Dieser Inhalt benötigt den Adobe Flash Player. Diesen können Sie unter http://www.adobe.com/go/getflashplayer kostenlos herunterladen.

Bluthochdruck: Lexikon



ACE-Hemmer: Medikamente, die den Blutdruck senken, indem sie ein spezielles Enzym, das Angiotensin Converting Enzym, hemmen. Auch bei Herzinfarkt und Herzmuskelschwäche eingesetzt. Die wichtigsten Wirkstoffe sind Ramipril, Enalapril, Lisinopril und Captopril.

Adrenalin: Im Nebennierenmark gebildeter Botenstoff, der auch als Stresshormon bezeichnet wird. Adrenalin versetzt den Körper in Erregung: Das Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt an, die Atemwege weiten sich.

alpha-1-Blocker: Durch eine Blockade der sogenannten Alpha-1-Rezeptoren an den Gefäßen können die Botenstoffe Adrenalin und Noradrenalin nicht mehr binden. Dadurch haben Alpha-1-Blocker eine blutdrucksenkende Wirkung.

Anamnese: Individuelle Krankengeschichte eines Patienten

Angiotensin-II-Antagonisten: Auch AT1-Rezeptorblocker beziehungsweise Sartane genannt. Medikamente, die die gefäßverengende und blutdrucksteigernde Wirkung von Angiotensin-II hemmen. Bevorzugt eingesetzt, wenn ACE-Hemmer aufgrund von Reizhusten nicht vertragen werden.

Antisympathotonika: Wirkstoffe, die die Aktivität des sympathischen Nervensystems (siehe dort) verringern. Heutzutage kaum noch als Blutdrucksenker eingesetzt.

Arterie: Ein Blutgefäß, das das Blut vom Herzen wegführt. Arterien transportieren in der Regel sauerstoffreiches Blut. Nur die Arterien des Lungenkreislaufs enthalten sauerstoffarmes Blut. Die größte Arterie ist die Hauptschlagader (Aorta).  

Arteriosklerose (Atherosklerose): Umgangssprachlich „Arterienverkalkung“. Häufigste Ursache von Gefäßkrankheiten und Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems. Schädigung der Arterien durch Ablagerungen von Blutfetten, Blutpfropfen, Bindegewebe und Kalk in den Gefäßwänden.

Ballaststoffe: Weitgehend unverdauliche Nahrungsbestandteile. Ballaststoffe sind vor allem in Getreide, Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten enthalten.

Betablocker/Betarezeptorenblocker: Medikamente, die Stresshormone hemmen und beruhigend wirken. Die Pulsfrequenz und der Blutdruck sinken, das Herz verbraucht weniger Sauerstoff. Beispiele für Wirkstoffe: Bisoprolol, Atenolol, Metaprolol, Celiprolol, Propranolol, Talinolol.

Cholesterin: Gruppe innerhalb der Blutfette (Blutlipide).Wichtiger Bestandteil von Körpermembranen. Cholesterin wird zum Teil mit der Nahrung aufgenommen und auch im Körper gebildet. Für den Transport im Körper wird es an Eiweiße gebunden. Diese Verbindungen bezeichnet man als Lipoproteine. LDL-Cholesterin ist das so genannte „schlechte Cholesterin“, weil es sich bei erhöhtem Cholesteringehalt im Blut an den Innenschichten der Gefäße ablagert. Es transportiert vom Körper gebildetes Cholesterin von der Leber weg in den Blutkreislauf. HDL-Cholesterin hingegen bringt das überschüssige Cholesterin aus dem Kreislauf zurück zur Leber. HDL-Cholesterin schützt so die Gefäße vor Fettablagerungen und wird daher das „gute Cholesterin“ genannt.

Diabetes mellitus („Zuckerkrankheit“): Chronische Stoffwechselerkrankung, bei der der Blutzuckerspiegel erhöht ist, sich also zu viel Glukose im Blut befindet. Diabetes mellitus zeichnet sich durch absoluten Insulinmangel (Diabetes Typ 1) oder relativen Insulinmangel durch eine gestörte Wirkung des Insulins (Diabetes Typ 2) aus.

diastolischer Blutdruck: Blutdruck während der Füllungsphase des Herzens; unterer, zweiter Wert bei der Blutdruckmessung

Diuretikum (Mehrzahl: Diuretika): Harntreibendes Medikament, das dem Körper Wasser und Mineralstoffe entzieht. So wird das Herz entlastet und der Blutdruck gesenkt.

Durchblutungsstörung: Störung der Blutpassage und damit auch der Nähr- und Sauerstoffversorgung. Auftreten beispielsweise durch Blutgerinnsel, die die Gefäße verschließen oder stark verengte Gefäße. Beim Gehirn mit der Gefahr eines Schlaganfalls verbunden.

