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Bluthochdruck (Hypertonie) – Diagnosestellung



Oft wird ein Bluthochdruck zufällig festgestellt. Weil Bluthochdruck lange Zeit keine Symptome verursacht, gehen nur wenige Menschen mit der Frage „Habe ich zu hohen Blutdruck?“ zum Arzt. Wird einmalig ein zu hoher Blutdruck gemessen, müssen weitere Messungen die Diagnose sichern. Die Selbstmessung zu Hause und die Messung über 24 Stunden ergänzen den Blutdrucktest beim Arzt.

Zur Blutdruckmessung werden Messgeräte verwendet, die auf der Methode von Riva-Rocci (RR) basieren. Sie bestehen aus einer Druckmanschette, einem Druckmessgerät und einem Stethoskop. Wichtig: Die Manschette muss in Herzhöhe um den Oberarm gelegt werden.

Die Anamnese

Hat Ihr Arzt den Verdacht, dass Sie an Bluthochdruck leiden, wird er Sie genau nach Ihren Vorerkrankungen und den Erkrankungen in der Familie befragen. Wichtig sind dabei Erkrankungen des Herzens, der Nieren sowie Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und Schlaganfall. Auch Bluthochdruck bei Eltern und/oder Großeltern spielt eine Rolle, denn manche Formen des Bluthochdrucks und deren Folgen werden von Generation zu Generation weitergegeben. Der Arzt fragt außerdem nach Körpergewicht, sportlicher Betätigung, Ernährungsgewohnheiten (besonders Rauchen und Alkoholkonsum) sowie Medikamenten, die Sie bereits einnehmen.

Mehrmalige Messungen sind für die Diagnose wichtig

Wenn Ihr Blutdruck an zwei verschiedenen Tagen jeweils zweimal vom Arzt gemessen wurde (mit fünfminütigem Abstand) und höher als 140/90 mmHg lag, so erhärtet das die Diagnose Bluthochdruck.

Zusätzlich sollte der Patient zu Hause den Blutdruck messen, um den blutdruckerhöhenden  Effekt, der oft  in der Sprechstunde durch die ungewohnte Umgebung auftritt  – man nennt ihn auch den Sprechstundendruck oder Weißkitteldruck – auszuschließen. Außerdem wird in manchen Fällen eine Blutdruckmessung über 24 Stunden empfohlen. Der Patient bekommt dafür das Messgerät in der Arztpraxis angelegt und trägt es dann zu Hause einen ganzen Tag und eine Nacht lang. Die Blutdruckmessung erfolgt automatisch. In einem Protokoll werden Mahlzeiten, Spaziergänge, Einkäufe ebenso notiert wie Ärger, Wut, Freude oder Aufregung.

Info
Die erste Blutdruckmessung sollte der Arzt an beiden Armen und Beinen vornehmen, um Blutdruckdifferenzen beispielsweise durch Gefäßverengungen auszuschließen.

Weitere Untersuchungen

Weil Bluthochdruck häufig mit weiteren Erkrankungen (zum Beispiel Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf- oder Nierenerkrankungen) einhergeht, wird der Arzt weitere Untersuchungen durchführen. Dies sind unter anderem:
  • Laborwerte wie Blutbild, Blutzucker, Blutfettwerte, Gesamtcholesterin, Harnsäure, Mineralstoffe wie Kalium und Natrium, Nierenwerte und der Urin
  • Elektrokardiogramm (EKG)
  • Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes und der großen Arterien
  • Beurteilung des Augenhintergrundes
  • Röntgenaufnahme des Brustkorbes
  • Hormonbestimmungen (zum Beispiel Schilddrüse, Nebenniere)
  • Augenhintergrundspiegelung

Autoren und Quellen
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