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Ernährung im Alter – Ausgewogene Ernährung
Grundsätzlich ist eine spezielle Ernährung im Alter nicht notwendig. Genauso wie junge Menschen sollten sich Senioren ausgewogenen und regelmäßig ernähren. Das bedeutet: eine ausreichende Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen. Darüber hinaus sollten individuelle Aspekte – zum Beispiel bestimmte Krankheiten wie Diabetes mellitus oder Schluckstörungen nach Schlaganfall – beachtet werden. Eine ausgewogene Ernährung im Alter enthält: 45 bis 60 Prozent Kohlenhydrate (Einfach-, Zweifach-, Mehrfachzucker und Polysaccharide, zum Beispiel Stärke) 10 bis 20 Prozent Eiweiß (Proteine) 25 bis 35 Prozent Fett zusätzlich etwa 25 Gramm Ballaststoffe Diese ausgewogene Ernährung verhindert – bei einer Kalorienmenge von 1.700 bis 2.000 Kilokalorien – Über- und Untergewicht und Mangelernährung. Nicht zu vergessen: Die Kost muss vitaminreich sein, viele komplexe Kohlenhydrate und die richtigen Fette enthalten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung sieht ab 64 Jahren einen Body-Mass-Index (BMI) von 24 bis 29 als normal an, was bei Jüngeren als Übergewicht gilt.  Bei körperlichen oder geistigen Einschränkungen sollten die Angehörigen oder andere Betreuer dafür sorgen, dass diese Ernährungsempfehlungen eingehalten werden. Beachten Sie auch: Das Essen muss schmecken: Welche Vorlieben gibt es? Gibt es Lieblingsgerichte? Essen sollte Freude bereiten: Dazu beitragen können Essen in Gesellschaft und ein abwechslungsreicher Speiseplan. Das Essen planen: Einkaufen und Kochen machen gemeinsam mehr Spaß.
Das passiert während des Fastens im Körper
„Voller Bauch studiert nicht gern“ – diese Volksweisheit hat einen ganz realen Hintergrund: Unser Körper kann erst dann seine Energien vollständig für andere Dinge einsetzen, wenn er die Verdauungsarbeit nach dem Essen geleistet hat. Deshalb essen zum Beispiel Sportler direkt vor dem Wettkampf nichts oder nur sehr wenig. Energie-Reserven und Grundumsatz Aufgrund fehlender Zufuhr von Kalorien in Form von lebensnotwendigen Nährstoffen greift der Körper zunächst auf die Kohlenhydrat-Reserven (Glykogenspeicher) zurück. Doch diese erschöpfen sich bereits nach ungefähr einem Tag. Danach kommt es nicht nur zur Fettverbrennung, wie sich das viele Übergewichtige wünschen, sondern auch zur Eiweißverbrennung: Die Muskelmasse nimmt ab. Da die Muskeln sehr stoffwechselaktiv sind, reduziert das Fasten den Grundumsatz. Eiweißmangel schadet dem Herz Beim Fasten über längere Zeit sollte der Eiweißgehalt im Körper kontrolliert werden, um Mangelerscheinungen vorbeugen zu können. Denn Eiweißmangel kann auch dem Herz als Muskel schaden. Fit fürs Fasten durch gesunde Ernährung Eine gesunde Ernährung versorgt den Körper mit allen nötigen Vitaminen und Vitalstoffen. Sie sollten sich also schon vor dem Fasten abwechslungsreich und gesund ernähren, damit der Körper genügend Reserven für das Fasten anlegen kann.