Elektrokardiografie (EKG): Herzspannungskurve; zeichnet die elektrischen Aktivitäten der Herzmuskulatur in Form von Kurven auf. Im Herzen läuft vor jedem Herzschlag ein schwacher Strom. Er wird mit kleinen Metallplättchen (Elektroden), die auf den Armen, Beinen und am Brustkorb angebracht sind, gemessen und aufgezeichnet. Der Arzt erkennt aus dem EKG Informationen über Herzrhythmus und -frequenz und mögliche Störungen. Bei einem Ruhe-EKG liegt der Patient, bei einem Belastungs-EKG geht er auf einem Laufband oder fährt auf einem Standfahrrad.

Flavonoide: Pflanzeninhaltsstoffe mit antioxidativer Wirkung (siehe Antioxidantien). Außerdem lösen Flavonoide unter anderem durch Bindung an einen Östrogenrezeptor östrogenähnliche Wirkungen aus, sodass sie beispielsweise den Knochenaufbau positiv beeinflussen. Zudem zeigen sie gefäßschützende Eigenschaften, indem sie die Membranen stabilisieren und die Gefäßelastizität erhöhen.

Herzinfarkt (akuter Myokardinfarkt): Akute und lebensbedrohliche Erkrankung des Herzens, bei der wegen einer Durchblutungsstörung Teile des Herzmuskels absterben.

Herzkranzgefäße: Arterien, die auf der Oberfläche des Herzens angeordnet sind und den Herzmuskel mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen.

Hypertonie/Hypertonus: 1. erhöhter Blutdruck, 2. erhöhte Muskelanspannung

Kalziumantagonisten: Medikamente, die den Kalziumeinstrom in die Gefäße unterbinden und die Gefäße so erweitern. Dadurch sinkt der Blutdruck.

Kombinationstherapie: Behandlung mit mehr als einem (Basis-)Medikament.

Metabolisches Syndrom: Gemeinsames Auftreten von Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck sowie Insulinresistenz; Risikofaktor für Arteriosklerose.

Mineralstoffe: Lebensnotwendige, anorganische, vom Körper nicht selbst herstellbare Nährstoffe. Sie gehen auch bei unterschiedlichen Zubereitungsmethoden in der Regel nicht verloren. Ein Auslaugen von Mineralstoffen der Nahrungsmittel ist jedoch durch langes Kochen in zu viel Wasser möglich. Im Körper werden sie für unterschiedliche Funktionen benötigt, beispielsweise Jod in der Schilddrüse, Kalzium beim Knochenaufbau.

Monotherapie: Behandlung mit einem einzigen (Basis-)Medikament

Noradrenalin: Im Nebennierenmark gebildeter Botenstoff, der als Stresshormon wirkt. Kommt auch als Neurotransmitter im Nervensystem vor.

Omega-3-Fettsäuren: Lebensnotwendige Fettsäure, die der Körper nicht selbst herstellen kann; Nährstoff, der vor allem in Algen, Pflanzen und Seefisch enthalten ist. Er senkt den Blutdruck und die Blutfettwerte, hemmt die Blutgerinnselbildung und stabilisiert den Herzrhythmus.

Parasympathisches Nervensystem/Parasympathikus: Teil des autonomen Nervensystems, das eine Regeneration des Körpers und einen Aufbau von Energiereserven bewirkt. Gegenspieler zum sympathischen Nervensystem.

Progressive Muskelentspannung: Entspannungstechnik, die der US-amerikanische Physiologe und Psychologe Edmund Jacobson entwickelt hat. Einzelne Muskelgruppen werden willentlich angespannt und danach wieder entspannt. Dadurch stellt sich nach einiger Übung eine tiefe Entspannung ein, die sich immer schneller bewusst herstellen lässt.

Saponine: Seifenartige Pflanzenstoffe, teilweise giftig. Sie dienen vielen Pflanzen als Abwehrstoff und werden in der Naturheilkunde verwendet.

Schlaganfall: Schlagartig, plötzlich auftretende Durchblutungsstörung des Gehirns; Unterversorgung der Nervenzellen, sodass es zu Funktionsausfällen kommt.

Sympathisches Nervensystem/Sympathikus: Teil des autonomen Nervensystems, das eine Steigerung der Leistungsfähigkeit des Körpers und den Abbau von Energiereserven bewirkt. Gegenspieler zum parasympathischen Nervensystem.

systolischer Blutdruck: Blutdruck während des Zusammenziehens der Herzmuskulatur; oberer, erster Wert beim Blutdruckmessen

Vene: Ein Blutgefäß, das das Blut zum Herzen hinführt. Venen transportieren in der Regel sauerstoffarmes Blut. Nur die Venen des Lungenkreislaufs enthalten sauerstoffreiches Blut.
Autoren und Quellen
Weiterführende Themen