Lebensmitteln zu sich. Sie essen schnell, ohne Hungergefühl und wahllos, bis sie „übersatt" sind. Dann stellt sich meist ein unangenehmes Völlegefühl ein – und ein schlechtes Gewissen. Im Gegensatz zu Menschen mit Bulimie erbrechen Binge-Eating-Patienten nach den Essanfällen nicht und ergreifen auch keine anderen gegensteuernden Maßnahmen zur Gewichtskontrolle. Deshalb sind sie oft übergewichtig oder leiden unter starken Gewichtsschwankungen. Häufig geht eine Binge Eating Disorder mit einer Adipositas (Fettsucht) einher. Die unkontrollierten Essattacken begleiten Abscheu und Ekel vor dem eigenen Körper. Die Betroffenen schämen sich wegen ihrer mangelnden Selbstkontrolle und vor allem wegen ihres Übergewichts. Schuld- und Schamgefühle bis hin zu psychischen Störungen wie Depressionen und Angstzustände sind die Folge. Körperlich kann Übergewicht zu Erkrankungen wie Diabetes mellitus Typ II, Herz-Kreislauf-Erkrankungen (beispielsweise Bluthochdruck), Schlaganfall oder Herzinfarkt, Arthrose und Wirbelsäulenschäden führen.
Abnehmen – Übergewicht/Folgeerkrankungen
Wer kennt es nicht: Die Hose spannt, der Gürtel ist zu eng. Im Spiegel mag man sich schon nicht mehr ansehen. Übergewicht stört aber nicht nur das äußere Erscheinungsbild, es begünstigt auch die Entstehung vieler Folgekrankheiten. Menschen mit Übergewicht leiden häufig unter zahlreichen Beschwerden wie Kurzatmigkeit, starkem Schwitzen, schneller Ermüdbarkeit oder Schmerzen an Wirbelsäule, Hüft- oder Kniegelenken. Auch viele psychosoziale Probleme gehen mit Übergewicht einher. Übergewicht fördert die Entstehung von Folgeerkrankungen Daneben ist Übergewicht in den Industrieländern der größte Risikofaktor für die Entstehung von Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2, Schlaganfall und Fettstoffwechselstörungen. Jährlich sterben Tausende von Menschen an den Folgen von Übergewicht. Außerdem begünstigt Übergewicht auch die Entstehung von Arthrose, Bandscheibenschäden und Gicht. Das Risiko, Folgeerkrankungen zu entwickeln, erhöht sich mit steigendem BMI-Wert. Auch die Fettverteilung spielt eine Rolle: Insbesondere eine stammbetonte Fettverteilung erhöht das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Durch eine gesunde Lebensweise mit Sport, Ernährungsumstellung und Abnehmen können Sie vielen ernährungsbedingten Folgeerkrankungen entgegenwirken.