Herzerkrankungen – Echokardiografie
Als Echokardiografie bezeichnet man die Untersuchung des Herzens mittels Ultraschall. Mit dem „Herz-Echo“ können die Struktur und die Funktion des Herzens genau beurteilt werden. Inzwischen gibt es technisch ausgefeilte Geräte, mit denen das Herz und die Blutströme mehrdimensional und farbig erfasst werden können. In der kardiologischen Praxis ist der Herz-Ultraschall zur Routine geworden. Mit Herz-Ultraschall zur Diagnose Je nach Untersuchungstechnik gibt die Echokardiografie Aufschluss über Funktionsstörungen der Herzkammern und -vorhöfe einschließlich Narbenbildungen nach Herzinfarkt, Klappenfehler, Herzmuskelerkrankungen, Herzbeutelerkrankungen, Herzentzündungen, Gerinnselbildungen im Herzen. Für jede Fragestellung die passende Ultraschall-Technik Der erfahrene Kardiologe kann beim Herz-Ultraschall je nach Fragestellung aus verschiedenen Echokardiografie-Methoden die geeignete Technik auswählen. Man unterscheidet Untersuchungen in einer, zwei oder drei Dimensionen, die Darstellung von Blutströmen und Gewebebewegungen (Doppler-Sonografie) sowie Ultraschall in Ruhe, unter Belastung oder bei medikamentösstimulierter Herzarbeit („Stressecho“). Der Herz-Ultraschall kann durch die Brustwand (transthorakal) oder durch die Speiseröhre (transösophageal) durchgeführt werden. Via Speiseröhre hat der Herz-Ultraschall besonders für Patienten mit starkem Übergewicht (Adipositas) Vorteile.
Akne – PCO-Syndrom (PCOS)
PCO-Syndrom oder PCOS sind Abkürzungen für Polyzystisches Ovarialsyndrom – eine Erkrankung, die Frauen im gebärfähigen Alter treffen kann. Sie zeichnet sich durch erhöhte Androgenspiegel aus. Androgene sind männliche Hormone, die in gewissem Umfang auch bei Frauen produziert werden und wichtig für ein gesundes hormonelles Gleichgewicht sind. Werden die Androgene im Übermaß hergestellt, kann das zu Zyklusstörungen und im Extremfall zu Unfruchtbarkeit führen. Äußerlich macht sich das PCO-Syndrom durch Übergewicht aufgrund einer Insulinresistenz und eine Tendenz zur „Vermännlichung“ bemerkbar: Die betroffenen Frauen bekommen einen leichten Bartwuchs, das Haupthaar kann dünner werden, die Haut wird fettig und es kann sich Akne entwickeln. Die Therapie des PCO-Syndroms gehört in die Hand des Frauenarztes und – wenn eine ausgeprägte Akne besteht – zusätzlich in die eines Hautarztes. Ursachen des PCO-Syndroms noch nicht vollständig geklärt Was das PCO-Syndrom verursacht, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Möglicherweise spielt unter anderem die Vererbung eine Rolle, denn Frauen mit PCO-Syndrom haben häufiger als gesunde Frauen Mütter, die ebenfalls daran erkrankt sind. Auch Umweltfaktoren sind wahrscheinlich beteiligt – wie es dann zu dem hormonellen Teufelskreis kommt, in dem sich mehrere endokrinologische Störungen gegenseitig verstärken, kann man noch nicht erklären.
Sportverletzungen – Erste Hilfe-Ausrüstung
Sport hat viele positive Effekte: Er kann Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus, Übergewicht und weiteren Krankheiten vorbeugen, unseren Körper bis ins hohe Alter fit halten und die Laune steigern. Jedoch bergen viele Sportarten auch ein gewisses Risiko für Verletzungen. Sportler überschätzen oder überlasten sich oft In vielen Fällen ist allerdings nicht die Sportart an einer Verletzung schuld. Oft überschätzt oder überlastet sich der Sportler und trainiert die notwendigen Bewegungsabläufe nicht richtig. Häufig werden kleinere Verletzungen auch einfach ignoriert oder der Sportler kuriert sie nicht richtig aus und beginnt viel zu früh wieder zu trainieren. Das kann auf Dauer chronische Schmerzen und Schäden verursachen. Typische Symptome vieler Sportverletzungen sind: Schmerzen, Bluterguss, Schwellung sowie eine eingeschränkte Funktion des betroffenen Körperteils. Häufig zeigen sich die Beschwerden bereits innerhalb von wenigen Minuten, sie können aber auch erst nach einigen Stunden auftreten. Bei schweren Verletzungen kommen Sie um einen Arztbesuch nicht herum. Haben Sie nur leichte Beschwerden, können Sie sich mithilfe von Medikamenten und Bandagen aus der Apotheke selbst behandeln – dennoch sollten Sie vorher vorsichtshalber einen Arzt aufsuchen. Denn häufig ist nicht leicht zu erkennen, wie schwer eine Verletzung wirklich ist.
