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Migräne: die passende Therapie



Unter Migräne leiden Betroffene sehr. Gerade deshalb ist es wichtig, dass die Schmerzursache erkannt wird und jeder die richtige Behandlung erfährt. Wann Sie zum Arzt gehen sollten und wie Migräne therapiert wird.

Frau hat Migräne, liegt auf Sofa © iStock
Wenn Sie häufig Migräne haben, sollten Sie die Ursachen der Kopfschmerzen abklären lassen. Fragen Sie einen Arzt um Rat. Er kann die passende Therapie für Sie ermitteln.

Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn
  • die Migräneattacken länger als 24 Stunden anhalten.
  • die Migräneattacken an mehr als 15 Tagen im Monat auftreten.
  • die Schmerzen trotz Schmerzmittel nicht besser werden.
  • Sie an mehr als zehn Tagen im Monat Schmerzmittel einnehmen.
  • zusätzliche Beschwerden wie zum Beispiel doppeltes Sehen, Schwindel, Tinnitus (Ohrgeräusche), Lähmungserscheinungen oder Sprachausfälle auftreten.
  • starke Übelkeit den Migräneanfall begleitet.
  • Sie älter als 65 Jahre sind.

Was bei der Migränetherapie zu beachten ist

Ist die Diagnose sicher und die Ursache bekannt, kann man nach Rücksprache mit dem Arzt auch selbst behandeln. Jeder Migränepatient reagiert unterschiedlich. Probieren Sie aus, was Ihnen gut tut. Manchmal hilft schon Entspannung im abgedunkelten Raum. Zur medikamentösen Therapie eignen sich frei in der Apotheke erhältliche Schmerzmittel oder Triptane. Unterstützend können pflanzliche Mittel wie Pfefferminzöl eingesetzt werden. Doch auch dann gibt es einiges zu beachten. So ist ein Migräneanfall sehr häufig mit Übelkeit verbunden, manchmal bis zum Erbrechen. Das erschwert die Einnahme von Medikamenten. Fragen Sie auch hierzu Ihren Arzt um Rat.

Zur Therapie von Migräne werden Triptane eingesetzt. Hier erfahren Sie mehr.
Mehr Informationen zur Therapie von Migräne mit Schmerzmitteln finden Sie hier.
Migräne wird auch mit pflanzlichen Medikamenten behandelt. Hier lesen Sie mehr.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Gegenanzeigen

Grundsätzlich kann es bei der gleichzeitigen Anwendung von mehreren Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen. Bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen dürfen manche Medikamente überhaupt nicht eingenommen werden. In jedem Beipackzettel finden Sie dies unter dem Begriff Gegenanzeigen. Angaben zu den einzelnen Produkten finden Sie im Beipackzettel.

Anwendung von Schmerzmitteln bei älteren Menschen

Bei älteren Menschen werden einige Medikamente langsamer abgebaut. Der Stoffwechsel arbeitet nicht mehr so schnell. So kann es vorkommen, dass bestimmte Medikamente länger oder stärker wirken. Menschen über 60 Jahre erzielen bei den Wirkstoffen Ibuprofen, Naproxen oder Acetylsalicylsäure meist bereits mit einer geringeren Dosis die erwünschte Wirkung.

Vorsicht mit Schmerzmitteln bei empfindlichem Magen

Einige Schmerzmittel können die Magenschleimhäute reizen (Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Naproxen). Wenn Sie einen empfindlichen Magen haben, sollten Sie „magenneutrale" Wirkstoffe wählen, beispielsweise Paracetamol. Außerdem gilt: Wer bei der Tabletteneinnahme ausreichend Wasser trinkt, beugt Magenprobleme vor. Brausetabletten sind deshalb im Allgemeinen besser verträglich.

Wichtig:
Arzneistoffe, die die Magenschleimhäute schädigen, können dies teilweise auch, wenn sie als Zäpfchen angewandt werden. Die Nebenwirkung entsteht nicht nur durch das Auflösen im Magen, sondern auch durch den Wirkstoff an sich. Dabei ist es ohne Bedeutung, auf welchem Weg die Aufnahme in die Blutbahn erfolgt.

Schmerzmittel nur kurzfristig einnehmen

Wenn Kopfschmerzmittel oft eingenommen werden, können sie ihrerseits Kopfschmerzen auslösen. Ein Teufelskreis entsteht. Die Betroffenen greifen immer häufiger zur Tablette. Nehmen Sie Schmerzmittel nicht länger als drei Tage hintereinander ein. Weiterhin gilt die Empfehlung: nicht öfter als zehn Tage im Monat. Präparate mit nur einem Wirkstoff sollen ein niedrigeres Gewöhnungsrisiko als kombinierte Präparate erzeugen.

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