Bänderriss – Erste Hilfe, Therapie, OP
Unsere Bänder (Ligamente) sorgen für die Stabilisierung unserer Gelenke, führen Bewegungen oder schränken sie ein. Wenn es zu einer sehr großen Krafteinwirkung auf ein Band (Trauma) kommt, wird ein teilweiser oder kompletter Riss des Bandes (Ruptur) verursacht. Ist das Band außerdem teilweise in der Gelenkkapsel verankert, sprechen Fachleute von einer Kapsel-Band-Läsion. Bei einem Bänderriss spüren Betroffene plötzlich einen starken Schmerz. Nach dem Riss ist das Gelenk instabil und in den meisten Fällen nicht mehr belastbar. Zudem entstehen Blutungen, die das Gelenk anschwellen lassen. Weitere Symptome eines Bänderrisses: Wärme und Rötung – typische Anzeichen für eine Entzündung, die zur Wundheilung beiträgt. Behandlung eines Bänderrisses Bei einem Bänderriss können Sie als Erste Hilfe-Regel die PECH-Regel (steht für Pause, Eis, Compression, Hochlagerung) anwenden. Dabei wird das betroffene Körperteil erst ruhiggestellt, anschließend mit Eis gekühlt, mit einem Druckverband versehen und hochgelagert. Die tatsächliche Behandlung des Bänderrisses erfolgt dann durch einen Arzt entweder mit oder ohne Operation. Durch Muskel- und Krafttraining sollte anschließend wieder eine Stabilisierung des betroffenen Körperteils erreicht werden. Jedoch können bei einem größeren Bänderriss bis zu sechs Monate vergehen, bis der Verletzte wieder trainieren kann. Bei einem gerissenen Band im Sprunggelenk reicht häufig eine konservative Behandlung. Dabei wird das Sprunggelenk für ungefähr acht Wochen mit Bandagen oder Orthesen stabilisiert. Leistungssportlern wird manchmal eine Operation empfohlen, in der der Arzt die Bänder vernäht. Kreuzbandriss: eine häufige Sportverletzung Eine häufige Sportverletzung ist der Kreuzbandriss. Das vordere und das hintere Kreuzband befinden sich im Inneren des Kniegelenkraums. Unsere Kreuzbänder verbinden den Oberschenkelknochen mit dem Schienbein, verhindern falsche Bewegungen des Gelenks und ermöglichen, dass das Knie sich strecken und beugen lässt. Beim Riss des vorderen Kreuzbands (das hintere Kreuzband reißt nur selten) handelt es sich um eine der schwersten Kniegelenksverletzungen überhaupt. Die Ursache sind meist Drehbewegungen des Knies – zum Beispiel beim Fußballspielen oder Skifahren. Aber auch durch Unfälle oder Bagatellbewegungen wie Stolpern oder Ausrutschen kann man sich einen Kreuzbandriss zuziehen. Typische Symptome eines Kreuzbandrisses sind Schmerzen, Schwellung und manchmal auch ein Gelenkerguss. Außerdem ist die Beweglichkeit des Knies eingeschränkt. Es kann wegknicken, wenn es belastet wird. Therapie eines Kreuzbandrisses Die meisten Kreuzbandrisse werden heutzutage operiert. Wie Erfahrungen zeigen, kommen ältere Patienten, die keinen Sport mehr treiben, jedoch auch ohne operativen Eingriff gut zurecht. Für eine Behandlung ohne Operation müssen aber bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden: Das Knie muss ausreichend stabil sein, darf nicht gereizt sein, nicht wegknicken und keine Schmerzen verursachen. Dann können Krankengymnastik und ein gezieltes Training der Oberschenkelmuskulatur für ausreichend Stabilität des Kniegelenks sorgen. Jedoch raten Ärzte besonders bei jüngeren, sportlich aktiven Menschen meist zu einer Operation, wenn diese eine größere Sicherheit und ein geringeres Risiko für Arthrose verspricht. Dabei ersetzt der Arzt in einem arthroskopischen Eingriff (Kniegelenksspiegelung) die zerrissenen Bandstrukturen durch körpereigenes Material. Dieses entnimmt er entweder aus dem Muskel an der Oberschenkelrückseite oder aus der Sehne der Kniescheibe (Partellarsehne). Schmerzen oder Reizzustände nach der Operation sind eher selten und auch die freie Beweglichkeit ist bald wieder erreicht. Damit Knie und Sehne nicht zu früh belastet werden, muss das Gelenk jedoch sechs bis zwölf Wochen mithilfe einer Kniegelenksschiene entlastet werden. Wichtig ist außerdem, dass der Betroffene die krankengymnastischen Übungen konsequent durchführt. Ist die Behandlung erfolgreich, können nach der Heilung wieder alle Sportarten betrieben werden.