Thrombose in der Schwangerschaft: Vorbeugung | Ursache | Hilfe
Thrombosen treten am ehesten in den Beinvenen auf, weil das Blut dort am langsamsten fließt. Aber auch der Beckenbereich kann betroffen sein. Ärzte sprechen dann von einer tiefen Beinvenen- und/oder Beckenvenenthrombose. Bestimmte Faktoren können eine Thrombose in der Schwangerschaft begünstigen. Ursachen einer Thrombose Zu einer Thrombose kommt es, wenn ein Blutgerinnsel eine Vene ganz oder teilweise verschließt. Außerdem besteht die Gefahr, dass sich das Blutgerinnsel wieder löst, in die Lunge gespült wird und es zu einer Lungenembolie kommt. Dies kommt jedoch sehr selten vor. Eine Thrombose entsteht häufig in Zusammenhang mit einer Blutgerinnungsstörung. Wenn sich in der Schwangerschaft die Zusammensetzung des Blutes ändert, damit es bei der Geburt nicht zu unkontrollierbaren Blutverlusten kommt, kann das auch das Risiko einer Thrombose erhöhen. Begünstigt wird eine Thrombose in der Schwangerschaft außerdem durch die hormonell bedingt geweiteten Venen und das erhöhte Blutvolumen. Langes Liegen – zum Beispiel wenn wegen vorzeitiger Wehen Bettruhe verordnet wurde – fördert ebenfalls die Entstehung von Thrombosen. Auch eine ganze Reihe von Risikofaktoren ist bekannt: Krampfadern, Starkes Übergewicht (BMI über 30), Thrombosen in der Familie, Alter über 35, Fehlgeburten, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Präeklampsie, Rauchen (Hier finden Sie Tipps für einen erfolgreichen Rauchstopp), Lange Zug- oder Autofahrten sowie Flugreisen (vor allem wegen des Bewegungsmangels) Symptome einer Thrombose Aufgrund der spezifischen Lage der Blutgefäße ist das linke Bein von Thrombosen sehr viel häufiger betroffen als das rechte. Während ein Ziehen in der Wade oder in der Leiste noch leicht missverstanden werden kann, sind andere erste Symptome schon recht deutlich: eine Veränderung der Hautfarbe – rötlicher oder blasser, bläulich, Schwellungen und Schweregefühl, Spannungsgefühl im betroffenen Bein, Schmerzen beim Gehen oder wenn das Bein herabhängt Spätestens jetzt sollten Sie zum Arzt gehen – selbst wenn „nur“ eine Venenentzündung und keine Thrombose diagnostiziert wird, muss behandelt werden. Plötzliche Atemnot, Husten und stechende Schmerzen im Rücken könnten ein Hinweis auf eine Lungenembolie sein – hier heißt es: Schnell handeln und sofort den Arzt einschalten. Therapie einer Thrombose während der Schwangerschaft Wenn Risikofaktoren bestehen, wird eine Schwangerschaft besonders sorgfältig überwacht. Mit Blutuntersuchungen kann der Arzt feststellen, ob zusätzlich eine Blutgerinnungsstörung vorliegt. Diagnostiziert er eine Thromboseneigung, kann er blutverdünnende Medikamente einsetzen. Vorbeugung einer Thrombose in der Schwangerschaft Trotz vorhandener Risikofaktoren können Sie viel tun, damit es nicht zu einer Thrombose kommt. Am besten beugt man Thrombosen durch Bewegung vor – Spazierengehen und Fahrradfahren sind ideal, weil dadurch die Muskelpumpe der Beine aktiviert und der Blutfluss in Richtung Herz gefördert wird. Wenn Sie übergewichtig sind, sollten Sie jetzt zwar keine Diät machen, aber eine gesunde Ernährung, die die Verdauung fördert, ist nach Meinung vieler Experten auch ein Beitrag zur Thrombosevermeidung. Gut angepasste Kompressionsstrümpfe entlasten außerdem die Venen und unterstützen den Rückfluss des Bluts zum Herzen. Allzu langes Sitzen im Auto kann vor allem in der späten Schwangerschaft das Risiko einer Thrombose erhöhen, weil das Blut durch die in der Leiste abgeknickte Sitzhaltung nicht ungehindert fließen kann. Legen Sie deswegen spätestens nach anderthalb bis zwei Stunden Autofahrt eine Pause ein und machen Sie einen kleinen Spaziergang. Wenn Sie allerdings schon einmal eine Thrombose hatten oder einer oder mehrere der beschriebenen Risikofaktoren auf Sie zutreffen, sollten Sie überlegen, ob Sie die Reise nicht auf die Zeit nach der Entbindung verschieben können.
