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Therapie: Künstliche Tränen helfen gegen trockene Augen



Bei der Therapie trockener Augen (medizinisch: Keratokonjunktivitis sicca) wird mit künstlichen Tränen behandelt. Diese Augentropfen sollten Sie bis zu fünfmal täglich oder je nach Absprache mit dem behandelnden Augenarzt sogar noch häufiger ins Auge träufeln. Es gibt viele verschiedene Produkte, die unterschiedlich zähflüssig sind und unterschiedliche Zusätze enthalten.

Sie selbst können die Behandlung unterstützen, indem Sie regelmäßig frische Luft tanken, die Zimmerluft in trockenen Räumen befeuchten, die Lüftung zum Beispiel beim Autofahren nie direkt auf ihr Auge richten und reizarme Kosmetika verwenden. Trockene Augen lassen sich außerdem auch mit Punctum plugs behandeln. Dabei handelt es sich um kleine Stöpselchen aus Silikon, die in die unteren Tränenpünktchen gesteckt werden. Dadurch behindern sie den Abfluss der Tränenflüssigkeit, wodurch die Menge der Tränen im Auge erhöht wird.

Therapie des Trockenen Auges: Was Sie beachten sollten

Das Auge ist ein sehr empfindliches Organ. Auch harmlose Ursachen können bei falscher Behandlung zu bleibenden Schäden führen. Wenn die Augen brennen, kratzen und tränen oder die Bindehaut gerötet ist, sollten Sie zur Abklärung der Ursache einen Augenarzt aufsuchen. Ist die Diagnose Trockenes Auge sicher, kann man nach Rücksprache mit dem Arzt selbst behandeln. Doch auch dann gibt es einiges zu beachten.

Vorsicht mit Kontaktlinsen

Wer Kontaktlinsen trägt, sollte diese vor der Anwendung von wirkstoffhaltigen Augentropfen herausnehmen. Nach circa 15 Minuten können harte Linsen wieder eingesetzt werden. Bei weichen Linsen ist das nicht möglich. Sie können durch die enthaltenen Konservierungsmittel beeinträchtigt werden. Diese Stoffe setzen sich in den Poren der weichen Linsen fest und sorgen beim weiteren Tragen für zusätzliche Reizungen. Das Konservierungsmittel Benzalkoniumchlorid kann die Linsen sogar verfärben. Eine Lösung für dieses Problem stellen Augentropfen in Einzeldosenbehältnissen dar. Sie enthalten keine Konservierungsmittel und sind besser verträglich. Aber auch hier gilt: beim Eintropfen Linsen herausnehmen und erst 15 Minuten später wieder einsetzen.

Konservierungsmittelfreie Zubereitungen mit Filmbildnern wie Povidon oder Polyvinylalkohol können auch während des Tragens der Linsen eingetropft werden. Sie werden sogar zur Nachbenetzung empfohlen. Beachten Sie die Angaben im Beipackzettel. Wer Augensalbe anwendet, sollte in diesem Zeitraum gar keine Kontaktlinsen tragen.

Beeinträchtigung der Verkehrstüchtigkeit

Nach der Anwendung von Augentropfen kann kurzzeitig (5-10 Minuten) das Sehvermögen beeinträchtigt werden. In dieser Zeit dürfen Sie keine Maschinen bedienen, oder aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Nach der Anwendung von Augensalben oder Augengelen hält das Verschwommen-Sehen noch länger an.

Hier erfahren Sie mehr zur richtigen Anwendung von Augentropfen
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