Alter/Sport – Trainingsarten
Wenn Sie in höherem Alter nach längerer Pause wieder mit Sport beginnen, empfiehlt sich dringend ein Besuch beim Hausarzt, um eine Art Bestandsaufnahme durchzuführen. Dadurch lassen sich Überforderung oder gar Schäden vermeiden. Generell ist die Frage nach der richtigen Sportart im Alter zu klären: Ausdauersport, Kraftsport oder Koordinationstraining? Die Wahl ist von einer ganzen Reihe individueller Faktoren abhängig: Welche Vorstellungen und Ziele haben Sie selbst?, Gibt es Krankheiten, die bedacht werden müssen?, Mit welcher Art von Sport lässt sich Ihr Gesundheitszustand verbessern?, Wann haben Sie zuletzt Sport getrieben? Sind Sie ein geübter Sportler?, Wie fit sind Sie?, Liegen körperliche Einschränkungen vor?, Welche Sportarten haben Sie früher einmal betrieben?, Welche Art der Bewegung macht Ihnen Spaß?, Sind Sie beim Sport lieber in einer Gruppe oder allein?, Haben Sie Angst, es könnte etwas passieren?, Gibt es ein Sportangebot in Ihrer Nähe? Unter Beachtung der zuvor genannten Faktoren kann Ihr Hausarzt bestimmte Sportarten empfehlen, die für Sie in Frage kommen. Wenn Sie zum Beispiel an Bluthochdruck leiden, sollten Sie sich nicht Gewichtheben als Sportart aussuchen. Für Menschen mit Osteoporose sollten hingegen Kraftübungen auf dem Programm stehen, da sie bei dieser Krankheit effektiver sind als Ausdauerübungen. Wenn Sie am liebsten Sport unter freiem Himmel treiben, wäre Sport, der im Fitnesscenter angeboten wird, sicherlich weniger geeignet für Sie. In jedem Fall gilt: Wählen Sie eine Sportart, die Ihnen Spaß macht. Und falls Sie gar nichts Geeignetes finden oder die Umstände es unmöglich machen: Auch zuhause können Sie in täglich fünf bis zehn Minuten mit einfachen Übungen Ihre Muskeln kräftigen. Sport mit speziellen Erkrankungen Welche Sportart für Sie geeignet ist, wenn Sie unter einer Erkrankung leiden, können Sie hier nachlesen.>> Sport mit Herzkrankheiten >> Sport nach einem Schlaganfall >> Sport mit Diabetes mellitus >> Sport und Bewegung bei Osteoporose>> Sport mit COPD>> Sport mit einem künstlichen Hüftgelenk>> Sport mit Blasenschwäche (Harninkontinenz)>> Geeignete Sportarten mit Rückenproblemen und Problemen mit der Wirbelsäule >> Sport mit Arthrose (Video)
Rheumatoide Arthritis – Operationen
Operationen können bei rheumatoider Arthritis (chronische Polyarthritis, Rheuma) sinnvoll sein. Die Gelenkinnenhaut oder Teile des Gelenks können entfernt werden. Es kann aber auch ein Gelenkersatz
Knorpelschaden
Bei einem Gelenkknorpel handelt es sich um eine spezielle Form des Bindegewebes. Der Knorpel überzieht die gegenüberliegenden Gelenkfläche (Kopf und Pfanne) und hat die Aufgabe, Stöße und Druckbelastungen abzufedern. Die Knorpelzellen verfügen nur über eine eingeschränkte Fähigkeit, sich selbst zu vermehren. Zudem hat das Knorpelgewebe keine eigene Blutversorgung, seine Versorgung erfolgt über die Gelenkflüssigkeit. Deshalb ist der Knorpel nur eingeschränkt regenerationsfähig. Wirkt immer wieder starker Druck auf das Gelenk und entstehen ständig kleinste Verletzungen, besteht die Gefahr von dauerhaften Knorpelschäden (Knorpelläsionen). Symptome eines Knorpelschadens Bei einem Knorpelschaden zeigen sich Symptome wie Gelenkschmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit, Gelenkergüsse und Entzündungszeichen wie Schwellung und Überwärmung. Es kann jedoch auch Zeiten geben, in denen der Betroffene beschwerdefrei ist. Abhängig vom Schweregrad des Schadens kommt es langfristig zu einer Abnutzung des nicht mehr ausreichend geschützten Gelenks – seine Funktion wird eingeschränkt (Arthrose). Behandlung von Knorpelschäden Ein Knorpelschaden kann sowohl konservativ als auch operativ behandelt werden. Für eine Stabilisierung des Gelenks sollen Krankengymnastik und physikalische Anwendungen wie Elektrotherapie sorgen. Außerdem sollen auf diese Weise Schmerzen und Entzündungen gelindert werden. Hierfür werden auch entzündungshemmende Medikamente eingesetzt. Mithilfe einer Operation kann der Knorpel zur Gewebeneubildung angeregt werden. Ist der Knorpel nach einigen Monaten wieder belastbar, kann der Betroffene wieder Sport treiben. Wenn die Schädigung des Gelenks so groß ist, dass nicht mehr genügend Knorpelschicht vorhanden ist, besteht die Möglichkeit einer Gelenkversteifung oder eines künstlichen Gelenkersatzes.
Mobilität/Alter – An- und Auskleiden
Morgens und abends die Kleidung wechseln – für gesunde Menschen eine Selbstverständlichkeit. Pflegebedürftigen Personen fällt dieser alltägliche Vorgang jedoch oft schwer. Denn auch wenn es einfach erscheint: An- und Ausziehen sind komplexe Tätigkeiten, die gleichzeitig motorische, sensorische und kognitive Fähigkeiten erfordern.  Um selbstständig die Kleidung wechseln zu können, muss der Pflegebedürftige also noch in gewissem Maße beweglich sein. Häufig benötigen Pflegebedürftige die Unterstützung einer Pflegeperson, da ihnen beispielsweise aufgrund von Erkrankungen wie Morbus Parkinson oder Arthrose das feinmotorische Geschick, die Beweglichkeit oder die Kraft fehlt. Training für die Feinmotorik, Struktur für den Tag Auch wenn es vielleicht etwas länger dauert: Der Pflegebedürftige sollte so viel wie möglich selbst machen. Das tägliche An- und Auskleiden trainiert nicht nur die Feinmotorik und Bewegung – es bringt auch Struktur in den Tag. Von Gummizug bis Klettverschluss: Kleine Tricks mit großem Effekt Um das Wechseln der Kleidung möglichst einfach zu gestalten, sind zum Beispiel Hosen und Röcke mit Gummizug vorteilhaft. Auch Kleidung, die sich mit Klettverschlüssen statt Haken oder Reißverschlüssen öffnen und schließen lässt, erleichtert das An- und Ausziehen. Mittlerweile gibt es auch spezielle Kleidung für Rollstuhlfahrer, Menschen mit Inkontinenz oder einer Halbseitenlähmung. Selbst die Anziehsachen auszuwählen, die er tragen möchte und in der er sich wohlfühlt – das erfüllt das Bedürfnis des Pflegebedürftigen nach Selbstbestimmtheit. Bei Menschen mit Demenz ist es allerdings sinnvoll, im Kleiderschrank immer nur die Kleidung aufzubewahren, die zur aktuellen Jahreszeit passt. So besteht nicht die Gefahr, dass für das Wetter völlig unpassende Kleidung ausgewählt wird – und es erspart Diskussionen. Hilfsmittel – Knöpf- und Greifhilfe für mehr Selbstständigkeit Es gibt einige Hilfsmittel, die das An- und Auskleiden erleichtern. Dazu gehört zum Beispiel die Knöpfhilfe, die es auch Menschen mit eingeschränkter Hand- oder Fingerbeweglichkeit möglich macht, ihre Kleidung selbst zuzuknöpfen. Die Greifhilfe dient dazu, beispielsweise auf dem Boden liegende Kleidungsstücke aufzuheben, ohne sich bücken zu müssen. Kleidung im Bett wechseln – wenn die kleinen Dinge zählen Einem bettlägerigen Menschen ist es kaum möglich, seine Kleidung selbstständig zu wechseln. Dann wird das An- und Auskleiden größtenteils von einer Pflegeperson übernommen. Doch auch wenn der Pflegebedürftige Hilfe bekommt, sollte er beim Wechseln der Kleidung einige Handgriffe selbst übernehmen. So kann er möglicherweise selbst seinen Schlafanzug oder sein Nachthemd auf- beziehungsweise zuknöpfen. Um Druckstellen zu vermeiden, sollte die frisch angezogene Nachtwäsche zum Schluss sorgfältig glattgezogen werden.