Therapie bei PAVK
Die periphere arterielle Verschlusskrankheit bedeutet ab dem Stadium II nicht nur Schmerzen beim Gehen, sie kann auch zu Komplikationen wie Herzinfarkt und Schlaganfall führen. Um das zu vermeiden, werden ab Stadium II der Erkrankung meist Medikamente eingesetzt. Beispielsweise senken Thrombozytenfunktionshemmer wie die Acetylsalicylsäure das Risiko für Herz-Kreislauf-Komplikationen. Zudem kann es sinnvoll sein, die Ursachen der Schaufensterkrankheit zu behandeln. Das Rauchen sollte aufgegeben, Übergewicht gesenkt und ein Diabetes mellitus eingestellt werden. Medikamentös kann man mit lipidsenkenden Mitteln die Blutfettwerte regulieren, der Bluthochdruck sollte mit Diuretika, Beta-Blockern und ACE-Hemmern normalisiert werden.Bei akuten Gefäßverschlüssen, die meistens durch Gerinnsel entstehen, werden oft auch Fibrinolytika eingesetzt. Das sind Medikamente, die entweder in eine Vene oder direkt in das verschlossene Blutgefäß gespritzt werden und das Gerinnsel auflösen sollen. Invasive Eingriffe bei der PAVK Medikamente können die Beschwerden jedoch nicht sofort lindern. Das ist nur mit einem Eingriff möglich. Je nach Ausdehnung und Lokalisation der Gefäßveränderung, Symptomatik und Zustand des Patienten kommen unterschiedliche Verfahren zur Anwendung: Die interventionellen Eingriffe sind: die perkutane transluminale Angioplastie (PTA), in das Blutgefäß eingeführte Katheter können aufgeblasen werden und weiten dadurch das Gefäß auf., das Einsetzen eines Stents: Bei der Operation wird das Gefäß mithilfe eines Katheters erweitert. Anschließend wird eine Drahthülse, ein sogenannter Stent eingesetzt, um zu verhindern, dass sich die Arterie wieder verschließt. Die operativen Eingriffe sind: die Bypass-Operation: Das verschlossene Stück der Arterie wird durch ein Venenstück überbrückt, das vorher an anderer Stelle entnommen wurde., das Einsetzen von Gefäßprothesen: an manchen Stellen im Gefäßsystem können auch verschlossene Bereiche entfernt und durch Prothesen ersetzt werden., Das Thrombendarteriektomie: der die Arterie verschließende Pfropf wird entfernt und das Gefäß kann zusätzlich mit einem Patch erweitert werden. Ist die periphere arterielle Verschlusskrankheit schon weit fortgeschritten, ist häufig eine Amputation nötig. Das mindert nicht nur die Lebensqualität erheblich, sondern geht auch mit einem erhöhten Sterberisiko einher. Die Anpassung einer Prothese an den verbleibenden Extremitätenstumpf ist oft langwierig. Angepasster Lebensstil und Gehtraining Umso wichtiger ist es, seinen Lebensstil rechtzeitig anzupassen. Denn alle Therapiemöglichkeiten bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit, wie Medikamente oder Operationen, können nur dann zu einer langfristigen Verbesserung führen, wenn der Betroffene sein Leben richtig gestaltet. Der wichtigste Schritt dabei ist, mit dem Rauchen aufzuhören. Es ist jedoch auch sinnvoll, sich gesund zu ernähren, Übergewicht abzubauen und Sport zu treiben. Zudem gehört ein Gehtraining zur Therapie der Schaufensterkrankheit. Unter Anleitung eines Physiotherapeuten machen Betroffene bestimmte Übungen. Die Bewegung verbessert die Durchblutung und lindert so die Beschwerden.
Therapie mit Insulin bei Diabetes Typ 2
Nach einem Stufenplan beginnt die Behandlung des Diabetes Typ 2 zunächst mit einer Basistherapie. In der nächsten Behandlungsstufe werden Tabletten eingesetzt. Erst wenn sich durch diese Maßnahmen das Blutzucker- und HbA1c-Ziel nicht erreichen lässt oder im Laufe der Erkrankung nicht mehr erreicht werden kann, beginnt die Therapie mit Insulin. Es gibt verschiedene Schemen für die Insulintherapie beim Diabetes Typ 2. Kombinationstherapie aus Tabletten und Insulin Die Insulintherapie bei Diabetes Typ 2 wird häufig begonnen, indem zu den bisher eingenommenen Tabletten – beispielsweise einer Kombination aus Metformin und einem Sulfonylharnstoff oder Glinid am Tag – ein Verzögerungsinsulin für die Nacht dazugegeben wird. Diese „basalunterstützte orale Therapie“ (BOT) kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn der Nüchternblutzucker erhöht ist. Ist der Blutzucker jedoch besonders nach dem Essen erhöht, kann ein kurzwirksames Insulin zum Essen verabreicht werden. Diese „supplementäre Insulintherapie“ (SIT) erfolgt zusätzlich zur Therapie mit Metformin und/oder anderen Tabletten gegen Diabetes. Weitere Möglichkeiten der Insulintherapie bei Diabetes Typ 2 Eine vorrangige Therapie mit Insulin wird dann notwendig, wenn im Spätstadium keine nennenswerte körpereigene Produktion von Insulin mehr besteht, also ein Insulinmangel durch Erschöpfung der Bauchspeicheldrüse eingetreten ist. Patienten mit Diabetes Typ 2 können nach der konventionellen Insulintherapie, der intensivierten konventionellen Insulintherapie oder in begründeten Ausnahmefällen auch mit einer Insulinpumpentherapie behandelt werden. Der Vorzug sollte einer intensivierten Insulintherapie gegeben werden. Eine alleinige Therapie mit Insulin ist bei übergewichtigen Patienten immer problematisch, da sie dadurch in der Regel noch mehr zunehmen. Zusatztherapie mit Tabletten Auch zusammen mit den verschiedenen Formen der Insulintherapie können Diabetespatienten weiterhin Tabletten einnehmen. Diese müssen je nach Patient und Stadium des Diabetes ausgewählt werden. Dadurch wird der Insulinbedarf verringert und der Stoffwechsel günstig beeinflusst. Denn zum Beispiel unter Metformin tritt im Gegensatz zu Insulin keine Gewichtszunahme auf. Eine besonders günstige Stoffwechseleinstellung hat sich somit für die Kombination von Insulin mit Metformin gezeigt, die sich besonders für übergewichtige Diabetiker mit Insulinresistenz eignet. Wie werden Typ-2-Diabetiker auf Insulin eingestellt? Beim Diabetes Typ 2 herrscht im Gegensatz zum Diabetes Typ 1 kein absoluter Insulinmangel und der zusätzliche Insulinbedarf kann von Patient zu Patient sehr unterschiedlich sein. Daher wird die Therapie mit einer niedrigen Insulindosis begonnen – diese wird dann schrittweise erhöht, bis das Blutzuckerziel erreicht ist.