Verstauchung
Wenn man sich eine Verstauchung zuzieht, wird kurzzeitig der normale Bewegungsspielraum des Gelenks überschritten. Dabei trennen sich die Flächen des Gelenks voneinander und kehren dann wieder in ihre Ausgangsposition zurück. Die umgebenden Muskeln und Bänder sowie die Gelenkkapsel werden auf diese Weise extrem überdehnt. Kommt es zu einer schweren Verstauchung, können sie sogar reißen. Symptome einer Verstauchung Eine Verstauchung äußert sich durch Symptome wie Schmerzen, Schwellung und Bluterguss. Eine Belastung des Gelenks ist zwar noch möglich, die Beweglichkeit ist jedoch stark eingeschränkt. Besonders oft kommt es zu einer Verstauchung des Sprunggelenks (zum Beispiel durch Umknicken). Gefährdet sind aber auch das Kniegelenk (zum Beispiel beim Fußball) sowie die Daumen- und Fingergelenke (zum Beispiel beim Volleyball und Skifahren). Behandlung von Verstauchungen Sind keine Knochen verletzt, ist bei einer Verstauchung keine Operation notwendig. Nachdem es zur Verletzung gekommen ist, muss das Gelenk zunächst gekühlt werden. Anschließend sollte der Patient das betroffene Gelenk ein bis zwei Wochen lang mithilfe eines Verbands stabilisieren, schonen und nach Möglichkeit hochlagern. Um die Heilung zu beschleunigen, können Betroffene auch zu kühlenden und abschwellenden Salben greifen. Eine längere Ruhigstellung – etwa vier bis sechs Wochen – ist notwendig, wenn Bänder an- oder durchgerissen oder Kapseln verletzt sind. Spezielle Schienen sorgen für eine Stabilisierung des Sprunggelenks. Besonders bei einem jungen und aktiven Leistungssportler wird der Arzt jedoch eine Operation gegen die Instabilität in Erwägung ziehen. Das Gelenk kann nach Ende der Therapie allmählich wieder belastet werden – vorerst nur gering, dann nach und nach steigend. Das Ziel ist, die Muskulatur wieder so weit aufzubauen, dass sie in der Lage ist, das Gelenk stabil zu halten. Wer nach einer Verstauchung wieder mit dem Sport beginnen möchte, sollte in den ersten vier bis sechs Monaten einen Gelenkschutz wie zum Beispiel einen Tape-Verband tragen. Häufige akute Sportverletzungen: die Sprunggelenksverstauchung Eine der häufigsten akuten Sportverletzungen ist die Sprunggelenksverstauchung. Sie kann passieren, wenn der Fuß nach außen umknickt. Denn dadurch kommt es zu einer Überdehnung der Bänder im Sprunggelenk oder im schlimmsten Fall sogar zu einem Riss. Eine besonders hohe Gefahr besteht bei Mannschaftssportarten wie Volleyball und Basketball. Denn in diesen Sportarten ist das Gelenk einer ständigen Sprungbelastung ausgesetzt. Außerdem springt der Spieler oft in der Nähe von Gegnern und Mitspielern, wobei es schnell passieren kann, dass er auf dem Fuß eines anderen Spielers landet und dabei umknickt. Weitere Ursachen für eine Sprunggelenksverstauchung können zum Beispiel ein Zweikampf beim Fußball oder das Laufen auf unebenem Untergrund sein. Sie sollten eine solche Sportverletzung nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn es kann zu Langzeitfolgen wie einer Instabilität des Gelenks und Gelenkverschleiß (Arthrose) kommen.
Fibromyalgiesyndrom – Diagnose
Häufig sind Menschen mit dem Fibromyalgiesyndrom über Jahre hinweg von Arzt zu Arzt gelaufen, bevor die richtige Diagnose gestellt wurde. Denn die Diagnosestellung beim FMS ist nicht leicht. Das liegt zum einen daran, dass die Erkrankung viele verschiedene Symptome auslösen kann, die auch bei anderen Krankheiten auftreten können. Zum anderen gibt es keine Laboruntersuchungen oder bildgebenden Verfahren, mithilfe derer das Fibromyalgiesyndrom nachgewiesen werden könnte. Andere Erkrankungen ausschließen Dennoch sind Laboruntersuchungen und bildgebende Verfahren wichtig, um die Diagnose Fibromyalgiesyndrom stellen zu können. Denn auf diese Weise kann der Arzt andere Krankheiten, die ähnliche oder gleiche Symptome verursachen, ausschließen. Weichen bei einer Blutuntersuchung beispielsweise bestimmte Werte von den Normwerten ab, kann das ein Hinweis auf entzündliche Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis sein. Auch Stoffwechselerkrankungen wie eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse können so festgestellt oder ausgeschlossen werden. Mithilfe von bildgebenden Verfahren – etwa einer Röntgenuntersuchung – lassen sich Veränderungen an Knochen und Gelenken, zum Beispiel eine Arthrose (Gelenkverschleiß) als Ursache für die Schmerzen ausschließen. Anamnese wichtig für die Diagnose Auch eine genaue Anamnese, das heißt Erhebung der Krankengeschichte, ist bei der Diagnostik des Fibromyalgiesyndroms sehr wichtig. Dabei wird der Arzt nach einer Medikamenteneinnahme fragen. Denn viele Arzneimittel können als Nebenwirkungen Muskel- und Gelenkschmerzen auslösen. Ein Beispiel sind Statine, die bei Fettstoffwechselstörungen eingesetzt werden. Sie verursachen in bis zu 15 Prozent der Fälle Schmerzen im Bewegungsapparat. Neben der Medikamenteneinnahme wird der Arzt auch nach den Symptomen und den damit verbundenen Einschränkungen fragen. Häufig bittet er den Betroffenen auch, eine Schmerzskizze anzufertigen, in die er seine Schmerzpunkte einzeichnet. Auch persönliche Fragen zum Alltag des Patienten, seelischen Beschwerden oder Stress können dem Mediziner wichtige Hinweise geben. Druckpunkte führen zur Diagnose Ergeben die Untersuchungen keinen Hinweis auf eine andere Erkrankung, bedeutet das noch nicht, dass tatsächlich das Fibromyalgiesyndrom hinter den Schmerzen steckt. Laut American College of Rheumatology müssen noch drei weitere Kriterien zutreffen, um die Diagnose FMS stellen zu können: Die Schmerzen müssen über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten auftreten. Beide Körperhälften müssen betroffen sein und mindestens 11 von 18 Druckpunkten müssen auf Druck schmerzhaft reagieren. Letzteres ist eines der wichtigsten Diagnosekriterien beim Fibromyalgiesyndrom. Denn Druckpunkte (Tender Points) an den Übergängen von Muskeln zu Sehnen sind typisch für das FMS.