Was ist Diabetes mellitus?
Diabetes mellitus (wörtlich: honigsüßer Durchfluss) ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der die Aufnahme von Glukose aus dem Blut in die Zellen gestört und dadurch der Blutzuckerspiegel erhöht ist. Dieser hohe Blutzucker kann anfänglich zu Symptomen wie vermehrtem Durst, häufigem Wasserlassen und Müdigkeit führen. Bestehen die hohen Blutzuckerwerte über Jahre, können dadurch Schäden an Blutgefäßen und Organen entstehen. Je nach Ursache unterscheidet man zwischen Diabetes Typ 1 (absoluter Mangel an Insulin) und Typ 2 (mangelnde Empfindlichkeit der Zellen für Insulin oder Abnahme der Insulinproduktion).Etwa sechs Millionen Deutsche werden wegen Diabetes mellitus behandelt. Rund 300.000 haben Diabetes Typ 1 – davon 25.000 Kinder. 90 Prozent der Betroffenen leiden an Diabetes Typ 2. Zwar handelt es sich bei der großen Mehrzahl der Betroffenen um Erwachsene, beziehungsweise sogar über 60-Jährige, dennoch nimmt vor allem die Betroffenenzahl bei Kindern und Jugendlichen stetig zu. Die Zahl der Diabetes-Typ-2-Neuerkrankungen bei Jugendlichen hat sich in den vergangenen Jahren verfünffacht. Experten gehen davon aus, dass es noch einmal so viele Betroffene gibt, die Diabetes mellitus haben, davon aber nichts wissen. Die Dunkelziffer dürfte also ebenfalls bei rund sechs Millionen liegen und die Gesamtzahl der Betroffenen in Deutschland somit zirka zwölf Millionen betragen. Was ist Diabetes Typ 1? Ursache dieser Form der Zuckerkrankheit ist ein Absterben der Langerhansschen Inselzellen der Bauchspeicheldrüse. Diese Zellen sind für die Produktion von Insulin zuständig. Die Zellen werden bei einer Diabetes-Erkrankung durch den Körper selbst angegriffen und zerstört. Bei Diabetes Typ 1 handelt es sich somit um eine Autoimmunerkrankung. Vererbung spielt bei der Entstehung ebenfalls eine Rolle. Die Symptome der Erkrankung treten oft plötzlich und sehr heftig auf. Bis heute gibt es keine wirksamen Strategien, um Diabetes Typ 1 zu verhindern. Was ist Diabetes Typ 2? Im Gegensatz zu Diabetes Typ 1 sind die Ursachen von Diabetes Typ 2 bekannt. Als Hauptrisikofaktor gilt das Übergewicht. Der Entstehung dieser Art der Zuckerkrankheit kann mit ausgewogener Ernährung und ausreichend Bewegung entgegengewirkt werden. Patienten mit Typ-2-Diabetes bemerken zunächst meist nichts von ihrer Erkrankung, die Entstehung ist ein fortlaufender Prozess. Im Körper kommt es im Verlauf zunächst zu einer Insulinresistenz – das bedeutet, dass Insulin zwar im Körper produziert wird, allerdings nicht mehr die volle Wirkung entfalten kann. Die körpereigene Leistung ist dann nicht mehr ausreichend, um den Zucker aus dem Blut zu transportieren. Eine weitere Ursache kann die Abnahme der Insulinproduktion sein. In diesem Fall ist die Bauchspeicheldrüse nicht mehr in der Lage, ausreichend Insulin zu produzieren, um die vorhandene Menge Zucker abzutransportieren. Oftmals kommt es im Krankheitsverlauf zu einer Verkettung beider Mechanismen: Die Bauchspeicheldrüse versucht die Insulinresistenz durch eine Überproduktion von Insulin zu kompensieren. Im Laufe der Zeit lässt die Insulinproduktion allerdings nach bis zu dem Punkt, an dem die produzierte Menge nicht mehr