Heilpflanze Teufelskralle – Wirkung, Anwendung
Die getrocknete Wurzel der Heilpflanze Teufelskralle wird bei entzündlichen Gelenkerkrankungen, Rückenschmerzen und Hexenschuss verwendet. Weiterhin wirkt die Pflanze anregend bei Appetitlosigkeit und beruhigend bei Verdauungsbeschwerden. Die krautige Pflanze entwickelt bis zu 2 Meter lange Triebe. In der Regenzeit treibt die Pflanze aus und bildet leuchtend rotviolette Blüten. Die Hauptwurzel bildet dann lange Sprossen, die auf dem Erdboden liegen und Knollen (sekundäre Speicherwurzeln) bilden. Die auffallend großen Blüten sind hellrosa bis purpurrot gefärbt. Die Früchte verholzen zu bizarren Gebilden mit spitzen Widerhaken, worauf sich der Name der Pflanze bezieht. Medizinisch verwendet werden die zerkleinerten und getrockneten Sekundärwurzeln, die bis zu 600 Gramm schwer werden können. Über die Inhaltsstoffe der oberirdischen Teile ist wenig bekannt. Deutscher Name: Teufelskralle Botanischer Name: Harpagophytum procumbens Familie: Sesamgewächse (Pedaliaceae)Herkunft: Savannen der Kalahari Namibias und Südafrikas Anwendungsgebiete von Teufelskralle entzündliche Gelenkerkrankungen, rheumatische Erkrankungen, Rückenschmerzen, Hexenschuss, Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden, Sehnenentzündung Dosierung und Anwendung von Teufelskralle Der Extrakt aus den Wurzeln gelangt als Tee, Kapsel, Tablette, Tinktur oder Salbe in den Handel.Tee:Ein Teelöffel (zirka 4,5 Gramm) getrocknete, zerkleinerte Teufelskrallenwurzel mit etwa 300ml kochendem Wasser übergießen und 8 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen. Nach dem Abseihen wird der Auszug in drei Portionen geteilt und über den Tag verteilt getrunken. Zur Behandlung von Verdauungsstörungen nimmt man als Tagesdosis 1,5 Gramm Droge. Der Auszug wird eine halbe Stunde vor dem Essen getrunken.Zu beachten ist, dass die Wirkung der Teufelskrallenwurzel erst nach einer regelmäßigen Einnahme über ungefähr drei Wochen eintritt. Zur Behandlung akuter Schmerzzustände ist die Teufelskrallenwurzel also nicht geeignet. Die Droge sollte kühl und lichtgeschützt aufgewahrt werden. Wirkungen Inhaltsstoffe der Teufelskralle sind Bitterstoffe, vor allem Harpagosid, sowie Flavonoide und Acteosid. Sie wirken entzündungshemmend, abschwellend und schwach schmerzlindernd. Außerdem hemmt sie eiweißabbauende Enzyme in der Matrix des Gelenkknorpels und wird deshalb bei der Behandlung von Arthrose eingesetzt. Bei Verdauungsbeschwerden dient die Teufelskralle der Förderung der Magensäure- und Gallenproduktion. Es kommt zu einer Stimulierung von Leber und Bauchspeicheldrüse, was den Cholesterinspiegel senkt. Hinweis Wegen mangelnder Erfahrungen dürfen Teufelskrallenpräparate bei schwangeren Frauen, stillenden Müttern und Kindern unter zwölf Jahren nicht angewandt werden.Bei akuten Beschwerden an Gelenken, die mit Rötung, Schwellung oder Überwärmung einhergehen, ist ein Arzt aufzusuchen.Nicht anwenden bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren!Bei Gallensteinleiden, Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen oder Personen, die Mittel zur Hemmung der Blutgerinnung einnehmen, sollten Präparate aus der Teufelskralle nur nach Rücksprache mit dem Arzt anwenden!Nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt über einen längeren Zeitraum anwenden!