ausreichend ist. Bei beiden Erkrankungen sind vor allem Nerven- und Gefäßschädigungen als Langzeitfolgen gefürchtet.Neben Typ 1 und Typ 2 gibt es noch weitere, seltenere Formen von Diabetes mellitus Formen – zum Beispiel den medikamenteninduzierten Diabetes oder Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes). Die Hauptmerkmale der beiden Diabetes-mellitus-Typen sind in der Tabelle gegenübergestellt: Diabetes Typ 1 Diabetes Typ 2 Beginn akut, meist im Kindes- und Jugendalter meist schleichend, häufig nach dem 40. Lebensjahr Familiäre Häufung vorhanden typisch Körpergewicht zumeist Ideal- bis Normalgewicht meist Übergewicht Ketoseneigung ausgeprägt fehlend oder gering Symptome Durst, häufiges Wasserlassen, Gewichtsverlust, Müdigkeit häufig zu Beginn keine Beschwerden Therapie immer insulinpflichtig Gewichtsreduktion, Diät, Bewegung kann medikamenten- oder insulinpflichtig werden
Das passiert im Körper in den Wechseljahren
Frauen in den Zwanzigern und Dreißigern können den Termin ihrer nächsten Regelblutung meistens genau vorhersagen. Doch zwischen 45 und 50 Jahren endet diese Sicherheit: Die Menstruation wird unregelmäßig. Der Hormonhaushalt im Körper der Frau verändert sich. Wodurch wird dieser Prozess im Körper ausgelöst?  Mit zunehmendem Alter nimmt die Zahl der Follikel (Eizellen) in den Eierstöcken (Ovarien) rapide ab. Dies wirkt sich erheblich auf das Zusammenspiel der weiblichen Sexualhormone und den Zyklus aus. Verkürzte Zyklen schon ab 35 Mädchen kommen mit zirka 500.000 bis eine Million Eizellen auf die Welt. Mit 35 Jahren haben manche Frauen jedoch kaum mehr als 10.000 Follikel. Zehn Jahre später finden sich oft nur noch vereinzelt Eizellen. Denn ab etwa 35 Jahren produziert das Gehirn – genauer der Hypothalamus – mehr Follikel stimulierendes Hormon (FSH). So reifen die Follikel rascher heran und werden schneller verbraucht. Aus diesem Grund sind verkürzte Zyklen für Frauen in diesem Alter typisch. Verstärkt wird dieser natürliche Vorgang deutlich durch beeinflussbare Faktoren wie Übergewicht und Rauchen. Hitzewallungen durch plötzliche Östrogenschwankung Wenn ab Mitte oder Ende 40 nur noch sehr wenige Follikel vorhanden sind, kommt es zu Störungen im hormonellen Regelkreis des Körpers: Östrogen- und Gestagenproduktion gehen zurück, denn sie finden vor allem in den Eizellen statt. Auf das follikelstimulierende Hormon (FSH) reagieren die Eierstöcke nicht mehr. Die Folge: Der Hypothalamus stößt vermehrt FSH aus, ohne dass die Eierstöcke mehr Hormone produzieren. Gelegentlich jedoch setzen die Ovarien schubartig sehr viel Östrogen frei. Diese plötzliche Östrogenschwankung im Körper ruft die typischen Beschwerden in den Wechseljahren wie Hitzewallungen und Schweißausbrüche hervor. Eierstöcke sind auch nach dem Klimakterium wichtig Die Ovarien verlieren in den Wechseljahren zwar ihre reproduktive Funktion. Doch dies bedeutet nicht, dass sie nach dem Klimakterium zu einem nutzlosen Organ im Körper werden. Die Eierstöcke produzieren weiterhin kleine Mengen von Androstendion, DHEA und Testosteron. Diese fördern unter anderem Libido und Muskelmasse. Vor allem aber sind sie für die periphere Östrogenbildung, zum Beispiel in Fett- und Muskelgewebe, bedeutend.